My Life in many, many Pictures

Ich hab schon lange nichts Vernünftiges mehr gebloggt. Liegt daran, dass das hier meine volle Aufmerksamkeit beansprucht. Wer nicht bloggt, kann aber Fotos machen. Und da hat sich im letzten Jahr einiges angesammelt, was ich euch nicht länger vorenthalten will. Also: Browser-Fenster auf Vollbild gestellt und Finger auf das Scrollrad. Los geht’s!

Eine Partie chinesisches Schach gegen den großen Dak Lau. ;) Ich (vorne) hatte nich den Hauch einer Chance…
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Mein Lieblingshund in Action
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Verliebt wie ein Schloss (Deutzer Brücke, Köln)
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Werk des Feuers (Hannover)
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Jepp, tatsächlich! ;) (Sightseeing in Hannover)
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Aufgenommen im Technikmuseum Sinsheim
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Das neue Stadion von 1899 Hoffenheim, notdürftig aus dem Bus heraus abfotografiert
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Die beiden wichtigsten Lokalitäten in Heidelberg
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In die Ferne gucken, obwohl das Gute liegt so nah… (Heidelberg)
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Vor dem “Großen Fass” (Heidelberger Schloss)
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Seid vorsichtig damit! (Von mir beklebter Stehtisch an einer Autobahnraststätte an der A3)
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Ohne zu gucken über die Schulter fotografiert. (Bonn)
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This is the life…
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Der Regenbogen direkt vor meinem Fenster (Bonn)
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Ohne Worte …
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Keine Ahnung, wann, wo und mit wem aufgenommen. Erkennt jemand seinen Daumen wieder?
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Ein Schatten im Rapsfeld (Nahe der Heimat)
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Wieder so ein UFO …
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Das alte Leid
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Vol. 2
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Mottoparty: “Märchen”
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Aufgenommen in Stuttgart:
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Meine drei Lieblingsraucher bei der Arbeit
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Moschpit, Ärztekonzert Museumsplatz Bonn, 2008
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Straßenweisheiten Vol.1
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Heimatliche Idylle, Dezember 2008: Arbeiter transportieren die Tanne aus unserem Vorgarten ab, um sie vor dem größten Kaufhaus am Ort zu postieren.
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Mit bester Sicht auf das Rheinufer
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Alte Fußball-Rivalität. Aufgenommen am Meppener Bahnhof
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Im Schnee (Bonn)
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“Ich will irgendwas in den Schnee schreiben. Hm, das einzige, was mir da spontan einfällt, ist …”
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Gesehen auf einer Kunstausstellung in Köln. Titel des Bildes: “Der Streit”. Wahnsinnig schön!
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Tonne für großen Elektroschrott (MVA Bonn)
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Muss mich immer wieder kaputt lachen, wenn ich das Bild sehe. Ich glaube, es liegt an dem Smiley.
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Originell frisiertes Wahlplakat
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Ohne Worte (aufgenommen im Ikea in Köln)
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Sind sie?
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Gleichberechtigung für alle
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Moor und Schützenturm (aufgenommen im Emsland)
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Selber hallo! (gesehen in einem Bus in Bonn)
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Liberté, Vérité, Sécurité
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Strategisch optimal platziertes Wahlplakat (vor dem Bundesministerium der Verteidigung, Hardthöhe Bonn)
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Ein wilder Papagei (Bonn)
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Wehr dich!
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Tal, Weinberg und viel Grün. Errät jemand, welches Land und welche Gegend es ist? :)
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Hab ich auch immer gedacht…
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Danke fürs Gucken. Bis zum nächsten Jahr dann! Na gut, vielleicht lasse ich diesmal auch wieder früher was von mir hören. Bis bald!

Fußtrittpolitik

Na toll, erst bloggt der mehrere Monate gar nichts, und jetzt sowas. Ja nun… Vorher gab’s keinen Anlass. :)

Ich bin ein Fan von Detlef Gürtlers Wortistik und melde mich hin und wieder mit einem Vorschlag bei ihm, den er manchmal sogar veröffentlicht. So auch neulich bei dem Wort “verfassungslos”.

Ich mag so kleine Versprecher, aus denen dann neue Begriffe werden. Gerade ist mir das hier aufgefallen: Der SPD-Abgeordnete Dr. Dieter Wiefelspütz wurde kürzlich dafür kritisiert, dass er sich in einem Interview mit der “Berliner Zeitung” angeblich für Internet-Zensur aussprach. Das dementierte er nun scharf auf dem Blog Abgeordneten-Watch. Dort schreibt er:

Ich trete dafür, daß an der Stopp-Seite im Internet keine Daten für die Strafverfolgung gesammelt werden sollten.

Er meinte wahrscheinlich “Ich trete dafür ein“, hat das aber nicht geschrieben! Und so stellt sich euer Leidartikler das natürlich wieder bildlich vor. :)

Könnte ein neuer Trend werden: Speedmeeting

Am Sonntag war ich bei einer Freundin zu Besuch und habe dort eine Tasche vergessen. Weil ich sie dringend brauche, bin ich heute die zwei Stationen mit der Bahn zu ihr gefahren. Wir sind beide viel unterwegs und sehen uns deswegen leider kaum. Auch heute hatten wir nur wenig Zeit. Deswegen hat sie gleich am Bahnhof auf mich gewartet, um mir die Tasche zurückzugeben. In 25 Minuten sollte mein Zug zurück fahren. Die kurze Zeit bis dahin wurde sehr nett: Wir tauschten uns ein wenig über das Leben aus, ich stellte ihr das Blackberry Storm vor, das ich gerade als Testgerät habe, wir plauschten ein bisschen über die Bahn und schräge Leute, die auf dem Bahnsteig herumlungern. Und dann musste ich mich auch schon wieder verabschieden und in meinen Zug steigen.

Und dabei kam mir die Idee: Mit Freunden, die man selten sieht, könnte man derart kurze Treffen vereinbaren, eben Speedmeetings. Die dürfen nicht länger als 25 Minuten dauern, eine Zeit, in der man sich ganz der anderen Person oder einem gemeinsamen Thema widmet und andere Menschen, SMS oder ähnliche Störer absolut tabu sind. Ist kein Ersatz für wirkliche Abende mit Freunden, aber eine sinnvolle Ergänzung, wenn beide wenig Zeit haben, man den anderen aber trotzdem mal wieder sehen will. Und ein wirkliches Treffen ist doch noch ein bisschen netter als ein Telefonat. Man sollte einen neuen Trend daraus machen. Macht ihr mit?

Nur 25 Rocksongs

Eine Charakteristik der Rockmusik ist, dass sie immer wieder dann auftaucht, wenn die übrige Musik zu laff wird. Das Prinzip funktioniert immer noch wunderbar, und so haben es in den letzten 20 Jahren immer wieder verhältnismäßig harte Rocksongs in die Charts geschafft. Hier eine nette und natürlich sehr persönliche Auswahl. Denn die Hits einiger Bands hier konnte ich schon nicht mehr hören, und hab statt dessen ein Stück gewählt, das mir besser gefielt. Ich bitte um Ergänzungen!

Jet –> Rip it up (Anständiges Video von “Are you gonna be my girl” hab ich auf YouTube leider nicht gefunden)
System of a Down –> Chop Suey! (When Angels deserve to die)
Nirvana –> Rape me
Oasis –> D’you know what I mean
Guns N’Roses –> You could be mine
Bloodhound Gang –> Fire, Water, Burn (The Roof is on Fire)
Blur –> Song 2
Beatsteaks –> Hand in Hand (She ain’t never gonna get wise)
Clawfinger –> Do what I say
Offspring –> Come out and play (Keep ‘em separated)
Rage Against the Machine –> Killing in the Name of
Dog Eat Dog –> Who’s the King
Dropkick Murphys –> I’m Shipping up to Boston
Pearl Jam –> Spin the black Circle
Faith No More –> Midlife Crisis
Guano Apes –> Lords of the Bords
The Hives –> Walk, Idiot, Walk
The White Stripes –> Seven Nation Army
Linkin’ Park –> Numb
Onyx with Biohazard –> Slam
Metallica –> Enter Sandman
Therapy? –> Screamager
Weezer –> Buddy Holly
Nine Inch Nails –> Wish
Smashing Pumpkins –> Bullet with Butterfly Wings

Wenn ich Geld verdiene und es DRM-freie Musik zu kaufen gibt, dann zahle ich auch für Downloads.

Habe ich immer gesagt und nun auch endlich mal in die Tat umgesetzt. In meiner Sammlung fehlte nämlich noch dieses wunderbare Stück von Audioslave. “I walk the Streets of Japan ’til I get lost ’cause it doesn’t remind me of anything.” Hach, wie wahr, wie wahr! :)

(Video ließ sich leider nicht einbetten. Klickst du hier!)

Gucken gehen: freshzweinull.de!

Moin zusammen! Die Antwort auf die Frage, warum es hier in letzter Zeit so ruhig geworden ist: Ich richte meine ganze Energie zurzeit auf freshzweinull.de, ein Blog über aktuelle Internet-Themen. Zusammen mit einem kleinen Team machen wir uns darin auf, es der Welt zu zeigen, wie das denn nun funktioniert mit Web 2.0, 3.0 und wie sie nicht alle heißen, und was es dort Neues zu entdecken gibt. Ist vom Schreibstil her zum Glück nicht viel anders als Leidartikel, nur die Themen sind anders. Auf unserem Twitter-Kanal mit dem Untertitel “Die schnellsten Webnews” könnt ihr lesen, womit wir uns den ganzen Tag so herumschlagen. Müßig zu erwähnen, dass ihr euch beides gefälligst schleunigst mal angucken werdet und dann regelmäßig zu Besuch kommt! :)

Leidartikel wird in der Zwischenzeit natürlich nicht geschlossen. Hier geht es weiter, nur eben mit etwas weniger Action als bisher. Aber die findet ihr ja jetzt woanders. ;)

2008 & 2009

Frohes Neues! Diesmal nur zwei gute Vorsätze, damit’s realistisch bleibt:

-> Mein Zimmer und mein Leben entrümpeln
-> Gesund bleiben

Dafür hier als Jahresresümee meine iTunes Top 10. Da ich meinen Mac inzwischen ziemlich genau 1 Jahr habe und seitdem erst iTunes benutze, kann man das getrost als Jahrescharts ansehen, auch wenn immer wieder die gleichen Interpreten auftreten. Ein wenig überrascht bin ich über das Endergebnis selbst. Ich hab’s mal veryoutubed, falls euch das eine oder andere Stück interessiert.

1. Forever and a Day (The Dissociatives, 78x gehört)
2. She Sun (The Subways, 71x)
3. Caledonia (Amy MacDonald, 68x)
4. Back to Black (Amy Winehouse, 62x)
5. You know I’m no good (Amy Winehouse, 60x)
6. Oh yeah (The Subways, 57x)
7. I’m outta time (Oasis, 56x)
8. The Wolf (Eddie Vedder, “Into the Wild” OST, 51x)
9. Wings, Ending (Gustavo Santaolalla, “Brokeback Mountain” OST, 50x)
10. This is the Life (Amy MacDonald, 50x)

Deutsches One Hit Wonder

Wenn man Musikvideos ankündigt, muss man Superlative verwenden: das einzig echte deutsche Liebeslied, explizite Lyrik, starke Metaphern, die trotzdem genau den Nagel auf den Kopf treffen, zeitlos, endzeitlos. Ach, Gelaber: Für mich einfach ein sehr schönes Lied, mit dem ich sehr viele romantische Erinnerungen verbinde.

Man könnte seinen Urlaub doch genauso gut in Deutschland verbringen. Oder?

“Stell dich mal hin, die Füße auseinander, die Augen zu”. – “Warum?” – “Siehst du gleich, ich will dir was zeigen.” Also gut. Ich stell mich hin und schließe die Augen. Sie berührt mit beiden Händen meine Hüfte und versetzt mir dann einen kräftigen Schubser von hinten. Mein linker Fuß fängt den Sturz ab. “Ha, siehst du?”, triumphiert sie. “Sehe ich was?”, frage ich erstaunt. – “Na, du bist Linksfüßer und solltest beim Wakeboardfahren eigentlich mit dem linken Fuß voran fahren.” – “Und du meinst, deswegen bin ich heute 50-mal ins Wasser gefallen?” – “Könnte schon sein.” Wir stehen im Hafen von Sekupang und unterhalten uns, als würden wir uns schon ewig kennen. Dabei habe ich Steffi schon Stunden vorher beim Wakeboardfahren gesehen ohne dass einer von uns beiden den Mund aufbekommen hätte. Vor dem Einchecken in die Fähre zurück nach Singapur sitzt sie plötzlich ganz alleine im Terminal, also spreche ich sie an. Sie kommt aus Deutschland, ist Expat und hat ihre inneren Balance wohl schon gefunden.

Ihr Name ist Blah, und das findet sie selber witzig, als sie sich vorstellt. Sie ist Kellnerin in einem Irish Pub am Kata Beach. Vielleicht findet sie auch mich komisch, der nach zwei Guinness und einem Whiskey bei gefühlten 30 Grad schon reichlich angeheitert ist. “Es gibt am Nachbarstrand noch eine andere Bar, die so heißt wie diese hier, und da ist heute Livemusik”, erzählt mir der – nun ja – Oberkellner. Ich komme mit ihm ins Gespräch, als ich ihn frage, warum ein Johnny Walker bei ihm teurer ist als ein Bowmore. Das läge ganz einfach den Einkaufspreisen, erklärt er mir. “Übrigens: Blah fährt nachher noch rüber zum Konzert und nimmt dich bestimmt mit, wenn du sie fragst.”
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Dienstagmorgen 2:05 Uhr: Sturmfrei &

Stadtrand, eigenes Haus, sturmfrei. Eine lange Session mit alten Tagebüchern, Liebesbriefen und Erinnerungen gerade hinter mir. Dazu eine vernünftige Anlage mit anständigen Boxen und weit und breit keinem Nachbar, der sich über laute Musik beschweren kann: Wirkliche Freiheit also. Wann hatte man das zum letzten Mal?! Die einzige Schwierigkeit: Unter den CDs aus meiner Jugend noch was Anständiges herauszufischen. Ich hatte die wirklich guten Alben wohl immer nur auf Kassette. Improvisation ist gefragt. Und so tönt gegen 2:05 Uhr bei voller Lautstärke dieses Lied durchs ganze Haus. Lange nicht gehört, bald 20 Jahre alt, für die Band eigentlich untypisch und wahrscheinlich gerade deswegen eins ihrer besten Stücke. Wer jetzt was Cooles wie Nirvana erwartet, sitzt dem Irrtum auf, dass ich in meiner Jugend einer von den Coolen war. Das kam erst später. ;) Das hier mal gehört zu haben und es heute zuzugeben, ist eher peinlich. Zur Ehrenrettung sei vielleicht noch gesagt, dass ich davor und danach Offspring und Oasis gehört habe. Bringt das noch was? :) Wer sich jetzt immer noch traut, auf Play zu drücken: Die Gitarre könnte noch was verzerrter sein, aber sonst ist es einer der rockigsten Popsongs aller Zeiten, für die Band eher untypisch und deswegen eins ihrer wohl besten Stücke. Vom Album “Joyride”: “I remember you”.

Titanic – zehn Jahre später

Hab neulich noch einmal “Titanic” gesehen, den Katastrophen-Liebesfilm, der bei den “Academy Awards” 1998 gleich elf Oscars abgeräumt hat. Warum, habe ich damals nicht verstanden. Hab ihn mir deswegen noch einmal angeschaut und muss sagen: Die Liebesgeschichte mit Leo und Kate ist mir immer noch zu konstruiert, und der Versuch, Herzschmerz zu verursachen misslingt.

Aber der Rest! Erstaunliche Kulissen, hervorragende Bauten, eine wirksame Reise zurück in die Zeit. Und als das Schiff dann (endlich) auf den Eisberg läuft und der Katastrophenfilm beginnt, spielt der Film seine wirkliche Stärke aus. Die Katastrophe wird erst nicht ernst genommen und ist dann nicht mehr zu verhindern – ganz im Stile der griechischen Tragödie. Die originalgetreu nachgebaute Kulisse versinkt Schritt für Schritt im Meer, mit ihnen die meisten Passagiere. Und als das Streichquartett die Abschiedssonate spielt und der Kapitän mit seinem Schiff untergeht, dann wird es wirklich trauig.

Das hat Maßstäbe gesetzt, und dafür hat der Film auch zu Recht die Oscars gewonnen – nicht für die blödsinnige Liebesgeschichte. Und das wurde leider von allen Filmproduzenten falsch verstanden, die seitdem einen Katastrophenfilm gedreht haben und ihn mit einer hanebüchenen Liebesgeschichte kombinieren wollten. Das misslang in “Armageddon”, in “Pearl Harbor” und noch viel mehr in allen deutschen Katastrophenfilmen seitdem. Mein Rat deswegen an Produzenten und Drehbuchautoren: Lasst es endlich bleiben und dreht Katastrophenfilme oder Liebesfilme, aber nicht beides gleichzeitig.

The Rolling Stones: As Tears go by

Verstehe langsam, wie die Rolling Stones zu ihrem Weltruhm gekommen sind..

Gesehen: “Vicky Cristina Barcelona”

Bin gerade aus Versehen im falschen Kino gelandet. Tja, sowas … Aber weil ich schonmal da war und der Film gerade anfing, hab ich es mir halt angeschaut, Woody Allens neuestes Werk “Vicky Cristina Barcelona”. Fängt an wie eine typische Dreiecksgeschichte à la “Unter der Sonne des Toskana”. Zwei gelangweilte Amerikanerinnen (Scarlett Johansson und Rebecca Hall) kommen ins lebensfrohe Katalonien und fangen was mit demselben Künstler an. Zu allem Überfluss kommt nach einem Suizidversuch seine Ex-Frau hinzu und mischt mit. Vier-Ecks-Beziehung also, und irgendwie scheinen alle Beteiligten diese Kombi auch zu brauchen, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Als der Alltag sie unweigerlich eines Tages einholt, stehen alle vor einem Scherbenhaufen oder einer fürcherlich eintönigen Zukunft. “Vicky Cristina Barcelona” entpuppt sich damit auf den zweiten Blick als Satire der scheinbar heilen Künstlerwelt. Anders als in “Match Point”, wo der männliche Hauptdarsteller zwischen Reichtum und Liebe hin- und hergerissen ist, sind es in Allens aktuellem Werk die Frauen, die nicht wissen, was sie im Leben eigentlich wollen. Mit dem vielseitigen Javier Bardem (Killer in “No Country for old Men”, Querschnittsgelähmter in “Das Meer in mir”) in Hochform. Von Woody Allen bin ich inzwischen eh nichts anderes gewohnt. Hat mir gut gefallen!

Be human

Na toll, jetzt habe ich nen Ohrwurm von einem 70 Jahre alten Cartoon. Danke Betty Boop!
Btw. Bin “entsetzt” über die fast Itchy-and-Scratchy-mäßige Gewalt in dem Cartoon. Waren doch andere Zeiten damals…

Gut dämonstriert

Wie nett. :) Detlef Gürtler, Wortwart der Nation, hat meine Wortschöpfung “dämonstrieren” in sein Wortistik-Lexikon aufgenommen. Schönen Dank dafür! :)