Log #22: Ach Mensch, GA!

Ach, lieber Generalanzeiger Bonn… Gestern habe ich dich noch verteidigt gegen jene, die dich zerstören wollen wir Rezo die CDU. Das mit der Transformation nach Online hat in meinen Augen gar nicht so schlecht funktioniert. Heute schreibst du dann über Erlkönige in der Bonner Innenstadt. Und in Godesberg stinkt’s – ja nun…

Ist ja im Prinzip okay, hyperlokal und so. Aber dass man dann gar nichts über ein Riesenpolizei-und-Feuerwehr-Aufgebot am Stadthaus heute Morgen zu lesen bekommt, verwundert. Wo liegen die Schwerpunkte? Dazu dann noch dieser Quiz-Fail, obwohl mich das wirklich interessiert hätte. Guckt da vor dem Veröffentlichen überhaupt noch jemand drüber?

Kein Quiz, nur „attraktive Angebote“

Dann hört man über eine Entlassungwelle, trotzdem Preiserhöhung, kaum noch Weiterentwicklung, versäumte Chancen. Klingt alles nicht so gut. Schaff dich nicht selber ab, GA!

Das gottverdammte G! Seit Tagen plage ich mich damit, den ersten dreifingrigen Akkord auf der Ukulele zu greifen. Und es will mir einfach nicht gelingen. Ich greife zu langsam, weil ich den Ringfinger immer nachziehe, es gelingt mir nicht, sauber zu spielen. Ich kriege den Mist einfach nicht hin. Sieht ganz einfach aus, isses aber weiß Gott nicht:

Hier versagt leider auch das teure Yousician. Anfangs gab es noch recht viele Anleitungsvideos, ich fühlte mich in den Händen eines relaxten Musiklehrers, Typ Surfer-Dude, und gut aufgehoben. Nach und nach aber betet Yousician nur noch lieblos neue Akkorde runter und gibt keine Hilfen mehr, wie sie zu spielen sind. Schade, ein weiterer Grund das eigentlich mit Abstand beste Musiklerntool nicht finanziell mit dem Premium-Plus-Angebot zu unterstützen.

Yet another streaming client? Heute ging Joyn von ProSiebenSat.1 an den Start – und ist tatsächlich anders. Da sucht man überall nach dem obligatorischen Registrier-Button und findet keinen. 🙂 Stand jetzt ist Joyn die einzige Streaming-Plattform, die freien Zugang zu Live-TV-Sendern und einer Mediathek bietet. Finde ich angenehm und habe ich auf dem Trendblog denn auch durchaus mal gelobt.

Bild des Tages: Das Messdorfer Feld ist immer wieder für einen Schnappschuss gut:

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Wind in her hair #sunset

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Log #21: Ich hasse…

Ich hasse die Google-Suche. Die ist derart in die Jahre gekommen und überüberoptimiert, dass ich dort nichts mehr wiederfinde. Sicher, ich hätte auch gleich bei den betreffenden Behörden oder dem ADAC danach suchen können, ob ein KFZ-Führerschein eine Mofa-Prüfbescheinigung ersetzt. Aber früher ging so etwas mit Google mal schneller.

Und, ach so, ja, ich war mir zu 98% sicher, dass sowohl der alte als auch der neue Führerschein eine Mofa-Prüfbescheinigung ersetzen, aber ich wollte es eben zu 100% sicher wissen.

Ich hasse Solarladegeräte. Es ist ein schöner Tag, es ist Sommer, es ist warm – es würde 5 Stunden dauern, mein Galaxy S10 mit dem BigBlue 28W SolarCharger aufzuladen, weil da ein paar Wolken am Himmel sind. Klar, schafft die Atomkraftwerke ab und die Kohlekraftwerke gleich mit! Aber Photovoltaik? Nur da wirtschaftlich, wo es immer prallsten Sonnenschein gibt UND es dabei nicht zu heiß wird, weil die Wafer dann nur noch eingeschränkt funktionieren. Wo gibt es ein solches Land?

Ich hasse es, wenn mein WLAN zuhause gerade dann ausfällt, wenn ich schon auf dem Sprung bin und meiner Freundin nur noch gerade auf WhatsApp tschüs sagen will. Elendiges Zusammenspiel der immer mehr enttäuschenden ConnectBox von UnityMedia (fällt in letzter Zeit dreimal am Tag aus) und des noch nie reibungslos funktionierenden Mesh-Netzwerks eines führenden Herstellers (Name sei hier jetzt einfach mal egal. Ich habe mir schon genug Ärger damit eingehandelt, und die anderen können es auch nicht besser).

Ich hasse Montage? Ja, im Prinzip auch.

Nicht Hass, Jürgen, Liebe ist die Antwort! Verständnis, Vergebung und innere Ruhe.

Atme ein. Tief.

Aus.

Spürst du, wie der Ärger kleiner wird, verschwindet?

Denk an deine Ukulele. All die schöne Musik, die du täglich spielst.

Denk an die Texte, die du schreibst. So viel Liebe.

Die Podcasts, die du aufnimmst. Völlig ohne monetäre Absichten.

So viel Liebe, die du in die Welt setzt.

Ein.

Aus.

Und?

Scheiße, das funktioniert wirklich!

Okay, schnell zurück zum täglichen Wahnsinn!! Leidcast 0.7 ist diesmal ein Video. Und da ist definitiv nur wenig Liebe drin:

Das obige 4K-Video mit nur 15fps, das knapp 2:30 min lang ist, ist übrigens 1,8 GByte (!) groß. Meine Festplatte ist gleich voll und meine 150 Mbit/s-Leitung (die natürlich nen deutlich niedrigeren Upstream hat) lädt seit ner halben Stunde. Dass 12% der deutschen Haushalte immer noch keine 50 Mbit/s-Leitung haben und die Bundesregierung ihre Breitbandziele damit klar verfehlt hat (bis Ende 2018 sollten 100% mindestens 50 Mbit/s zur Verfügung haben), ist nicht schlimm, sagt ihr? Denkt nochmal drüber nach!

Hier ist zu viel Liebe drin. Noch ne Nummer größer hatten sie’s wohl nicht, @Business Insider?

Wurde mir über Flipboard empfohlen, das ich eigentlich installiert hatte, um wieder relevantes Tagesgeschehen mitzukriegen. Mach’s gut, Flipboard!

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Weil so viel gefragt haben: @luksan_wunder

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Ich hab ne Weile gebraucht… 😉 Danke @Hendrik!

Und sonst so?

Könnter behalten…

Log #20: 2-Beer Logging

Ich hatte mal den Beweis angetreten die Theorie aufgestellt, dass sich nach 2 Bieren bessern (b)loggen lässt als nüchtern. Das ist schon ein paar Jahre her. Heute testen wir einmal, ob das tatsächlich der Fall ist.

Fakt ist: Ich schreibe leichter von der – nun ja – Leber weg. Mache mir weniger Gedanken um jeden einzelnen Gedanken. Schreibe es einfach runter, kümmere mich nicht darum, was morgen jemand über das denkt, was ich hier schreibe (lesen ja eh nicht mehr als die 5 Menschen, die mich auch schon nach 2+ Bier erlebt haben.)

Die traurige Nachricht des Tages: Man hat mir Lotti wieder weggenommen. :´( Und sie hat gar nicht so gerne gehen wollen. Ich war ja auch gut zu ihr. Zum Abschluss ein Foto von ihr, diesmal aufgenommen mit einer richtigen Kamera.

Weniger schwitzen: Warum jetzt das Thema? Weil es angesichts des nahenden Sommers interessant für euch sein könnte. Seit ich abgenommen habe, schwitze ich tatsächlich weniger. Seit ich Dinge wegschmeiße und mehr zur Ruhe gekommen bin, auch. Früher bin ich radgefahren und am Zielort regelmäßig zerflossen. Das ist jetzt nicht mehr so schlimm. Deswegen hier ein paar Tipps, wie ihr weniger schwitzt, die eben so vernünftig klingen wie schwer umzusetzen sind:

  • Abnehmen: Körper mit weniger Masse kühlen schneller aus (Physik).
  • Innere Ruhe finden. Wer sich weniger über alles aufregt, ärgert und weniger angespannt ist, schwitzt weniger.
  • Halblang machen: Weniger Stress, alles etwas langsamer angehen, wenn möglich, immer nur 1 Sache auf einmal. Das heißt z.B. auch: Im Gehen nicht gleichzeitig eine WhatsApp-Nachricht schreiben.
  • 5 Minuten wertschätzen: Einfach mal 5 Minuten länger für den Weg einplanen, nicht auf dem letzten Drücker aus dem Haus gehen und zur Straßenbahn rennen, und wenn ihr doch mal ins Schwitzen kommt, 5 Minuten warten und runterkühlen, bis ihr euch in die geplante Gesellschaft begebt. Raucher haben es da fast was leichter: sie nehmen sich einfach die Zeit. Nichtraucher sollten das auch.
  • Musik. Ich schwitze weniger, wenn ich auf dem Weg zu einem Termin einen Ohrwurm habe oder über die zuletzt gespielte Melodie auf der Ukulele nachdenke. Wahrscheinlich ist es simple Ablenkung. Mit Musik über Kopfhörern funktioniert das aber zumindest bei mir nicht.
  • Zusatz-Tipp: Weniger Kaffee trinken. Für mich allerdings keine Option. Dafür komme ich morgens und nach dem Mittag zu schwer in die Gänge, und es schmeckt einfach zu gut.

Wenn das alles zu viel ist: Setzt vielleicht erstmal einen Tipp davon um.

Leidcast 0.6: Don’t listen to this! Warum nicht? Weil ich heute gar kein Thema habe und es einfach nur darum geht, mal etwas energischer zu sprechen. Das Ziel bleibt, bis Ausgabe 1.0 radiotauglich zu werden…

Leidacast 0.6: Don’t listen to this!

Früher ist man auf sein tolles iPhone angesprochen worden, ich heute tatsächlich auf die Fuji-Kamera, die ich gerade teste (X-T30). Es war auf dem so genannten Hamburger Fischmarkt (!), der gerade in Beuel gastiert. Und ebenso wie ich war die Dame mehr an Fotokameras interessiert als an den überschaubaren Marktständen. Es sind oft die Menschen, von denen man es am wenigsten erwartet, die sich mit Fotografie auskennen. Sie kannte das Modell, wusste um die wichtigsten technischen Daten und bat, sie mal in der Hand halten zu dürfen, weil sie tatsächlich mit einem Kauf liebäugle. Auf die Frage, wie sie denn so ist, konnte ich noch gar nicht viel sagen. „Nach ein paar Tagen durchaus toll“.

Ganz im Gegensatz übrigens zur Fuji X-A5, die ich auch dabei hatte und bei der alles (Autofokus, Einstellungen, Speichern) viel länger dauert. Einsteigerkamera, okay. Aber auch eine, für die ihr samt einfachem Objektiv 500 Euro auf die Theke legen müsst. So gewinnen die Hersteller die Leute nicht zurück, die mit einer Smartphone-Kamera halbwegs zufrieden sind.

Zum „Hamburger Fischmarkt“ in Beuel sei nur gesagt: Wenn von 30 Ständen nur 2 wirklich Fisch verkaufen, dann stimmt da irgendwas nicht…

Mein Bild des Tages entstammt dann übrigens doch wieder dem Smartphone. Ich komme einfach nicht von den Dingern los. Sie sind praktischer und handlicher als Kameras, es verwackelt nie was, man hat sie immer dabei und ganz ordentliche Fotos machen sie auch:

Und wie war jetzt 2-Beer Blogging? Für mich ganz angenehm und flüssig. Und für euch?

Log #19: The Joker and the Thief

Nachdem ich meine Nachrichtenblockade so langsam aufgebe, bekomme ich endlich wieder die brandheißen News mit: Ein Star-Trek-Logo auf dem Mars, Kochsalz auf einem von Jupiters Monden (ist das jetzt schon der Beweis für Leben da draußen? Ist man mit dem hier nicht mehr zufrieden?). Metallica spielen auf einem Konzert in Köln „Viva Colonia“ und den Fans – könnte es kaum egaler sein:

In Bonn wiederum ist heute Angela Merkel zu Besuch und es fühlt sie wie eine Art Abschiedstournee an. Metallica scheint sie locker überlebt zu haben.

Die Spotify-App hat ein (dringend überfälliges) Redesign spendiert bekommen. Perfekt ist das immer noch nicht. Zuletzt gehörte Songs muss ich immer wieder neu suchen, unter „Künstler“ und „Alben“ zeigt Spotify mir vor Jahren mal gespeicherte Vorschläge an, die Podcast-Übersicht macht mit bereits gehörten Episoden auf. Na ja… Ihr dürft nicht vergessen, dass auch Spotify mittlerweile ein alter Hase im Geschäft ist.

Seit es Musikstreaming in Deutschland gibt, bin ich dabei. Spotify ging im März 2012 in Deutschland an den Start, einige Zeit davor und danach habe ich noch Simfy die Treue gehalten. Im Mai 2010, also vor 9 Jahren, startete Simfy Premium. Ich weiß es nicht mehr genau, aber ich gehe davon aus, dass ich sehr früh als Premium-Nutzer dabei war. Sagen wir, dass ich seit 8 Jahren jeden Monat 10 Euro für Streaming an Simfy und Spotify überwiesen haben, dann summiert sich das auf mittlerweile auf 960 Euro. Auch ein stolzes Sümmchen. Meine jüngste Spotify-Auswertung weist etwa 1.400 gehörte Stunden Musik im Monat aus. Macht also, wenn ihr so wollt, 140 Minuten Musik pro Euro.

Ich will gar nicht erst versuchen, das in CDs oder Downloads umzurechnen. Das wären ohnehin Äpfel und Birnen. Klar ist mir, dass mir die Freiheit, was und so viel zu hören, wie ich möchte, bislang jeden Cent wert war. Und dass ich so viele neue Musik gehört und ausprobiert habe, wie niemals davor.

Ganz nebenbei hat Streaming übrigens gewonnen. Seit 2018 übersteigen die Umsätze mit Streaming die aus physischen Tonträgern. Selbst in Deutschland, selbst gegenüber CDs und mit hohem Vorsprung gegenüber Downloads. Ohne Spotify wäre das nicht möglich gewesen. Tack, Jungs!

Leidcast 0.5: Most Professional Jingle Production

Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Ich sehe es von der Seite: Ich lerne dabei, was alles noch nicht perfekt funktioniert.

Katzen. Sie suchen deine Nähe, schleichen um dich rum, du kraulst sie ausgiebig, sie schnappen und kratzen nach dir. Sie bestehen darauf, in ein viel zu kleines Regalfach zu springen, dort alles rauszuschmeißen und mitten in der Nacht einen Heidenterror damit zu veranstalten. Zweimal. Sie wecken dich um 6 Uhr morgens mehr oder weniger subtil, indem sie auf dir rumtanzen, um dir mitzuteilen, dass du das Katzenklo saubermachen sollst, was sie gerade erst vollgemacht haben. (Vielleicht wollten sie dir auch nur zeigen, dass sie es vollgemacht haben.) Und Fressen könntest du auch mal wieder nachfüllen. Da ist zwar noch was in der Schüssel, und wir haben gar keinen Hunger, aber es geht uns ums Prinzip.

Simon Tofield hatte schon Recht:

Tweet des Tages:

Trendblog-Content: Huawei, schau dir an, was dir blüht, wenn du den Weg von ZTE gehst! Einst auf dem Weg zur Weltspitze, ging ZTE vor zwei Jahren der Sprit aus, hinzu kam ein Handelsembargo seitens des Donalds. Zwei Jahre lang war ZTE praktisch abgemeldet, jetzt ist der Konzern wieder da, muss sich aber statt mit Champions oder Europa League mit dem oberen Mittelfeld zufrieden geben. Kollege Daniel Wendorf ist dennoch größtenteils begeistert vom ZTE Axon 10 Pro und der Wiederaufstehung der Chinesen.

Fuck you Attitude des Tages:

Ach so, ja, was sollte eigentlich die Überschrift? Mit was hat die hier was zu tun? Eigentlich nur was mit dem Song, den ich gerade höre. Auf Spotify.

Log #18: Gar nichts und alles

Wer hat Katzen eigentlich dieses sonderbare Verhalten eingeimpft, nach der Hand zu schnappen, die sie krault. Ahhh!

Mein Bild des Tages geht trotzdem an Lotti. Sie ist so unglaublich fotogen. Ich muss das morgen noch einmal ausnutzen für die beiden Fuji-Kameras, die ich gerade teste. Samstag muss ich sie schon wieder zurückgeben. Also Lotti. :´(

Zweimal zwei Stunden Sport an einem Tag. Und noch ein paar Physio-Übungen obendrauf (danke, Nadine!). Dazu jetzt drei Tage in Folge Intervallfasten. Jetzt wollen sie aber auch runter, die letzten Kilos. Und ich habe da erstaunlich wenig mit zu tun. Ich tue nur, was der Körper sagt.

E-Scooter. Es herrscht das Chaos. Der Sommer ist da, die Leute wollen fahren. Aber noch ist nicht nur nicht bekannt, wann die Verordnung endlich in Kraft tritt. Es kann noch bis Juli dauern, bis es losgeht, und dann heißt es noch lange nicht, dass ihr mit E-Scootern fahren dürft, die eKFV-konform sind. Die Hersteller müssen erst eine Lizenz beantragen. Was einige Shops noch lange nicht davon abhält, die Dinger trotzdem schon einmal zu verkaufen…

Auf der Straße sehe ich auch immer wieder ein paar Sportsfreunde damit rumfahren, was sie mit den Geräten definitiv noch nicht dürfen.

Kollege Daniel Wendorf hat toll recherchiert, mit den Ämtern gesprochen und einige E-Scooter ausfindig gemacht, die ihr jetzt schon fahren dürft oder bei denen die Hersteller die Garantie geben, sie verkehrstauglich zu machen, sobald das Gesetz in Kraft tritt. Was dauert da jetzt eigentlich wieder so lange? Bald ist der Sommer vorbei und es fährt immer noch keiner mit einem E-Scooter.

Regeln sich die Sorgen der Verbände dann von selbst, dass es damit dann Berge von Toten und Verletzten gibt (den Eindruck zumindest erhält man)? Im Winter wird ja kaum einer damit fahren wollen…

Weil’s so schön war, zum Abschluss heute noch ein Katzenfoto:

Log #17: Selbstdarsteller

Wann fing das eigentlich an, dass Selbstdarsteller das Web übernommen haben? Neuerdings werde ich auf YouTube vor dem ersten Besuch mit 5-minütigen Werbevideos von 20-jährigen Selfmademen mit Gelfrisur, Mallorcabräune und einem NLP-Aufbaukurs begrüßt. „DAS HIER. IST. KEIN. NORMALES. VIDEO. WENN DU WISSEN WILLST, WIE DU SELBST REICH WERDEN KANNST, DANN FOLGE NICHT IRGENDWEM, FOLGE DIR SELBST. ICH ZEIGE DIR, WIE DU DAS. JETZT. SCHAFFST.“

Hm, ja, klar.

Früher hat man solche Typen einfach weggelacht. Heute tauchen sie ganz oben bei YouTube oder Instagram auf. Wer bei Google ganz oben landen will, der muss seine Seite so knallhart durchoptimieren, dass kaum noch Inhalt übrig ist. Google ist das egal. Es geht um Reputation, darum, wer das meiste Geld zahlt, Googles Spielregeln am unterwürfigsten befolgt und generell, wer am lautesten schreit. Das Web ist in den letzten Jahren sehr sonderbar geworden

Um meiner Freundin ein Geburtstagsständchen zu bringen und „I’m yours“ nachzuspielen, teste ich seit heute die Premium-Plus-Version von Yousician. Und Yousician ist ein trauriges Beispiel dafür, wie man ein tolles Programm aus Gier/Geldnot (welches von beidem ist es?) herunterrocken kann. Mit Yousician Free konntet ihr einmal 30 Minuten pro Tag kostenlos üben. Vor zwei Jahren, als ich mit dem Ukulelespielen begonnen habe, waren es immerhin noch 15 Minuten mit 30-sekündiger Werbung alle 5 Minuten, was mir für meine Verhältnisse voll ausgereicht hat. Mittlerweile sind es gerade noch 10 Minuten und an manchen Tagen lässt Yousician gar keine Sessions zu.

Statt dessen drängt das Tool dazu, dass ihr euch die Premium+-Version zulegt, die immerhin 180 Euro im Jahr kostet. Ist den Spaß vielleicht wert, aber ist eben auch ein Haufen Holz. Dass es die normale Premium-Version (ohne +) auch noch gibt, die „nur“ 120 Euro kostet, lässt sich an keiner Stelle im Tool oder auf der Website nachlesen. Erst nachdem ihr auf „Bestellen“ geklickt habt, zeigt Yousician euch die weiteren Optionen an.

Ich habe deswegen die 7-tägige Probe-Premium-Mitgliedschaft sofort wieder gekündigt. Habe ich mir ohnehin mittlerweile angewöhnt: Sofort kündigen. Nicht erst nach ein paar Tagen, was ich eh vergessen würde. Sofort nach der Anmeldung. Klappt bisher gut.

Ich habe mir mal wieder ein so genanntes Presse-Erzeugnis besorgt, das „Foto-Magazin – Fotokompetenz seit 1949″. Auf dem Titel heißt die Headline noch vollmundig: „Warum Ihre Kamera die besseren Bilder macht“. Drinnen ist es dann „nur“ noch ein Vergleich zwischen der Fuji X-A5 (die ich sogar gerade im Test habe) und dem Huawei P30 Pro.

Und, ach so, nein, kein Verriss. Die Story ist gut, das Heft eigentlich auch. Für mich weniger gewohnt als für euch: Es muss nicht immer online sein.

Gewonnen hat übrigens die Fuji-Kamera und zwar recht deutlich. Künstliche Intelligenz ist noch kein Ersatz für große Sensoren und echte Objektive. Und in meinen Augen ist die perfekte Kamera (klein, immer dabei, Profi-Bildqualität, voll vernetzt) immer noch nicht erfunden.

Leidcast 0.4: Wie soll es eigentlich weitergehen?

Mein MacBook wird es wohl nicht mehr lange machen. Es ist jetzt ziemlich genau sechs Jahre alt. Und mittlerweile häufen sich die Verbindungsprobleme (WLAN und Bluetooth). Ich hätte gar nichts gegen was Neues und würde sogar den Sprung auf ein Chromebook wagen. Wenn es denn ein paar Anständige für den deutschen Markt gäbe. Weder das Acer Chromebook 714, noch das Asus Chromebook Flip C434 sind in Sicht. Und ich habe mittlerweile kaum noch Hoffnung, dass sich das noch ändert.

Das neue MacBook Air? Ja, wäre ein Notnagel. Aber, seid mer net bees: Aus macOS ist irgendwie die Action raus. Apple entwickelt es kaum noch weiter, es ist ganz schön in die Jahre gekommen. Bei Chrome OS ist tatsächlich mehr Musik drin.

Hey, Jürgen, hast du nicht oben noch Google kritisiert? Und jetzt willst du auf ein Google Chromebook umsteigen?

Tja… Ja…

Bild des Tages:

Warum gerade das? Ich mag das Licht! Eine Ecke, an der ich schon tausend Mal vorbeigegangen bin, und die ich noch nie in der Form wahrgenommen habe. Aufgenommen übrigens mit dem Smartphone. Und SCHAUST. DU. GENAU. HIN… tschuldigung! Schaut ihr genau hin, seht ihr ein Rauschen hier eher, als ihr es mit einer Fuji-Kamera gesehen hättet. Aber wäre mit der das Licht auch so schön gewesen?

Trendblog-Content: Microsoft hat den Nachfolger der Xbox One angekündigt und Kollege Sven Wernicke fragt sinngemäß: Müsst ihr eure Xbox One jetzt wegschmeißen? Müsst ihr nicht. Ihr habt ja gar keine…

Log #16: You’re breathtaking!

Der Nachteil des täglichen Loggens: Man muss täglich etwas erzählen. Gibt aber gar nicht immer so viel Spannendes. Wobei: Keanu Reeves war auf der E3 und hat den wohl lässigsten Auftritt in history hingelegt. Besonders ab Minute 2:06:

Ich will euch nicht damit langweilen, dass ich am Wochenende nur ausgespannt habe, inklusive Wandern, Computerspielen und Netflix gucken. Spannend aber fand ich, dass Netflix den chinesischen Kinofilm „Die wandernde Erde“ jetzt schon im Programm hat. Habe ich mir bei der Gelegenheit mal angeschaut:

Die Geschichte ist natürlich hanebüchen (aber das sind die „Transformers“ auch). Was mir gefallen hat, sind die Darsteller, der Kulturoptimismus und – verdammt nochmal – diese ultracoolen Raumanzüge mit den Ganzglashelmen! Kann ich den irgendwo kaufen?

Neue Testgeräte sind eingetroffen (Fuji X-T30 und X-A5) und wurden sogleich mal vom Profi in Augenschein genommen:

Was mache ich eigentlich in einer Woche, wenn ich gar keine Katze mehr hier habe? :´(

Wie umweltfreundlich sind eigentlich E-Scooter? Na, die können schon ganz gut mithalten, wie mein neuer Kollege Daniel Wendorf im Trendblog ermittelt hat.

Wir sehen uns morgen. 🙂

Log #15: Meine 6 Monate ohne Nachrichten, Twitter und Facebook

… waren sehr erfrischend, aber am Ende auch nicht die Lösung.

Ich musste mir nichts von dem Schwachfug anhören, den ein Bundesinnenminister oder ein polemisierender AfD-Politiker täglich von sich geben. Kein Aufreger in irgendwelchen sozialen Netzwerken über irgendwelche Mücken, die von irgendwem zu irgendeinem Elefanten aufgepustet werden. Und, oh Wunder: die Welt dreht sich immer noch.

Die Welt ist ganz nebenbei gar nicht mal so schlecht, wenn man man sie ganz unverblümt ohne Dogmatisierung auf der Straße sieht. Jeder geht seinen Weg, jeder macht sein Ding.

So viele Bücher (hauptsächlich englische Fachbücher über Fotografie) habe ich seit dem Studium nicht mehr gelesen. Nebenbei habe ich meine halbe Bude ausgemistet (Minimalismus). Erstaunlich, wie viel Zeit man plötzlich hat, wenn man nicht mehr stündlich irgendwelche Nachrichten checken „muss“.

Eins der 127 Dinge, die ich an Singapur vermisse, ist, dass die Leute dort nicht alle Nasen lang mit irgendwelchen Trivialnews beschallt werden. Und siehe da: in dem Vielvölkerstaat haben die unterschiedlichen Volksgruppen wenig Hass aufeinander und keiner regt sich über eine Frau mit Kopftuch in öffentlichen Ämtern auf.

Die wichtigsten News habe ich trotzdem mitbekommen. Von anderen, aus den Technikfeeds, die ich – aus beruflichen Gründen natürlich – trotzdem weiter verfolgt habe.

Und doch muss ich zugeben, dass ich einige Dinge verpasst habe, die mich interessiert hätten. Ich weiß davon, weil ich erst einige Wochen danach von anderen oder bei einer zufälligen Recherche davon erfahren habe.

Wenn zwei Kritiken an den Online-Medien richtig sind, dann die, dass sie 1.) zu sehr dramatisieren, um die Klickraten hochzuhalten. Wenn in einem Ort in Hinterfranken nachts um zwei bei einem Streit zwei Männer einen anderen verprügeln und der verletzt ins Krankenhaus kommt, ist das schlimm, wäre aber früher ein Fall für die Lokalpresse gewesen. Heute liest ganz Deutschland darüber. In den sozialen Netzwerken nimmt es irgendeine radikale Gruppe zum Anlass, Hass über eine Volksgruppe zu säen. Und das Publikum verfällt der Illusion, dass es immer mehr Gewalt gibt und die Welt immer schlechter wird.

Kritik 2.) zu viel Meinung, zu wenige Fakten. Was mir fehlt, ist ein Medium, das einfach nur schnöde auflistet, was passiert, nicht was jemand über jemanden denkt. Das würde 2/3 der Jobs kosten, weiß ich auch, will ich auch nicht. Aber nur irgendwas rauszuhauen, weil man sonst nicht existieren könnte, kann auch nicht die Lösung sein.

Und jetzt? Ich suche weiter nach einem nüchternen Medium, das mir in kurzer Zeit täglich alles, was ich wirklich wissen muss, nüchtern auf dem Tablett serviert. Vielleicht können das sogar solche Klassiker wie die Tagesschau, die Deutschlandfunk-Nachrichten oder auch eine Tageszeitung sein. Und auch Online will ich noch nicht ganz abschreiben. Wo kämen wir dann dahin…

Seit Ewigkeiten mal wieder ein Spiel auf der Playstation gespielt: Far From Noise. Ihr seid drei Stunden lang in einem alten Auto gefangen, das am Abhang hängt und ihr unterhaltet euch mit einem Hirsch über das Dasein. Zu verrückt, um es nicht zu spielen. Einfache Grafik, simple Steuerung, ein sehr kurzes Spiel. Und doch: irgendwie schön. 🙂

Zweimal Schland-Sieg heute. Und Manu, der Libero:

Daily Cat Content: Lotti auf der Lauer nach einer Fliege:

Bild des Tages: Meine Hood während Abenddämmerung. Travel at home…

Bei der Gelegenheit meine eigene Webseite aktualisiert und reduziert. Das Blog ist eben jetzt hier. Gefällt?

Log #14: Kürzer ist besser, Leidcast 0.3 + More Cat Content

Da will man es mal einen Tag ruhig angehen lassen und dann ist am Ende doch wieder zu wenig Zeit für alles, vor allem fürs Loggen. Herrje.

Deswegen eine kurze Ausgabe heute. Ist kürzer nicht sowieso besser? Fangen wir an mit Leidcast 0.3. Heute dreht sich hier alles um die Katze, obwohl oder gerade weil sie gestern Nacht wie auf Ecstacy und heute wie mit Kater war.

Die Soundqualität ist heute auch wieder besser. Versprochen! Gestern Abend kurz vor Schlafengehenszeit (oder im Falle der Katze schon kurz danach) entstand dann als Schnappschuss auch noch dieses schöne Foto hier, sicher das beste, das ich je aus der Hüfte geschossen habe. Samsung Galaxy S10: Du hast vieles nicht, aber doch eine sehr anständige Kamera!

Mehr heute nicht. Das lange Wochenende steht an. Ich würde gerne mehr Ukulele lernen, meinen Küchentisch lackieren, weiter aussortieren und minimieren am Ende einfach abhängen. Vielleicht mal wieder was zocken. Falls einer Ideen hat… Und dann mich natürlich besser mit Lotti anfreunden.

Habt ein gutes, langes Wochenende!

Trendblog-Content? Kollege Kay Nordenbrock gibt einen Ausblick auf Google Stadia. Ich bin wirklich gespannt, ob Google und auch Apple mit Project Arcade den großen Drei ein bisschen vom Wasser abzapfen können. An eine echte Revolution glaube ich aber nicht.

Und eine Revolution war auch das Palm Pre mit webOS vor genau 10 Jahren nicht. Das heißt: Eigentlich doch, und es hätte dem Markt gut getan, wenn das System überlebt hätte und wir heute noch drei oder vier zur Auswahl hätten, nicht mehr nur zwei.

Log #13: Cat-Content, More Drugs Online Fast, please!

Seit heute habe ich ein neues „Testgerät“:

Lotti ist die Katze meiner Nachbarin und ich passe eine Woche auf sie auf:

Habe ich tatsächlich noch nie gemacht. Bin gespannt, ob wir uns verstehen. Unser Start war etwas holprig. Mehr dazu auch in Leidcast 0.2:

Und hier muss heute irgendwas grundschief gelaufen sein. Der Sound klingt wie aus dem Grammophon. Dabei war ich mir sicher, das Ansteckmikro vom ersten Mal wieder als Quelle ausgewählt zu haben. Na ja, es war schon spät. Und auch technisch und inhaltlich bin ich noch kein Stück weiter. Aber ein paar Ausgaben Zeit haben wir ja noch…

Mittlerweile ist hier ohnehin Fly-or-Die-Phase angesagt. Weitermachen oder Aufhören? Die Anfangseuphorie ist verflogen, das Interesse bei euch LeserInnen lässt nach, ich müsste mal ein paar Stunden in Layout und System investieren, die ich gerade nicht habe. An der Stelle ist es gut, sich daran zu erinnern, dass man das ja eigentlich für sich selber machen wollte und dass Hindernisse dazu gehören, wenn es gut werden soll. Und dass ich mich eigentlich schon längst entschieden habe, 30 Folgen mindestens durchzuziehen. Mache ich jetzt auch. Die Hälfte haben wir ja tatsächlich schon fast.

Gutenberg hat gerade statt des markierten Textteils einen ganzen Block gelöscht. Chrome kann ihn nicht wiederherstellen. Vielleicht hat dieser neue Editor doch noch die eine oder andere nervige Kinderkrankheit.

Das können die doch nicht ernst meinen! Ich sah mit Begeisterung Folge 6 von „How to sell drugs online (fast)“, freute mich auf die nächste, nur um dann festzustellen, dass es das schon ist mit Staffel 1. Angesichts der zahlreichen Ereignisse der letzten Folge, der mittlerweile erstaunlichen (und dennoch glaubwürdigen) Entwicklung des Hauptcharakters vielleicht gar nicht mal so unpassend, da den Cut zu machen. Aber an der Stelle schon überraschend.

Und jetzt? Sollen wir auf halbem Wege stehengelassen werden und ein Jahr oder für immer auf die Fortsetzung warten? „How to sell drugs online fast“ ist ein Feuerwerk an herrlichen Anekdoten über unseren Cyber-Alltag. Die best investierten 3 Stunden seit langem. Es muss weitergehen! Come on, Netflix, go for it, fast!

Das ständige Checken von Spiegel Online hatte ich mir ja zum Glück abgewöhnt: ein schlimmer Zeiträuber. Lösung des Problems: Den Adblocker nicht ausschalten. Die Seite ist mittlerweile so überfrachtet, dass es ein paar Sekunden dauert, bis der Aufruf zum Deaktivieren des Blockers erscheint. Genug Zeit, um die ersten fünf Headlines zu überfliegen und zu sehen, dass nichts Wichtiges passiert ist. Mache ich jetzt zweimal am Tag. Dauert nicht lange.

Trendblog-Content: Einer der erfolgreichsten Beiträge auf dem Trendblog ist tatsächlich der, wie ihr Google Maps als Navi verwendet und welche Fallstricke dabei lauern. Deswegen haben wir ihn jetzt neu aufgelegt.

Es ist kurz nach 23 Uhr und Lotti wird zunehmend aktiv. Miaut, will kuscheln, quiekt. Hab das Gefühl, die will etwas. Aber was? (Fressen und Trinken stehen genug da.)

Log #12: Abnehmen mit Minimalismus

Immer wieder werde ich gefragt Hin und wieder werde ich wirklich drauf angesprochen, dass ich so aussähe, als hätte ich ganz schön abgenommen. 5 Kilo waren es im letzten halben Jahr tatsächlich (von 85 auf 80kg). Und es ist nicht alles eitel Sonnenschein.

Zum Beispiel nehme ich nicht unbedingt an den Stellen ab, an denen ich gerne würde. Der Bauchspeck etwa wehrt sich beharrlich, der Dreckskerl.

Trotzdem die Frage: Wie habe ich das gemacht? Wenn ich jetzt sage: Abnehmen mit Minimalismus, sorgt das natürlich für Verwunderung. Und wer mich fragt, dem rate ich sogar, noch einen Schritt früher anzufangen: Wenn du abnehmen willst und es nicht gerade eine genetische Geschichte ist, dann geh als Erstes zum Therapeuten.

Hier hört bei den Leuten nun endgültig das Verständnis auf. Mein Fitnesstrainer hat mich angestarrt wie ein Auto, als ich ihm davon erzählte, dass Abnehmen im Kopf anfängt. Wir haben uns all die Kilos aus einem Grund angefressen. Den gilt es herauszufinden (denn nicht immer ist er offensichtlich) und aufzulösen. Dein Bauchspeck könnte eine Art Schutzschild sein oder deine Ausrede, warum du dies und das nicht machen kannst, was du aber eigentlich im tiefsten Herzen gar nicht willst. Wenn das der wahre Grund ist, hast du die verlorenen Kilos nach dem Abnehmen schnell wieder drauf, denn der Kopf tut alles dafür, um den Normalzustand für sich wiederherzustellen – der berühmte Jojo-Effekt.

Schön und gut, und wie habe ich jetzt abgenommen und was hat Minimalismus damit zu tun? Ich habe Ballast abgeworfen. Ein Vierteljahr lang Dinge weggeschmissen, die ich nicht mehr brauchte, an denen aber auch Erinnerungen hingen. Mit dem Wegschmeißen ging auch das Festhalten an diese Erinnerung weg (nicht die Erinnerung selbst, aber das Festklammern daran).

Dass ich parallel dazu begonnen habe, auf Süßigkeiten komplett zu verzichten, spielt natürlich eine Rolle, klar. Ich sehe es aber eher als Mittel zum Zweck, ähnlich wie das Intervallfasten, das ich nun alle paar Tage ganz gerne mache. Für jemanden, der praktisch täglich Süßigkeiten gefuttert hat und zwar nicht zu knapp, muss das so ähnlich sein, wie sich das Rauchen abzugewöhnen. Der Körper schreit nach Zucker, ganz besonders nach jeder größeren Mahlzeit, und der Kopf muss es richten. Es ist beinhart. Und es ist noch lange nicht so weit, dass ich über dem Berg wäre. Aber ich halte durch.

Aber was war zuerst da? Der Wunsch, auf Süßigkeiten zu verzichten und gerne schlank zu sein, oder der Wunsch nach Minimalismus? Es kam ungefähr gleichzeitig.

Und noch etwas hat etwas zeitgleich aufgehört. Die Selbstverständlichkeit, sich dreimal am Tag vollzufressen und nachmittags noch Kuchen oder genannte Süßigkeiten hinterherzuschieben, so als gäbe es nie wieder was. Heute esse ich einfach weniger. Das Gefühl, mal Hunger zu haben, wirkt eher befreiend als belastend. Außerdem habe ich meinem Kopf glaubhaft mitgeteilt, dass er schon nicht verhungern wird. In der Überflussgesellschaft zum Glück auch kaum möglich.

Wenn ihr auch abnehmen wollt, macht es so wie ich dann geht erst einmal auf Spurensuche. Was könnte der Grund für die Extra-Kilos sein? Zu viel ungesundes Essen, klar. Aber wann habt ihr damit angefangen und was war der wahrscheinliche Grund dafür?

Mehr habe ich heute nicht. 😉 Ein Bild vielleicht noch. Ich betone ja immer gerne, dass ihr schöne Unschärfe-Effekte auch mit jedem Smartphone machen könnt. Das hier stammt vom Motorola OneVision:

Log #11 und Leidcast 0.1, Apple

Apples WWDC 2019 ist gestartet, und filtere ich aus der Keynote von gestern die interessanteste Nachricht heraus, dann ist das die vom Ende von iTunes…

Keiner mochte iTunes, und doch hängt da eine große Geschichte dran. Denn denke ich an den iTunes Music Store, so war das damals der Durchbruch, das erste vernünftige legale Angebot für Online-Musik, das auch die Plattenfirmen akzeptierten. Apple hat da tatsächlich etwas revolutioniert und das wäre ohne iTunes nicht möglich gewesen.

iTunes geht unter anderem in der Nachfolge-App Apple Music auf. Und an der Stelle sei notwendigerweise noch einmal erwähnt, dass Apple mit Apple Music wiederum gar nichts revolutioniert hat. Apple hatte hier einfach einen Trend komplett verschlafen, mit Beats Music einen Spotify-Klon gekauft, einen Apfel draufgesprüht und sich mehr als fünf Jahre nach dem kommerziellen Start von Spotify als der Revolutionär hingestellt. Pfui Spinne! Nicht gerade Apples Sternstunde, auch wenn Apple Music heute einiges besser macht als das Original Spotify, das mittlerweile ähnlich überladen wirkt wie zuletzt eben – iTunes.

1000 Dollar, oder, in Euro „umgerechnet“ 1.100 Euro soll der Ständer (!) für das Apple Pro Display XDR kosten. Klar, wenn ihr dazu noch das Display für (ich vermute) 5.500 Euro und den Mac Pro 2019 für 6.700 Euro kauft, fällt das nicht mehr groß ins Gewicht. Hier trotzdem ein paar Dinge, die ihr euch für (+/-) 1.100 Euro statt dessen kaufen könntet:

  • Ein iPhone Xs
  • Ein iPad Pro
  • Ein MacBook Air 2018
  • Beinahe jedes andere ultraportable moderne Notebook mit Windows 10 oder Chrome OS und Intel Core i5.
  • Eine 1-wöchige Urlaubsreise samt Flug (oder 2 Wochen ohne, was besser für eure CO2-Bilanz ist)
  • Einen E-Scooter, sobald legal
  • 7 Tesla-Aktien (auch wenn ich davon derzeit abraten muss)
  • 2 tolle Fortbildungen an der AfP Hamburg (oder wo immer ihr gerne eine macht)
  • 10 Gigaset GS110 (Einsteiger-Smartphone mit Tropfen-Notch und Android Go, heute erschienen)

For those who do: Leidcast 0.1. Ich hatte Lust, einen Podcast zu machen und ich habe keinerlei Plan, wie das geht. Also habe ich einfach mal damit angefangen. Ziel ist ein radiotauglicher Podcast ab Ausgabe 10 (also 1.0). Wenn ihr Lust habt: Lasst uns das zusammen machen! Ein goldener Tipp wäre zum Beispiel, wie ich mir ein eigenes Intro und Jingle zusammenbasteln kann. Jemand eine Idee?

Und hier tauchte gleich Problem #1 auf: WordPress akzeptierte meine m4a-Datei nicht für den internen Player. Ich fand aber ein Online-Tool, um es in mp3 zu konvertieren. Als ich das mp3 auf dem Rechner probehören wollte, öffnete sich – iTunes. Hach ja…

Falls mich jemand sucht: Ich werde das nächste halbe Jahr an meinen zwei neuen Fotobüchern lesen…