Travellog .4: Playing a bad hand

Mensch, ist das hier schön! Görlitz, Dresden, Pirna:

Die Bastei im Elbsandsteingebirge:

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#sächsischeschweiz in #schwarzweiss

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Ach so, und ganz nebenbei habe ich die Schwarzweiß- und Silberton-Funktion an der iPhone-Kamera wiederentdeckt. Mein Dresden-Tourguide Daniel heute meinte, ich würde das noch bereuen. Werde ich wohl auch, aber für Dresden waren Silbertöne heute wie eine Zeitreise. Schaut euch die Bilder oben genau an. Ihr erkennt erst auf dem zweiten Blick, dass sie von 2019 stammen.

Weil heute Montag war und ich zufällig gerade in Dresden, hätte ich die „Chance“ gehabt, mir eine Pegida-Montagsdemonstration aus der Ferne anzuschauen. Mein Tourguide Daniel rät mir davon ab: „Du würdest dich nur ärgern und den Glauben an die Menschheit verlieren“. Als Journalist hätte es mich irgendwie schon mal interessiert. Aber dann fand ich bei der Suche nach meinem nächsten Aufenthaltsort eine sehr günstige Pension in Görlitz und die Info, dass ich nur noch 90 Minuten habe um einzuchecken. Da musste ich dann „leider“ doch los…

In Dresden haben Gebäude schon einmal ein Extra-Dach.

Ob es eigentlich noch Gegendemonstrationen gegen Pegida gäbe, frage ich Daniel noch. Nicht mehr so wirklich. Die Leute hätten zwar nicht aufgegeben, wohl aber akzeptiert, dass Pegida bleibt und dabei nur heiße Luft ist. „Die wollen gar nichts verändern, die wollen nur Opfer sein. Und sie haben einen mehrfach vorbestraften Leader an der Spitze, der die Montagsdemos hauptberuflich macht.“

Eine Monsterpension direkt am Fluss in Görlitz, direkt unterhalb der Peterskirche zu einem lachhaft günstigen Preis. Da muss es natürlich einen Haken geben. Vielleicht ist es der viel zu enge Parkplatz. Ich sehe einen freien Platz, komme nicht ganz um die Kurve, entdecke im Rückspiegel, dass da ein viel besserer frei ist, will ganz easy zurücksetzen und übersehe dabei den Fiesta, der links neben mir parkt… Kratsch!

Meine Karre wird ja eh bald eingemottet, aber beim Fiesta mit Leipziger Kennzeichen ist der Lack angekratzt, ein Reflektor gebrochen. Das fehlte noch! Ich parke noch ein, steige aus, fotografiere den Schaden und das Nummernschild.

Scheiße, sowas hatte ich noch nie! Was mache ich denn jetzt?

Glück im Unglück: Die Halterin des Fiesta hat das alles mitbekommen, steht wenige Augenblicke später neben mir (muss also nicht erst aufwändig ermittelt werden), ist ungefähr in meinem Alter, sieht zwar nicht superzufrieden aus – aber ist die Ruhe selbst.

Dass sie sieht, dass ich die Sache nicht einfach abtun will, sondern ernst nehme, schafft Vertrauen. „Wie machen wir das denn jetzt?“, frage ich, denn ich weiß es wirklich nicht. Sie beruhigt mich und schlägt vor, erst einmal Daten auszutauschen, die Versicherungen zu informieren: „Ich bin bei der Allianz. Wie das geht, steht in dem Versicherungsschein.“ Oha, sowas habe ich gar nicht. Bin aus Kostengründen bei einer reinen Online-Versicherung gelandet. Müsste die Nummer bei GMail suchen, aber habe hier im Grenzgebiet natürlich just in dem Moment kein Netz.

Die Dame beruhigt mich weiter. „Das klärt sich schon alles.“ Wir gehen zur Rezeption und bitten den Mitarbeiter darum, meine Versicherung zu googeln. Mittlerweile habe ich aber ein wenig Empfang und finde den Versicherungsschein online.

Um es kurz zu machen: Wir gehen danach unserer Wege und versprechen beide vorher noch, dass wir uns darum kümmern. Sie fragt einen befreundeten Automechaniker, was sie machen soll, ich erreiche wenig später über das Hotel-WLAN meine Versicherung. Das alles schreiben die Dame und ich uns über WhatsApp. Na, das hätte ja wahrlich schlimmer kommen können! Am liebsten würde ich in die nächste Werkstatt fahren, ihr Auto kurz reparieren lassen und die Rechnung begleichen. So einfach scheint das leider nicht zu sein. Aber ich bin trotzdem dankbar, denn entspannter hätte das eigentlich kaum laufen können.

Auch in Farbe nicht hässlich: Görlitz

Görlitz ist zweigeteilt. Es gibt eine deutsche und eine polnische Seite, getrennt von der Weichsel. Die deutsche Seite scheint mit der Peterskirche etwas hübscher zu sein, dafür haben die Polen die Sonnenseite und den schöneren Blick auf die Kirche. Als Tourist kann man auf der polnischen Seite gut und günstig essen und ein Bier dazu trinken (was ich nach dem kleinen Schrecken mit dem Auto auch mache). Während ich auf deutscher Seite in meiner Pension wahlweise im deutschen oder im polnischen Netz gar keinen Empfang habe, habe ich auf polnischer Seite LTE im deutschen Netz. Scheint ein ganz schön verrücktes Städtchen zu sein.

Auf der Elbe fahren Raddampfer

Was ich bisher hier von „Mitteldeutschland“ gesehen habe, fläscht mich nicht weg, aber gefällt mir. Dresden, Görlitz, Pirna – tolle alte Architektur. Ein wunderschönes Elbsandsteingebirge, auf dem Raddampfer fahren… Leipzig eher laid back. Ich weiß noch gar nicht, wohin es danach gehen wird. Muss es überhaupt woanders hingehen?

Was ich vom Prime Day bisher mitbekommen habe…

Travellog .3: Auerbachs Keller in Leipzig

Auerbachs Keller in Leipzig
Jürgen, Mephisto

Jürgen: Zu Auerbachs Keller geschwind!
Mephisto: Nur weil der Name euch rinnt!
Jürgen: Na, früher schon Ihr hier gespinnt!
Mephisto: All lustige Gesellen… Hingegen der dreisten Scherze fürwahr, im „Mephisto“ gar wunderbar.
Jürgen: Dort nebendran?
Mephisto: Wohlan!

Jürgen: Nix da! Ich will in Auerbachs Keller!
Mephisto: Scheißkommerzkacke! Im „Mephisto“ ist weniger Schickimicki, und das Bier ist besser.
Jürgen: Das sagst du nur, weil der Laden so heißt wie du!
Mephisto: Mag sein, aber ist wirklich entspannter und die Preise sind besser. 
Jürgen: Lass mich wenigstens nen Foto von Auerbachs Keller machen. 
Mephisto: Wenn‘s sein muss…

Jürgen schleicht sich in dem Eingangsbereich von Auerbachs Keller, zückt die Kamera und kehrt bald darauf mit langem Gesicht zurück. 

Jürgen: Nicht gar Unrecht ihr gehabt. Auerbachs Keller zur Gänze erschlafft. Touristen all‘thalben, Platzanweiser, Germanistiker! Gelehrte, die Faust nicht verstanden sogar. 
Mephisto: Nicht verstanden, doch durchschaut. Vielleicht Goethe war selbst nicht erbaut ob der Kleingeistigkeit seines Werks und des großen Hall. Verstummet schnell ob des Donners Schall.
Jürgen: Mehr Sprache als Inhalt sogar? Ein groß Gewese um ihn gemacht wird fürwahr. „Schon Goethe“, es schallt ob des Künstlers hie dort immerdar.
Mephisto: Welch kümmerlich Geschwätz. In ihm hallt wider die Sätz: Und oft vergessen wird gar: „Mein Leipzig lob ich mir“ ist nicht wahr-haft von Goethe selbst. Nur seiner Figuren gestelzt.

Mephisto: Trinken wir jetzt mal nen Bier oder was?
Jürgen: Welches denn?
Mephisto: Das dunkle soll ganz gut sein.
Jürgen: War ja klar dass du das sagst!
Mephisto: Du hast doch keine Ahnung!
Jürgen: Ach nein? Aber das Schwarzbier vorhin hast du in den höchsten Tönen gelobt.
Mephisto: Weil nichts Anderes da war!
Jürgen: Du hättest auch die Weiße – 
Mephisto: Nur Dunkles! Alles Andere ist nix.

Mephisto: So rein! Ein Schnitzel im Auerbach wär gar fein!
Jürgen: Für 21,90? Lass ma stecken!
Mephisto: Nun eich! Ein feines Gemäß im Mephisto sogleich!
Jürgen: Wär das fünfte. Ich glaube, das reicht auch mal. Ich hau ab. 
Mephisto: Und lässt mich hier zurück? Willst dich meiner entledigen Stück für Stück?
Jürgen: Ja, warum auch nicht? Fahr zur Hölle, alter Wicht!

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Hell of a city!

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Travellog .2: Heute kein Bock

Mir ist heute nichts Spannendes passiert. Danke, tschüs.

Come on, Jürgen, du bist Journalist! Tausende Journalisten in Deutschland pusten täglich so einige Mücken zu Elefanten auf. Streng dich einfach mal an, andere können das schließlich auch!

?!*#§%&! Narrr schön…

Cloppenburg. Weirdest town ever. Per Naturgesetz muss jede Stadt in Mitteleuropa ein historisches Rathaus und eine historische Kirche zum Anschauen und daneben ein historisches Wirtshaus zum Verarbeiten der Eindrücke haben. In Cloppenburg fehlt das historische Rathaus.

Du gehst die gar nicht so üble Fußgängerzone lang, siehst in der Ferne eine historische Kirche, auch ein Wirtshaus gibt es und für die Touristen unter euch ein hübsches Museumsdorf. Aber KEIN VERDAMMTES historisches Rathaus.

Googelt mal, ihr findet nichts. Ach so, ja gut, das liegt an Google. Aber ein historisches Rathaus scheint es in Cloppenburg gemäß oberflächlicher Webrecherche nicht nur nicht zu geben, sondern auch nie gegeben zu haben.

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Oh Lord, show me the way!

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Klar, ich liebe Ironie. Aber, ach, an diesem Bild ist doch auch so viel Wahres. Was gibt es in deutschen Innenstädten denn noch außer ein paar historische Sehenswürdigkeiten, um Touristen anzulocken und eben Ketten oder Billig-Konsum?

Und, nun ja, um im Stadtarchiv zu recherchieren hatte ich keine Zeit. Denn.

Ich hab mir zu viel vorgenommen. Ein Tag an einem Ort oder teils auch nur ein paar Stunden, sind einfach zu wenig. Gestern früh noch war ich in Meppen. Danach kamen Cloppenburg und Hannover und jetzt bin ich schon in Schöppenstedt bei Braunschweig. Morgen soll es nach Leipzig weitergehen.

Welcher Honk hat stellt so ein straffes Programm… Ach so, war mal wieder der Teil von mir, der sich noch für 20 hält und jetzt überrascht ist, dass er andauernd so unfassbar müde ist. Immerhin war bislang jeden Nachmittag Zeit für ein kleines Schläfchen im Auto.

Und als meine Freunde in Hannover mit anboten, heute auszuschlafen, auch wenn sie selbst schon um 0630 aufstehen würden, habe ich das Angebot einfach mal angenommen. Es wurde 0930, und ich war immer noch müde.

Drum lebe intensiv. Kein Sommer mehr so richtig, aber mein Onkel hat sich einen Pool gebaut. Musste ich mir anschauen:

Körperliche Arbeit. Ich kam von einem Telefongespräch wieder und war genervt. Mein Onkel war gerade dabei, Sand für seinen künstlichen Strand (neben dem Pool) aufzuschütten. Ein Mann 70+, der sich abschleppt, während du selbst daneben gemütlich Kaffee trinkst und telefonierst? Nix da! Ich übernahm.

Ich habe seit Montag keinen Sport mehr gemacht, mich auch sonst die letzten Tage nicht sonderlich bewegt. Dann das nervige Telefonat. Und jetzt eine halbe Stunde Sand zu schaufeln und wegzukarren – war eine Wohltat. Mein Körper nahm die Bewegung dankend an, der Gang in den Pool danach fühlte sich verdient an, die Gedanken flossen und der Ärger war komplett verflogen.

Ernsthaft, Leute, schickt gestresste Manager auf die Baustelle! Nix mit Selbstfindungsseminaren oder Anti-Burnout-Trainings. Auf dem Bau bekommen sie alles, was sie brauchen, um sich abzureagieren. Einen cholerischen Vorarbeiter braucht es da nicht mal. Die Leute einfach machen lassen, verdammt: lasst sie ein Haus bauen! Und sie sehen klarer.

Mein Tank war fast leer. Mitten auf der Schnellstraße fuhr ich die nächstbeste Ausfahrt an. Es war wie vermutet. Eine Tankstelle direkt neben der Auffahrt, die Preise in Ordnung. Ich hatte mir irgendwann zum Ziel gesetzt, nie mehr für mehr als 1,40 zu tanken. 1,399 war der Preis. Der Kassierer nahm meine Karte und sagte: „Oh, Sie haben Glück. Gleich wird es raufgehen, eben kam das Signal.“ Um wie viel denn? „4 Cent“. Und warum gerade jetzt? „Feierabendverkehr, vermute ich. Um 1415 geht es meist ein wenig runter, um 1615 wieder rauf.“

Wisster jetzt Bescheid.

Trendblog-Content: Ich habe mal mit ner echten Kamera hantiert, der Fujifilm X-T30. Ist tatsächlich so, wie beschrieben: Liebe auf den ersten und dann nochmal auf den dritten Blick. Nintendo hat die Switch Lite vorgestellt und Kollege Daniel Wendorf sieht damit in seiner – wie ich finde – starken Analyse wenig überraschend das Ende der 3DS kommen.

Und war das jetzt so schwer? Bisschen Text, paar Bilder, soo dick musstest du doch gar nicht auftragen.

Ich weiß trotzdem nicht, wie Zeitungsjournalisten, Frühstücksfernsehreporter und Morning-Show-Radiomoderatoren den Quatsch machen können, ohne sich harte Drogen einzuschmeißen.

Travellog .1: Meppen

The place where I was born and raised – until I left.

Die Peripherie verödet. Meppen ging es dafür eigentlich ziemlich lange ziemlich gut. Einzelne Verfallserscheinungen seht ihr aber auch hier. Oder nennen wir es: eine Stadt im Umbruch…

Dass wir uns nicht falsch verstehen: Meppen ist in Ordnung. Ich habe hier den Fokus bewusst auf das bisschen Verfall gelegt. Es gibt natürlich auch viele schöne Ecken:

Trendblog-Content: Das Galaxy S10 hat mich rückblickend positiv überrascht. Hätte es einen besseren Akku und würde ich unterwegs nicht auch Apple Maps testen wollen, hätte ich es auf meinen Trip sogar mitgenommen.

… auf den ich mich natürlich auf meine Weise vorbereitet habe:

Du…

You’re a tool

Den Aktiven gehört die Welt. Ich kenne Phasen in meinem Leben, in denen die Couch eine magische Anziehungskraft ausübt, und das über Wochen. Und Phasen, in denen ich Dinge tue. Rausgehen, neue Orte erkunden, Fotos machen, mich neu erfinden, lernen, auf dem Instrument ein paar Songs zu spielen, (b)loggen. Die erstgenannten Phasen sind eher im Winter und sehr gemütlich. Die anderen im Sommer und irgendwie belebend. In den aktiveren Phasen geht es mir besser. Du bist ein Tool, dazu da, Dinge zu erschaffen. Zu lernen, zu lesen, zu spielen, zu machen. Für mich bedeutet das, dass es hier erst einmal weiter geht, und dass ich mich nach der kurzen Logpause dazu schon ganz schön wieder aufraffen muss. Die Couch…

Immer schön, mal eine kleine Reise-Erzählung zu schreiben. Wie ich mit einem E-Scooter über 30 Kilometer am wunderschönen Rhein entlang mit einer Akkuladung von Remagen nach Bonn und weiter nach Mondorf gefahren bin, habe ich drüben auf dem Trendblog festgehalten.

Zelten im Auto: Meine Rundreise in den Norden und den Osten geht bald los. Ich plane, ganz „normal“ mit Luftmatratze und Schlafsack im Auto zu pennen. Als Sichtschutz bleibt mir dann eigentlich nur, eine Strandmuschel zu nehmen. Zelten im Auto also. Und mehr oder weniger fast wie früher im Zeltlager. Nur jetzt halt mit Auto drum herum. Die Ansprüche steigen mit dem Alter.

Die perfekte Kamera: Wird sie jemals erfunden werden? Die Fast-Schon-Profi-Kamera Fujifilm X-T30, die ich die letzten Wochen testen durfte, hat Spaß gemacht. Und doch käme ich nie auf die Idee, sie auf einen Spaziergang mit raus zu nehmen, wenn etwas anderes, wie Stadt erkunden, Bierchen trinken, sich die Beine vertreten im Vordergrund steht. Dafür ist sie zwar hübsch aber zu unhandlich.

Das Smartphone bleibt hier unschlagbar. Immer dabei, immer zu Hand, sofort bereit, Bilder sind immer hell genug (bei guten Smartphones) und nie verwackelt und ganz nebenbei sofort mit Freunden geteilt oder bei WhatsApp Status oder Instagram hochgeladen. Die Kamera-Hersteller kriegen diese User Experience nicht reproduziert. Deswegen kommt auf meinen Trip das iPhone X mit.

Ich habe eine Alternative zu effekthascherischen Wir-bringen-alles-egal-was-Medien wie Focus.de, Bild.de und Spiegel Online gesucht und in der Website vom Deutschlandfunk.de gefunden. Informiert über das Nötige herrlich unaufgeregt, liefert einen schnellen Überblick, bauscht nichts auf. Sehr angenehm.

Dazu passend: Ich mag den Relaunch von Kicker.de. Horizontal, aber doch wundervoll übersichtlich. Der Wunsch, ganz bis zum Ende zu scrollen. Viele News und doch über alles informiert. Dazu sehr augenfreundlich. Gut gemacht!

Primark wird am 13. August in Bonn eröffnen, und eigentlich könnte man sagen: Dann gehen wir da halt nicht rein. Wir wollten zwar die Südüberbauung weghaben, den Neubau Maximilian-Center dann aber schon nicht mehr so dringend und Primark schon gar nicht. (Come on, Bonn will Nachhaltigkeitshauptstadt sein!) Dann liest man im GA, dass der Primark in Bonn 180 (!) Mitarbeiter beschäftigen will. 180! Also 180 Jobs, die dann auch wieder wegfielen, wenn niemand dort einkaufen würde. Capitalism really is a bitch.

Ganz nebenbei: Laut GA beschäftigt Primark „rund 110 Mitarbeiter in den wichtigsten Beschaffungsländern, die die Fabriken kontrollierten, damit die vorgeschriebenen Standards wie angemessene Arbeitszeit und faire Bezahlung eingehalten würden.“

110 Kontrolleure weltweit vs. 180 Mitarbeiter in der Filiale in Bonn. Finde den Fehler.

Ich habe das Ende von Limbo gesehen. Limbo ist toll:

Marie Kondo fragt „Does it spark joy?“ Und über mein neues Minimalist Wallet von Paprcuts kann ich nur sagen: The hell it does!

Seid ihr schonmal nachts mit einem E-Scooter durch ein Salatfeld gebrettert? Ich jetzt schon.

Wie, „warum“?

Am Dienstag soll die Reise losgehen. Geplante Route: Bonn – Meppen – Cloppenburg – Hannover – Schöppenstedt – Leipzig – Dresden – Görlitz – Berlin – Hamburg – Oldenburg – Bonn. Abschiedstournee für meinen Renault Espace. Kam jetzt doch alles schneller als gedacht.

Outtakes

Die Kamera im neuen Gigaset GS 110 kann nicht viel, aber sie hat den Bersten-Modus:

Das Unternehmen, das für Apple den Versand von Testgeräten an Journalisten/Blogger/Influencer übernimmt, heißt Product Placement Group. Ich finde, ihr solltet das wissen.

Langsam wird’s komisch mit diesem Dating-Spam…

Von wegen, Amazon nutzt Big Data und KI und weiß deswegen alles über euch. Die fragen einfach:

Nein Google, ich habe nicht erst in Bonn gemütlich am Rhein gesessen und bin dann noch nach Höxter (!) gefahren, um da Party zu machen:

T-Shirt-Selfie mit Roller und Hafen:

*deinen

„Wie, was ich hier mache? Na, ich lieg hier, hab mein Knochenkissen und guck auf meine Blumen!“

Wer das ist und warum er ein Rentier in der Hand hält: Ich weiß es nicht mehr, aber ich bin mir sicher, er wird gute Gründe dafür haben!

Miss you and your anarchy <3

Ohne Worte:

Log #33: Da wären wir!

Das war’s? Ja, das war’s! 33 Logs habe ich euch versprochen. 33-mal habe ich geloggt. Vielen Dank fürs Lesen, Kommentieren, Diskutieren! Zum Abschluss gibt es heute wohl das längste Log der Staffel. Muss aber sein. Und bitte, bitte, hört auch ganz am Schluss meinen letzten Leidcast an. Denn da geht es heute um etwas, das mir sehr am Herzen liegt!

Wie war’s denn so für euch? Wenn ihr euch traut, schreibt mir zur Feier des Tages doch mal einen Kommentar!

Was mir am besten gefallen hat, war das Gefühl, mal wieder etwas für andere getan zu haben. Für mich selbst auch, klar. Aber es war schön zu sehen, wie sich alte Bekannte plötzlich gemeldet und mir geschrieben haben, wie sie die und die Folge gerne gelesen haben und sich auf die nächste freuen.

Ich habe viel erlebt in diesen immerhin fast 6 Wochen. Highlights waren natürlich, wie ich durch Verkettung unglücklicher Ereignisse einen Bus zum Erliegen brachte, mit dem Tier unterwegs war oder auch, wie sich der Generalanzeiger bei mir gemeldet hat. Vermutlich wäre das ohne Log alles ganz anders gelaufen.

Mir hat es gut getan zu loggen. Es hat mich sortiert, die Zeit verging wie im Fluge und ganz nebenbei hat es mich zumindest gefühlt deutlich leistungsfähiger gemacht (kann aber auch am zeitgleich wunderbaren Wetter liegen).

Verbesserungspotenzial, das ich selbst sehe: Ich denke, zumindest ein klein bisschen mehr Design könnte hier schon rein. Und wenn es Zwischenüberschriften sind. Ansonsten gefällt mir die Idee von einem Themenmix, hin und wieder mit einem Schwerpunktthema. Eher loggen als bloggen halt.

Das mit dem Podcasten und Videocasten ist noch auf einem seeehr amateurhaften Niveau geblieben, da bin ich nicht so weit gekommen, wie ich mir erhofft hatte. Aber ich bin froh, das Thema für mich zumindest mal angestoßen und ausprobiert zu haben. Eben weil da noch so viel im Argen liegt, reizt es mich ein wenig, genau da als nächstes anzusetzen. Auch meine Bilder sahen anfangs scheußlich aus und mittlerweile, nun ja, zumindest präsentabel:

Ich habe mich daran erinnert, wie ich früher wohl eher die Flinte ins Korn geworfen hätte als heute. Mit „früher“ meine ich meine Schulzeit in den 90ern. Stellt euch eine Zeit in der Provinz vor, weit vor Internet, Wikipedia und YouTube. Vorne stand ein Lehrer, der mal besser, mal schlechter erklärt hat, hinten wurdest du von anderen oder deiner eigenen jugendlichen Unkonzentriertheit abgelenkt. Schulbücher waren meistens Bleiwüsten. Eine Schulbibliothek hatten wir nicht, PCs jünger als 10 Jahre auch nicht. Die kirchliche Bibliothek ein paar Häuser weiter war noch die modernste, kostengünstigste Einrichtung, aber nicht auf Fachliteratur spezialisiert. Meine Eltern waren keine Akademiker, aber haben großen Wert auf Bildung gelegt. Und auch angeboten, in Literatur zu investieren, wofür ich ihnen sehr dankbar bin. Aber vergesst nicht: Es war die Zeit weit vor Amazon und dem Netz. Du konntest nicht mal eben eine Stunde nach dem geeignetsten Fachbuch über den Zitronensäurezyklus recherchieren.

Kürzen wir es so ab: Wenn du etwas nicht verstanden hattest, dann war es viel, viel schwerer als heute, es in Erfahrung zu bringen. Nicht selten hat man resigniert. Dieses Gefühl hat sich als gefährlicher Automatismus bei mir eingeschlichen: weiß ich nicht, kann ich nicht in Erfahrung bringen, muss ich so akzeptieren.

Letzte Woche habe ich diesen Automatismus an mir wieder entdeckt, als ich den Ukulele-Stammtisch besuchte, nicht hinterherkam, nicht genau wusste, ob ich bisher alles „falsch“ gemacht hatte oder eben nicht. Hätte ich früher wohl einfach so akzeptieren müssen. Heute gibt es das Internet. Ich kann nachlesen. Es gibt YouTube, ich kann mir Videos aus verschiedenen Quellen anschauen. Es gibt Tools wie Yousician, es gibt Skype-Lehrer, es gibt Online-Lernkurse für Ukulele – oder für alles andere auch. Hier gibt’s zum Beispiel nen lustigen Fischkopf, der euch das Ukulelespielen erklärt:

Es gibt heute Möglichkeiten, die ich mir vor 20, 25 Jahren sehnlichst herbeigewünscht hätte. Lernen wurde endlich disruptiert. Die Deutungshoheit liegt nicht mehr bei einigen zweifelhaften, halb-diktatorischen Gestalten hinterm Lehrerpult (und okay, auch einigen Lehrern, die echt in Ordnung waren).

Wer deswegen sagt, dass früher alles besser war, der hat wohl schnell vergessen. Ein Scheiß war früher besser als heute!

I see a table and I want it painted black:

Aufgenommen mit dem Gigaset GS110

Ich habe meinen Beistelltisch schwarz angestrichen, weil er besser zur Optik passt. Und ich habe mich darauf eingelassen, das 110-Euro-Smartphone Gigaset GS110 zu testen. Sagen wir so: Ich bin noch nicht ganz überzeugt. Beim Foto oben habe ich nicht irgendwie ein Milchglas vor die Linse gehalten oder bin wild durch die Gegend gehüpft. Es macht wirklich keine besseren Fotos. Zum Vergleich: So sieht das Motiv mit einem Galaxy S10 aus:

Aufgenommen mit dem Galaxy S10

Wer war nochmal derjenige, der sagte, man könne mit jedem Smartphone schöne Bilder machen? Ah so, ich war das. Vielleicht muss ich das revidieren. Die Einstiegsklasse ist doch schlimmer, als ich dachte.

Google und Amazon verramschen ihre smarten Lautsprecher gerade für knapp 20 Euro! Ich glaube, das ist der billigste Techniktrend, den wir seit der digitalen Armbanduhr und dem Kofferradio hatten. Ist es Massenware? Ist der Konkurrenzkampf so groß, dass die Preise fallen? Oder werden die beiden ihr Zeug schlicht nicht los?

Wie man das Vertrauen von Mietern nicht zurückgewinnt, um die man sich jahrelang nicht gekümmert hat: mit einem Streetart Festival. Guter Bericht im GA dazu!

Solarzellen einfach da auszulegen, wo ganz viel Sonne ist, zum Beispiel in der Wüste, klingt nicht nach der allerschlechtesten Idee. 3,2 Millionen Solarmodule im Noor Abu Dhabi auf einer Fläche von 8 Quadratkilometern versorgen künftig 90.000 Menschen. Ich will das keinesfalls schlecht reden. Aber ich bin ein wenig auf Kriegsfuß mit der Solar-Technologie von heute. Weil sie nicht sehr zuverlässig und effizient ist. Um eine vergleichsweise kleine Großstadt wie Abu Dhabi (1,5 Mio. Einwohner) ganz mit Solarenergie zu versorgen, bräuchte man hochgerechnet also ein Areal von 130 Quadratkilometern (oder 11,5 x 11,5 Kilometern) . Das wäre etwa doppelt so viel, wie Abu Dhabi überhaupt groß ist und damit würde selbst in der Wüste der Platz langsam knapp.

Last and definitely not least: Mein letzter Leidcast des Log-Experiments, heute mit einem überraschenden Ereignis im Supermarkt und meinem Plädoyer für eine bessere Welt. Bitte hört mal rein:

Dank an meinen „Lebensretter“!

Und vielen Dank euch allen! Leidlog Staffel 1 ist hiermit beendet.

Log #32: Für die, die nach uns kommen

„Mir kann et ja ejaal sinn. Isch bin schon alt. Aber für eusch junge Leute dürfen wir die Erde doch nit so hinterlaaße.“

„Äh, ich bin maximal fünf Jahre jünger als du. Ich wirke nur noch recht jugendlich.“

„Näh, isch bin schon alt. Aber wir müssen da wat tun, escht!“

Mein Gesprächspartner ist schon gut angeschäkert, als ich mich verabschiede, auf dem Weg zum E-Scooter, den Helm schon in der Hand. In der vergangenen Tagen habe ich so viel mit anderen Menschen über das Weltklima, die E-Revolution und die Zukunft des Planeten gesprochen wie noch nie. Sei es mit meinem neuen Freund auf der Party gestern oder heute mit einem Rennradfahrer, mit dem ich zusammen vor der geschlossenen Bahnschranke gewartet habe. Und alles, was ich dafür tun musste, war, mir einen schönen E-Scooter auszuleihen.

Das Thema ist in aller Munde; es beschäftigt die Leute. Rezo, die Europawahl, der heiße Sommer und die jüngst zugelassenen E-Scooter. Kaum jemand, der da nichts zu zu sagen hat.

Selbst wer der überwältigenden Mehrheit der Klima-Experten nicht glauben mag, wird immer noch zugeben müssen, dass wir über unsere Verhältnisse leben. Wenn wir noch so etwas wie ein Gewissen haben, dann sollten wir langsam mal damit aufhören. Was ist die Lösung?

Weniger fliegen, weniger Fleisch essen, Strom sparen, Heizkosten senken, weniger Dinge kaufen, die wir gar nicht brauchen, Minimalismus, die Grünen wählen? Was muss genau getan werden? Was sagt ihr? Und vor allem: Was tut ihr schon, was könntet ihr noch tun? Sollte es am Ende eines Jahres so etwas wie ein Klima-Zeugnis für jeden geben? „Beim Plastik-Einsparen warst du gut, aber beim Fliegen diesmal nur mangelhaft.“

Passend dazu laufen die letzten Planungen für Rennis Abschiedstournee übernächste Woche. Geplante Stationen: Meppen, Oldenburg, Hamburg, Hannover, Braunschweig, Leipzig, Dresden + eventuell noch Berlin, Frankfurt, Lübeck. Straffer Zeitplan, viele nette Menschen unterwegs und noch überhaupt keine Idee, in welcher Reihenfolge ich wo sein kann.

Renni ist übrigens mein Auto, aber nicht mehr lange. Ich würde ja gerne sagen, ich trenne mich von ihm aus Umweltgründen, aber das wäre nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Denn ich mag Autos. Renni ist mein erstes eigenes Auto und erst seit ich es habe, fühle ich mich wirklich frei. Das wird euch nicht viel anders gehen und es bedeutet: Wer will, dass die Leute weniger Auto fahren, muss ein Nahverkehrssystem schaffen, das seinesgleichen sucht. Am besten eins, das den Menschen das gleiche Gefühl von Freiheit gibt.

Tatsächlich kommen diesem Gefühl zwei Services für mich am nächsten: Flexible Mietdienste für E-Scooter wie das hier im Log zuletzt schon mehrfach beschriebene Tier, oder Carsharing-Dienste wie Car2Go.

Hier wäre mal eine Idee für Verkehrsverbünde: Kooperationen eingehen und die Routendaten von Tier, Car2Go und am besten Taxi-Apps gleich mit auswerten. Dann könntet ihr auf einer Heatmap sehen, von welchen Punkten A zu welchen Punkten B die Leute am häufigsten wollen und vor allem: wann. Und warum sie dafür keinen Bus nehmen. Spoiler: Herauskommen werden ein paar überraschende neue Strecken und dass eine Buslinie dort nicht wirtschaftlich wäre, weil Buslinien eher nach Wirtschaftlichkeit als nach Verkehrsströmen geplant werden.

Und wenn’s ums Geld geht, schaut man auf die Politik. In meinen Augen ist es der falsche Weg, den Nahverkehr kostenlos machen zu wollen. Tier, Car2Go und Co. zeigen, dass die Leute durchaus bereit sind, für eine kurze Direktfahrt Geld zu bezahlen. Es muss nur fair und flexibel sein. Außerdem löst ein kostenloser Nahverkehr in meinen Augen das Problem schlecht geplanter Routen nicht.

Ihr wolltet gar nicht wissen, ob ihr auch sehr leckere vegetarische Käse-Lauch-Hack-Suppe machen könnt? Könnt ihr! 1 Stange Porree, 200g gerieben Cheddar-Käse, Gemüsebrühe, 200g vegetarisches Hackfleisch, Kräuter-Creme-Fraiche (gibt es alles bei Aldi).

Den Lauch in kleine Scheiben schneiden und in etwas Olivenöl andünsten, das vegetarische Hack hinzugeben und beides nach Geschmack mit Trockenbrühe würzen, den Käse hinzugeben, laufend umrühren. Mit Wasser ablöschen, mit etwas Creme Fraiche abschmecken. Schmeckt vorzüglich. Und keine Sau würde hier herausschmecken, dass da gar kein „echtes“ Hackfleisch drin ist.

OMFG – mehr kann ich hierzu immer noch nicht sagen:

Bild des Tages: Der Himmel hat Schuppen:

Es ist spät. Gute Nacht!

Log #31: Today in English

For Kristine

„Hey, Jürgen, you’ve got an English speaking girlfriend. You should log in English actually!“

I should? Okay, one episode won’t hurt. Brace yourselves! Old, rusty Denglish coming your way.

Let’s start with a pic:

E-Scooter Kumpan 1950 standing in too tall grass overviewing the Rhine River Valley with legendary Drachenfels (Dragon’s Rock) at the back. Okay, I promise it won’t get any cheesier than this.

The best way to instantly translate a website these days is Google Translate built right into Google Chrome. Kristine tells me she can get the gist of what I write but Google just won’t translate some parts properly or at all.

Big Google that has AI working on so many fields.

Seriously, people. AI won’t replace your jobs! Right now best of what it can do is to help me take better pictures with my phone cam. In a couple years it will be able to do monotonous work so you don’t have to. It IS going to make your life better and easier but it is not going to think for you.

Studies show that quite a few, mostly low-skilled jobs are endangered because machines and AI can replace quite a high percentage of functions a worker can do. Does that mean that the entire job related to it will become instinct? I don’t think so.

  • Would you ever let an AI robot cut your hair? Probably not, right?
  • Would you rather talk to a robot each day when you’re old than to an actual human being?
  • Will there be farming machines any time soon, cheap enough and able to cut asparagus, plug cherries from trees, berries from bushes?
  • Would we ever let AI make the final decision on an order of, say, wood cuttings worth 500,000 Euros?

All of this is feasible and imaginable to come into effect but is it likely?

There even is AI in journalism already. At its early stages it is mostly used to create reports around recurring data like amateur sports results, elections or the weather. Well, thanks actually! Regarding amateur sports there haven’t been any reports on 10th division football matches before. I would like those systems to write amateur table-tennis reports, assist me gathering data, auto enhancing (and especially naming) pictures so I don’t have to. But would it be able to do an interview for me? Determine what’s important news based on its gut?

Something tells me that if we keep an open mind and most importantly keep learning, even in an AI world we will be just fine.

On the one hand: Google Maps will soon tell you (in some cities) how crowded your bus or train presumably will be. The information is largely user-based by the way.

On the other hand: Google Maps led 100 drivers from a traffic jam at the motorway to an open field leaving them stuck in the mud. It’s hilarious. 🙂 And Google basically comments: People should always keep an open eye and don’t stop thinking even when being navigated by Maps.

On the one hand: Electronic vehicles need to make a sound. So whom better to work with than with film musician Hans Zimmer, known for scores on movies like „Inception“. Zimmer now works with BMW on better e-car sound designs. Sounds exciting!

On the other hand: A BMW manager just called EVs overhyped. Well…

Uber for one is about to start a boat-hailing service in Lagos, Nigeria. Uber Boat is already active in Mumbay, India and in Croatia. It’s not the same as an e-scooter hop-on, hop-off, but it’s getting close to what we had in mind.

Part II of „The Morning Routine“ is live and it’s – wooh:

Qwant Maps Beta just got live (and it’s basically built around Open Street Map).

Should we give Qwant another chance? Of course we should! Should we all ditch Google and just use non-nosy alternatives like Qwant and DuckDuckGo from now on? I don’t see us doing that any time soon. Simple truth: Google is better, still. And no one is happy with second-best. Plus: People don’t change habits lightly.

Qwant Maps Beta

I am the worst example for that. It was only today after years of co-using both tools that I was finally ready to switch my browser shortcut from translation site LEO to the much better Linguee. Linguee didn’t just have to be better than LEO, it had to be better for a long time for me to do a simple 15-second task of bookmarking a new site and deleting an old one. I’m afraid that’s the same for Qwant and DuckDuckGo. I will keep using both whenever I’m unhappy with Google’s search results (which happens a lot lately). But both will need long breathing in first catching up, then overtaking, then maintaining its lead. Best of luck, I hope you can do it!

Leidcast 0.9: „Shake it up (Ryan Adams version)“. Would have been longer if the voice memo app on my Mac hadn’t crashed on me. Why did it? I need more practice, I get it. 🙂

Weiher’s Eck Hotel burned down, the restaurant has to close, ironically after they just renovated. And as it reads it was a close call to 7 hotel guests. Best of luck, Cemil! Hang in there!

Log #30: Lassen wir Bilder sprechen

30-mal wollte ich ursprünglich loggen, 30 mal habe ich nun geloggt. Pflicht erfüllt. Aber es soll ja mehr sein als nur Pflicht. Mir macht es auch mittlerweile Spaß. Die versprochenen 33 mache ich auf jeden Fall noch voll!

Gestern schrieb ich darüber, wie schnell neue Dinge erlernt sind, wenn ihr eure Skepsis mal bei Seite lasst und es einfach macht. Lese ich mir die Kommentare unter Sandra Wiegards Tweet über E-Scooter durch, scheint mir, da gibt es noch weit größere Skeptiker als mich. Schaut euch das mal an:

Oder lasst es lieber und guckt euch gleich Wayne Rooneys Jahrhunderttor an. Ist auch viel schöner:

Lustigerweise habe ich mir die Frage, ob E-Scooter nun sinnvoll sind oder nicht, nie gestellt. Sie waren auf einmal einfach da und ich hab mich mal drauf geschwungen. E-Autos sehe ich viel, viel skeptischer.

A propos E-Scooter. Ich bin heute zu Fuß zum Zahnarzt gegangen, weil – mal wieder – kein E-Scooter verfügbar war, als ich gerade dringend einen brauchte (so funktioniert das nicht, Leute!). Von dort dann mit dem E-Scooter zum Bahnhof, mit dem Zug zum Taxi, mit dem Taxi zu einem E-Scooter-Hersteller und mit einem E-Scooter dann zurück nach Bonn. Mit diesem schicken Modell übrigens:

Kumpan 1950

So die Kurzfassung. Eigentlich bin ich mit dem E-Scooter von Remagen nach Niederkassel-Mondorf gefahren. Eine ganz schön weite Strecke (gut 30km) und das mit fast einer Akkuladung. Ich will das alles noch in Ruhe im Trendblog zu Bildschirm bringen. Viel spannender ist ohnehin vermutlich der Rückweg, als aus dem E-Scooter dann ein einfacher Scooter wurde (Akku leer). So gab es auf jeden Fall noch eine Runde Sport am Abend.

Bilder? Ja, heute mal Bilder.

Er starb bei dem Versuch, mit dem Löffel eine Knopfzelle aus der Küchenwaage zu friemeln, weil er der Gewichtsangabe des Kameraherstellers nicht traute, seine Küchenwaage aber nur 2 Mal im Jahr benutzte:

Vorher kochte er sich noch einen Cashew-Kaffee. Keine Cashew-Milch! Aus lauter Experimentierfreude mischte er drei Cashew-Nüsse unter die Bohnen und warf sie in die Mühle:

Und das Ergebnis – könnte kaum unspektakulärer sein. Schmeckt allenfalls ein bisschen nach Cashew.

Klein:

Mittel:

Groß:

Dusk:

Goodbye Kittie:

Wir saßen in Mondorf in der Beachbar, plötzlich kamen zwei Jetski-Fahrer an, machten fest, aßen zu Abend und fuhren dann weiter:

Hallo? Startups?! Wo sind die jungen, hungrigen Hochschulabsolventen, die da ein Business draus machen! Miete nen Jetski, steig in Mondorf ein, leg in Bonn am Schänzchen an. Miete einen neuen und fahr damit bis nach Köln. E-Scooter und Autos waren erst der Anfang. It doesn’t have to stop there!

Gute Nacht!

Log #29: Sperrmüll, die einzig wahre Umverteilung?

Morgen ist mal wieder Sperrmüll in meiner Nachbarschaft und ich habe dazu meine gute, alte, voll intakte Tatami-Matte vors Haus gestellt. Eine bessere Idee, so etwas loszuwerden, kenne ich nicht. Free your Stuff, eBay Kleinanzeigen, Shpock. Nichts davon funktioniert wirklich gut. Es bleibt eine Marktlücke.

Während ich zusammen mit einem Nachbarn noch alte Schränke, Bügeleisen und Staubsauger aus dem Keller zu Tage fördere und nach draußen bringe, kommt (erwartungsgemäß!) schon der erste Interessent mit osteuropäischem Akzent hinzu und fragt, ob er Bügeleisen und Staubsauger mitnehmen könne. „Kann aber sein, dass die nicht mehr funktionieren“, sage ich. „Ist egal“, sagt er.

Ist das die wahre Umverteilung? Der Osten Europas bleibt ärmer als der Westen. (Verhältnismäßig!) Reiche Leute wie ich kriegen ihr Zeug nicht los. Es bleibt der Sperrmüll als kostenloser, paneuropäischer Marktplatz der Umverteilung. Vermutlich nicht ganz das, was Ludwig Erhard im Sinn hatte.

Ich für mein Tatami übrigens auch nicht. Das ist, 4 Stunden, nachdem ich es vors Haus gestellt habe, immer noch da. 🙁 Eigentlich zu schade zum Wegwerfen. Ich hoffe auf Nacht-und-Nebel-Aktionen!

Preisfrage: Mit welchem der mittlerweile 5 Regler stellt ihr die Lautstärke des Weckers bei einem Samsung-Smartphone ein?

Ich gebe euch einen Tipp: Von denen da oben ist es keiner.

Muss man auch erstmal rausfinden, da nicht Android-typisch: Die Alarmlautstärke stellt ihr bei einem Samsung-Handy direkt in den Einstellungen des Weckers ein, also der Uhr-App. Das sieht dann so aus:

Praktisch, oder? Den verstellt ihr nicht mal eben. Die Frage ist dann nur, warum der Alarm bei mir gestern Morgen nicht losging. Regiert da vielleicht doch einer der fünf anderen Lautstärkeregler als Master-Lautstärke? Ist das Chaos noch für irgendwen durchschaubar?

Ach ja: Schön war’s! Auf meinem allerersten Ukulele-Stammtisch. Nette Leute, viel gelernt, Raum mit Klimaanlage im Anno Tubac bei draußen 37 Grad. Sehr angenehm! Und doch bin ich nach einer Stunde geflüchtet, weil ich um 20 Takte hinterher hing und nicht mehr wirklich mitkam. Es gibt noch sehr viel zu üben…

Und dabei habe ich leider auch erfahren müssen, dass ich bisher falsch gespielt habe und alles noch einmal neu lernen muss. 🙁

Das hat mich gestern und heute ganz schön demotiviert. Statt das Griffbrett zu umklammern, soll ich den Daumen hinter das Griffbrett drücken und die Ukulele leicht diagonal halten. Und das ist verdammt ungewohnt. Auch wenn ich merke, dass ich die Akkorde so schneller wechseln und besser greifen kann.

Hat man das nicht oft im Leben? Man beherrscht gerade etwas so halbwegs, freut sich darüber. Dann kommt schon wieder etwas Neues und im schlimmsten Falle die Erkenntnis, alles noch einmal neu lernen zu müssen. Wie undankbar, wie ärgerlich, wie aufwändig!

Ja, wie aufwändig eigentlich? Nach dem Anfangsfrust habe ich heute direkt die nächste Übungsstunde mit Yousician angestimmt. Und nach 15 Minuten war ich fast so weit.

15 Minuten nur, um alles noch einmal neu zu lernen?!? Nun, ich bin mir sicher, ich werde noch einiges an Zeit und Motivation brauchen, um die nötige Sicherheit zu bekommen. Aber ansonsten: jepp.

Für mich eine schöne Erkenntnis, die natürlich nicht nur fürs profane Ukulespielen gilt: Statt Angst vor dem Neuen zu haben, es zu verteufeln und zu bombardieren, könnte man ihm ja mal eine Chance geben und es versuchen. Vergesst nicht, dass ihr Vorwissen habt, also keinesfalls wirklich bei null anfangt. Die neue Methode/die neue Software/das neue Gerät/die neue Taktik ist nur ein Neusortieren. Das kommt mit ein wenig Bauch- und Kopfschmerzen daher, wird euch aber besser machen als vorher und viel schneller gehen als ihr denkt.

Heute war es dann so weit: Ich hatte einen Termin, es war heiß, ich war spät dran. Die ideale Situation für einen E-Scooter – und weit und breit kein Tier zu entdecken. Spitze! Ich fordere mehr Abstellplätze und mindestens noch mal 1.000 weitere E-Roller für Bonn…

Was denn, was denn?! DER Bus kriegt einen eigenen Artikel in der Lokalpresse und meiner nicht? GA, ich bin schon wieder enttäuscht von dir! 😉

Trendblog-Content: Kollege Sven Wernicke tobt sich in den nächsten Wochen nicht nur in Görlitz aus, sondern auch mit seiner zweiten Leidenschaft: Sofortbild-Kameras.

Bild des Tages: Das Samsung Galaxy S10 ist doch immer wieder für einen Schnappschuss gut. Die Kleine lief mir dabei genau vor die Linse…

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The sun is red #sunset #nofilter

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Log #28: Von Tieren und Autofahrern und 1live

45 Minuten 1live gegen Deutschlandfunk Nova beim Mittagessen. Umschalten mit Alexa.

Wortbeiträge 1live: Ryan Reynolds hat im Suff was getwittert, was sich im Nachhinein als Promotion-Gag für seinen neuen Film rausgestellt hat. Kurze News um Punkt 1, Stauschau, „Bester Tag der Welt“, kurzer Einspieler zum Aktionstag gegen Plastikmüll. Ein Reporter berichtet, dass er darüber mit Experten gesprochen habe.

Wortbeiträge Deutschlandfunk Nova: Ausführliche Nachrichten zur halben Stunde, ein langer, fast 3-minütiger Beitrag über Facebook Libra, darin O-Töne von Experten, Hintergrundinfos, warum jemand in Addis Abeba sich da eher drauf freut als jemand in Mitteleuropa. Tech- und Wissenschaftsnews, unter anderem über ein neues Parkplatz-Sharing-Konzept, lange News zur vollen Stunde; laufen noch, als bei 1live die Stauschau schon vorbei ist, ein Expertentelefonat, wie man Haustiere gegen die Hitze schützt.

Punktsieg für Deutschlandfunk Nova. Warum ist 1live so seicht geworden? Warum sind Promi-News dort mittlerweile wichtiger als alles andere? Es gäbe doch genug Themen, die auch für junge Menschen interessant sind und sich zielgruppengerecht aufbereiten lassen, wie DLF Nova zeigt. Habt ihr schon aufgegeben?

Es ist der heißeste Tag des Jahres und ich muss mittags raus, um bei einem Elektronikmarkt einen Mikrofonadapter zu kaufen. Es geht dabei über die steile Viktoriabrücke. Meine einzige Hoffnung, nicht völlig zerflossen am anderen Ende anzukommen: Tier.

Das nächste Tier ist 400 Meter entfernt, durch mehr Sonne als Schatten flaniere ich möglichst entspannt dorthin. Treffe unterwegs einen Freund, der schweißgebadet ist. Nein, nichts passiert. Heiß halt. Okay. Auf dem Weg zum E-Scooter-Parkplatz sehe ich einen coolen Dude mit Baseballcap und Smartphone in der Hand. Shit! Wird der mir das letzte freie Tier noch wegnehmen? Er biegt zum Glück vorher ab, aber die Angst ist immer da…

An der Kreuzung muss ich auf die Straße wechseln und in der prallen Sonne ganz vorne in der Linksabbiegerspur warten (davor seid ihr natürlich auch mit einem E-Scooter nicht gefeit), als ich die Busse und LKW vor und neben mir sehe, geht mir schon ein wenig der Arsch auf Grundeis. Sehen die mich alle? Akzeptieren die, dass ich da bin? Ein BMW, der rechts abbiegt, kommt gerade noch rechtzeitig vor mir zum Stehen.

Die recht steile Auffahrt zur Viktoriabrücke meistert das Tier erstaunlicherweise mit voller Geschwindigkeit: 20 km/h bergauf – ich hänge sämtliche Radfahrer hinter mir ab. Auch bergab riegelt die Steuerung bei unweit über 20 km/h ab. Schade, aber fair.

Den Weg zurück nehme ich über das Gewerbegebiet und bereue es schon bald. Eine gerade Strecke lassen die gesetzlich vorgeschriebenen 20 km/h verdammt eintönig werden. Noch dazu ist hier pralle Sonne. Ein Autofahrer, der in der 30er-Zone direkt hinter mir fährt, überlegt, ob er warten soll. Dann setzt er zum Überholen an, ruft mir durchs offene Fenster zu: „Mach das Licht aus! Dann bist du schneller!“ Ja danke, Schlaukopf! Autofahrer…

Eine kurze Strecke über eine Schotterpiste stellt für Tier kein Problem dar (wie sähe das wohl bei schlechtem Wetter aus?).

Hinter einem Autohaus schießt ein VW aus einer Einfahrt, kommt auf dem Radweg zum Stehen, schneidet mir den Weg ab. Der Fahrer schaut nur in die andere Richtung, sekundenlang. Ich brülle ihn durch die offene Scheibe an, er soll Platz machen. Jetzt sieht er mich, aber grinst nur. Autofahrer!!!!1!11

Etwa 400 Meter vor dem Ziel riegelt Tier plötzlich ab und beschleunigt nicht mehr. Was ist jetzt los? Am Akku kann es nicht liegen, der war vor Fahrtantritt bei 94 Prozent. Außerhalb der Business Zone bin ich nicht. Fahre ich schon zu lange, ist es zu heiß? Ich beende die Fahrt per App und mache den Fehler, sie neu zu starten. Das gelingt auch, aber ich muss nun natürlich noch einmal 1 Euro Antrittsprämie zahlen. Zuhause angekommen, zücke ich das Smartphone. Die Tier-App zeigt 1:59 min Fahrt an. Ich drücke schnell zweimal auf Beenden und komme bei 2:00 raus – worauf mir Tier die dritte Minute auch noch berechnet.

Exakt 6 Euro hat mich die Fahrt hin und zurück gekostet. Ich komme nur leicht verschwitzt wieder in meiner Wohnung an. Eine Busfahrt wäre 1 Euro günstiger gewesen. Der Bus wäre dafür durch die ganze Innenstadt gegondelt, hätte (ohne Wartezeit) dreimal so lange gebraucht, die Klimaanlage (falls vorhanden) wäre bei der Hitze wie immer ausgefallen. Ich bereue nichts. Außer vielleicht, keine Mütze aufgesetzt zu haben.

Leidcast 0.8: Das Bild ist zu dunkel 🙁 aber die Kamera hat doch einen Mikrofonanschluss… Wer hier noch einmal einen YouTube-Star verlacht, bekommt es mit mir zu tun. Der Weg dahin ist nämlich gar nicht so leicht und das Starsein dann vermutlich auch nicht.

Sommer, Sonne, Solar? Was eigentlich logisch und vernünftig klingt, hat in der Praxis so einige Tücken. Ich gebe auf dem Trendblog 11 Tipps, wie ihr mit Solarladegeräten für Smartphones am besten umgeht. Stellt sich nämlich heraus: So trivial ist das nicht und auch bei bestem Wetter gewinnen weiterhin die gute alte Steckdose oder auch eine Powerbank.

Mikrofon-Adapter-Adapter

Warum laufen die Erfinder solch übelster Verpackungen eigentlich noch frei herum? :((