Medizin verlängert die Krankheit
Seit Samstagabend bin ich ja offiziell krank (leidartikel.de berichtete
) und mittlerweile geht es mir schon viel besser. Das ist keine Meldung wert, meint ihr? Wartet noch kurz, bis ich es euch erkläre: Meistens dauert eine Erkältung bei mir mindestens zwei Wochen. Für gewöhnlich liege ich zwei Tage flach, huste in einer Tour und verbrauche 30 Papiertaschentücher am Tag, trinke Hustensaft, nehme Halstabletten, Meditonsin, irgendwelche hustenlösenden oder fiebersenkenden Tabletten. Und am Ende verschleppe ich das ganze doch, bekomme meinen Husten nicht los, muss zum Arzt und Antibiotika nehmen und bin erst nach frühestens zwei Wochen wieder richtig fit.
Diesmal ist es anders… Seit heute habe ich kaum noch Schnupfen und ich huste auch fast nicht mehr. Bin noch schwach und wäre beim Treppensteigen fast zusammengeklappt, aber es geht mir deutlich besser als am Montag. Und diesmal habe ich gar keine Medikamente genommen: Keine Halstabletten, keine Hustenbonbons, kein Hustensaft, kein gar nichts.
Dafür trinke ich seit Sonntag fast nichts anderes als kalten oder warmen Tee und esse viel indischen Curry. Gestern habe ich auch noch ein heißes Bad genommen – allerdings ohne Erkältungsbad. Das alles scheint zu helfen. Weniger scheint echt mehr zu sein. Denkt doch auch mal daran, was man so alles in sich reinstopft, um gegen die Erkältung anzukämpfen: Hustenbonbons mit 95% Zucker, Hustensaft mit Zucker und viel Alkohol, Wick Waporub, das die Atemwege die ganze Zeit offen hält (wozu eigentlich) und Medikamente mit allen möglichen nur erdenklichen Nebenwirkungen und völlig undurchsichtigen Inhaltsstoffen. Da muss der Körper auch erstmal gegen an!
Das alles kann einen noch kranker machen und tut es auch. Also hört auf meine Worte: Trinkt Tee, esst Curry, ruht euch aus und nehmt sonst nichts. DANN geht es euch gut.
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Leidartikel ist das private Blog von Jürgen Vielmeier, Journalist, Redakteur, Autor, Innovationsberater. Leidartikel hat kein festes Thema. Hier poste ich, was ich auf dem Herzen habe wannimmer es etwas zu erzählen gibt.Seiten
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