Und dann war da noch der Mann, der seine eigene Firma anruft und fünf Minuten in der Warteschleife hängen bleibt.

Ein Witz? Nein, die Wahrheit! Manchmal wird einem erst viel später bewusst, was man eigentlich für absurde Ereignisse erlebt. Gestern als ich mit einem Freund darüber sprach, fiel mir der Ish-Techniker wieder ein, der vorige Woche bei einem Freund einen Internet-Anschluss installieren sollte.

Ich bin morgens anwesend, weil mein Freund zur Arbeit muss und den Techniker nicht alleine in der Wohnung lassen will. Während der Techniker im Nachbarzimmer rödelt, lese ich im Schaukelstuhl im Wohnzimmer ein berühmtes, deutsches Nachrichtenmagazin. Nachdem er eine halbe Stunde zugange ist, geh ich rüber und frage den Techniker, wie es denn so laufe. “Klappt irgendwie nicht”, sagt er. Er probiert es noch eine Weile weiter, geht in den Keller, um etwas auszutüfeln, kommt wieder hoch in die Wohnung, hat den Fehler aber nicht gefunden.

Er überlegt kurz. “Moment”, sagt er dann. “Ich ruf mal eben meinen Kollegen an. Der kennt sich da aus.” Der Techniker wählt eine Nummer mit seinem Handy und landet in der Warteschleife seiner Firma, schimpft, zuckt die Achseln, legt dann sein Handy auf die Kommode und schaltet den Lautsprecher ein. Es läuft beruhigende Musik und wir lauschen gemeinsam. Eine Minute lang, zwei Minuten lang, drei Minuten lang, vier Minuten lang. Nach fünf Minuten ist dann endlich der Kollege dran und erklärt dem Techniker, wie er den Anschluss installiert bekommt.

Da bekommt der Begriff “Servicewüste” eine ganz neue Bedeutung.
Ob der Techniker für das Servicetelefon auch 14 Cent die Minute zahlen musste?


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