Heute flattert mir meine neue BahnCard 25 ins Haus, nachdem ich wohl vergessen habe, meine alte im letzten Jahr zu kündigen. Das ist besonders überflüssig, weil ich mir letzten Herbst noch eine BahnCard 50 besorgt habe. Immerhin war die Sachbearbeiterin in der Bahn-Servicehotline kulant und hat mir angeboten, das Abo für die BahnCard 25 zu stornieren und mir das Geld zurückzuerstatten.

Trotzdem: Dinge im Abo beziehen zu müssen, ist einfach ärgerlich. Das Wiso-Steuer-Sparbuch, das ich mir neulich gekauft habe, funktioniert überhaupt nur, wenn man bei der Installation seine Kontaktdaten für ein Abo eingibt. Wer also nicht extra ein Kündigungsschreiben aufsetzt und es an den Hersteller schickt, muss für die neue Version im kommenden Jahr wieder zahlen, ob er das Programm nun haben will oder nicht.

Auch eine BahnCard im Abo mag ja ganz praktisch sein, wenn man ohnehin jedes Jahr eine braucht. Aber man sollte das doch bitte selbst entscheiden können und nicht dazu gezwungen werden. Es gibt Abos, zum Beispiel für die Tageszeitung oder die Lieblingszeitschrift, bei der es ganz schön ist, wenn man sie regelmäßig bequem nach Hause geliefert bekommt. Aber das Abo hat man sich ja selbst bestellt. Man ist nicht am Zeitschriftenkiosk beim Kauf eines General-Anzeigers oder einer “TV Spielfilm” dazu gezwungen worden, gleich ein Jahresabo abzuschließen.

Meiner Meinung nach können Unternehmen, die Fahrscheine, Software, Klingeltöne oder anderes ausschließlich im Abo verkaufen, auf keine deutlichere Weise zeigen, dass sie nur am Geld der Kunden interessiert sind. Auf solche Angebote kann ich dann gerne verzichten (wenn es denn eine Alternative gäbe).


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