Ubuntu hat mich gerettet

Eine Live-CD von Ubuntu, einer Version des Betriebssystems Linux, hat mir gestern den Hals gerettet. Grund genug, sich das quelloffene und kostenlose Betriebssystem einmal etwas genauer anzuschauen.
Ein Virus hat gestern die Partitionierungstabelle meines Rechners zerschossen. Danach konnte ich Windows nicht mehr starten und auch nicht auf meine Daten auf meiner Hauptpartition zugreifen. Der Virenprogrammierer hat ganze Arbeit geleistet.
Ubuntu ist etwas schwer in der Handhabung. Vieles funktioniert nicht automatisch. Man muss sich in die Arbeitsweise hineintüfteln, oft die Kommandozeile benutzen, die auch unter Windows noch manchmal gefragt ist, und sich in Foren Ratschläge holen. Der Vorteil: Tüftelt man sich erst einmal hinein und versteht, wie das System funktioniert, gibt es ein “Geht nicht” praktisch nicht mehr. Zu jeder Software, zu jedem Werkzeug gibt es Anleitungen und Wikis im Internet. Viele Foren helfen bei Problemen weiter.
Im Live-Modus keine Installation auf der Festplatte nötig
Ubuntu lässt sich als Live-System benutzen. Das bedeutet, dass man es von einer CD oder DVD starten kann ohne es auf der Festplatte installieren zu müssen! In der Version funktionieren nicht alle Programme, die sonst mitgeliefert werden. Dafür bietet sich die Möglichkeit, ein Dateisystem zu benutzen und mit ein paar Handgriffen und spezieller Software einen neuen Bootsektor zu schreiben und eine Festplatten-Partition wieder lesbar zu machen. Das hat mir gestern den Hintern gerettet. Natürlich nur dank der Hilfe von Gregor, der sich mit dem System super auskennt und sich stark für das quelloffene System engagiert, zum Beispiel im Forum von Ubuntuusers.
Vom Design her steht Ubuntu den etablierten Systemen Windows XP und Vista oder Max OS X in nichts nach. Auch die Bedienung der gängigsten Dateien ist innovativ erlernbar, die Installation klappt in der Regel anstandslos. Für die Bedienung von der Pike auf ist es für Endanwender vielleicht noch ein wenig zu früh. Aber die Software wird von Programmierern weltweit ständig weiterentwickelt und befindet sich auf einem guten Weg. Lange wird es sicher nicht mehr dauern, bis die meisten Funktionen so einfach bedienbar sind, dass jeder Heimanwender das System problemlos benutzen kann. Wer sich gut mit Computern auskennt, sollte Ubuntu schon jetzt einmal eine Chance geben. Etwa alle zehn Monate kommt eine komplett überarbeitete Version heraus. Die erste stabile Version der 7er-Serie wird für den 19. April erwartet. Probiert es einmal aus – es ist kostenlos.
[inspired by: Gregor & Marc]
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4 Responses to Ubuntu hat mich gerettet
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Leidartikel ist das private Blog von Jürgen Vielmeier, Journalist, Redakteur, Autor, Innovationsberater. Leidartikel hat kein festes Thema. Hier poste ich, was ich auf dem Herzen habe wannimmer es etwas zu erzählen gibt.Seiten
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“Ein Virus hat gestern die Partitionierungstabelle meines Rechners zerschossen.”
Mit einem Mac oder unter Linux wär’ das nicht passiert
Is klar…
Ausserdem bringt die tägliche Anwendung von Ubuntu volles Haar, eine gesunde Gesichtsfarbe und ein warmes Gefühl.
Allerdings erst nach 2 Monaten – probierts mal aus
Das mit dem vollen Haar klingt wirklich reizvoll.
Ich warte noch die knapp drei Wochen bis zur stabilen 7er Version ab und dann räume ich eine kleine Ecke für Ubuntu frei…