WLAN bringt die Menschen zusammen
Wannimmer man umzieht, dauert es zwischen zwei Wochen und drei Monaten, bis man wieder an eine Internetleitung angeschlossen ist. Womit überbrückt man also die Zeit? Hackt man sich in ungesicherte WLANs herein? Wird man Mitglied im FON-Netzwerk, was aber auch nicht ganz ohne Haken ist? Oder kauft man einen teuren WLAN-Voucher bei T-Mobile, Vodafone oder Diensten wie The Cloud? Die Lösung ist oft viel einfacher: Man stellt sich einfach bei seinen Nachbarn vor.
Dabei fragt man dann nebenbei, ob sie einen DSL-Zugang mit WLAN-Modem haben und bittet höflich, den Zugang ein paar Tage mitbenutzen zu können. Natürlich nur das Nötigste wie E-Mail und Webnachrichten, keine Videostreams. Wenn man auf Nummer sicher gehen will, bietet man dem Nachbarn an, für die Zeit einen Teil seiner Internetkosten zu tragen, zum Beispiel 10 Euro.
Auf diese Weise haben wir heute in Bremen-Schwachhausen Pedro kennen gelernt, der ein Stockwerk über uns wohnt. Dabei haben wir gleichzeitig erfahren, dass er Chilene ist, aber in Bonn aufgewachsen, mehrere Sprachen fließend spricht, weil er als Speditionskaufmann arbeitet und ein verdammt guter Gastgeber ist. Weil er Jude ist, hat er uns als Besucher sogar Brot und Salz mitgegeben. Zu den 10 Euro, die wir ihm geben wollten, mussten wir ihn dann sogar überreden.
So oder so ist das doch eine nette Möglichkeit, seine Nachbarn kennenzulernen, dabei schnell und kostengünstig ins Internet zu kommen und obendrei noch die Hausgemeinschaft zu stärken. Ist das die Vernetzung der Zukunft? Zumindest so könnte ich sie mir vorstellen.
Verwandte Beiträge
3 Responses to WLAN bringt die Menschen zusammen
Einen Kommentar hinterlassen Cancel reply
Info
Leidartikel ist das private Blog von Jürgen Vielmeier, Journalist, Redakteur, Autor, Innovationsberater. Leidartikel hat kein festes Thema. Hier poste ich, was ich auf dem Herzen habe wannimmer es etwas zu erzählen gibt.Seiten
Rückblende
- Juli 2011 (1)
- Dezember 2010 (5)
- November 2010 (1)
- Oktober 2010 (2)
- August 2010 (2)
- Juli 2010 (3)
- Juni 2010 (5)
- Mai 2010 (2)
- April 2010 (4)
- März 2010 (5)
- Juni 2009 (2)
- März 2009 (1)
- Dezember 2008 (5)
- November 2008 (13)
- Oktober 2008 (5)
- September 2008 (7)
- August 2008 (9)
- Juli 2008 (2)
- Juni 2008 (10)
- Mai 2008 (6)
- April 2008 (35)
- März 2008 (16)
- Februar 2008 (24)
- Januar 2008 (25)
- Dezember 2007 (12)
- November 2007 (14)
- Oktober 2007 (13)
- September 2007 (13)
- August 2007 (21)
- Juli 2007 (30)
- Juni 2007 (34)
- Mai 2007 (26)
- April 2007 (20)
- März 2007 (16)
- Februar 2007 (10)
- Januar 2007 (14)
- Februar 2006 (1)
- Januar 2006 (5)
Blogroll
- André Vatter
- Basic Thinking
- Bonn-Log
- Carta
- Der Stuff
- Enno Park
- Florian Treiß
- Georg Schneider
- Ibo Evsan
- Jakob Zogalla
- Jan Tißler
- Jens Arps
- Jott
- Katha
- Marc C. Schmidt
- Mathias Röckel
- Michael Friedrichs
- Natalie Schmidt
- Nicole Chemnitz
- Pocketbrain
- Rob Bubble
- Robert Basic
- Ronnie Grob
- Rootwerk
- Stereopoly
- Tonjuwelen
- Torsten Kleinz
- Tueksta
- Upload Magazin
- Uwe Ramminger
- Wp-Spezialist
- xTown
- YuccaTree





Ist eine super Idee, nur muss man wissen wer alles ein WLan hat oder man besucht einfach jeden Tag einen anderen Nachbarn und lernt so gleich das gesamte Mietshaus kennen. Einfacher kommt man sicherlich nichts ins Gespräch!
Nachtrag:
Evtl. sollte man sich nur deswegen einen WLan Router zu legen und seine Kontaktdaten in die SSID.
Alternativ gibt es ja noch Freifunk.net!
Funktioniert echt wunderbar! Wir haben den gleichen Nachbarn einen Tag später beim Griechen um die Ecke wiedergetroffen und uns über das Leben unterhalten. Klar, man könnte auch einfach so zu den Nachbarn gehen und sich vorstellen. Aber in Deutschland braucht man ja meistens einen Grund für sowas…