Bayern, das Texas von Deutschland

Eine Freundin aus Franken findet, man könnte Bayern als das Texas von Deutschland bezeichnen. Warum? Weil es ein Bundesland ist, in dem alles irgendwie anders ist: die Mundart, die Mentalität, die Landschaft, die Traditionen, die Küche, die Musik… Gleiches gilt in den USA für Texas. Und noch eine Gemeinsamkeit gibt es: Texas war von 1839 bis 1845 als einziger US-Bundesstaat eine eigenständige Republik, während Bayern langezeit (1806-1918, ab 1870 Monarchie innerhalb des Deutschen Reichs) ein eigenständiges Königreich war und sich noch heute als “Freistaat” bezeichnen darf.
Eines ist zumindest sicher: Hüben wie drüben kann man nicht auf den jeweiligen exotischen Landesteil verzichten. Texas ist der wichtigste inländische Öllieferant für die USA und nach Kalifornien der wichtigste Wirtschafts- und Industriestandort. Ähnlich verhält es sich mit Bayern: Die bayerische Automobilindustrie und der IT- und Mediensektor sind für Deutschland unverzichtbar. Deswegen lässt man in den übrigen Landesteilen den Bayern und den Texanern ihre Eigenarten und freut sich zumindest darüber, dass sie wirtschaftlich dazu gehören.
Übrigens gibt es noch andere Städte und Regionen, die man in gewisser Weise miteinander vergleichen kann, zum Beispiel:
Berlin und New York
Köln und San Francisco
Dortmund und Chicago
Bremen und Boston
Stuttgart und Seattle
Neue Bundesländer und Mittlerer Westen
Okay, der eine oder andere Vergleich hinkt.
Habt ihr noch Ideen?
[inspired by: Heidrun & Joann]
Fotos: Lederhosen-Buam.de und Baylor College of Medicine, Houston
Verwandte Beiträge
8 Responses to Bayern, das Texas von Deutschland
Einen Kommentar hinterlassen Cancel reply
Info
Leidartikel ist das private Blog von Jürgen Vielmeier, Journalist, Redakteur, Autor, Innovationsberater. Leidartikel hat kein festes Thema. Hier poste ich, was ich auf dem Herzen habe wannimmer es etwas zu erzählen gibt.Seiten
Rückblende
- Juli 2011 (1)
- Dezember 2010 (5)
- November 2010 (1)
- Oktober 2010 (2)
- August 2010 (2)
- Juli 2010 (3)
- Juni 2010 (5)
- Mai 2010 (2)
- April 2010 (4)
- März 2010 (5)
- Juni 2009 (2)
- März 2009 (1)
- Dezember 2008 (5)
- November 2008 (13)
- Oktober 2008 (5)
- September 2008 (7)
- August 2008 (9)
- Juli 2008 (2)
- Juni 2008 (10)
- Mai 2008 (6)
- April 2008 (35)
- März 2008 (16)
- Februar 2008 (24)
- Januar 2008 (25)
- Dezember 2007 (12)
- November 2007 (14)
- Oktober 2007 (13)
- September 2007 (13)
- August 2007 (21)
- Juli 2007 (30)
- Juni 2007 (34)
- Mai 2007 (26)
- April 2007 (20)
- März 2007 (16)
- Februar 2007 (10)
- Januar 2007 (14)
- Februar 2006 (1)
- Januar 2006 (5)
Blogroll
- André Vatter
- Basic Thinking
- Bonn-Log
- Carta
- Der Stuff
- Enno Park
- Florian Treiß
- Georg Schneider
- Ibo Evsan
- Jakob Zogalla
- Jan Tißler
- Jens Arps
- Jott
- Katha
- Marc C. Schmidt
- Mathias Röckel
- Michael Friedrichs
- Natalie Schmidt
- Nicole Chemnitz
- Pocketbrain
- Rob Bubble
- Robert Basic
- Ronnie Grob
- Rootwerk
- Stereopoly
- Tonjuwelen
- Torsten Kleinz
- Tueksta
- Upload Magazin
- Uwe Ramminger
- Wp-Spezialist
- xTown
- YuccaTree





Also der Osten ist bestimmt nicht der Mittlere Westen! Wenn, dann sind wir Canada. Oder Hawai’i – die wurden ja auch widerrechtlich annektiert.
Hab noch einen Vorschlag:
Bonn ist Philadelphia.
Aber was die Bayerische Sonderrolle angeht: In der deutschen Geschichte waren fast alle Staaten unabhängige Königreiche. Das war bei Sachsen auch nicht anders. Und Sachsen war der erste Freistaat. Und Freistaat ist nichts anderes als das deutsche Wort für Republik. Daraus leitet sich keine besondere Freiheit innerhalb eines Staatenbundes oder Bundesstaates her, sondern nur das Fehlen eines monarchischen Oberhauptes. Und daran kann ich wahrlich nichts Schlimmes finden.
Also die Texas-Bayern-Parallele ist alt. Die hat sich Bully mit seinem Winnetou ausgedacht.
Und den Vergleich Berlin – New York würde ich jetzt einfach mal als Beleidigung für New York ansehen.
Und Mittelwesten = Ostdeutschland? Trifft’s eigentlich recht gut, wie ich finde
Der Vergleich mit Berlin ist für jede Stadt eine Beleidigung, egal ob Calcutta oder Bitterfeld.
Midwest würde vielleicht auf Sachsen-Anhalt und Brandenburg zutreffen. Aber insgesamt doch Canada. Wir gehören nicht so richtig dazu, sind weit weniger, dafür gebildeter, was euch nicht daran hindert, euch über uns lustig zu machen – und die Canadier haben den Amis das Weiße Haus abgefackelt. Das erinnert an die NATO-Studiue: in 24 h Siegesfeier am Rhein.
Ich weiß gar nicht, was ihr alle gegen Berlin habt… Je mehr ich drüber nachdenke, finde ich aber, dass zu New York vielleicht doch besser Hamburg passt. Na ja, alles kann man vielleicht doch nicht miteinander vergleichen…
Bei New York Hamburg bin ich ganz bei dir.
Doch was würde wohl zu Bonn passen? Ist den Philadelphia auch an einem großen Fluß, aber an diesem Fluß nur eine Stadt von Vielen?
P.S.: Berlin saugt wie’n Tampon!
Nuff said!
Ich glaub, Ottawa würd noch ganz gut zu Bonn passen, obwohl das ja in Kanada liegt. Wie wär’s mit St. Louis? Das liegt im Inland, am Mississippi, aber nicht als einziger Ort (New Orleans, Minneapolis und Memphis nämlich auch). Viel los wird da nicht sein, aber wichtig ist es schon irgendwie…
Na Philli ist doch die Ex-Hauptstadt, die zunehmend verkommt.
Das mit der Geschichte, jaaah, daran hatte nicht gedacht. Wieder was gelernt…
St. Louis is super; die haben ‘nen riesigen Bogen als Kunst in der Stadt stehen, wo es doch Bonn auch immer so mit der Kultur hat…
Ebenso kommt der Zappelrapper Nelly aus St.Louis. Der lässt sich doch mit Faiz von Bro’Sis vergleichen. Und der Faiz der kommt aus Bonn. So schließt sich der Kreis.