24_jackbauer.jpgBild: Fox TV Deutschland
Kiefer Sutherland alias Jack Bauer muss mal wieder die Welt vor Terroristen retten. Diesmal hat er es mit Chemiewaffen und einer Verschwörung im Weißen Haus zu tun. Viel bahnbrechend Neues ist den Machern nicht eingefallen: Es gibt mal wieder böse Terroristen, Maulwürfe in der Zentrale der CTU (Counter Terrorist Unit) und Jack Bauer kommt natürlich aus jeder Schießerei, jeder Geiselnahme und jedem Anschlag quicklebendig heraus. Also geht es wie immer um die Feinheiten – und da stimmt diesmal fast alles.

Spannende Handlung, tolle Nebendarsteller

Die Geschichte hat so viele Wendungen, dass einem fast schwindelig wird. Überraschend ist, dass viele vormals beliebte Charaktere sterben, einige gleich zu Beginn der Staffel. Lustig ist der Gastauftritt zweier deutscher Geheimagenten, die nicht besonders gut wegkommen. Das Kanzleramt, das seine Zusammenarbeit verweigert übrigens auch nicht. Welch gemeiner Seitenhieb auf die US-deutschen Beziehungen! ;) Beruhigend ist, dass die Produzenten die Foltermethoden entschärft haben, mit denen sie es in der vierten Staffel zu sehr übertrieben haben. Zwar werden auch in der fünften Staffel Verdächtige gefoltert, allerdings hat das Foltern hier einen deutlich schlechteren Unterton als in den Folgen davor. Zuletzt war die Serie für die Darstellung und vor allem die Legitimierung von Folter als probates Mittel der Informationsbeschaffung kritisiert worden. Es scheint ein wenig gewirkt zu haben.

Das eigentliche Highlight der fünften Staffel sind die schauspielerischen Leistungen einzelner Nebendarsteller. Hierauf wurde diesmal offenbar mehr Wert gelegt als in der vierten Staffel, als man es hauptsächlich mit gesichtslosen Pappkameraden zu tun bekam. Diesmal sticht Jean Smart als depressive Frau des US-Präsidenten deutlich heraus, die aufgrund ihrer Unberechenbarkeit die Handlung am Sitz des Präsidenten am Leben hält. Kaum minder übel ist ihr Ehemann und Gegenüber Gregory Itzin als überforderter und zu allem Überfluss noch korrupter US-Präsident Charles Logan, der witzigerweise Richard Nixon wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Ein Zufall? Im CTU-Team ist Mary Lynn Rajskub als die sensible Computerexpertin Chloe O’Brian wieder das Highlight.

Scheint, als wären bei der Serie alle ungraden Staffeln ein wenig besser: Staffel 1 war besser als 2; die Staffeln 3 und 5 deutlich besser als 4. Hat wieder Spaß gemacht.


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One Response to 24 – gelungene fünfte Staffel

  1. hQuadr.at sagt:

    Re: Nächtliches Treiben…

    Danke für die Verlinkung auf mein Blog. Wundert mich, wie du drauf gestoßen bist, aber freut mich natürlich, dass es dir gefällt! Deine Seite gefällt mir auch super und würde mich natürlich auch interessieren, was in deinem Buch steht! :) Beste G…

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