Die Europäische Union hat heute etwas getan, um AMD dem Land Sachsen zu helfen: Sie hat staatliche Beihilfen erlaubt, damit der Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) eine bestehende Fabrik in Dresden umbaut und erweitert. Das Projekt will AMD sich 2,2 Milliarden Euro kosten lassen. Aber nur, weil sich das Land Sachsen und der Bund dazu bereit erklärt haben 262 Millionen Euro, also gut ein Zehntel davon, zu übernehmen. Solche Subventionen sind eigentlich unzulässig. Unter dem Druck von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) genehmigte die EU nun ausnahmsweise die Zuzahlung, weil es sich beim Land Sachsen um eine strukturschwache Region handelt.

Nun sind alle mit der Regelung glücklich und zufrieden, na ja fast alle. Dresden bekommt 565 neue Arbeitsplätze und darf sich weiterhin “führendes Zentrum der Halbleitertechnologie” nennen, wofür man AMD und Co. übrigens schon in der Vergangenheit horrende Summen zugeschustert hat. Dass sich das Land auch an den Lohnkosten der neuen Arbeitskräfte beteiligt, kann man nur spekulieren. In der Vergangenheit ist das aber passiert. Der US-Bundesstaat New York kann sich ebenfalls freuen: Für 650 Millionen US-Dollar staatlichen Zuschuss wird AMD voraussichtlich eine neue Fabrik im Städtchen Malta bauen. Das Land Sachsen hätte dafür nur 365 Millionen Euro bieten können. Und AMD? AMD kann das Geld wunderbar gebrauchen: Der Chiphersteller hat im zweiten Quartal einen Verlust von umgerechnet rund 438 Millionen Euro (600 Millionen US-Dollar) geschrieben. Das ist fast die Hälfte vom Umsatz. Ganz in trockenen Tüchern sind die beiden Baumaßnahmen deswegen noch nicht…


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  1. Mies gelaunt und nichts hilft
  2. Kein Mindestlohn, wäre ja auch zu schön gewesen
 

2 Responses to Sachsen zahlt AMD die Zeche

  1. Kauz sagt:

    Tja, so ist das doch letztendlich mit allen Prestigeobjekten hier. Bei Porsche und BMW lief es ja am Ende auch nicht anders.

  2. CRen sagt:

    Was hat dieses Stück Text, diese langweilige News, diese prosaische Langweilerei, auf Deinem Blog verloren?

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