Zehn Jahre Oasis-T-Shirt

Vor ziemlich genau zehn Jahren habe ich mir auf der Oberstufenfahrt in London ein Oasis-T-Shirt gekauft. Es war die Zeit, als das dritte Oasis-Album “Be here now” kurz vor der Veröffentlichung stand. Weil ich damals wegen der ersten beiden Alben großer Oasis-Fan war, habe ich mir die erste Singleauskopplung “D’you know what I mean” als Single-Musikkassette gekauft (sowas gab es damals in Deutschland gar nicht). Ein tolles Lied, irgendwie. Es war ein Jahr später auch das erste Lied, das ich mir – wegen des Kassettenformats – im Autoradio anhören konnte, als ich gerade meinen Führerschein bestanden hatte und zum ersten Mal alleine unterwegs war. Seitdem verbinde ich mit dem Lied das Gefühl von Freiheit.
Ob das Video dazu das Gefühl auch vermitteln will, weiß ich nicht so sicher. Es kommt zumindest sehr militärisch daher. Das dürfte wohl auch der Grund sein, warum das T-Shirt in olivgrau ausgeliefert wurde und sich bis auf das Oasis-Symbol nicht sonderlich von den Bundeswehr-T-Shirts unterschied, die ich ebenfalls ein Jahr später anziehen musste. Da werden Erinnerungen wach…
Im Nachhinein bewundernswert, dass Oasis bis heute durchgehalten haben und immer noch die gleiche Art von Musik machen, quasi ihrem Stil treu geblieben sind. Damals wurde vor allem Leadsänger Liam Gallagher für seine arrogante und destuktive Art in den Medien heftig kritisiert. Dabei wollte er doch nur die besten Zeiten der 70er und 80er mit in die 90er nehmen, als es für Rockstars zum guten Ton gehörte, Hotelzimmer nicht ohne einen Totalschaden des Mobiliars zu verlassen. Seitdem sind Oasis deutlich ruhiger und weniger zerstörerisch geworden.
Das T-Shirt ziehe ich heute übrigens immer noch hin und wieder zum joggen an. Es hat deutlich länger gehalten als das Hard-Rock-Café-London-Shirt, das nach einer Woche kaputt ging (ja, damals musste man sowas haben, selbst wenn man gar nichts ins Café selber gegangen ist). Ich schätze einfach mal, dass es so lange halten wird, bis Oasis sich endgültig auflösen. Bis dahin werde ich es immer noch hin und wieder zum joggen anziehen.
Und weil’s so schön war, hier noch einmal das Video zu “D’you know what I mean?”. Achtet nicht auf den Text, schaut auch beim Video nicht so genau hin, aber dreht trotzdem die Lautsprecher voll auf und genießt den Rhythmus!
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15 Responses to Zehn Jahre Oasis-T-Shirt
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Leidartikel ist das private Blog von Jürgen Vielmeier, Journalist, Redakteur, Autor, Innovationsberater. Leidartikel hat kein festes Thema. Hier poste ich, was ich auf dem Herzen habe wannimmer es etwas zu erzählen gibt.Seiten
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du sau. jetz musste ich mir wegen dir 4 oasis-alben bestellen!
Ähm ja, genau, musst du! Warum gleich vier?
… stimmt, Dave, warum nicht alle?
Ich hab alle! Sogar die Whatever-Single, ich alter Britpopper
Geheimtipp für Oasis-Fans: Stereophonics, das sind Waliser und die sind wirklich gut!
… und zum Militär-Look:
Lieber Jürgen, Olivgrün ist die Farbe von Militärparkas und die tragen Mods auf ihren Vespas. So einfach ist das
ich bin ein manipulierbares amazon-opfer. man muss die jungs ja mal für ihr marketingkonzept belohnen. da KANN man nich nur eine cd bestellen!
Is klar, Stereophonics als Geheimtipp…
Dave, ich schreibe hier eine kleine Anekdote an Oasis und daraufhin kaufst du dir vier (!) Oasis-Alben auf einen Schlag?! Dann sollte ich doch zumindest Provision bekommen.
Aber dass du derart manipulierbar bist, ist ja interessant. Mal sehen, wie ich das in Zukunft noch verwenden kann…
Du hast nen Führerschein…?!?
Ja, doch. Warum sollte ich keinen haben?
Oasis…
Haben meiner Meinung nach immer noch einen der besten Albumtitel ever: Definitely Maybe, aber sonst ist doch nicht mehr viel mit den Jungs los, oder?
Doch, eigentlich schon noch. Kein übles Album 2005, danach Best-of-Album 2006. Angeblich nehmen sie just in diesem Moment ein neues Album auf, das nächstes Jahr erscheinen soll.
Ich bin doch überrascht, wie einheitlich positiv die Resonanz hier auf Oasis ist. Sie scheinen doch beliebter zu sein als ich dachte.
Whatever Single hab ich auch, Fan war ich damals auch, aber irgendwie fand ich alles, was nach Be Here Now kam extrem enttäuschend. Da wurde dann doch deutlich, dass Noels Mittel irgendwie beschränkt sind und es irgendwann nicht mehr reicht andauernd die Beatles zu zitieren und Lieder zu recorden, die einen irgendwann dann doch zu stark an vergangene Oasis Songs erinnern oder einfach nur schwach sind.
Naja, dafür waren die ersten beiden Alben mehr als gut und die B-Side Compilation mit Masterplan ist ein echter Geheimtipp.
Och, ich weiß nicht. Es gab schon noch gute Singles nach “Be here now”, auch wenn die längst nicht mehr den Hype ausgelöst haben wie nach den ersten Alben. Aber “Stop cryin’ your heart out” ist für mich eins der besten Oasis-Stücke, und “Go let it out” und “The importance of being idle” können sich z.B. auch sehen lassen. “Masterplan” habe ich übrigens auch. Hat mir Toni mal zum Geburtstag geschenkt. Ob er das noch weiß…
Ehrlich gesagt, habe ich das nicht mehr gewußt…
Wobei, deinen Musikgeschmack zu analysieren ja immer schon ein bisserl schwierig war, aber da habe ich jawohl mal ins Schwarze getroffen. Wir hatten natürlich jeder unsere Jugendsünden damals: Queensryche (wie schreibt man das?), Firehouse, Savatage, Pur… (bunte Mischung) Wie wärs mal mit ner Abstimmung über ein paar Musikalben, nach Genre getrennt – TopTen der besten deutschsprachigen Lieder…etc.
Wobei du da ja noch die kleinsten Sünden aufgelistet hast. Savatage kann man sich ja heute noch problemlos anhören. Pur und Firehouse hingegen, nun ja… Wenn es noch etwas peinlicher sein darf: Ich erinnere mich noch daran, dass ich mal meine Richard-Marx- gegen deine Scorpions-CD getauscht habe.
) Man könnte Lose-Lose-Geschäft dazu sagen.
Das mit den Top 10 der zehn besten deutschen Lieder klingt aber gut. Ich glaube, da eine Liste zu erstellen, wäre auch gar nicht mal so viel Aufwand, so überschaubar wie das in den letzten Jahren war…