iPhone: iDigitale T-Abzocker
Nicht schlecht, Herr Specht: Aufgrund einer einstweiligen Verfügung vom Landgericht Hamburg und der Androhung hoher Strafzahlungen, verkauft T-Mobile das Apple iPhone jetzt auch ohne Vertragsbindung. Zum einmaligen, preisgünstigen, knallhart kalkulierten Discountpreis von 999 Euro. Das sind 600 Euro mehr als der Gerätpreis bei Abschluss eines 24-Monatsvertrags bei T-Mobile. Der war bisher Voraussetzung für den Kauf eines iPhones. Bei Monatspreisen von mindestens 49 Euro kommen da über die zweijährige Vertragslaufzeit knapp 1.600 Euro zusammen.
Sicher, das Dingen ist toll, revolutionär, sieht schnieke aus, halt viele beeindruckende Funktionen und ist einfach eine bahnbrechende Neuheit. Natürlich darf man als Hersteller (Apple) und Exklusivverkäufer (T-Mobile) für eine Innovation auch einen höheren Preis verlangen. Aber 999 Euro?!? Von Apple-Freaks weiß man ja, dass sie jeden noch so hohen Preis für ein Apple-Gerät und das “preiswerte” Zubehör nicht nur zahlen, sondern gegenüber Andersdenkenden auch rechtfertigen. Und genau darauf scheinen die Herren Jobs (Apple) und Obermann (Deutsche Telekom) jetzt zu bauen. Nach dem Motto: Ihr findet es toll, ihr wollt es haben, ihr sollt euch dumm und dämlich dafür zahlen.
999 Euro. Dafür bekomme ich schon den einen oder anderen ziemlich brauchbaren Laptop – oder “sogar” ein MacBook. Bin gespannt, wer Apple und T-Mobile trotzdem in die Kostenfalle tappt.
Foto: Apple
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7 Responses to iPhone: iDigitale T-Abzocker
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Leidartikel ist das private Blog von Jürgen Vielmeier, Journalist, Redakteur, Autor, Innovationsberater. Leidartikel hat kein festes Thema. Hier poste ich, was ich auf dem Herzen habe wannimmer es etwas zu erzählen gibt.Seiten
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Zugegeben, 999 Euro sind schon heftig. Allerdings scheint mir das auch nur ein Schnellschuss als Reaktion auf die einstweilige Verfügung. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich der Preis über längere Zeit halten wird… Mal abwarten, was das gute Stück in Frankreich ohne SIM-Lock kostet.
naja, dumm ist es nicht, die Klagen sind damit abgewendet, und ein paar reiche denen der preis scheissegal ist gibt es immer. werben werden sie mit dem preis bestimmt nicht, wozu auch. das monopol ist gerettet, lang lebe die t-macht
Das ist auch mehr ein “Kauft es mit Vertrag”-Preis. Glaubst Du ernsthaft, T-Mobile will das Ding ernsthaft verkaufen ohne Sim-Lock? Die wären ja schön blöd…
Selbe Nummer übrigens in Frankreich, Orange ist auch gezwungen, aufgrund französischer Verbraucherschutzgesetze, das iPhone ohne Sim-Lock anzubieten. Auch hier per Mondpreis, in der Hoffnung, dass niemand ohne Gegenleistung freiwillig 600 Tacken extra zahlt
Denn der 50 Euro-Vertrag bei den Anbietern ist ja durchaus “OK”, so preislich.
Und ICH lass’ mir meins schööön aus USA mitbringen. Wenn der Sim-Lock erstmal gefallen ist, sollte das kein Problem mehr sein, alle anderen Geräte auch zu entsperren, zumindest mit gewissen Tricks. Und für 300 Eus nehm ich die Karre mit Kusshand
War heut mal in Erfurt büßen und beten. Da saß ich in einem wunderschönen kleinen Restaurant. Alles sehr adrett, bissel gründerzeitmäßig, leckeres Essen… Plötzlich am Nachbartisch eine Horde blasierter Wessidamen fortgeschrittenen Alters. Mutmaßlich allesamt Doppelnamen-Zicken. Gelernte Hausfrauen und Mütter womöglich, taten eie sich doch durch schier unfaßbare Weldfremdheit hervor in ihrer von schwerem, vor allem aber lauten, wohl rheinhessischem Dialekt geführten oder vielmehr gebrüllten Konversation. Manche protzten mit “Shopping”-Touren durch München, andere wiederum trugen Pelz und Gold auf gegerbter Haut zur Schau. Den Höhepunkt der ganzen Pranzerei bildete jedoch dann ein Klingeln. Unscheinbar und langweilig wie das meines Billig-Gebraucht-Prepaid-Telefons. Es wollte gar kein Ende nehmen. Dann endlich gelang es der schranzigsten und dümmlichsten der Schabracken, umständlich ihr iPhone hervorzufingern. Was nun folgte war eine stundenlange Suche nach einer Möglichkeit, das Gespräch auch anzunehmen. Was jedoch seine Wirkung nicht verfehlte: Die anderen Damen ergingen sich in lautstarker Bewunderung der Optik der Gerätschaft (“Schau, des is aber scho arg schick”) und stolz parlierte hernach die Besitzerin mit huldvollem Lächeln über all die Funktionen (von denen sie wahrscheinlich keine jemals wird nutzen können – nicht nur aufgrund mangelnder Gegelenheit sondern auch und vor allem Fertigkeit) und dem eigentlich doch sehr günstigen Preis. Nun, so sehen sie wohl aus, die iPhone-Nutzer. Und da willst du dich einreihen, CRen???
Kauz, du hast ja so recht!
Nein auch nicht “für nur 300 EUR” werde ich mich in die Reihen der “Erstiphonebesitzer” eingliedern. Obwohl ich ein Die-Hard-Applefan bin, ist mir die Nummer mit den wohlhabenden Hausfrauen und Kai Pflaume und Jeanette Biedermann ( die beiden, wie etwa auch weitere 98 so genannte Prominente aus dem deutschen TV, haben ein Apple-Telefon mit einem kostenfreien einjährigen Vertrag von T-Mobile geschenkt bekommen ) echt zu hart für das viele Geld. Übrigens bekommen T-Mobil-Mitarbeiter das iPhone für einmalig 299,-€ und knapp 35€. Bei diesen Konditionen könnte man ja drüber reden…
@Jay
Und so ‘n MacBook ist mal ein echt schicker Laptop, der für die meisten Menschen völlig ausreichend ist. Sozusagen der Apple-Golf…
Aber das Telefon ist nunmal der hochgehypte iPod + X und das lassen sich die Herrschaften aus Cupertino ordentlich was kosten…
Bei Apple ist es ja schon lange so, dass man nicht für die Geräte bezahlt, sondern für das Design und die Funktionalität, die wohl unumstritten weit über das hinausgeht, was die Konkurrenz bietet. Ich spiele auch mit dem Gedanken mir einen Mac zuzulegen, jedoch ist die Preishürde und der Mangel an einer guten Grafikkarte (selbst in teuren Geräten) noch ein Hinderniss.
Ansich schafft es Apple ihre Produkte auf Grund einer sehr schmalen Auswahl an Hardwarekomponenten sehr kompatibel zu einander zu halten und so die Interoperatibilität der Geräte sicher zu stellen. So wird sich das iPhone in seiner Funktion und Handhabung in Verbindung mit einem Mac sicherlich wunderbar integrieren und die Zeitersparnis die ein Business-Mensch damit erreicht, rechnet sich das iPhone durchaus für ihn und ist sogar noch günstig (wenn man die Arbeitszeit als wirtschaftlichen Faktor einbezieht. Kleine Anmerkung: Bei einer früheren Arbeitstelle sagte man mir einmal: Holen sie mir einen neuen Drucker aus dem Lager (Preis 500 DM), das ist billiger als wenn ich jetzt 2 Std versuche diesen wieder in Gang zu bringen (interner Verrechnungssatz dieses Mitarbeiters: 300 DM pro Stunde)… ja so gehts wohl zu in den großen Firmen).
Alle Normalverdiener schauen in die Röhre… denn es ist ja auch nicht für diese gedacht. Es ist ein Spielzeug für Reiche und “wichtige” Personen, die sich so wieder ein Stückchen besonders und einzigartig fühlen können. Warten wir also mal auf die Konkurrenz, so dass bald die Preise fallen und ich mir doch noch überlegen kann, meinen IT-Betrieb irgendwann auf den kleinen grauen Apfel umzustellen.