Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat in einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung Altkanzler Helmut Kohl ein wenig verunglimpft. Deswegen forderten einige CDU-Politiker seinen Rücktritt, und Kritik kam auch aus den eigenen Reihen der SPD. Auf den Rücktritt von Franz Müntefering (SPD) von seinen Posten als Vizekanzler und Bundesminister für Arbeit und Soziales, der sich nun um seine schwerkranke Frau kümmern will, sagte Thierse:

Seine Frau im Dunkeln in Ludwigshafen sitzen zu lassen, wie es Helmut Kohl gemacht hat, ist kein Ideal.

Seltsam, dass sich viele darüber so aufregen und Thierse gar “Niedertracht” vorwerfen. Immerhin hat er nichts anderes gesagt als die Wahrheit.

 

One Response to Laut Denken kann den Job kosten

  1. Kauz sagt:

    Unverständlich, dieses ganze Theater. Kohl hat schlimmeres auf dem Kerbholz als das. Bestimmte Ämter sind eben wichtiger als die Person, die sie inne hat. Wenn man dazu nicht bereit ist, soll man es lassen.
    Bei Müntefering ist es eine alberne Begründung, wenn man die Koinzidenz mit seiner innerparteilichen Schlappe betrachtet. Gysi wird Flucht vor der Verantwortung vorgeworfen, Münte ist aber toll, weil er rumbockt, wenn die Partei nicht macht, was er will. Ich meine, ich beschwere mich nicht. Ohne Münteferin hat die SPD vielleicht sogar mal eine Chance, eines Tages wieder zu einer wählbaren Partei zu werden. Egal warum, Hauptsache, er ist weg.

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