Wenn ich mal ein Lied komponiere, werde ich es “13 Ampeln” nennen. Das ist nämlich genau die Anzahl dieser Verkehrsleitanlagen, die sich mir in den Weg stellen, wenn ich jetzt einmal die Woche mit dem Fahrrad in den sonnigen Bonner Süden nach Kessenich aufbreche. Zunächst geht es über eine Fußgängerampel, dann kommen zwei reguläre Verkehrsampeln, später nochmal zwei direkt nacheinander, zwischendrin eine Baustellenampel, und den Rest erspare ich euch hier. Es geht halt immer so weiter.

Wenn ihr mich fragt, ist das reine Gehässigkeit der Stadtplaner. Und wenn man dann zum siebten Mal vor einer roten Ampel angehalten hat, kommen einem Ideen, die einem im gleichen Moment so richtig sinnvoll erscheinen. Zum Beispiel, warum man alle Kreuzungen nicht auch innerstädtisch durch Beschleunigungsstreifen, Über- und Unterführungen ersetzt. Hat sich auf Autobahnen auch bewährt. Gut, das würde dann das Stadtbild leicht (oder sogar immens) verändern und Wohngegenden anonymisieren. Der Vorteil wäre aber, dass es weniger rote Ampeln gäbe, man an den meisten Stellen schneller als mit 50 durch die Stadt brettern könnte (zumindest mit dem Auto) und ich fünf bis zehn Minuten schneller in Kessenich wäre. Ich finde, das wäre es wert. Kennt jemand einen, der bei der Stadt Bonn bei den Stadtplanern arbeitet? Ich finde, ich sollte dem das mal vorschlagen.

Bearbeitetes Kartenmaterial von Google Maps


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13 Responses to 13 Ampeln auf dem Weg nach Süden

  1. Marc sagt:

    Na dann kannste mich ja bald regelmässig besuchen, wenn du so oft in Kessenich bist :) Wobei du bis zu mir wohl noch ein paar Ampeln mehr überqueren musst.

  2. parsprototo sagt:

    du könntest doch auch statt ueber die viktoriabruecke unten die schienen entlang. da ist unterwegs nur eine ampel am hbf. ab dann sehr entspannt auf fahrradweg die kaiserstraße runter. wenig verkehr, schöne fauna, studenten liegen bei der mensa im weg rum, herrlich.
    oder sollten in bonn nun auch ueberall diese kreisverkehre gebaut werden? bei mir sind jetzt drei davon!! und die bauen sich nicht gerade schnell.

  3. Tueksta sagt:

    Ja, das die Grüne Welle nr in die andere Richtung geht weiß jeder der mal von Poppelsdorf zur Römerstrasse gependelt ist. Da hilft nur eins, auf dem Rückweg in die Parallelstraßen ausweichen, und keine Rücksicht nehmen. Muß ja auch Vorteile haben Fahrradfahrer zu sein…

  4. CRen sagt:

    Wow, wenn das schon die Radfahrer nervt, haben sie definitiv übertrieben :D

    Da lob’ ich’s mir hier, wo es nur sinnvolle Ampeln und keine Radwege gibt :D

  5. Mathias sagt:

    Es gibt ja doch so einiges, was ich an Bonn vermisse. Und ganz, ganz oben auf dieser Liste, steht ein Weglein, das ich damals immer von Mehlem an die Uni geradelt bin, und welches ich dir hiermit empfehlen möchte. Ganz leicht zu finden, einfach zum Rhein runter und dann immer stromaufwärts. Geht sicher auch mit Fahrtziel “Verzweig Kessenich” (so auf Höhe des Langen Eugen rechts abbiegen).

  6. Was machst Du denn eigentlich in (meinem[!]) Kessehood? :-)

  7. Zuperman sagt:

    Ich hasse Ampeln. Und Autos. Und Fußgänger. Und überhaupt.

  8. Dave sagt:

    ok. 11 deiner 13 ampeln hatte ich gerade auf dem weg zum hombach auch vor mir. ich habe festgestellt, dass sie aber gar nicht rot sein können, wenn man kurz vor erreichen der ampel die augen zu macht und drüber fährt (sollte man im berufsverkehr vielleicht nochmal überdenken). alternative: poppelsdorfer alllee rechts hochfahren und dann einfach parallel zum talweg weiter. prost

  9. Matthias sagt:

    Aber im ernst: Was machst Du jede Woche in Kessenich? Neue Olle am Start?

  10. Marc sagt:

    Würd ich ihm ja gönnen. Aber er wurde sicher wegen Überfahren von 13 roten Ampeln zu Strafarbeit verdonnert und muss sich jetzt den Tantalusqualen aussetzen, jedes mal mit dem Fahrrad dahinzufahren.

  11. Tueksta sagt:

    man sollte auf einem von den interaktiven kartentools alle radwege, schleichwege, passagen etc. einzeichnen, ich glaube als radfahrer und fußgänger sind diese second level routen nicht nur schneller sondern auch ruhiger und schöner.

  12. Marc sagt:

    Ich habe mal versucht den Fußweg von meiner neuen Wohnung zur Deutschen Welle abzumessen. Da Google-Maps nur Straßen auswerten kann und sogar auf Einbahnstraßen rücksicht nimmt, war es nicht möglich den Weg durch den mir bekannten Schleichweg auszuwählen. Vielleicht hab ich es auch noch nicht raus, wie man das Ding anders einstellt.

    Jedenfalls bin ich bei: http://www.gmap-pedometer.com/ fündig geworden. Auch sehr gut, um Joggingstrecken auszumessen.

  13. JayWalker sagt:

    Ich sag euch jetzt mal nicht, was ich in Kessenich mache. Ich will ja nicht mein ganzes Privatleben hier veröffentlichen. Wer es wissen möchte, kann sich ja mal auf herkömmlichem Wege bei mir melden. ;)

    Marc, ich freue mich schon auf dein Blog. Wann ist es so weit?

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