Hab gestern “Leading to War” gesehen, einen Dokumentarfilm, der kommentarlos aneinanderreiht, mit welcher Rhetorik die Bush-Regierung in den Jahren 2002 und 2003 einen Angriff auf den Irak zu rechtfertigen versucht. Praktisch ohne Beweise, mit einem Konstrukt aus Lügen, Manipulation und Angstmache versetzen Bush, Cheney, Rumsfeld und Co. die ganze Welt in Angst und Schrecken. Immer darauf bedacht zu erwähnen, welche Gefahr vom Irak ausgehen würde, wenn Saddam Atomwaffen herstellen könnte. Allen kritischen Stimmen zum Trotz setzt die Bush-Regierung das Ziel schließlich durch, an dem sie von Anfang an festgehalten hat: Angriff des souveränen Staates Irak, koste es, was es wolle.

Es ist ein Film, der traurig macht, weil er zeigt, wie leicht man Menschen einschüchtern und damit einen Krieg legitimieren kann, wenn man ihn denn unbedingt will. Das Rezept ist genauso einfach wie erschreckend:

Man nehme ein beliebiges Land, erkläre es zum Schurkenstaat, behaupte dass es Atomwaffen baue, lege dafür x-beliebige Satellitenbilder als “Beweis” vor und werde nicht müde auf die Gefahr hinzuweisen, die von dem Land ausgehe. Fertig ist der Kriegsgrund.

Den Film gibt es legal und kostenlos zum Herunterladen oder als Livestream (auch mit deutschen Untertiteln) auf dieser Seite.


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  1. Nicht töten, aber nur wenn’s okay ist!
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3 Responses to Leading to War: Angstmache + Lügenkonstrukt = Kriegsgrund

  1. Marc sagt:

    Ich habe so einen Film bei den öffentlich-rechtlichen letztlich zufällig gesehen, vielleicht ist das sogar der gleiche Film. Fand ich auch ziemlich erschreckend wie leicht das sogar geht einen Krieg anzufangen, wenn man die modernen Medien im Rücken hat. Dort wurde auch erklärt, wie Hitler den Grund zum Überfall auf Polen “erfunden” hatte: durch einen inszinierten Überfall eines Senders, wofür sich Deutsche als Polen verkleidet haben… was es nicht alles gibt.

  2. J. Schwarz sagt:

    Achja, diesen Film wollte ich mir doch auch einmal anschauen.
    Vielleicht habe ich es noch nicht getan, weil er bei mir sowieso offene Türen einrennen würde. Ich erwarte also nichts Neues von dem Film.
    Diese Masche ist in der Politik bei der Durchsetzung von Zielen ja schon üblich. Beispiel: Laut unseren maßgeblichen Politikern lauert “der Terrorist” hier ja schon hinter jeder Ecke. Deshalb müssen wir immer tollere Anti-Terror-Gesetze erfinden und das eigene Volk bespitzeln, wo es nur geht.
    Auf jeden Fall, ich schau mir den Film doch mel an. Danke für den Link

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