Meine Lebensphilosophie in 25 Punkten

Ich hoffe, das klingt nicht zu hochtrabend. Anfang 2004 kam ich von einem halben Jahr Aufenthalt in Südostasien wieder und hab mir, basierend auf meine Eindrücke dort, ein paar Punkte notiert, nach denen ich von da an leben wollte. Ich denke, in Teilen hat das auch geklappt. Vieles davon klingt selbstverständlich, einiges vielleicht ungewöhnlich, einiges wie im jugendlichen Leichtsinn verfasst. Anyway, ich glaube, es kann nicht schaden, sie mal in loser Reihenfolge unkommentiert zu veröffentlichen, auch wenn es damit hier einmal ein wenig esoterisch wird. Für eventuelle Überschneidungen mit den Lebensregeln und Anregungen anderer Religionen, Bewegungen oder Philosophien übernehme ich keinerlei Verantwortung. Sollte mich aber wundern, wenn es die nicht gäbe.

  1. Verbiege dich nicht. Sei immer du selbst. Langfristig hat nichts anderes Erfolg.
  2. Stehe zu deinem Wort. Mach keine Versprechungen, wenn du nicht weißt, wie du sie halten sollst.
  3. Behandle jeden Menschen unvoreingenommen und mit Respekt.
  4. Hab keine Angst vor neuen Erfahrungen, sondern sei mutig und nimm sie wahr.
  5. Steh dir nicht selbst im Weg, indem du nur die schlechte Seite einer Möglichkeit siehst.
  6. Für (fast) alles gibt es einen Grund. Urteile nicht, ehe du alle Hintergründe kennst. Hör auf, schwarz-weiß zu denken.
  7. Schalte nicht ab, wenn du frustriert bist, sondern rede darüber und gib anderen die Chance, dir zu helfen.
  8. Kümmere dich nicht darum, was andere Leute über dich denken. Vieles beruht auf Unverständnis.
  9. Tue auch etwas, was dir kurzfristig nichts einbringt. Du weißt nie, was du damit in Zukunft noch einmal anfangen kannst.
  10. Spare nicht am falschen Ende.
  11. Ziehe Gesellschaft der Einsamkeit vor und gib jeder Gesellschaft erst einmal eine Chance.
  12. Wir können nicht alles, aber wir können (fast) alles lernen. Glaub an dich und versuche es!
  13. Scheue keine Konfrontationen.
  14. Sehe Notlagen als Herausforderungen.
  15. Gib dich nicht mit der zweitbesten Lösung zufrieden.
  16. Fragen ist mutig.
  17. Verstell dich nicht. Tu nicht so als seist du glücklich, wenn du todtraurig bist.
  18. Wenn dir etwas Schlimmes widerfahren ist, tobe und jammere, bis der größte Ärger verflogen ist! Und dann überlege, was du aus der Situation machen kannst.
  19. Trauern ist menschlich, Selbstmitleid ist unkonstruktiv. Jammere nicht für immer!
  20. Gib deinen Ärger zurück, aber nicht weiter. Lass ihn nicht an den Falschen aus, schon gar nicht an denen, die es gut mit dir meinen.
  21. Kämpfe nur um das, was Aussicht auf Erfolg hat.
  22. Freu dich nie zu früh, aber vergiss auch nie, dich irgendwann zu freuen. Feier die Feste, wie sie fallen.
  23. Selbst wenn du unangenehme Leute triffst, ist die Chance größer dabei oder auf dem Weg dorthin nette Leute zu treffen, als wenn du allein zuhause bleibst.
  24. Nutze niemanden aus und lass dich auch selbst niemals ausnutzen.
  25. Jeder Mensch denkt und fühlt. Und wir alle wollen nur leben. Respektiere das, jederzeit.

Die Punkte habe ich nach heutigem Wissensstand ein wenig erweitert. Ich veröffentliche sie jetzt, nachdem ich gerade meine Wohnung aufgeräumt und meinen Notizblock von damals wiedergefunden habe. Habt ihr Ergänzungen? Nach welcher Philosophie lebt ihr?

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. manche sachen find ich kommen doppelt und dreifach vor, das könnte man kürzen :) ausserdem finde ich es kommen zu wenige positive aspekte in bezug auf selbstbewusstsein und sich durchzusetzen vor….

    Kämpfe nur um das, was Aussicht auf Erfolg hat.
    das zB finde ich nicht unbedingt richtig.

  2. @Daniel: Die Liste ist natürlich nicht ganz vollständig. Gibt noch viel mehr Punkte, aber so viel Zeit hatte ich dann gestern doch nicht…

    Mit “Kämpfe nur um das, was Aussicht auf Erfolg hat” meine ich: Es muss schon mindestens eine geringe Chance gegeben sein, und wenn es 5 Prozent sind. Aber sich für etwas quasi unmögliches zu verausgaben, führt nur zum Burnout.