Schlaf ist mein Allheilmittel

Schlafen erst, wenn man tot ist – das könnte mir nicht passieren. Schon von Haus aus brauche ich mehr Schlaf als andere. Das ist mir mittlerweile klar, und ich habe aufgehört dagegen anzukämpfen. Mehr noch: Ich genieße es.

Weil ich zuhause arbeite, habe ich zum Glück die Möglichkeit, länger zu schlafen als die meisten anderen Menschen. So oft es geht, schlafe ich aus. Ich bin dann mehr als nur ausgeschlafen. Schlaf ist auch für viele andere Dinge in meinem Alltag gut:

  • Ich fühle mich ausgeglichener.
  • Schlechte Stimmung, kleinere Probleme – einmal drüber schlafen, und die Sorgen sind oft nur noch halb so groß.
  • Schlafen hilft mir bei der Kreativität. Texte, die ich schreibe, nochmal einen Abend ruhen zu lassen und ihnen am nächsten Morgen den letzten Schliff zu geben, macht sie besser.
  • Gleiches gilt auch für Dinge, für die ich manchmal einfach keine Lösung weiß. Sei es im Beruf oder im Privaten. Manchmal hilft hier tatsächlich ein kurzes Mittagsschläfchen und mir kommt die goldene Idee.
  • Dass Schlaf dabei helfen kann Stress zu reduzieren und Bluthochdruck zu senken, werdet ihr kaum anzweifeln. Ihr erlebt es jeden Morgen beim Aufstehen.
  • Wenn ich mal etwas zu dolle gefeiert habe und fürchte, ein Kater könnte sich anbahnen, schlafe ich am Tag danach einfach ein paar Stunden länger. Oft hat es sich dann mit dem Kater schon erledigt.
  • Merke ich leichte Krankheitssymptome, setze ich alles daran, den nächsten und übernächsten Tag auszuschlafen. Seitdem werde ich viel seltener krank.

Vor allem auf den letztgenannten Punkt möchte ich noch einmal eingehen. Mittlerweile höre ich öfter auf meinen Körper und merke, wenn da irgendetwas nicht in Ordnung ist. Gerade in der kalten Jahreszeit fängt man sich ja schonmal was ein.

Nähern sich Erkältungsbeschwerden, tut man alles, um die drohende Krankheit noch abzuwenden: Tee trinken, was Gesundes essen, die Apotheke plündern. Nur zwei Dinge macht man nicht: Stress reduzieren – und genügend schlafen. Man steht am nächsten Morgen zur gleichen Zeit auf, meist noch kränker, schleppt sich ins Büro, steckt die Kollegen an, merkt mittags dass man nicht mehr kann, geht früher und ist die nächste Woche krank.

Merke ich erste Erkältungsbeschwerden, schlafe ich mich aus. Am nächsten Tag bis Mittag, wenn es sein muss. Meist reicht das schon, um nicht krank zu werden. Den Tag danach auch noch, um ganz sicher zu gehen. Arbeitgeber sollten hier nachrechnen: Was ist wirtschaftlicher? Wenn ein Mitarbeiter mal einen Vormittag ausfällt oder wenn er eine ganze Woche nicht da ist? Leider denkt kaum jemand so weit.

Mein Plädoyer deshalb an euch und alle Chefs da draußen: schlaft mehr! Es wird euch besser gehen. Gute Nacht.

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