English Literature

Woran es genau liegt, kann ich nur vermuten. Aber aus irgendeinem Grund lese ich Fachbücher in letzter Zeit lieber auf Englisch. Es ist nicht unbedingt so, dass es auf Deutsch keine gescheite Fachliteratur gäbe. Aber man wird das Gefühl des Einheitsbreis nicht los. Erstmal viel Blabla, bevor es zur Sache geht, dann ein mehrseitiges Inhaltsverzeichnis, alles immer mit dem Anspruch, ein Thema gänzlich totzuschlagen.

Vielleicht ist da auch ein gewisser Gleichklang in der Aufmachung oder dem Stil des Layouts deutscher Bücher, der mich in letzter Zeit lieber zu englischsprachiger Literatur greifen lässt. Oder der Tonfall, der weniger bedürftig wirkt. Oder beim Übersetzen schlicht verloren geht.

Es kommt nicht oft vor, dass ich da bin. Aber wenn, dann ist meine liebste englischsprachige Bücherei die Kinokuniya in Ngee Ann City in Singapur. Sie wirkt deutlich größer als sie tatsächlich ist. Und doch dürfte sie einer der größten Buchläden Südostasiens sein. Ich mag es, hier durch die Regale zu schlendern und mich inspirieren zu lassen. Die Preise sind teilweise gesalzen, aber man wählt in Ruhe aus und kauft dann mit Bedacht.

Buchhandlung Kinokunyia im Shopping-Center Ngee Ann City in Singapur

Buchhandlung Kinokunyia im Shopping-Center Ngee Ann City in Singapur

Zuletzt wurden es bei mir ein Buch über Singlish und eins über Smartphone-Fotografie, die ich im Flugzeug verschlang. Zwei weitere über Reisefotografie und Minimalismus habe ich mir, in Deutschland angekommen, bei Amazon bestellt bzw. auf den Kindle geladen. All diese Bücher haben Spaß gemacht.

Übrigens geht mir das nur so bei englischer Fachliteratur. Englischsprachige Prosa lese ich überhaupt nicht gerne. Manchmal schlicht deswegen nicht, weil mir das vergilbte Papier von Penguin-Büchern einfach zu unschön ist. Und englischsprachige Belletristik kommt mir oft zu gestelzt daher. Aber Fachbücher: lieber auf Englisch.

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