48: Record, we haz it!

Verzeiht, wenn ich derzeit vermehrt in Bildern spreche. Aber was soll man dazu sonst noch sagen?

Für die Geschichtsbücher: Bei 41 Grad draußen zu sein, ist surreal. In die direkte Sonne gehst du eh nicht, würdest du aber auch schon bei 30 Grad nicht. Stehst du im Schatten, ist es eigentlich recht angenehm, aber du schwitzt auch, wenn du bloß da stehst. Die Sonne versteckt sich im Laufe des Tages hinter einem Schleier; sie scheint genug zu haben. Heiß bleibt es natürlich trotzdem, aber die Hitzewelle auch überschaubar. Und es könnte schlimmer sein, es könnte feucht sein.

Den Hitzerekord in Bonn haben wir gebrochen mit 40,9 Grad. Neuer bundesweiter Rekordhalter ist aber ausgerechnet Lingen in meiner alten Heimat Emsland mit 42,6 Grad. Abgefahren!

Mikroklima, persönliches, heute um 11:56 Uhr schon auf meinem Balkon im (da noch) Schatten. Und, ja, ich hätte das Display vorher mal entsanden können:

Es gibt gerade überhaupt nichts Wichtigeres auf der Welt als das Gerücht, dass das nächste iPhone noch einen Lightning-Anschluss haben, dann aber 2020 nun endlich auf USB-C umsteigen könnte. Dann hätten wir endlich einen einheitlichen Standard, freuen sich Kommentatoren.

Ich hätte lieber Lightning als Standard für die ganze Branche, denn Lightning ist die bessere Mechanik. Ich habe bei Lightning einen soliden Stecker, den ich in ein Loch stecke, statt einen Stecker, der innen hohl ist und den ihr dann innerhalb einer Buchse auf einen Connector draufsteckt, wie bei USB-C. Bei meinen USB-C-Geräten im Einsatz führt das schon immer mal wieder dazu, dass die Stecker eben nicht auf Anhieb passen, sondern ich neu ansetzen muss. Bei Lightning ist mir das noch nie passiert. Außerdem, „einheitliches USB-C“?! Träumt weiter! Es gibt nicht mal ein einheitliches USB 3.2.

Wovon reden die da bloß?

Der E-Scooter Metz Moover ist neu bei mir im Test, und ehrlich gesagt hätte der erste Eindruck besser sein können. Die Gebrauchsanweisung schwer verständlich. Dann der Hinweis, dass die noch zu montierende Lenkstange unbedingt mit einem Drehmomentschlüssel und 5 Nm befestigt werden muss. Musste ich beides erst einmal googeln. Der Mo meines Vertrauens hatte dann glücklicherweise das passende Werkzeug da. Die Lenkstange sollte ich laut Betriebsanleitung einfach mit Lösen des Schnellspanners höhenverstellen können. Die Anleitung vergaß nur leider zu erwähnen, dass dazu auch ein Sicherheitsbolzen gelöst werden muss.

Und das alles bei 40 Grad…

Aber gut, wenn er dann erstmal fährt, dann fährt er. Und schön aussehen tut er durchaus auch, der Moover:

Til Schweiger ist für mich nicht gerade die hellste Leuchte auf der Kerze und seine Filme der letzten 20 Jahre lösen bei mir Fremdscham aus. Was nicht bedeutet, dass ein Interview mit ihm nicht hochinteressant sein kann. Philipp Westermeyer hat ihn interviewt, und der gute Til redet dabei frank und frei von der Leber. Mit welchem Film er am meisten Geld versenkt hat, dass er die Boulevardpresse nur als notwendiges Übel sieht und wie das damals eigentlich mit Jan Ullrich gelaufen ist. Ich habe 90 Minuten sehr begeistert zugehört!

Usability Fail zu frühe Erfolgsmeldung. Wie erkläre ich jetzt genau, was ich damit meine? Ein Beispiel dafür ist Apple AirDrop, was bei mir mittlerweile Standard ist, um Bilder vom iPhone auf den Mac zu übertragen. Ich wähle die Bilder auf dem iPhone aus, drücke auf AirDrop, der Signalton am Mac vermeldet, dass die Bilder ankommen. Ich drücke also auf dem iPhone auf „Beenden“, schalte das iPhone aus und wechsle auf den Mac, um das Bild zu bearbeiten – und es ist nicht da. Weil ich mit „Beenden“ den ganzen Prozess gestoppt habe, der eben noch nicht fertig war.

Nee, nix is fertig. Jetzt beginnt nämlich erst der Download der App.

Gleiches im App Store auf dem iPhone X. Ich wähle eine App zum Laden aus, das iPhone fordert von mir einen Doppelklick, aus irgendeinem Grund auch eine Gesichtserkennung, dann zeigt es mir ein Häkchen: Fertig! Nur ist die App damit noch gar nicht da, jetzt beginnt erst der Download. Würde ich jetzt eine große App laden und mich aus dem WLAN entfernen, hätte das iPhone viel zu früh den Erfolg gemeldet.

Mein Standard-Mailprogramm Spark vermeldet jede versandte neue Mail mit einem beneidenswert belohnend klingendem „Woosh“. Meistens will ich Spark sofort daraufhin beenden. Da meldet sich das Programm: Synchronisierung laufe noch. Die Mail war nämlich mitnichten schon verschickt, sondern befand sich noch im Postausgang.

Das funktioniert so nicht, UX Designer! Das ist alles etwas zu optimistisch. Und sorry, wenn ihr gerade par tout nicht versteht, wovon ich hier eigentlich rede.

Es ist heiß.

Gute Nacht!