51: Die Frankenbad-Weltrevolution

Vorfreude:

Ich freue mich derart auf den Test mit einem Acer Chromebook 714, dass ich der Agentur seit Monaten auf die Nerven gehe. Nun ist es endlich da und ich bin begeistert.

Und es wirft die Frage auf, was denn da eigentlich schief gelaufen ist, Apple. Du warst doch mal die Firma, die für Vorfreude und leuchtende Augen gesorgt hat! Jetzt sind es plötzlich – Acer und Google?!

Vielleicht war einfach der Reiz aus unserer Beziehung raus. MacOS ist eben macOS. Die letzte namhafte Änderung gab es mit dem Sprung von macOS 9 auf macOS X (10.0 „Cheetah“) vor mittlerweile 18 Jahren. Catalina wird im Herbst die 15. Version von macOS X sein und sieht noch beinahe genauso aus wie anno 2001. MacOS läuft, es läuft gut– es ist stinklangweilig geworden.

Ein Chromebook vor 5 Jahren war kaum benutzbar. Einem Chromebook heute fehlt nicht mehr viel von dem Komfort, den Windows-Laptops und MacBooks bieten. Das Acer Chromebook 714, das ich nun teste, ist sogar eine recht kraftvolle Maschine mit Intel Core i5, 16 GB RAM, Full-HD-Touchscreen-Display und bis zu 12 Stunden Akkulaufzeit.

Es ist vor allem spannend zu sehen, welche Android-Apps auf einem Laptop funktionieren, was vielleicht sogar besser geht und ungeahnte Möglichkeiten im Vergleich zu althergebrachten Desktop-Apps bietet. Bei meinem Test mit dem Chromebook 514 vor ein paar Wochen hat mir zum Beispiel die Arbeit mit den Bildeditoren Polarr und Snapseed viel Spaß gemacht. Nun geht es darum, das System und noch weitere Apps mal auf „realistischer“ Hardware zu testen. Ich bin wirklich sehr gespannt!

Ein Mann, der in psychiatrischer Behandlung ist, bedroht eine Frau massiv, und wird daraufhin von der Polizei gesucht. Er entkommt und stößt schließlich in Frankfurt eine andere Frau und ihren kleinen Jungen vor einen fahrenden Zug. Der Junge stirbt.

Eine unfassbare Tat. Und für die einschlägige Klientel ist jetzt klar, dass der kleine Junge noch leben würde, wenn die Grenzen dicht wären, wenn man „diese Leute“ gar nicht erst ins Land gelassen hätte, wenn es mehr Polizei und Videoüberwachung in Bahnhöfen gäbe. Danke Merkel!

Ach ja?

Offenbar liegt das größte Versäumnis bei der Schweizer Polizei, die den Verdächtigen zwar landesweit zur Fahndung ausgeschrieben hatte, es aber offenbar nicht für nötig hielt, die Polizei in den Nachbarländern darüber zu informieren. Dann wiederum: Wird jeder Verrückte, der bisher nur lokal auffällig geworden ist, gleich international ausgeschrieben? Wohl nicht.

Grenzkontrollen und man hätte ihn erwischt? Vielleicht. Und was, wenn der Mann nun in Rottweil gelebt hätte statt in Zürich? Schwer vorstellbar, dass die dortige Polizei den bis dahin kaum verhaltensauffälligen Mann bis über die Landesgrenzen Baden-Württembergs hinaus zur Fahndung ausgeschrieben hätte. Und in welchem Bundesland liegt nochmal Frankfurt? Also noch mehr Grenzen ziehen? Wie in hiesigen Breiten anno 1800?

Mehr Polizei in den Bahnhöfen, Videoüberwachung mit Gesichtserkennung! Und dann? Wäre er den Polizisten/Wachdiensten/Systemen in Frankfurt immer noch nicht aufgefallen, weil eben nicht jeder Polizist bundesweit jeden Kleinkriminellen kennen kann, der lokal verhaltensauffällig wird und nicht jeder für bis dahin kleine Ordnungswidrigkeiten bundesweit in die Datenbanken der Sicherheitsbehörden geraten sollte.

Aber halt, der Mann ist vor 13 Jahren mal aus einem afrikanischen Bürgerkriegsland eingewandert! Können wir das nicht wenigstens irgendwie ausschlachten? Deutsche machen sowas nämlich nicht!

Ach nein?

Aber darum geht es doch eigentlich gar nicht. Man sucht erst einmal vergeblich nach Erklärungen und einem Schuldigen. Am Ende bleibt die traurige Erkenntnis, dass man sich vor jedem Irren, ganz egal woher er kommt, leider nicht schützen kann.

Der kommunistische Jungverband FDJ (!) hat heute vor meinem Häuschen die Weltrevolution ausgerufen. Bunte Fahnen, Uniformen, muntere Blasmusik und viele verdutzte Anwohner gab es noch dazu. Auf die Idee muss man erstmal kommen!

Die Polizei, die schon mal vor Ort ist, hat mit den Sozialisten auf dem Frankenbadplatz so wenig zu tun, dass sie statt dessen ein paar andere Typen hochnimmt:

Darunter einen renitenten, auffälligen Mann mit nacktem Oberkörper:

Moment mal! Renitenter Typ, nackter Oberkörper, Frankenbadplatz. Da war doch was…

Ich bin mir nicht sicher, ob er es war. Aber wenn ja, dann schließt sich hier jetzt wohl der Kreis. Bereue deine Sünden, Placebo-Mann!

Trendblog-Content: Hat das digitale Radio eigentlich schon fertig und, wenn nein, was sind die besten Geräte mit DAB+?