55: 20 km/h

Im deutschen Roadmovie „25 km/h“ fahren die beiden Protagonisten auf zwei Mofas einmal durch fast ganz Deutschland. Vom Schwarzwald bis an die Ostsee. Der Film gefiel mir überraschend gut. Aber darum soll es hier ausnahmsweise nicht gehen. Es geht darum, dass die beiden mit ihren Mofas, die maximal 25 km/h schnell fahren können, nur eine Woche brauchen, bis sie am Ziel sind.

Bild: Sony Pictures

Metz hat unterdessen zusammen mit einem Scooter-Experten eine Scooterchallenge ausgerufen. Auf einem Metz Moover (so einen, wie ich gerade teste) fährt Fahrer Igor dabei einmal durch ganz Deutschland – und braucht dafür 30 Tage.

Bild: Scooterexperten/ eprimo/ Metz. Aufschrift von mir.

Nun ist seine Strecke etwas länger. Ganze 1.200 km weit geht sie. In „25 km/h“ dürfen es mehr knapp über 1.000 gewesen sein. Aber aus einem simplen Grund waren die beiden schneller unterwegs: Sie konnten ihre Maschinen in 5 Minuten an jeder beliebigen Tankstelle wieder „aufladen“.

Mit einem E-Scooter geht das nicht. Der beschriebene Metz Moover schafft bei großzügiger Auslegung 25 km Reichweite (bei mir sind es eher 15, bei ebener Strecke und guten Straßenverhältnissen sind vielleicht auch mal 20 drin) und muss danach wieder für einige Stunden an den Strom. Igor will pro Tag um die 60 km zurücklegen. Das heißt, der Metz Moover muss pro Tag mindestens zwei- bis dreimal an die Steckdose, wenn nicht getrickst wird. Ich fürchte, der arme Kerl wird mehr Zeit beim Laden als beim Fahren verbringen.

Versteht mich nicht falsch! Schöne Aktion eigentlich, der Gedanke zu etwas Ähnlichem kam mir auch schon. Ich fürchte nur, die Zeit ist dafür noch nicht reif oder das Verkehrsmittel doch nicht das idealste.

Zur Zeit ist immer noch kein Sport bei mir drin, deswegen heute die nächste „Wandertour“. Ich laufe Richtung Beuel und irgendwann kommt mir die Idee, so weit zu laufen, bis ich das erste „Mobilitätsmittel“ finde, also E-Scooter oder Leihfahrrad, um damit zurück zu fahren.

Am Beueler Bahnhof findet die Tour ein jähes Ende. Denn dort stehen ein Nextbike und zwei Tiere schon parat. Ich schnappe mir ein Tier und düse damit nach Hause. Okay, das war zu einfach. Beim nächsten Mal gehe ich etwas abseits der ausgelatschten Touri-Strecken. Und morgen versuche ich es mal wieder mit Tischtennis. Soll ja nicht so anstrengend sein.

Das Ende von Haus des Geldes Staffel 3 gesehen. Zerfahrenere Geschichte diesmal, und warum die eigentlich genau in die Bank… Aber egal. Es hat wieder Spaß gemacht. Es dürfte an den Charakteren liegen, die einem mittlerweile ans Herz gewachsen sind. Der Professor, die Inspektorin, Tokio, Denver… Mit denen könnte man es noch ein paar Jahre aushalten. Ich fürchte nur, viel mehr Staffeln (als die wohl noch kommende vierte) werden inhaltlich kaum noch möglich sein.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell man beim Wandern vorwärts kommt. Die ca. 5 Kilometer von mir zuhause bis zur Mondorfer Fähre in Graurheindorf habe ich gestern in 45 Minuten zurückgelegt, ohne all zu stramm zu marschieren. Im Alltag käme niemand auf die Idee, zu Fuß dahin zu gehen. Da würdet ihr den Bus nehmen, der – theoretische Fahrtzeit – 18 Minuten braucht. Geht ihr davon aus, dass ihr den überfüllten Bus wie immer knapp verpasst und der nächste zu spät kommt, wartet ihr erst einmal 10 bis 15 Minuten. Zur Bushaltestelle gehen müsst ihr auch noch, der Bus kommt bei dem dichten Verkehr nie so schnell durch. Sagen wir, bei großzügiger Rechnung: Haustür zu Fähranleger mit dem Bus 35 Minuten.

35 vs. 45 Minuten also. Da wüsste ich zumindest bei gutem Wetter, für welche Variante ich mich entscheiden würde (wenn es nur die beiden Optionen Bus und Pedes gäbe).

Trendblog-Content: Wenn ihr auf Android Go scharf seid, könnte das Gigaset GS 110 für euch interessant sein. von 16 GB Speicher sind tatsächlich nur 6-7 GB vorab belegt. Ebenso minimalistisch aber auch der Arbeitsspeicher: Mit 1 GB RAM kommen leider nicht alle Apps hin.

„Lass den Jung nit zo lang mit däm Smartphone spille! Der versucht sich sonst noch an Architekturfotos (oder dem, was er dafür hält).“

Habt’s ne gute Woche!

2 Kommentare

  1. Nun muss ich mir wohl DHdG doch noch reinziehen, wenn Du damit zufrieden bist. 😉 Kennst Du Final Space? Ich hab’s im Urlaub durch Zufall gesehen, durchgeschaut und warte nun auf die zweite Staffel…, zugegebenermaßen speziell, da Trickfilm, und teilweise pubertär bzw. völlig vorhersehbar, aber irgendwie auch cool, wenn man sich darauf einlässt 🙂
    *Schöne Bilder machst du da! War aber nicht mit Gigaset, oder?

    • Och, gegen schöne Trickfilme ist ja nichts zu sagen. Ich war auch der „einzige“, der BoJack Horseman mochte. Ich schaue mal rein!

      Mit dem Gigaset kann man nicht so schöne Bilder machen, leider. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich dazu mal eine echte Kamera benutzt. Aber war es die EOS R, die Fuji X-T30, X-A5 oder sogar meine eigene, die Alpha 7? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr. 😉 Macht aber keinen großen Unterschied. Alles tolle Kameras, nur unterschiedlich teuer.

      Zu Bildern kommt die Tage auch nochmal was. Da hatte ich auf der Arbeit die letzten Tage einiges mit zu tun…

Kommentare sind geschlossen.