69: Ich hab Bock

Vielleicht liegt’s am gerade hinter mir liegenden Urlaub, an den vielen neuen Eindrücken anderer Städte und Länder oder der überstandenen Midlife Crisis, aber ich hab Bock. Bock, Dinge endlich mal richtig statt nur so mittelgut und mit Halbwissen zu machen. Ernährung, Einrichtung, Sport, Kleidung, Trekking, Minimalismus, aber auch Fotografie, Video, Beruf in allen Facetten.

Bescheidener erster Anfang: Klamotten für die Reise oder den Schrank neu falten. Marie Kondo etwa rät, sich mit dem T-Shirt zu beschäftigen. Eine Art Beziehung dazu aufzubauen. Das geht vielleicht ein bisschen weit, aber schön gefaltet hat sie’s…

Der Anfang mit meinem T-Shirt: Sieht so eigentlich ganz nett gefaltet aus und irgendwie habe ich jetzt Bock, meinen ganzen Schrank danach neu aufzubauen.      Allerdings, und da liegt der Hase im Pfeffer: Noch kriege ich es nicht so gefaltet, dass die Kleider keine Falten mehr haben. In Brüssel sah ich aus wie Honk, eben weil alle meine gefalteten und im Koffer transportieren T-Shirts Falten hatten. Da muss ich noch tiefer in die Materie einsteigen. A propos Brüssel:

Und, ach so, Kristine hat mir dann gezeigt, wie man auch Plastiktüten schön ordentlich falten kann, Samosa-Style:

Mobile Logging II: Ich gewöhne mich langsam dran. Auch wenn WordPress mobil auf den Classic-Modus bestand und mir einige Gutenberg-Funktionen wie Einbetten von Fremdcontent wie YouTube oder Instagram noch fehlen. Die Schlussredaktion findet also wieder hier auf dem MacBook statt. Ansonsten geht das selbst auf der Smartphone-Tastatur gut und hat den Vorteil, dass ich mich kurz fasse. Nur aus Spaß könnte ich mir aber vorstellen, es noch einmal mit einer mobilen Tastatur mit iPhone-Ständer zu probieren.

Als wir mit dem Zug in Brüssel ankamen, hielt ich mich schon für bekloppt. Das war doch nicht derselbe Bahnhof, an dem ich vor einem Jahr ausgestiegen war. Viel größer und weiter außerhalb lag er auch. Haben die den mal eben schnell neu gebaut, hatte ich damals nur die Hälfte gesehen, war der, den ich gesehen hatte, in Wahrheit in Leuven? Nee…

Am Ende geklärt: Es gibt einen Unterschied zwischen Bruxelles Midi und Bruxelles Central. Letzterer ist offenbar immer noch der Hauptbahnhof, ersterer ist der deutlich größere Schnellbahnhof und identisch mit dem Bahnhof Süd. Und die Namen „Centraal“ und „Midi“, also Zentrum der Stadt und Mitte der Stadt… Dass das eventuell für Verwirrung sorgen kann, sehe wohl nur ich so.

Ich habe mir heute eine Flasche echt Kölnisch Wasser gekauft. Und ehe ihr eure gesammelten Vorurteile rauskramt: Die Portugal-Version riecht verdammt gut.

Hier außerdem meine neue Kaffeetassen-Sammlung. Out with the old, in with the new shit:

Brügge:

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A fucking fairy tale world

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Köln:

Genial und gibt’s bei Rossmann:

Wenn du unter 18 bist, nicht mal anfassen! Am besten gar nicht erst angucken!

Gute Nacht.

5 Kommentare

  1. Moin Jürgen,
    ich hoffe, Du hast noch immer Bock drauf auf die genannten Dinge und dass es sich nicht nur um ein Strohfeuer handelte. Möglicherweise bist du in deiner Analyse auch zu selbstkritisch? Dinge müssen reifen, man kann nicht alles von heute auf morgen auf 100 Prozent stellen. Dabei interessiert mich der Aspekt Minimalismus. Du hast Bock Minimalismus jetzt richtig durchzuziehen. Was verbirgt sich dahinter? Ist das so simplify your life – mäßig?

    Ein Hinweis: Der Verweis auf das Plastik-Tüten Falten funktioniert irgendwie nicht bzw. da wird nichts angezeigt?

    Wie hat Dir Paris gefallen? Als ich zuletzt dort war fand ich es laut, dreckig und stressig und das muss so 2003 gewesen sein, also mit Mitte 20!!! Wie ich es wohl heute dort finden würde.
    Wir waren ja jetzt in „Holland“, also in den Niederlanden, ein schöner und piekfeiner Küstenort, das war mir dann aber fast schon wieder too much sauber, ordentlich und familienfreundlich.

    • Hey Jens. Unter Minimalismus verstehe ich für mich selbst die Holzhammermethode: Alles kommt raus, was ich nicht zwingend brauche. Im ersten Schritt habe ich mein Hab und Gut um geschätzt 40% reduziert. Aber an ein paar Dinge habe ich mich nicht herangetraut. Alle Zweifelsfälle kommen jetzt auch noch weg. Einiges wird durch etwas Sinnvolleres und (nun ja, warum nicht) Schöneres ersetzt. Und nebenbei, genau, sollen auch noch paar Simplify-Methoden hinzukommen.

      Von heute auf Morgen auf 100% kommen geht natürlich nicht, aber es eilt ja nicht. Ich lasse mir da ein paar Monate Zeit mit einigen Dingen. Das wird auch ein Kampf gegen mich selbst.

      Das System hat wohl ein paar Bilder verschluckt, auch das mit den Tüten. Sollte jetzt wieder zu sehen sein.

      Holland/Belgien an der Küste ist schon hübsch. Ich glaube, man muss den richtigen Ort für sich finden. Ich war vor ein paar Jahren mal in Knokke Heist (Belgien) und war froh, als ich wieder weg war, auch wenn es nur ein Abend war. Hab mich selten so fehl am Platze gefühlt. Aber es gibt ja auch andere Orte, die dann „normaler“ sind. Da, wo ich in Holland mal einen Abend war (Namen leider schon wieder vergessen), war es auch recht entspannt. Aber ganz insgesamt scheinen mir die Niederlande in den letzten Jahren eher chic geworden zu sein.

      Und Paris: So um 2005 rum war ich auch einmal da und da ging es mir ähnlich wie dir. Diesmal hat es mir gut gefallen. Bis auf einige völlig überlaufene Hotspots kamen wir überall gut klar und es war eher entspannt.

  2. Spannend spannend! Mir geht’s ähnlich… Ich les gerade von Karen Kingston „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“
    Die greift auch auf, was Gerümpel mit dem Wohlbefinden macht…

  3. Ja, mit 10€ isset nu auch keine dramatische Investition. Ich hatte direkt Lust zum Ausmisten und verstehe nun meinen grundsätzlichen Drang nach Struktur und Ordnung besser.

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