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	<title>Leidartikel &#187; Jürgen Vielmeier</title>
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	<description>Das Leben aus einer anderen Perspektive.</description>
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		<title>BILD präsentiert die &#8220;Volksversicherung&#8221; &#8211; und Journalisten jubeln</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 11:51:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer sich immer schon gefragt hat, wie das mit diesen &#8220;Volks-Produkten&#8221; der BILD-Zeitung funktioniert und was da alles dranhängt, kann das heute sehr schön in einem Beitrag der W&#038;V nachverfolgen. Mir kam an der Geschichte einiges merkwürdig vor, was ich jeweils mit einem Ausrufezeichen (!) markiert habe. Die Vereinigte Postversicherung aus Stuttgart, kurz VPV, war [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer sich immer schon gefragt hat, wie das mit diesen &#8220;Volks-Produkten&#8221; der BILD-Zeitung funktioniert und was da alles dranhängt, kann das heute sehr schön <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/unternehmen/vpv_bild_wirbt_fuer_volksversicherung">in einem Beitrag</a> der W&#038;V nachverfolgen. Mir kam an der Geschichte einiges merkwürdig vor, was ich jeweils mit einem Ausrufezeichen <strong>(!)</strong> markiert habe.</p>
<p>Die <a href="http://www.vpv.de/cps/rde/xchg/">Vereinigte Postversicherung</a> aus Stuttgart, kurz VPV, war bislang eine Versicherung, die vor allem Angestellte des Öffentlichen Diensts betreut hat. Um neue Geschäftsfelder zu erschließen, will die VPV jetzt Privatkunden erreichen. Daran ist noch nichts Verwerfliches. Das erste Merkwürdige ist, dass die Versicherung dafür keine herkömmliche Werbekampagne startet, sondern dafür mit der BILD paktiert <strong>(!)</strong>. Die &#8220;Volks&#8221;-Produkte, die von BILD mit ähnlichem Schriftzug wie für <a href="http://www.bild.de/">BILD.de</a> aufgemacht sind, sind eine interessante Grauzone, die deutlich näher der Werbung anzusiedeln ist als einem redaktionellen Beitrag. Die Zeitung tritt hier als Marke auf, zum Beispiel für das &#8220;Volkshandy&#8221;, die &#8220;Volkszahnbürste&#8221; oder den &#8220;Volks-PC&#8221;.</p>
<p>Wer wirbt in diesem Falle eigentlich? Die Versicherung oder die BILD, eine &#8211; zumindest nach eigenem Bekunden &#8211; unabhängige Tageszeitung? Die W&#038;V hat es schon ganz richtig erkannt und verwendet die Überschrift &#8220;VPV: Bild <strong>(!)</strong> wirbt für Volksversicherung&#8221;. Wird eine Tageszeitung, die selbst für ein Produkt der freien Wirtschaft wirbt, noch neutral über den Brötchengeber berichten? Mediengeschichtlich unwahrscheinlich.<br />
<span id="more-1107"></span><br />
Die Meldung über die &#8220;Volksversicherung&#8221; ist im allmorgendlichen Mediennewsletter der w&#038;v, &#8220;w&#038;v Morgenpost&#8221; die Titelstory <strong>(!)</strong>. Es ist der Newsletter der &#8220;Werben und Verkaufen&#8221;, einer Zeitung für Werbung. Dennoch platziert sich die &#8220;w&#038;v-Morgenpost&#8221; seit jeher auf einer Stufe mit den Mediennewslettern von <a href="http://meedia.de/">Meedia</a> und <a href="http://www.turi2.de/">Turi2</a> (die beide erfreulicherweise nicht darüber geschrieben haben). Einen derartigen Stellenwert haben die &#8220;Volks&#8221;-Produkte also inzwischen auch in den Medien erreicht.</p>
<p>In der Meldung dazu <a href="http://www.wuv.de/nachrichten/unternehmen/vpv_bild_wirbt_fuer_volksversicherung">heißt es</a>: &#8220;Den Etat für die Einführungskampagne <strong>(!)</strong> hat sich die Mainzer Agentur Conteam nach einem Pitch <strong>(!)</strong> gesichert.&#8221; Pitches sind in der Werbewelt üblich. Da pitchen Werber also ganz offen dafür, wenn eine &#8220;unabhängige&#8221; Tageszeitung für eine Versicherung wirbt. Um das Produkt zu bewerben, reichen einzelne Anzeigen also nicht. Es gibt eine regelrechte Kampagne, um das einzuführen. Als Testimonial, und das ist noch einmal auf ganz andere Art ironisch, hielt der Journalist <strong>(!)</strong> und objektive (?) RTL-Sportmoderator Kai Ebel sein Konterfei vor die Kamera. Slogan: &#8220;Bei dieser Rente jubelt Deutschland!&#8221;</p>
<p>Klar, das ist inzwischen üblich; machen Jauch und Gottschalk auch. Daran, dass beide eigentlich Journalisten sind und objektiv sein sollten, stört sich schon lange keiner mehr. Dann darf ein Kai Ebel das wohl auch. Und wer ist der nächste? Wie sähe es aus, wenn Tagesschau-Sprecher Jan Hofer für die SPD Wahlwerbung machen würde? Das ist was anderes, sagt ihr. </p>
<p>Ist es das?</p>
<p>Wie und wo wirbt BILD für die &#8220;Volksversicherung&#8221;: In einer vierseitigen Sonderbeilage auf BILD, auf Bild.de und auf Plakatmotiven.</p>
<p>Wollte ich nur mal gesagt haben.</p>


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		<title>&#8220;Vielen Dank für das nette Gespräch. Wir lassen Sie dann mal für unbestimmte Zeit in der Luft hängen.&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 11:46:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsleid]]></category>
		<category><![CDATA[Bewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ungewissheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Willst du mit mir gehen? Ja, Nein, Vielleicht! Was aus Teenagerzeiten vom Schulhof bekannt ist, gilt auch heute noch, diesmal vor allem im Berufsleben. In den meisten Fällen wird immer noch &#8220;Vielleicht&#8221; angekreuzt. Für den, der ankreuzt, ist das eine tolle Situation. Er ist begehrt, er weiß, dass der andere an einen denkt und alles [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Willst du mit mir gehen? <s>Ja</s>, <s>Nein</s>, Vielleicht! Was aus Teenagerzeiten vom Schulhof bekannt ist, gilt auch heute noch, diesmal vor allem im Berufsleben. In den meisten Fällen wird immer noch &#8220;Vielleicht&#8221; angekreuzt. Für den, der ankreuzt, ist das eine tolle Situation. Er ist begehrt, er weiß, dass der andere an einen denkt und alles für einen tun würde. Für den, der wartet, ist es ein Alptraum. Er hängt in der Luft, oft wochenlang, kann nicht weiterplanen, hat Hoffnung und wird am Ende in der Regel doch enttäuscht.</p>
<p>Ich hab es zuletzt vor allem während der Jobsuche kennengelernt. Im April: Ein Bekannter meldet sich und freut sich, dass seine Redaktion dringend Verstärkung braucht, aber niemanden findet. &#8220;Toll!&#8221;, freue ich mich, der gerade einen Job beendet hat, &#8220;wann soll&#8217;s losgehen?&#8221; &#8211; &#8220;Am besten gestern! Ich leite deinen Lebenslauf weiter; die Chefredaktion meldet sich dann bei dir!&#8221;</p>
<p>Es dauerte vier Wochen, bis ich eine Antwort bekomme. Vier Wochen, in denen ich jedes andere langfristige Projekt ablehnte. Es war mir halt fast schon zugesagt worden. Vier Wochen, in denen meine Motivation von Tag zu Tag sinkt. Was soll denn das? Ihr wollt mich doch, es war doch sicher &#8211; oder nicht? Schließlich ruft der Chefredakteur an und lädt mich zu einem Kennenlerngespräch ein. Es verläuft positiv. Wann ich anfangen solle, frage ich. &#8220;Wenn&#8217;s nach mir ginge&#8221;, sagt der Chefred, &#8220;am liebsten vorgestern.&#8221; Ich verkneife mir eine Bemerkung.<br />
<span id="more-1097"></span><br />
Wieder höre ich eine Woche lang nichts, erreiche den Chefred nicht per Mail oder Telefon. Also jetzt doch kein Interesse mehr? Ich beginne, mich nach anderen Jobs umzusehen. Dann endlich der Anruf: &#8220;Morgen um 11 Uhr geht&#8217;s los. Ich stelle Sie dann der Redaktion vor.&#8221; Also kein Vorgestern mehr, aber nach über fünf Wochen Wartezeit trotzdem bitteschön ein Sofort.</p>
<p><strong>Die Ungewissheit ist zu einem Lebensgefühl geworden</strong></p>
<p>Szenenwechsel. Eine Freundin bietet mir an, meinen Lebenslauf an ihren Chef weiterzuleiten. Der zeigt sich interessiert und versichert ihr: &#8220;Ich rufe ihn am Montag mal an.&#8221; </p>
<p>Er meldet sich die ganze Woche nicht. Wenig später finde ich eine Stellenanzeige des Jobs bei einer Personalagentur, bewerbe mich, werde &#8220;zu diesem Zeitpunkt&#8221; abgelehnt. Na gut, hätte man auch direkter sagen können. Die Personalagentur fragt mich eine Woche später, ob ich Interesse an einem vierwöchigen Aushilfsjob hätte. Habe ich. Der Auftraggeber scheint interessiert, &#8220;am Freitag, spätestens Anfang nächster Woche&#8221; wisse man genaueres. Es kommt kein Anruf.</p>
<p>Mittwochs rufe ich selbst bei der Agentur an, die leider noch nichts gehört hat. Ich bitte sie, noch einmal nachzuhaken. Und wundere mich selbst über meinen Gedanken: Es geht mir nicht mehr darum, den Job zu bekommen. Ich will einfach nur <strong>eine Absage</strong> haben, damit ich planen kann, damit ich Bescheid weiß. Damit ich endlich wieder auf den Füßen stehen kann und nicht mehr in der Luft hänge.</p>
<p>Denn das ist in diesen Zeiten zum Lebensgefühl geworden. Gewissheit? Planungssicherheit? Für irgendwas? Fehlanzeige. Die Firmen haben ihre eigenen Unsicherheiten an die Erwerbsfähigen abgewälzt. Sie spielen mit uns. Und wir haben keine Chance, uns dagegen zu wehren. Oder doch?</p>
<p><strong>Wer &#8220;vielleicht&#8221; sagt, sagt &#8220;nein&#8221;</strong></p>
<p>Ich hab daraus gelernt. Wenn es keine Sicherheit mehr gibt, dann ist Warten die falsche Strategie. &#8220;Wir melden uns dann mal&#8230;&#8221;? Gut, aber in der Zwischenzeit nehme ich jedes andere Angebot an, wenn ihr mich so wenig nötig habt! Nach spätestens zwei Wochen hake ich selbst nach. Wenn dann immer noch Ausflüchte kommen, sage ich selbst ab. Klingt radikal? Aber wer mich so lange hängen lässt, so viel ist mir inzwischen klar, der will mich auch nicht wirklich.</p>
<p>Es geht nämlich auch anders. Kürzlich ein Vorstellungsgespräch in Köln. Es läuft gut, aber es gibt über 150 Mitbewerber. &#8220;Wir haben mehrere Leute eingeladen, und &#8211; ganz ehrlich &#8211; die wollen wir natürlich alle noch treffen&#8221;, sagt die Personalerin. &#8220;Dazu bin ich eine Woche in Urlaub. Aber in spätestens drei Wochen melden wir uns bei Dir.&#8221; Sie duzt mich &#8211; und hält Wort. Nach zweieinhalb Wochen kommt ein Schreiben &#8211; per Post: &#8220;&#8230; vielen lieben Dank für das nette Gespräch und Dein Interesse &#8230; Haben wir noch jemanden gefunden, der im Bereich Werbetext noch besser zu uns passt &#8230;&#8221;</p>
<p>Es ist eine Absage &#8211; über die ich mich selten so gefreut habe.</p>


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		<title>Zurücktreten</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 07:41:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zurücktreten]]></category>

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		<description><![CDATA[Zurücktreten, das hatte einmal etwas von Größe. Ein altgedienter Staatsmann, der das Zepter weitergibt, damit frischer Wind durch das Land weht. Ein erfolgreicher Firmenchef, der an der Spitze seines Erfolges die Geschäfte seinem Sohn überträgt, den er über die Jahre aufgebaut hat und ihn nun für fähiger hält als sich selbst. Zurücktreten, das hat in [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Zurücktreten, das hatte einmal etwas von Größe. Ein altgedienter Staatsmann, der das Zepter weitergibt, damit frischer Wind durch das Land weht. Ein erfolgreicher Firmenchef, der an der Spitze seines Erfolges die Geschäfte seinem Sohn überträgt, den er über die Jahre aufgebaut hat und ihn nun für fähiger hält als sich selbst.</p>
<p>Zurücktreten, das hat in den letzten Jahren einen ganz anderen Geschmack bekommen. Ein eigentlich beliebter Präsident, der beim ersten Anzeichen von Kritik die Segel streicht. Ein Firmenchef, der die Sintflut heraufbeschworen hat, die erst kommt, wenn er sich längst auf dem höchsten Berggipfel abgesetzt hat. Ein Ministerpräsident, der keine Lust mehr hat und in der Wirtschaft mehr Geld verdienen kann.</p>
<p>Aktuellstes Beispiel: der scheidende BP-Chef Tony Hayward. Die Katastrophe ist da, der Konzern schreibt einen Milliardenverlust, ist also schon komplett vor die Wand gefahren. Und dann tritt er zurück. &#8220;Ich bin dann mal weg, ihr macht das da schon mit dem Öl.&#8221; Er könnte jetzt sogar noch eine Abfindung in Höhe von 14 Millionen Euro kassieren, quasi als Dank für schlechtes Krisenmanagement.</p>
<p>Kaum jemand dürfte Hayward eine Träne nachweinen. Aber in Zeiten, in denen ein Rücktritt eher der Flucht vor der eigenen Verantwortung darstellt, sollte man sich langsam einmal Alternativen überlegen, die echten Strafen gleichen. Eine Strafversetzung zum Beispiel an einen weniger schönen Ort oder einen deutlich niedrigeren Posten. Oder, aber das gilt leider als so altmodisch, dass es mittlerweile schon wieder echt modern wäre: Buße tun. Ein Ex-BP-Chef, der selbst an der Golfküste Steine schrubbt und Vögel rettet, bis er geläutert ist, das hätte was. Und dann könnte man ihm irgendwann auchmal vergeben. So aber nicht.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Serien-Wochenende</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 06:31:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsfreud]]></category>
		<category><![CDATA[Leidkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich &#8211; neben der Arbeit und anderen Hobbys &#8211; mehrere Jahre brauchen würde, um mir die besten Serien der jüngeren Vergangenheit anzuschauen. Man bleibt meist bei seinen Leisten; bei mir waren es hauptsächlich Scrubs, Simpsons und 24. Irgendwann bin ich auf der Suche nach etwas Neuem auf Californication, Prison Break, [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/07/mad-men.jpg" alt="" title="mad-men" width="250" height="187" class="alignright size-full wp-image-1083" />Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich &#8211; neben der Arbeit und anderen Hobbys &#8211; mehrere Jahre brauchen würde, um mir die besten Serien der jüngeren Vergangenheit anzuschauen. Man bleibt meist bei seinen Leisten; bei mir waren es hauptsächlich Scrubs, Simpsons und 24. Irgendwann bin ich auf der Suche nach etwas Neuem auf Californication, Prison Break, How I met your Mother und That 70s Show gestoßen und hab mal bei Grey&#8217;s Anatomy und Two and a half Men reingeschaut. Angesichts dessen, wie viele gute Serien in den letzten Jahren liefen, war das immer noch zu wenig. Am gerade beendeten Wochenende habe ich einiges davon nachgeholt. </p>
<p>Natürlich nur stichprobenartig. Das gute ist, dass sich die meisten Serien über ihre Pilotfolge verkaufen, die Serienmacher dort also schon ihr Bestes geben müssen. Man bekommt also einen guten Eindruck davon, während andere Serien einen zweiten Blick wert sind. Reingeschaut habe ich bei:</p>
<p><strong>Mad Men:</strong> Über die US-Werbeindustrie der 60er Jahre. Und das soll interessant sein? Anfangs nicht. Aber schon im Laufe der ersten Folge entwickelt sich eine spannende Handlung, und die Vielschichtigkeit der Charaktere wird deutlich. Es schmeckt nach mehr!</p>
<p><strong>Flight of the Conchords:</strong> Zwei Neuseeländer in den USA wollen Rockstars werden. Ist mir von Mattes sehr ans Herz gelegt worden, hat mich aber in der ersten Folge nicht gepackt. Plätscherte so dahin, wirkte irgendwie sehr nüchtern-distanziert, ich wäre fast eingeschlafen. Ich gab der Serie eine zweite Chance mit einer Folge aus einer späteren Staffel, und die gefiel mir schon deutlich besser. Ist wohl eine Serie, an die man sich langsam herantasten muss.</p>
<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/07/NameisEarl.jpg" alt="" title="NameisEarl" width="489" height="278" class="alignnone size-full wp-image-1079" /><br clear="all"></p>
<p><strong>My Name is Earl (Foto):</strong> Ganz anders ging es mir hierbei. Earl ist Sozialschmarotzer und Pechvogel und beschließt eines Tages, nur noch Gutes zu tun, damit ihm auch endlich mal etwas Schönes widerfährt. Karma eben. Die erste Folge beginnt so rasant, dass ich mich ernsthaft frage, wie die Serie das Tempo halten will. Die Idee und die Charaktere sind aber so pfiffig, dass ich mir durchaus vorstellen kann, dass das funktioniert. Von den hier gesehen Serien mein klarer Favorit!</p>
<p><strong>Entourage:</strong> Über das Leben eines jungen Filmstars, der lässig mit seinen Homies in L.A. abhängt. Durchaus überzeugende Charaktere und ein bisschen Star-Feeling. Zumindest in der ersten Folge war mir die Handlung aber viel zu seicht. Ich hoffe, da kommt noch etwas mehr Konflikt rein.</p>
<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/07/Arrested-Development.jpeg" alt="" title="Arrested Development" width="560" height="238" class="alignnone size-full wp-image-1080" /><br clear="all"></p>
<p><strong>Arrested Development (Foto):</strong> Geschäftsmann Michael ist der Ruhepol seiner gänzlich verrückten Familie. Sein Vater wird wegen Untreue verhaftet, Michael soll die Geschäfte übernehmen und muss sich dabei mit den anderen Chaoten herumschlagen. Hat mich in der ersten Folge nicht gerade vom Stuhl gerissen. Ging etwas sehr ins Klamaukhafte und bereits nach fünf Minuten ist im Grunde klar, dass von den Personen nicht mehr viel Überraschendes zu erwarten ist. Die Serie hat auf IMDB eine schier unglaubliche Durchschnittswertung von 9,7 erhalten, wurde aber nach drei Staffeln schon beendet. Hat&#8217;s zumindest verdient, sich noch ein paar Folgen mehr davon anzuschauen.</p>
<p><strong>The IT Crowd:</strong> Britische Serie über zwei IT-Nerds, die ihr Büro plötzlich mit einer attraktiven Kollegin teilen müssen. Hab hier vor Jahren mal die allererste Folge gesehen und gelangweilt danach gleich wieder ausgeschaltet. Offenbar zu Unrecht: Eine zweite, spätere Folge, die ich an diesem Wochenende gesehen habe, hatte alles: Wundervolles Spiel mit Klischees, schwarzer Humor und sogar etwas Kabaretthaftes. Scheint sich zu lohnen, hier tiefer einzusteigen.</p>
<p><strong>Bing Bang Theory:</strong> Ähnliche Story, aber diesmal aus den Staaten, viel teurer produziert und eine offensichtlichere Art von Humor: Zwei ebenso so hoch begabte wie alltagsuntaugliche junge Wissenschaftler bekommen eine neue Nachbarin. Die ist nur durchschnittlich intelligent, dafür aber äußerst attraktiv. Hat mir gut gefallen!</p>
<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/07/NipTuck.jpg" alt="" title="NipTuck" width="496" height="285" class="alignnone size-full wp-image-1078" /><br clear="all"></p>
<p><strong>Nip/Tuck (Foto):</strong> Hier habe ich zugegebenermaßen nur kurz reingeschaut, aber das sah sehr viel versprechend aus. Zwei Schönheitschirurgen teilen sich eine Praxis, obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Geldgierig und heimtückisch der eine. Menschenfreundlich und voller Moral der andere. Hier wird auch an möglichst realistisch wirkenden OP-Szenen nicht gespart.</p>
<p><strong>The Pacific:</strong> Zehnteilige US-Kriegsserie von Steven Spielberg und Tom Hanks über den Zweiten Weltkrieg im Pazifik. Offenbar das Gegenstück zu Band of Brothers, sehr teuer produziert. Hat mir in der ersten Folge sehr gut gefallen.</p>
<p>Habe ich das wirklich alles an einem Wochenende geschafft? Wundert mich grad selbst. Welche Serien kennt ihr noch, die auf meiner Liste fehlen?</p>
<p><em>Mit großem Dank an Mattes!</em></p>
<p><small>Fotos: Lions Gate, Twentieth Century Fox (2), Warner</small></p>


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		<title>Macht und wie man andere damit im Alltag erniedrigen kann</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 12:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;347 ist vorbei. Ich bediene jetzt die Nummer 350.&#8221; &#8211; &#8220;Sie haben die 347 vor zehn Sekunden erst aufgerufen.&#8221; &#8211; &#8220;Zu spät, jetzt ist die 350 dran.&#8221; &#8211; &#8220;Ich bin sofort aufgesprungen und hierhergelaufen, als die 347 angezeigt wurde!&#8221; &#8211; &#8220;Ich bediene jetzt die 350 und sonst niemanden.&#8221; &#8211; &#8220;Das kann ja wohl nicht ihr [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;347 ist vorbei. Ich bediene jetzt die Nummer 350.&#8221; &#8211; &#8220;Sie haben die 347 vor zehn Sekunden erst aufgerufen.&#8221; &#8211; &#8220;Zu spät, jetzt ist die 350 dran.&#8221; &#8211; &#8220;Ich bin sofort aufgesprungen und hierhergelaufen, als die 347 angezeigt wurde!&#8221;  &#8211; &#8220;Ich bediene jetzt die 350 und sonst niemanden.&#8221; &#8211; &#8220;Das kann ja wohl nicht ihr Ernst sein, ich habe eine Dreiviertelstunde gewartet!!&#8221; &#8211; &#8220;Gehen Sie, sonst hole ich den Sicherheitsdienst!&#8221; #Arge #Bonn</p>


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		<title>Mehr Löws für Deutschland!</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 13:23:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leidkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Löw]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Sprunghaft, das ist der Deutsche im Allgemeinen. So war ein ganzes Land nach dem überragenden 4:0-Sieg gegen Australien im Freudentaumel und sprach von Weltmeisterschaft, um nach der anschließenden Niederlage gegen Serbien das Ausscheiden in der Vorrunde quasi herbeizuerwarten. Das Team hielt dem Druck stand, hat mit England einen argen Rivalen gleich mit 4:1 besiegt und [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Sprunghaft, das ist der Deutsche im Allgemeinen. So war ein ganzes Land nach dem überragenden 4:0-Sieg gegen Australien im Freudentaumel und sprach von Weltmeisterschaft, um nach der anschließenden Niederlage gegen Serbien das Ausscheiden in der Vorrunde quasi herbeizuerwarten. Das Team hielt dem Druck stand, hat mit England einen argen Rivalen gleich mit 4:1 besiegt und Deutschland am gestrigen Sommertag eine Art zusätzlichen Feiertag beschert. Und wenn Deutschland nun gegen Argentinien verliert und die WM damit gelaufen ist? Wahrscheinlich werden die Jubler von heute dann wieder nörgeln.</p>
<p>Das macht aber nichts, denn es ist ohnehin absehbar, dass Bundestrainer Joachim Löw nach der WM seinen Job an den Nagel hängt. Das wäre ein richtiger Zeitpunkt und es wäre konsequent. Er ginge nicht vorzeitig und stähle sich aus der Verantwortung wie ein Horst Köhler oder ein Roland Koch das getan haben. Dabei wehte Löw nicht weniger harsche Kritik entgegen als den Politikern. Ob er noch bei Trost sei, die formschwachen Podolski und Klose mit zur WM zu nehmen und leistungsstärkere Spieler wie Kevin Kuranyi und Torsten Frings zuhause zu lassen, fragten sich viele &#8211; ich muss zugeben: ich selbst auch.</p>
<p><strong>Wenn sie Motivation brauchen, dann lassen Sie sich vom Chef anbrüllen</strong></p>
<p>Doch Löw hat etwas getan, was ungewöhnlich ist in diesen Tagen: Er hat die ganze, die harte Kritik an sich abperlen lassen und ist seinen Weg unbeirrt weitergegangen. Und wer gesehen hat, welche Macht die Medien haben, um gestandene Persönlichkeiten der Öffentlichkeit abzusägen (siehe Kässmann, Mixa, Kachelmann, Köhler), der weiß, wie schnell viele daran zerbrechen können. </p>
<p>Löw hat aber noch etwas anderes geschafft, was für Erstaunen gesorgt hat: Er hat den Stürmern Lukas Podolski und Miro Klose neuen Mut eingehaucht, die in ihren Vereinen in diesem Jahr zur Bedeutungslosigkeit verdammt worden waren. Bei Klose soll ganz offen das Selbstbewusstsein gelitten haben, seit Monaten hatte er in der Liga nicht getroffen. Löw bekommt beide in wenigen Wochen wieder hin, bringt ihr Selbstvertrauen zurück, lässt sie ihr ganzes Potenzial abrufen, das offenbar nur versteckt war.</p>
<p>Wirtschaftsbosse werden es wohl leider nicht schaffen, die Brücke zu ihrer Belegschaft zu schlagen. Kaum ein Unternehmen, in dem Mitarbeiter nicht tagtäglich daran erinnert werden, dass sie eigentlich nichts zu sagen haben und nur ein kleines Rad im Getriebe sind. Motivieren, fördern? Begriffe aus theoretischen Handbüchern, die doch in der Praxis nicht gelten. Gibt ja genug Akademiker da draußen, die den Job genauso gut machen würden und dabei weniger Kosten verursachen. Wie täglich in Stellenanzeigen zu lesen: Sie sind topmotiviert und bestens ausgebildet, also auf in unseren 12-Stunden-Tag! Sie haben BWL studiert? Na, dann können Sie doch prima bei uns die Kaltaqkuise machen, die bei uns Dialogmarketing heißt. Sinnvoll? Natürlich ist das sinnvoll. Wie &#8211; Sie wollen auch noch Geld dafür?</p>
<p>Tja, und Verantwortung? Wenn der Bezahlsender immer herbere Verluste schreibt, obwohl ich doch die Preise fast verdoppelt habe, ja, dann weiß auch nicht. Dann geh ich halt nach einem Jahr aus persönlichen Gründen und kassiere schmerzvoll meine Millionenabfindung. Und wenn ich meinen Ministerposten nicht behalten darf und ich in der Wirtschaft mehr Geld bekomme, dann verlasse ich halt die Politik und schere mich nicht um das, was ich meinem Bundesland eingebrockt habe. Und wenn die Medien mich nicht mehr lieben, dann trete ich als Bundespräsident zurück.</p>
<p>Oder man zieht es eben durch. Unberechtigte Kritik abperlen lassen, den Weg gehen, die Mitarbeiter (Spieler) motivieren, Rückschläge verkraften, sich selbst treu bleiben. </p>
<p>Wir brauchen mehr Jogi Löws &#8211; in Wirtschaft und Politik!</p>


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		<title>Das iPhone als Netbook</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 17:40:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Apple]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf so manche Idee muss man erst einmal kommen. Ich war schon lange auf der Suche nach einem Gerät, mit dem ich unterwegs Beiträge verfassen und im Internet recherchieren kann. Also ein Netbook? Aber die 300 bis 400 Euro erstmal übrig haben. Außerdem: einmal Apple, immer Apple. Derzeit tut sich zwar viel auf dem Gebiet [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf so manche Idee muss man erst einmal kommen. Ich war schon lange auf der Suche nach einem Gerät, mit dem ich unterwegs Beiträge verfassen und im Internet recherchieren kann. </p>
<p>Also ein Netbook? Aber die 300 bis 400 Euro erstmal übrig haben. Außerdem: einmal Apple, immer Apple. Derzeit tut sich zwar viel auf dem Gebiet mobiler Betriebssysteme, aber richtig Überzeugendes war für mich noch nicht dabei.</p>
<p>Also ein iPad? Schön und gut das Ding, aber top zum Texte schreiben ist das auch nicht. Und dann das Geld erstmal übrig haben&#8230;</p>
<p>Also das MacBook in die Tasche packen? Auch nur bedingt günstig. Das Ding ist der einzige Gegenstand in meinem persönlichen Inventar, das arg weh täte, wenn man es mir stähle. Außerdem ragt es mit seinen 13,3 Zoll doch ein wenig stark aus meiner Umhängetasche heraus.</p>
<p>Also erstmal nichts?</p>
<p>Dann brachte @ibo mich via Twitter neulich auf eine Idee: einfach das iPhone quer nehmen, auf eine feste Unterlage stellen und die Tastatur mit dem üblichen 10-Finger-System bedienen. Hielt ich bislang für unmöglich, aber scheint nach ein wenig Training in der Tat zu funktionieren. Wenn auch nur mit vier Fingern, aber immerhin. Ich bin damit nur geschätzte 30 Prozent langsamer als mit der Laptop-Tastatur. Für Notfälle durchaus eine Option. Und so viel blogge ich ja eh nicht mehr&#8230;</p>
<p><a href="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/06/p_480_320_4E992111-5750-4EB8-AB44-BD72F229E7B5.jpeg"><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/06/p_480_320_4E992111-5750-4EB8-AB44-BD72F229E7B5.jpeg" alt="" class="alignnone size-full" /></a></p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ich weiß, was du nächsten Sommer getan haben wirst</title>
		<link>http://www.leidartikel.de/2010/06/ich-weis-was-du-nachsten-sommer-getan-haben-wirst/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 14:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hollywood]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Horrorfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Ich weiß noch immer was du letzten Sommer getan hast]]></category>
		<category><![CDATA[Ich weiß was du letzten Sommer getan hast]]></category>

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		<description><![CDATA[Jollywood wird den vierten Teil der Horror-Saga &#8220;Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast&#8221; ins Kino bringen. Teil 4 wird in der Zukunft spielen. Sechs Teenager werden auf einer Studentenparty Wodka aus Eimern trinken, alle motorischen Fähigkeiten verlieren, natürlich trotzdem Auto fahren (noch dazu zu sechst!) und dabei einen mysteriösen Landstreicher totfahren, der statt [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/06/LastSummer.jpg" alt="" title="LastSummer" width="250" height="250" class="alignright size-full wp-image-1051" />Jollywood wird den vierten Teil der Horror-Saga &#8220;Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast&#8221; ins Kino bringen. Teil 4 wird in der Zukunft spielen. Sechs Teenager werden auf einer Studentenparty Wodka aus Eimern trinken, alle motorischen Fähigkeiten verlieren, natürlich trotzdem Auto fahren (noch dazu zu sechst!) und dabei einen mysteriösen Landstreicher totfahren, der statt Füßen Harpunen haben wird. Aber wird er wirklich tot sein? Eher nicht, denn seine kurzerhand übers Cliff geworfene &#8220;Leiche&#8221; wird vom Meer davongetragen werden und am nächsten Morgen nicht mehr da sein. </p>
<p>Statt dessen wird der Untote die Teenager nach und nach an ungewöhnlichen Orten aufsuchen (Umkleide, Garage, Parkplatz, you name it) und sie mit seinen Harpunen über den Jordan schicken. Jollywood wird das Drehbuch mit Wes Craven umsetzen wollen und ihm dafür ein Angebot machen, was er nach Vorauszahlung von 1,5 Millionen Dollar Handgeld annehmen wird. Für die Rolle der Hauptdarstellerin werden Jennifer Love Hewitt, Miley Cyrus und Megan Fox gehandelt werden. Erstes Opfer soll Justin Bieber sein, der von einem Harpunen-Querschläger tödlich in den Unisex-Schnitt getroffen wird. Coming to a dream theater near you, most probably next summer.</p>
<p><small>Bild: Columbia Pictures</small></p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Generationswechsel: Digital Seniors und Tablet Natives</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 00:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Tablet]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn die jetzigen Teenager die Digital Natives sind, also die Generation, die mit dem Computer und dem Web aufwuchsen. Was wird dann aus den Kindern, die heute zur Welt kommen? Die Digital Natives kennen Dinge aus meiner Kindheit nur noch vom Hörensagen: Schallplatten sind ihnen höchstens noch als Musikinstrumente bekannt, Schreibmaschinen bleiben ihnen zum Glück [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die jetzigen Teenager die Digital Natives sind, also die Generation, die mit dem Computer und dem Web aufwuchsen. Was wird dann aus den Kindern, die heute zur Welt kommen?</p>
<p>Die Digital Natives kennen Dinge aus meiner Kindheit nur noch vom Hörensagen: Schallplatten sind ihnen höchstens noch als Musikinstrumente bekannt, Schreibmaschinen bleiben ihnen zum Glück verwehrt. Für sie ist es selbstverständlich, was bei uns damals eine kontrovers diskutierte und teure Anschaffung war: der erste Familien-PC.</p>
<p>Kinder, die in den kommenden Jahren zur Welt kommen, werden direkt mit Tablets aufwachsen. Von Desktop-PCs und Röhrenfernsehern werden die Tablet Natives nur noch aus Erzählungen ihrer Eltern hören. Werden sie überhaupt noch Tastaturen und Mäuse kennenlernen? Werden sie noch wissen (müssen), was ein LAN-Kabel ist oder wie es ist, offline zu sein?</p>
<p>Wir können dann endlich das tun, was unsere Eltern gemacht haben, und auch unseren Kindern Geschichten von früher erzählen: &#8220;Weißt du, Sohn, als ich so alt war wie du, da mussten wir uns mit einem Modem erst ins Internet einwählen. Allein das hat 30 Sekunden gedauert, und die Seiten haben so langsam geladen, dass wir nebenbei ganze Briefe auf MS Word schreiben konnten.&#8221; &#8211; &#8220;MS Word?&#8221; &#8211; &#8220;Okay, setz dich mal auf die Couch. Ich erzähle dir die ganze Geschichte&#8230;&#8221;</p>
<p>Es hat etwas von Fernseher warmlaufen lassen oder Auto erst ankurbeln müssen. Und wir waren von Anfang an dabei.</p>
<p><a href="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/06/l_2048_1536_38EF03EC-FB09-41E2-80F4-61E65898BD7C.jpeg"><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/06/l_2048_1536_38EF03EC-FB09-41E2-80F4-61E65898BD7C.jpeg" alt="" class="alignnone size-full" /></a></p>
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		<title>Bilder vom iPad nano aufgetaucht</title>
		<link>http://www.leidartikel.de/2010/06/bilder-vom-ipad-nano-aufgetaucht/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 12:39:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Web 0.0]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[iPad nano]]></category>

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		<description><![CDATA[Gefunden auf den deutschen Seiten eines Techniklieferanten, der seine Produkte in China herstellen lässt. Die Quelle gilt als zuverlässig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gefunden auf den deutschen Seiten eines Techniklieferanten, der seine Produkte in China herstellen lässt. Die Quelle gilt als zuverlässig.</p>
<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/06/iPad_nano.jpg" alt="" title="iPad_nano" width="560" height="423" class="alignnone size-full wp-image-1042" /><br clear="all"></p>
<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/06/iPad_nano2.jpg" alt="" title="iPad_nano2" width="560" height="329" class="alignnone size-full wp-image-1043" /><br clear="all"></p>
<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/06/iPad_nano3.jpg" alt="" title="iPad_nano3" width="560" height="463" class="alignnone size-full wp-image-1044" /><br clear="all"></p>
<p> <img src='http://www.leidartikel.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>Werder: Eine Demontage zur rechten Zeit</title>
		<link>http://www.leidartikel.de/2010/05/werder-eine-demontage-zur-rechten-zeit/</link>
		<comments>http://www.leidartikel.de/2010/05/werder-eine-demontage-zur-rechten-zeit/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 16 May 2010 13:40:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsleid]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Pokal]]></category>
		<category><![CDATA[Werder]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus gegebenem Anlass heute mal Sport: Wie Millionen anderer entsetzter Fans habe ich gestern in meiner Stammkneipe Werders 0:4-Niederlage im Pokalfinale gegen Bayern miterleben müssen. Ich hoffe, die Verantwortlichen sind dadurch wach gerüttelt worden, denn so eine Schmach möchte ich nicht wieder erleben. Es geht nicht darum, dass Bayern am Ende gewonnen hat. Der Sieg [...]


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<li><a href='http://www.leidartikel.de/2008/04/schluss-mit-dem-bloggen-zeit-fuer-etwas-anderes/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Schluss mit dem Bloggen: Zeit f&#252;r etwas anderes'>Schluss mit dem Bloggen: Zeit f&#252;r etwas anderes</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus gegebenem Anlass heute mal Sport: Wie Millionen anderer entsetzter Fans habe ich gestern in meiner Stammkneipe Werders 0:4-Niederlage im Pokalfinale gegen Bayern miterleben müssen. Ich hoffe, die Verantwortlichen sind dadurch wach gerüttelt worden, denn so eine Schmach möchte ich nicht wieder erleben.</p>
<p>Es geht nicht darum, dass Bayern am Ende gewonnen hat. Der Sieg geht auch in der Höhe vollkommen in Ordnung, Bayern hätte schon zur Pause 3:0 führen müssen. Die Bayern sind im Moment einfach eine der besten Mannschaften Europas und sollen jetzt bitte auch das Triple holen.</p>
<p>Aber wer sich wie Werder vom deutschen Meister derart deklassieren lässt, der muss sich wirklich mal fragen, ob er im europäischen Wettbewerb, vielleicht sogar der Champions League in der Form etwas zu suchen hat.<br />
<span id="more-1034"></span><br />
Gegen die Offensivabteilung ist wie immer nichts zu sagen, nur nach hinten gab es wieder massivste Probleme, wie eigentlich schon die gesamte Saison über, und die Saison davor und die Saison davor&#8230;</p>
<p><strong>International zu schwach</strong></p>
<p>Das war auch der Grund, warum man im Achtelfinale der Euroleague gegen Valencia nicht mit einem 1:2 ausgeschiden ist, sondern mit einem 4:4. Und wohl auch der Grund, warum man jetzt wieder mit 0:4 gegen einen echten europäischen Spitzenklub verloren hat. Mit dieser Abwehr kann Werder im internationalen Spitzenfußball keinen Blumentopf gewinnen.</p>
<p>Von daher ist gerade die Höhe der Niederlage gegen die Bayern hoffentlich ein Weckruf. Am Ende klangen die Verantwortlichen schon fast wieder zufrieden. In der Bundesliga ist es noch Platz 3 geworden, Champions-League-Qualifikation, noch vor Herbstmeister Leverkusen. Mit 71 Toren hinter den Bayern der zweitbeste Sturm. Torwart Tim Wiese und der beste Abwehrspieler Per Mertesacker in der Nationalelf. Hätte man das Pokalfinale jetzt mit einem Tor Unterschied verloren, dann hätte man wohl wirklich geglaubt, wieder alles richtig gemacht zu haben.</p>
<p>Jetzt haben Schaaf und Allofs hoffentlich eingesehen, dass man sich in der Sommerpause dringend um Verstärkung in der Defensive bemühen muss.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Haste schon jelesen?</title>
		<link>http://www.leidartikel.de/2010/05/haste-schon-jelesen/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 18:55:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.leidartikel.de/?p=1029</guid>
		<description><![CDATA[- Steht&#8217;n da heute? - Immer dat Gleiche, do: „Neuer Bankvorstand im Amt bestätigt. Hauptversammlung jubelt“ - Poah, die kriegen das immer noch irgendwie hin. - Aber echt. Kuck mal hier: „Bundeskanzler will erfolgreiche Pakistan-Mission verlängern.“ - Echt, is dat doch erfolgreich? Dem Kalle vom Fließband ist da neulich der Sohn jestorben. Sagen die Andern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/05/Zeitungen1.jpg" alt="" title="Zeitungen" width="560" height="236" class="alignnone size-full wp-image-1031" /><br clear="all"></p>
<p>- Steht&#8217;n da heute?<br />
- Immer dat Gleiche, do: „Neuer Bankvorstand im Amt bestätigt. Hauptversammlung jubelt“<br />
- Poah, die kriegen das immer noch irgendwie hin.<br />
- Aber echt. Kuck mal hier: „Bundeskanzler will erfolgreiche Pakistan-Mission verlängern.“<br />
- Echt, is dat doch erfolgreich? Dem Kalle vom Fließband ist da neulich der Sohn jestorben. Sagen die Andern was dazu?<br />
- Welchen Andern?<br />
- Na, de Opposition oder wie dat nochmal hieß.<br />
- Steht nix von. Ich find die Regierung aber ganz okay so. Die wollen jetzt die Steuern senken, steht hier. Und dat Bundesrats-Jebäude wird privatisiert, steht hier ooch.<br />
- Privatiwas? Was bedeutet denn das?<br />
- Weeß ick doch nich!<br />
<span id="more-1029"></span><br />
- Gestern wollte ich mal in die Stadt runter, so Arbeitskleidung kaufen. Der Chef meinte: Geh nich! Aber was soll ich machen. Ab und an musste echt ma raus hier. Aber dann: Kein Durchkommen, sag ich dir. Der reinste Bürgerkrieg. Vermummte schmeißen Feuer und so. Die Polizei ist mit denen nich fertig jeworden. Steht da wat drüber?<br />
- Hm&#8230; ja hier, ganz unten: „Ausschreitungen unter Kontrolle – Polizei nimmt 500 Terrorverdächtige fest.“<br />
- Hamse dann auch nich anders verdient.<br />
- Kuck mal hier: Sony PS5 muss n Renner sein. Kämpfste gegen 3D-Gegner und so. Preise runter auf 1.000 Mark.<br />
- Hah, lustig. Wie lange soll ich darauf sparen?<br />
- Sony macht auch Verluste, schreiben se hier. 500 Mio. letztes Quartal, „Umsatz wie erwartet leicht rückläufig. Vorstand dennoch sehr zufrieden.“<br />
- Dann geht dat ja noch.<br />
- Haste eigentlich von Kevin jehört? Hat nen neuen Job bei Großkauf. Redakteur sogar. Meldungen gehen direkt an den Tagesanzeiger. Neue Kooperation und so.<br />
- Der Kevin? Alter Schwede du. Wusste gar nicht, dass der alle Buchstaben kennt.<br />
- Nja, er meinte halt schon, sie würden seine Meldungen alle noch überarbeiten. Aber er soll die Themen aufschreiben.<br />
- Ist denn heute was von ihm drin?<br />
- Hmmm, nee&#8230; oder? Doch! Dit hier wahrscheinlich: „Neues Rutschparadies im Großkauf an der Helmut-Kohl-Straße von Bürgermeister festlich eingeweiht. Eintritt für Kinder 1,50 Mark, für Erwachsene 6 Mark. Ermäßigung bei Vorlage eines Einkaufszettels von mindestens 70 Mark: 50 Prozent“.<br />
- Ich schmeiß mich weg. Dat is ja wie früher mit dem Kegelverein.<br />
- Kegelverein?<br />
- Na ja, ich war doch mal Journalist. Da ging et manschma auch um sowas.<br />
- War wohl spannender, als hier beim Handschuber Lötkolben einzukaufen, wa?<br />
- Bauteile, Junge, ich kaufe hier Bauteile für unsere Dependantze in Namibia. Besser als den Leuten die Dinger auf Facebook anzudrehen.<br />
- Pass up du: Ich hab heute schon zwei verkauft! Noch drei mehr und ich bin produktivster Mitarbeiter der Woche, sagt mein Teamcoach.<br />
- Und wat bekommste dann? Zehn Pfennich mehr die Stunde?<br />
- Erstmal nix, glaube ich. Aber ich flieg auch nicht aus dem Team, wie die Andern. Wer zu wenig verkauft, fliegt.<br />
- Is halt so. Wie viele Leute erreicht ihr denn zur Zeit?<br />
- Achtzig Millionen. Der Chef will jetzt noch mehr Adressen kaufen.<br />
- Achtzig?! Dschiehses! Und die kriegen alle unseren Werbewisch zugeschickt?<br />
- Jepp.<br />
- Die Ärmsten!</p>
<p>- Hehe. Hey, pscht. Glaube, der Sicherheitsmann guckt und hört gerade mit.<br />
- Dem sein Job wollte ich aber auch nich haben.<br />
- KANNSTE LAUT SAGEN, hihi. Aber meinste gar nich: Der verdient 8 Mark die Stunde.<br />
- Watt? Der? Mann, dat hätt ich auch gerne.<br />
- Hättste mal was Anständiges gelernt! Du warst doch mal, wie hieß das noch: Blocker?<br />
- „Blogger“ hieß das. Ja, war ich auch mal. Dat is aber verdammt lange her.<br />
- Wie war das denn?<br />
- Na, irgendwann war es mit den Blogs vorbei. Hat keiner mehr gelesen. Mussten ja alle nur noch arbeiten. Und siehste ja heute, wie kurz Meldungen sind.<br />
- Oh ja, dat kannste sagen. Mein Ältester lernt Ultrakurzkommunikation in der Schule.<br />
- Ultrawas?<br />
- Kurzkommunikation. Wie du alles Wichtige in fünf Wörtern sagst und so Zeugs.<br />
- Sachen gibt&#8217;s. In welche Klasse geht&#8217;n der?<br />
- In die neunte.<br />
- Ah, schon. Geht er dann bald studieren?<br />
- Frag nicht! Das wird noch richtig teuer für mich.<br />
- Wat willer denn studieren? Wirtschaftstechnik oder Soziales?<br />
- Nee, er wollte Soziales. Aber jetzt gibt’s da an der Uni wohl nur noch Wirtschaftstechnik.<br />
- Echt? Und Soziales?<br />
- Ham se gestrichen. Lässt sich zu wenig Gewinn mit erzielen oder sowas. Müssen ja auch irgendwie sehen, wie se ihre Aktionäre zufrieden kriegen. Der Staat ist ja raus aus der Nummer.<br />
- Du hast doch auch mal studiert, oder? Was war das noch?<br />
- Damals Informatik. Gibt’s heute auch nicht mehr.<br />
- Gibt ja jetzt dieses Codeklick.<br />
- Ja, diese Scheißbaukästen. Aber gar nicht mal so schlecht, muss ich gestehen. Da kann jeder Idiot mit programmieren.<br />
- Und mit Programmierern kannst du die Straße pflastern.<br />
- Mit verkrachten Journalisten auch.<br />
- Ja ja ja. Von Codeklick bringen se aber auch nix mehr in den Nachrichten.<br />
- Nee, ein Kollege vom Band meinte, denen ihr Vertrag mit der Medienanstalt is ausgelaufen. Sollten das Doppelte zahlen, wollten se nich.<br />
- Schon fuchsig vom Staat, da Geld für zu nehmen!<br />
- Aber echt. Ich sach ja: So schlecht sind die gar nicht.<br />
- Du, ich glaube, wir müssen mal wieder, wa? Da vorne kommt der Sicherheitsmann.<br />
- Shit, wenn der mich sieht, war&#8217;s das mit dem Mitarbeiter der Woche. Wir sehen uns, ja? Wie lange musst du heute?<br />
- Och, geht, heute nur bis Acht. Gestern waren&#8217;s 13 Stunden. Das war bisschen viel. Du?<br />
- Heute bis Zehn. Samstag bis Drei.<br />
- Alles klar, du, mach&#8217;s gut!<br />
- Du auch! Und lass dich nicht schnappen.</p>
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		<title>Von Wolkenkratzern, Wirtschaftskrisen und Weltkriegen</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 10:41:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich will hier niemanden beunruhigen, bin aber auch sicher nicht der erste, der diesen Vergleich wagt. Und ihr müsst gestehen: die Parallelen sind erschreckend. Es fiel mir auf, als ich Anfang des Monats in New York das Empire State Building besichtigte. Das &#8211; heute wieder &#8211; größte Gebäude New Yorks misst 381 Meter und wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/04/EmpireStateBuilding.jpg" alt="Empire State Building" title="EmpireStateBuilding" width="208" height="300" class="alignleft size-full wp-image-1025" />Ich will hier niemanden beunruhigen, bin aber auch sicher nicht der erste, der diesen Vergleich wagt. Und ihr müsst gestehen: die Parallelen sind erschreckend. </p>
<p>Es fiel mir auf, als ich Anfang des Monats in New York das Empire State Building besichtigte. Das &#8211; heute wieder &#8211; größte Gebäude New Yorks misst 381 Meter und wurde 1931 eingeweiht &#8211; mitten in der Weltwirtschaftskrise. Gut, geplant wurde der Wolkenkratzer schon vor dem Schwarzen Freitag (25.10.1929), aber die dramatischen Kursverluste und die beginnende Eintrübung des Konsumklimas hielt die Bauherren nicht davon ab, das Projekt durchzuziehen. Und viele weitere folgten. Heute sieht es ähnlich aus.</p>
<p>Das Empire State Building war dabei nur die Spitze des Eisbergs. In die gleiche Epoche fällt der Bau vieler weiterer Wolkenkratzer in New York, zum Beispiel das Chrysler Building (319m, 1930), die Wall Street (283m, 1931) und das American International Building (290m, 1932). Nicht zu vergessen das Rockefeller Center, ein Komplex aus gleich mehreren Gebäuden mit dem GE Building als höchstem (259m). Der Bau des milliardenschweren Centers spie der Weltwirtschaftskrise regelrecht ins Gesicht: Er überdauerte die Krise, begann 1931 und endete erst 1940.<br />
<span id="more-1024"></span><br />
Typisch für die Zeit war auch eine schwache soziale Absicherung, eine stark klaffende Schere zwischen Arm und Reich. Auf der einen Seite Verlierer der Krise mit nur geringer sozialer Absicherung, auf der anderen Seite eben reiche Mäzen, die Milliarden von Dollar in Hochhäuser stecken.</p>
<p><strong>Wieder eine Weltwirtschaftskrise und wieder bauen die Mächtigen Wolkenkratzer</strong></p>
<p>Und wie sieht es heute aus? Ebenfalls Weltwirtschaftskrise. Ebenfalls starke Gegensätze zwischen Arm und Reich. Finanzjongleure, die sich von Gott auserwählt sehen, mit dem Geld der Anderen zu spielen, es zu verzocken und trotzdem ohne Konsequenzen davon zu kommen, ja mehr noch: es sogar als legitim verkaufen und ihre gekauften Redaktionen haben, die es ihnen in ihren fingierten Berichten nachplappern. </p>
<p>Und was machen die reichen Leute in den reichsten Staaten der Welt angesichts dieser Ungleichheiten und der Krise? Sie bauen Wolkenkratzer. Diesmal weltweit: Der Taipei 101 steht in Taiwan (508m, 2004), das Shanghai World Financial Center (492m, 2008) in China, der Burj Chalifa in Dubai (828m, 2010), um nur die allerhöchsten zu nennen. </p>
<p>Bei der Liste, welche Wolkenkratzer zur Zeit noch gebaut werden, auch in den USA, wird einem schwindelig: der Shanghai Tower (632m, geplant für 2014), der Makkah Clock Royal Tower in Mekka (591m, 2011), das One World Trade Center in New York (541m, 2013) an Stelle des zerstörten World Trade Centers, sowie das Pentominium in Dubai (516m, 2014) und der Qatar National Bank Tower in Doha (510m, 2014). Um nur die zu nennen, die über 500 Meter groß werden sollen. Es sind noch gut 40 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_h%C3%B6chsten_Geb%C3%A4ude_der_Welt#Die_h.C3.B6chsten_Wolkenkratzer_im_Bau">weitere Wolkenkratzer weltweit im Bau</a>, wobei es inzwischen wohl zum guten Ton gehört, sie mindestens 300 Meter hoch werden zu lassen.</p>
<p><strong>Ähnlicher Zeitgeist wie vor 80 Jahren</strong></p>
<p>Kurz gesagt: die ganze Welt darbt vor sich hin, es gibt starke Diskrepanzen zwischen superreich und working Poor. Global betrachtet gibt es nach wie vor Neokolonialismus (fast alles, was wir kaufen, wir von indischen oder chinesischen Arbeitssklaven hergestellt). Geld für Soziales ist nicht da, aber allerorten werden fleißig Statussymbole der Architektur gebaut.</p>
<p>Deutschland ist heute nur ein Teil des Problems und spielt längst keine tragende Rolle im weltweiten Finanzzirkus mehr. Damals schon herrschten in Deutschland allerdings krasse politische Gegensätze und eine &#8211; inzwischen bin ich wirklich geneigt zu sagen &#8211; eine ähnliche schwache Demokratie wie zur Zeit. Vielleicht sogar mit dem Unterschied, dass mir die heutige noch käuflicher erscheint. In vielen Ländern ist es ähnlich. Wir haben die europäische Freizügigkeit und eine Währungsunion (auch wenn letztere auf der Kippe steht) und trotzdem in fast jedem europäischen Mitgliedsland einen immer offener zur Schau getragenen Nationalismus. Diesmal richtet er sich vor allem gegen die potenzielle Gefahr aus Afrika, Nah- und Fernost und er geht immer öfter von der Politik aus.</p>
<p>Was gibt es noch für Gemeinsamkeiten zwischen damals und heute? Relative sexuelle Freizügigkeit, Amüsement als Kulturgut, die Etablierung eines neuen Massenmediums (damals Radio, heute Internet), Stärkung der Interessen der Wirtschaft zu Ungunsten der Arbeitnehmer und nicht zuletzt einen mutigen aber kraftlosen Pazifismus.</p>
<p>Und wir alle wissen, wie das damals ein paar Jahre später ausgegangen ist&#8230;</p>
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		<title>iCat</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 08:08:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bemerkenswert. Aber ob das Display danach nicht ein paar Kratzer hat?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bemerkenswert. Aber ob das Display danach nicht ein paar Kratzer hat? <img src='http://www.leidartikel.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Q9NP-AeKX40&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Q9NP-AeKX40&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Das moderne Unding: Die Kompaktzeitung</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 11:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neulich saß ich im Flugzeug und las Zeitung. Als mein Nebensitzer erkannte, was ich da las, guckte er beschämt weg. Eine junge Mutter schaute mit weit aufgerissenen Augen in meine Richtung und hielt ihrem fünfjährigen Sohn die Hände vors Gesicht. Wenig später bat die Stewardess mich, &#8220;derartige Praktiken&#8221; doch bitte auf die Zeit nach dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich saß ich im Flugzeug und las Zeitung. Als mein Nebensitzer erkannte, was ich da las, guckte er beschämt weg. Eine junge Mutter schaute mit weit aufgerissenen Augen in meine Richtung und hielt ihrem fünfjährigen Sohn die Hände vors Gesicht. Wenig später bat die Stewardess mich, &#8220;derartige Praktiken&#8221; doch bitte auf die Zeit nach dem Flug zu verschieben. Diverse Fluggäste würden sich in ihrem Ehrgefühl verletzt fühlen.<br />
<span id="more-1018"></span><br />
Mir aber gefiel die Zeitung und so versuchte ich wenige Tage später, im Kiosk meines Vertrauens ein aktuelleres Exemplar zu erwerben. Der Besitzer lächelte mir wie immer freundlich zu und fragte scherzend, was ich denn heute gerne lesen wolle. Den &#8220;Playboy&#8221;, die &#8220;St.Pauli Nachrichten&#8221; oder doch das &#8220;Senior Fetisch Magazin&#8221;? Ich nannte den Namen der Zeitung. Nein, sagte er kurz darauf entschieden mit gefrierendem Lächeln. Etwas Derartiges führe er nicht, werde er auch nie ins Programm aufnehmen, und im übrigen: dort drüben sei die Tür.</p>
<p>Ich wollte die &#8220;Welt Kompakt&#8221;.</p>
<p>Na gut, die oben genannten Geschichten haben sich nicht wirklich so zugetragen. Aber spricht man mit Vertretern der Medienszene, beschleicht einen schon das Gefühl, dass die Zeitung genau diesen verschrieenen Ruf hat: zu dünn, zu unseriös, einfach nicht tiefgründig, Totengräber des Verlagswesens, nicht das Papier wert auf dem es gedruckt steht. Im Vergleich zur Haute Cousine der Tageszeitungen wäre die &#8220;Welt Kompakt&#8221; wie das Frühstück aus einer Kloschüssel. Man wird belächelt, wenn man soetwas liest.</p>
<p>Nach mehrmaliger Lektüre der &#8220;Welt kompakt&#8221; habe ich einen anderen Eindruck. Die Zeitung ist mit 32 Seiten im Tabloid-Format sehr dünn, kostet 80 Cent und informiert über das wichtigste Tagesgeschehen in einer knappen halben Stunde. Das ist meist das einzige, was Kritiker der verhassten &#8220;Bild&#8221;-Zeitung Positives abgewinnen können. Dabei ist die &#8220;Welt Kompakt&#8221; nicht einmal ansatzweise mit dem reißerischen Journalismus der größten deutschen Boulevardzeitung aus gleichem Hause zu vergleichen. Harte Meldungen und Meinungen wechseln zwar ab, sind aber ganz deutlich voneinander getrennt.</p>
<p>Politik, Wirtschaft und Kultur haben bei der &#8220;Welt Kompakt&#8221; einen für die Zielgruppe (junges Publikum) erstaunlich hohen Stellenwert. Sport und Boulevard halten sich dagegen in Grenzen. Was gleich auf den ersten Blick auffällt und was mir sehr gut gefällt: Die Zeitung ist sehr internetaffin. Auf der Titelseite finden sich die &#8220;Tweets des Tages&#8221; und ein Hinweis auf die Facebook-Seite der Zeitung. Eine Doppelseite allein über Internetthemen mit einer Kolumne von Jürgen Stüber, und auch in den &#8220;seriösen&#8221; Rubriken wie Politik und Wirtschaft immer der Aufruf an die Leser, sich mit den Redakteuren über Twitter auszutauschen. </p>
<p>Wird auf Extra-Content wie Videos oder Interviews hingewiesen, erscheint unter vielen Beiträgen eine Kurz-URL oder ein QR-Code, der &#8211; mit der Smartphone-Kamera aufgenommen &#8211; einen Link öffnet.</p>
<p>Die harten Meldungen werden zum größten Teil gekürzt aus dem Pool der &#8220;Welt&#8221; übernommen und um weitere Artikel ergänzt. Diese Ergänzungen klingen wie guter Nachwuchs- oder Online-Journalismus. Mir ist aber in der Qualität der Inhalte und der Stichhaltigkeit der Informationen auf den ersten Blick nichts Negatives aufgefallen. Die blogartige Stilform sehe ich eher als moderne Bereicherung.</p>
<p>Man könnte auch sagen: Die &#8220;Welt Kompakt&#8221; scheint die einzige Tageszeitung zu sein, deren Macher erkannt haben, worum es geht. Wer nicht gerade arbeitslos oder im Ruhestand den Tag auf dem Sofa verbringt, hat doch schon längst keine zwei Stunden mehr Zeit, die die Lektüre der &#8220;FAZ&#8221; oder der &#8220;Süddeutschen Zeitung&#8221; zu studieren, inklusive aller Börsenkurse und Kleinanzeigen.</p>
<p>Mir gefällt das abgespeckte Format. Zur Förderung des Journalismus würde ich mir zusätzlich noch eine gute Reportage am Tag wünschen. Ansonsten aber finde ich Länge und Inhalt genau richtig. Das Blatt, das er mittlerweile schon seit sechs Jahren gibt, zeigt den anderen, wo sie in zehn Jahren sein werden, wenn sie überleben wollen. Und da wird es den Platzhirschen nichts nützen, weiterhin Qualitätsjournalismus mit zweistündiger Lektüre zu verwechseln und auf die hinabzusehen, die sich in deutlich kürzerer Zeit gut informieren wollen. Ich bleibe dabei.</p>
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