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	<title>Leidartikel &#187; Alltagsleid</title>
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	<description>Das Leben aus einer anderen Perspektive.</description>
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		<title>Krank sein</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 22:24:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Etwa einmal im Jahr erwischt es mich und fast immer auf die gleiche Weise. Es beginnt mit einem Kratzen im Hals im Büro. Und ab da ist es eigentlich schon zu spät, ich kann die Uhr danach stellen und mich bei meinem Chef schon einmal für den nächsten und die kommenden Tage krank melden &#8211; [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwa einmal im Jahr erwischt es mich und fast immer auf die gleiche Weise. Es beginnt mit einem Kratzen im Hals im Büro. Und ab da ist es eigentlich schon zu spät, ich kann die Uhr danach stellen und mich bei meinem Chef schon einmal für den nächsten und die kommenden Tage krank melden &#8211; was ich diesmal auch vorsorglich getan habe. Denn ab da gibt es kein Zurück mehr: Ich werde krank. Erst kommen die Halsschmerzen, dann das Fieber, Schnupfen, Gliederschmerzen, schließlich der Husten. Ich habe in der Vergangenheit alles versucht, um das abzuwenden. Von heißem Bier bishin zu Metavirulent; helfen tut nie etwas. Der Arzt nennt es &#8220;Bronchitis&#8221; und fragt, ob ich Antibiotika oder lieber Soledum will. Bei letzterem würde ich bald wie ein Koala-Bär riechen. Klingt erstrebenswert, kaufe ich also.</p>
<p>In den ersten zwei Tagen bin ich beinahe dankbar für die Zwangspause. Ich verlasse das Bett kaum, gucke meine Lieblingsserien und Filme auf DVD oder iTunes. Mein Körper erholt sich vom Stress der vergangenen Wochen, der sicherlich eine Mitschuld für die Krankheit trägt. Ich bin zu nichts zu gebrauchen, tue nur hin und wieder draußen ein paar Schritte an der frischen Luft, klinge laut einem Freund, den ich zufällig auf dem Heimweg vom Arztbesuch treffe, wie Alf. <span id="more-1206"></span></p>
<p>Spätestens am dritten Tag wird mir langweilig. Ich habe diesmal eine ganze Staffel &#8220;Breaking Bad&#8221; geschafft, einen Roman und zwei Spielfilme und langweile mich zu Tode. Vielleicht könnte ich mal im Feedreader gucken, ob schonmal etwas für die Arbeit&#8230; &#8211; nein nur keinen Stress, sonst verschleppt man die Krankheit. Am vierten Tag sind plötzlich die meisten Symptome weg und man kommt sich vor wie ein Faulpelz, weil man noch nicht wieder arbeitet. Dabei bin ich noch lange nicht geheilt, der Körper tut nur so. Ich schniefe immer noch wie ein kleiner Junge, bekomme gelegentliche Hustenanfälle und Schweißausbrüche und wäre nicht im Stande, einen Kilometer im Dauerlauf zurückzulegen. Das ist die gefährlichste Zeit, bei der viele den Fehler machen, schon wieder arbeiten zu gehen, obwohl sie noch lange nicht gesund und in hohem Maße ansteckend sind.</p>
<p>Ich versuche, das beste aus der Situation zu machen. Ein bisschen Kultur und Unterhaltung (Romane und DVDs halt), ein paar Leute anrufen, auf Facebook und im Privatblog (right here!) über das Kranksein herumheulen. Ansonsten wirklich mal entspannen. Was man eigentlich sonst im Urlaub macht. Es sei denn, man wird vorher krank.</p>


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		<title>Nichtstun</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 22:53:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsfreud]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagsleid]]></category>
		<category><![CDATA[Leidkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Einfach mal nichts tun. Kein iPhone, kein Computer, kein Internet, kein Buch, das man schon lange einmal lesen wollte. Kein Fernsehbild, keine Musik, keine Hausarbeit, die schon lange gewartet hat. Niemanden anrufen, nichts essen, kein Whisky, um diese kurze Phase der Gemütlichkeit zu genießen, kein lecker Bierchen zur Hand nehmen. Mal nichts arbeiten. Nichts, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einfach mal nichts tun. Kein iPhone, kein Computer, kein Internet, kein Buch, das man schon lange einmal lesen wollte. Kein Fernsehbild, keine Musik, keine Hausarbeit, die schon lange gewartet hat. Niemanden anrufen, nichts essen, kein Whisky, um diese kurze Phase der Gemütlichkeit zu genießen, kein lecker Bierchen zur Hand nehmen. Mal nichts arbeiten. Nichts, was ablenkt, nichts, was die Sinne betäubt. Nur du und du selbst für ein, zwei, drei Stunden, in denen du sonst locker dies und das machen könntest. Einfach nur daliegen und absolut nichts tun. Nichts.</p>
<p>Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!<br />
Ah?!<br />
Aah!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Lehrer</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 22:25:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsleid]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrer]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Schule lässt einen nie ganz los. Vielleicht, weil sie in dieser sehr emotionalen Phase des Erwachsenwerdens unverhältnismäßig viel Raum einnimmt. Als Schüler ist man tagtäglich nicht nur der dynamischen Herrschaftsform der Klasse ausgesetzt, sondern gleich mehreren politischen Regimen verschiedener Lehrer. Zurückblickend erinnere ich mich an folgende sechs Typen von Pädagogen:</p> Der Freigeist: Mein Deutschlehrer [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schule lässt einen nie ganz los. Vielleicht, weil sie in dieser sehr emotionalen Phase des Erwachsenwerdens unverhältnismäßig viel Raum einnimmt. Als Schüler ist man tagtäglich nicht nur der dynamischen Herrschaftsform der Klasse ausgesetzt, sondern gleich mehreren politischen Regimen verschiedener Lehrer. Zurückblickend erinnere ich mich an folgende sechs Typen von Pädagogen:</p>
<ol>
<li><strong>Der Freigeist:</strong> Mein Deutschlehrer war so einer. Begnadeter Theater-Regisseur, kräftige, markante Stimme, und es gab auch immer etwas zu lachen im Unterricht. Nur, wenn es um das Stoffliche ging, wurde es prekär. Fragte uns vor der Stunde über Grammatik ab, die er uns noch gar nicht beigebracht hatte und schalt dann die ganze Klasse, wie schlecht wir seien, weil es keiner wusste. Im Nachheinein betrachtet: der Typ Lehrer, der vom Unterrichtsstoff am wenigsten wusste, es nicht vermitteln konnte und seinen Beruf eigentlich verfehlt hat.</li>
<li><strong>Der Diktator:</strong> In meinem Falle ein Sport- und Biolehrer. Gibt einem besonders gerne viel Hausaufgaben auf, damit man alles auswendig lernt, reagiert auf Fragen mit Sarkasmus und stellt Schüler vor der ganzen Klasse bloß, die etwas nicht wissen. Im Nachhinein betrachtet: der Lehrer, der es einfach nicht drauf hat, Unterrichtsstoff verständlich rüberzubringen, bei dem man aber doch erstaunlich viel gelernt hat.</li>
<li><strong>Der machtlose Staatschef:</strong> Typ Kunst- oder Musiklehrer: Väterliche oder mütterliche Figur, die es nicht so richtig schafft, ernst genommen zu werden oder sich durchzusetzen. Sorgt meist für eine laute Geräuschkulisse in der Klasse, fachlich kommt nicht viel bei rum. Im Nachhinein betrachtet trotzdem der Typ Lehrer, an dessen Unterricht man sich gerne zurückerinnert und oft der Typ, der überraschend gerechte Noten verteilt hat.</li>
<li><strong>Der Kumpeltyp:</strong> Nimmt es weder mit den Hausaufgaben noch mit der Pünktlichkeit so genau, hat einen sehr lockeren, fast freundschaftlichen Ton im Umgang mit den Schülern, und in den letzten Stunden vor den Sommerferien werden im Unterricht auch schon mal die neuesten Spielfilme auf Video geguckt. Im Nachhinein betrachtet aber der Typ Lehrer, der erstaunlich schlechte Noten verteilt hat.</li>
<li><strong>Die Labertasche</strong>, vor allem in Fächern wie Geschichte oder auch Englisch in der Oberstufe: Unterricht hieß hier, dass vorne einer aus dem Nähkästchen plaudert, während der Rest im Raum sich in eine andere Realität flüchtet. Spätestens ein paar Tage vor der Klausur gerät dann die ganze Klasse in Aufruhr, weil sie keinen greifbaren Stoff zum Lernen hat. Was aber nichts macht, da es eh nur eine Textinterpretation gibt und alle mit einer Note zwischen 2 und 4 wegkommen. Im Nachhinein betrachtet der Typ Lehrer, an den man sich am schlechtesten erinnern kann. Für viele Schüler allerdings auch endlich die Möglichkeit, ihre Nichtaufmerksamkeit in wirklich Produktives umzumünzen, das ihnen im späteren Leben einmal etwas nützen wird: Malen, kreatives Schreiben, Fußball-Tippgemeinschaften.</li>
<li><strong>Der Demokrat.</strong> Und dann gab es ihn tatsächlich noch: den Lehrer, der so war, wie man ihn sich immer gewünscht hat. Der alle Schüler fair behandelt und sich gar nicht erst durchsetzen muss, weil ihn schon aufgrund seines Auftretens alle Schüler respektieren. Der den Stoff so interessant und anschaulich rüber bringt, dass man sich auf den Unterricht fast freut. Im Nachhinein betrachtet der einzige Typ Lehrer, den man auf einem Nachtreffen gerne wieder treffen wollte und mit dem es kein Problem wäre, ein gemeinsames Gesprächsthema zu finden. Ich war in meiner Schulzeit auf drei verschiedenen Schulen. Diesen Typus Lehrer gab es in jeder Schule nur genau einmal. Das dürfte in etwa jeder 15. Lehrer gewesen sein, den ich hatte.</li>
</ol>


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		<title>&#8220;Vielen Dank für das nette Gespräch. Wir lassen Sie dann mal für unbestimmte Zeit in der Luft hängen.&#8221;</title>
		<link>http://www.leidartikel.de/2010/08/vielen-dank-fur-das-nette-gesprach-wir-lassen-sie-dann-mal-fur-unbestimmte-zeit-in-der-luft-hangen/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 11:46:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Willst du mit mir gehen? Ja, Nein, Vielleicht! Was aus Teenagerzeiten vom Schulhof bekannt ist, gilt auch heute noch, diesmal vor allem im Berufsleben. In den meisten Fällen wird immer noch &#8220;Vielleicht&#8221; angekreuzt. Für den, der ankreuzt, ist das eine tolle Situation. Er ist begehrt, er weiß, dass der andere an einen denkt und alles [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Willst du mit mir gehen? <s>Ja</s>, <s>Nein</s>, Vielleicht! Was aus Teenagerzeiten vom Schulhof bekannt ist, gilt auch heute noch, diesmal vor allem im Berufsleben. In den meisten Fällen wird immer noch &#8220;Vielleicht&#8221; angekreuzt. Für den, der ankreuzt, ist das eine tolle Situation. Er ist begehrt, er weiß, dass der andere an einen denkt und alles für einen tun würde. Für den, der wartet, ist es ein Alptraum. Er hängt in der Luft, oft wochenlang, kann nicht weiterplanen, hat Hoffnung und wird am Ende in der Regel doch enttäuscht.</p>
<p>Ich hab es zuletzt vor allem während der Jobsuche kennengelernt. Im April: Ein Bekannter meldet sich und freut sich, dass seine Redaktion dringend Verstärkung braucht, aber niemanden findet. &#8220;Toll!&#8221;, freue ich mich, der gerade einen Job beendet hat, &#8220;wann soll&#8217;s losgehen?&#8221; &#8211; &#8220;Am besten gestern! Ich leite deinen Lebenslauf weiter; die Chefredaktion meldet sich dann bei dir!&#8221;</p>
<p>Es dauerte vier Wochen, bis ich eine Antwort bekomme. Vier Wochen, in denen ich jedes andere langfristige Projekt ablehnte. Es war mir halt fast schon zugesagt worden. Vier Wochen, in denen meine Motivation von Tag zu Tag sinkt. Was soll denn das? Ihr wollt mich doch, es war doch sicher &#8211; oder nicht? Schließlich ruft der Chefredakteur an und lädt mich zu einem Kennenlerngespräch ein. Es verläuft positiv. Wann ich anfangen solle, frage ich. &#8220;Wenn&#8217;s nach mir ginge&#8221;, sagt der Chefred, &#8220;am liebsten vorgestern.&#8221; Ich verkneife mir eine Bemerkung.<br />
<span id="more-1097"></span><br />
Wieder höre ich eine Woche lang nichts, erreiche den Chefred nicht per Mail oder Telefon. Also jetzt doch kein Interesse mehr? Ich beginne, mich nach anderen Jobs umzusehen. Dann endlich der Anruf: &#8220;Morgen um 11 Uhr geht&#8217;s los. Ich stelle Sie dann der Redaktion vor.&#8221; Also kein Vorgestern mehr, aber nach über fünf Wochen Wartezeit trotzdem bitteschön ein Sofort.</p>
<p><strong>Die Ungewissheit ist zu einem Lebensgefühl geworden</strong></p>
<p>Szenenwechsel. Eine Freundin bietet mir an, meinen Lebenslauf an ihren Chef weiterzuleiten. Der zeigt sich interessiert und versichert ihr: &#8220;Ich rufe ihn am Montag mal an.&#8221; </p>
<p>Er meldet sich die ganze Woche nicht. Wenig später finde ich eine Stellenanzeige des Jobs bei einer Personalagentur, bewerbe mich, werde &#8220;zu diesem Zeitpunkt&#8221; abgelehnt. Na gut, hätte man auch direkter sagen können. Die Personalagentur fragt mich eine Woche später, ob ich Interesse an einem vierwöchigen Aushilfsjob hätte. Habe ich. Der Auftraggeber scheint interessiert, &#8220;am Freitag, spätestens Anfang nächster Woche&#8221; wisse man genaueres. Es kommt kein Anruf.</p>
<p>Mittwochs rufe ich selbst bei der Agentur an, die leider noch nichts gehört hat. Ich bitte sie, noch einmal nachzuhaken. Und wundere mich selbst über meinen Gedanken: Es geht mir nicht mehr darum, den Job zu bekommen. Ich will einfach nur <strong>eine Absage</strong> haben, damit ich planen kann, damit ich Bescheid weiß. Damit ich endlich wieder auf den Füßen stehen kann und nicht mehr in der Luft hänge.</p>
<p>Denn das ist in diesen Zeiten zum Lebensgefühl geworden. Gewissheit? Planungssicherheit? Für irgendwas? Fehlanzeige. Die Firmen haben ihre eigenen Unsicherheiten an die Erwerbsfähigen abgewälzt. Sie spielen mit uns. Und wir haben keine Chance, uns dagegen zu wehren. Oder doch?</p>
<p><strong>Wer &#8220;vielleicht&#8221; sagt, sagt &#8220;nein&#8221;</strong></p>
<p>Ich hab daraus gelernt. Wenn es keine Sicherheit mehr gibt, dann ist Warten die falsche Strategie. &#8220;Wir melden uns dann mal&#8230;&#8221;? Gut, aber in der Zwischenzeit nehme ich jedes andere Angebot an, wenn ihr mich so wenig nötig habt! Nach spätestens zwei Wochen hake ich selbst nach. Wenn dann immer noch Ausflüchte kommen, sage ich selbst ab. Klingt radikal? Aber wer mich so lange hängen lässt, so viel ist mir inzwischen klar, der will mich auch nicht wirklich.</p>
<p>Es geht nämlich auch anders. Kürzlich ein Vorstellungsgespräch in Köln. Es läuft gut, aber es gibt über 150 Mitbewerber. &#8220;Wir haben mehrere Leute eingeladen, und &#8211; ganz ehrlich &#8211; die wollen wir natürlich alle noch treffen&#8221;, sagt die Personalerin. &#8220;Dazu bin ich eine Woche in Urlaub. Aber in spätestens drei Wochen melden wir uns bei Dir.&#8221; Sie duzt mich &#8211; und hält Wort. Nach zweieinhalb Wochen kommt ein Schreiben &#8211; per Post: &#8220;&#8230; vielen lieben Dank für das nette Gespräch und Dein Interesse &#8230; Haben wir noch jemanden gefunden, der im Bereich Werbetext noch besser zu uns passt &#8230;&#8221;</p>
<p>Es ist eine Absage &#8211; über die ich mich selten so gefreut habe.</p>


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		<title>Zurücktreten</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 07:41:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[BP]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Zurücktreten, das hatte einmal etwas von Größe. Ein altgedienter Staatsmann, der das Zepter weitergibt, damit frischer Wind durch das Land weht. Ein erfolgreicher Firmenchef, der an der Spitze seines Erfolges die Geschäfte seinem Sohn überträgt, den er über die Jahre aufgebaut hat und ihn nun für fähiger hält als sich selbst.</p> <p>Zurücktreten, das hat in [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Zurücktreten, das hatte einmal etwas von Größe. Ein altgedienter Staatsmann, der das Zepter weitergibt, damit frischer Wind durch das Land weht. Ein erfolgreicher Firmenchef, der an der Spitze seines Erfolges die Geschäfte seinem Sohn überträgt, den er über die Jahre aufgebaut hat und ihn nun für fähiger hält als sich selbst.</p>
<p>Zurücktreten, das hat in den letzten Jahren einen ganz anderen Geschmack bekommen. Ein eigentlich beliebter Präsident, der beim ersten Anzeichen von Kritik die Segel streicht. Ein Firmenchef, der die Sintflut heraufbeschworen hat, die erst kommt, wenn er sich längst auf dem höchsten Berggipfel abgesetzt hat. Ein Ministerpräsident, der keine Lust mehr hat und in der Wirtschaft mehr Geld verdienen kann.</p>
<p>Aktuellstes Beispiel: der scheidende BP-Chef Tony Hayward. Die Katastrophe ist da, der Konzern schreibt einen Milliardenverlust, ist also schon komplett vor die Wand gefahren. Und dann tritt er zurück. &#8220;Ich bin dann mal weg, ihr macht das da schon mit dem Öl.&#8221; Er könnte jetzt sogar noch eine Abfindung in Höhe von 14 Millionen Euro kassieren, quasi als Dank für schlechtes Krisenmanagement.</p>
<p>Kaum jemand dürfte Hayward eine Träne nachweinen. Aber in Zeiten, in denen ein Rücktritt eher der Flucht vor der eigenen Verantwortung darstellt, sollte man sich langsam einmal Alternativen überlegen, die echten Strafen gleichen. Eine Strafversetzung zum Beispiel an einen weniger schönen Ort oder einen deutlich niedrigeren Posten. Oder, aber das gilt leider als so altmodisch, dass es mittlerweile schon wieder echt modern wäre: Buße tun. Ein Ex-BP-Chef, der selbst an der Golfküste Steine schrubbt und Vögel rettet, bis er geläutert ist, das hätte was. Und dann könnte man ihm irgendwann auchmal vergeben. So aber nicht.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Werder: Eine Demontage zur rechten Zeit</title>
		<link>http://www.leidartikel.de/2010/05/werder-eine-demontage-zur-rechten-zeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 May 2010 13:40:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsleid]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Pokal]]></category>
		<category><![CDATA[Werder]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Aus gegebenem Anlass heute mal Sport: Wie Millionen anderer entsetzter Fans habe ich gestern in meiner Stammkneipe Werders 0:4-Niederlage im Pokalfinale gegen Bayern miterleben müssen. Ich hoffe, die Verantwortlichen sind dadurch wach gerüttelt worden, denn so eine Schmach möchte ich nicht wieder erleben.</p> <p>Es geht nicht darum, dass Bayern am Ende gewonnen hat. Der Sieg [...]


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<li><a href='http://www.leidartikel.de/2008/04/schluss-mit-dem-bloggen-zeit-fuer-etwas-anderes/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Schluss mit dem Bloggen: Zeit f&#252;r etwas anderes'>Schluss mit dem Bloggen: Zeit f&#252;r etwas anderes</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus gegebenem Anlass heute mal Sport: Wie Millionen anderer entsetzter Fans habe ich gestern in meiner Stammkneipe Werders 0:4-Niederlage im Pokalfinale gegen Bayern miterleben müssen. Ich hoffe, die Verantwortlichen sind dadurch wach gerüttelt worden, denn so eine Schmach möchte ich nicht wieder erleben.</p>
<p>Es geht nicht darum, dass Bayern am Ende gewonnen hat. Der Sieg geht auch in der Höhe vollkommen in Ordnung, Bayern hätte schon zur Pause 3:0 führen müssen. Die Bayern sind im Moment einfach eine der besten Mannschaften Europas und sollen jetzt bitte auch das Triple holen.</p>
<p>Aber wer sich wie Werder vom deutschen Meister derart deklassieren lässt, der muss sich wirklich mal fragen, ob er im europäischen Wettbewerb, vielleicht sogar der Champions League in der Form etwas zu suchen hat.<br />
<span id="more-1034"></span><br />
Gegen die Offensivabteilung ist wie immer nichts zu sagen, nur nach hinten gab es wieder massivste Probleme, wie eigentlich schon die gesamte Saison über, und die Saison davor und die Saison davor&#8230;</p>
<p><strong>International zu schwach</strong></p>
<p>Das war auch der Grund, warum man im Achtelfinale der Euroleague gegen Valencia nicht mit einem 1:2 ausgeschiden ist, sondern mit einem 4:4. Und wohl auch der Grund, warum man jetzt wieder mit 0:4 gegen einen echten europäischen Spitzenklub verloren hat. Mit dieser Abwehr kann Werder im internationalen Spitzenfußball keinen Blumentopf gewinnen.</p>
<p>Von daher ist gerade die Höhe der Niederlage gegen die Bayern hoffentlich ein Weckruf. Am Ende klangen die Verantwortlichen schon fast wieder zufrieden. In der Bundesliga ist es noch Platz 3 geworden, Champions-League-Qualifikation, noch vor Herbstmeister Leverkusen. Mit 71 Toren hinter den Bayern der zweitbeste Sturm. Torwart Tim Wiese und der beste Abwehrspieler Per Mertesacker in der Nationalelf. Hätte man das Pokalfinale jetzt mit einem Tor Unterschied verloren, dann hätte man wohl wirklich geglaubt, wieder alles richtig gemacht zu haben.</p>
<p>Jetzt haben Schaaf und Allofs hoffentlich eingesehen, dass man sich in der Sommerpause dringend um Verstärkung in der Defensive bemühen muss.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Von Wolkenkratzern, Wirtschaftskrisen und Weltkriegen</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 10:41:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Wolkenkratzer]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ich will hier niemanden beunruhigen, bin aber auch sicher nicht der erste, der diesen Vergleich wagt. Und ihr müsst gestehen: die Parallelen sind erschreckend. </p> <p>Es fiel mir auf, als ich Anfang des Monats in New York das Empire State Building besichtigte. Das &#8211; heute wieder &#8211; größte Gebäude New Yorks misst 381 Meter und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/04/EmpireStateBuilding.jpg" alt="Empire State Building" title="EmpireStateBuilding" width="208" height="300" class="alignleft size-full wp-image-1025" />Ich will hier niemanden beunruhigen, bin aber auch sicher nicht der erste, der diesen Vergleich wagt. Und ihr müsst gestehen: die Parallelen sind erschreckend. </p>
<p>Es fiel mir auf, als ich Anfang des Monats in New York das Empire State Building besichtigte. Das &#8211; heute wieder &#8211; größte Gebäude New Yorks misst 381 Meter und wurde 1931 eingeweiht &#8211; mitten in der Weltwirtschaftskrise. Gut, geplant wurde der Wolkenkratzer schon vor dem Schwarzen Freitag (25.10.1929), aber die dramatischen Kursverluste und die beginnende Eintrübung des Konsumklimas hielt die Bauherren nicht davon ab, das Projekt durchzuziehen. Und viele weitere folgten. Heute sieht es ähnlich aus.</p>
<p>Das Empire State Building war dabei nur die Spitze des Eisbergs. In die gleiche Epoche fällt der Bau vieler weiterer Wolkenkratzer in New York, zum Beispiel das Chrysler Building (319m, 1930), die Wall Street (283m, 1931) und das American International Building (290m, 1932). Nicht zu vergessen das Rockefeller Center, ein Komplex aus gleich mehreren Gebäuden mit dem GE Building als höchstem (259m). Der Bau des milliardenschweren Centers spie der Weltwirtschaftskrise regelrecht ins Gesicht: Er überdauerte die Krise, begann 1931 und endete erst 1940.<br />
<span id="more-1024"></span><br />
Typisch für die Zeit war auch eine schwache soziale Absicherung, eine stark klaffende Schere zwischen Arm und Reich. Auf der einen Seite Verlierer der Krise mit nur geringer sozialer Absicherung, auf der anderen Seite eben reiche Mäzen, die Milliarden von Dollar in Hochhäuser stecken.</p>
<p><strong>Wieder eine Weltwirtschaftskrise und wieder bauen die Mächtigen Wolkenkratzer</strong></p>
<p>Und wie sieht es heute aus? Ebenfalls Weltwirtschaftskrise. Ebenfalls starke Gegensätze zwischen Arm und Reich. Finanzjongleure, die sich von Gott auserwählt sehen, mit dem Geld der Anderen zu spielen, es zu verzocken und trotzdem ohne Konsequenzen davon zu kommen, ja mehr noch: es sogar als legitim verkaufen und ihre gekauften Redaktionen haben, die es ihnen in ihren fingierten Berichten nachplappern. </p>
<p>Und was machen die reichen Leute in den reichsten Staaten der Welt angesichts dieser Ungleichheiten und der Krise? Sie bauen Wolkenkratzer. Diesmal weltweit: Der Taipei 101 steht in Taiwan (508m, 2004), das Shanghai World Financial Center (492m, 2008) in China, der Burj Chalifa in Dubai (828m, 2010), um nur die allerhöchsten zu nennen. </p>
<p>Bei der Liste, welche Wolkenkratzer zur Zeit noch gebaut werden, auch in den USA, wird einem schwindelig: der Shanghai Tower (632m, geplant für 2014), der Makkah Clock Royal Tower in Mekka (591m, 2011), das One World Trade Center in New York (541m, 2013) an Stelle des zerstörten World Trade Centers, sowie das Pentominium in Dubai (516m, 2014) und der Qatar National Bank Tower in Doha (510m, 2014). Um nur die zu nennen, die über 500 Meter groß werden sollen. Es sind noch gut 40 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_h%C3%B6chsten_Geb%C3%A4ude_der_Welt#Die_h.C3.B6chsten_Wolkenkratzer_im_Bau">weitere Wolkenkratzer weltweit im Bau</a>, wobei es inzwischen wohl zum guten Ton gehört, sie mindestens 300 Meter hoch werden zu lassen.</p>
<p><strong>Ähnlicher Zeitgeist wie vor 80 Jahren</strong></p>
<p>Kurz gesagt: die ganze Welt darbt vor sich hin, es gibt starke Diskrepanzen zwischen superreich und working Poor. Global betrachtet gibt es nach wie vor Neokolonialismus (fast alles, was wir kaufen, wir von indischen oder chinesischen Arbeitssklaven hergestellt). Geld für Soziales ist nicht da, aber allerorten werden fleißig Statussymbole der Architektur gebaut.</p>
<p>Deutschland ist heute nur ein Teil des Problems und spielt längst keine tragende Rolle im weltweiten Finanzzirkus mehr. Damals schon herrschten in Deutschland allerdings krasse politische Gegensätze und eine &#8211; inzwischen bin ich wirklich geneigt zu sagen &#8211; eine ähnliche schwache Demokratie wie zur Zeit. Vielleicht sogar mit dem Unterschied, dass mir die heutige noch käuflicher erscheint. In vielen Ländern ist es ähnlich. Wir haben die europäische Freizügigkeit und eine Währungsunion (auch wenn letztere auf der Kippe steht) und trotzdem in fast jedem europäischen Mitgliedsland einen immer offener zur Schau getragenen Nationalismus. Diesmal richtet er sich vor allem gegen die potenzielle Gefahr aus Afrika, Nah- und Fernost und er geht immer öfter von der Politik aus.</p>
<p>Was gibt es noch für Gemeinsamkeiten zwischen damals und heute? Relative sexuelle Freizügigkeit, Amüsement als Kulturgut, die Etablierung eines neuen Massenmediums (damals Radio, heute Internet), Stärkung der Interessen der Wirtschaft zu Ungunsten der Arbeitnehmer und nicht zuletzt einen mutigen aber kraftlosen Pazifismus.</p>
<p>Und wir alle wissen, wie das damals ein paar Jahre später ausgegangen ist&#8230;</p>
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		<title>Burka-Verbot</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 08:37:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Belgien]]></category>
		<category><![CDATA[Burka]]></category>
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		<category><![CDATA[Islamophobie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Belgien steht kurz vor der Einführung eines nationalen Burka-Verbots. Frauen mit dem Ganzkörperschleier soll damit der Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und außerdem Einkaufszentren verwehrt werden. Eine hanebüchene Fehlentscheidung, die muslimische Frauen geradewegs in die Isolation treibt.<br /> <br /> Ich bin bestimmt kein Freund der Verschleierung und ihrer Extremvariante, der Burka. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Belgien steht kurz vor der Einführung eines nationalen Burka-Verbots. Frauen mit dem Ganzkörperschleier soll damit der Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln, öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und außerdem Einkaufszentren verwehrt werden. Eine hanebüchene Fehlentscheidung, die muslimische Frauen geradewegs in die Isolation treibt.<br />
<span id="more-1013"></span><br />
Ich bin bestimmt kein Freund der Verschleierung und ihrer Extremvariante, der Burka. Aber durch ein Verbot schafft man sie nicht ab, man erreicht damit nur, dass die Trägerinnen das Haus gar nicht mehr verlassen.</p>
<p>Was genau erwarten die belgischen Volksvertreter? Dass traditionelle muslimische Frauen sich jetzt in einem Anflug von Freiheit die Schleier vom Leib reißen und der konservativen islamischen Gesellschaft die nackte Schulter zeigen? Genau das Gegenteil wird doch der Fall sein: Nun nimmt man Burka-Trägerinnen das letzte bisschen Freiheit, das sie noch hatten. Nun schließt man sie endgültig vom öffentlichen Leben aus und treibt sie vollends in die Parallelgesellschaft.</p>
<p><strong>Gleichberechtigung in Europa schon überall vollzogen?</strong></p>
<p>Befürworter des Verbots werden jetzt sagen: &#8220;Ja nun, aber irgendwas müssen wir gegen diese unmenschliche Verschleierung tun.&#8221; Richtig, aber bitte nicht sowas! Wer mehr Integration und Emanzipation der Muslime will, der muss bei der Bildung ansetzen. Das bedeutet Koranschulen, Koranunterricht, Integrations- und Sprachkurse. Und es bedeutet genauso, dass die europäischen &#8220;Ureinwohner&#8221; langsam auch etwas über die anderen Kulturen der Welt lernen müssen, die längst unter uns wohnen und hier bleiben werden. Wir sind, verdammt nochmal, nicht alleine auf diesem Planeten!</p>
<p>Selbst mit Integrationskursen wird man die Burka nicht von heute auf morgen abschaffen können. Warum erwarten wir von den Muslimen Dinge, die wir selbst nur mit Mühe sehr spät hinbekommen haben? Stichtwort: Frauenwahlrecht, Arbeitserlaubnis, Aufhebung des Letztentscheidungsrechts.</p>
<p>Der Innenausschuss des belgischen Parlaments hat den Gesetzesentwurf gestern angenommen. Die Vollversammlung soll Mitte April das Verbot aussprechen. Obwohl es nur eine kurze Meldung ist, <a href="http://www.sueddeutsche.de/p5C38I/3293416/Belgien-vor-Burka-Verbot.html">beschreibt Sueddeutsche.de</a> das Dilemma zwischen den Zeilen sehr treffend:</p>
<blockquote><p>Als erstes Land in Europa will Belgien muslimische Frauen mit Ganzkörperschleier aus dem öffentlichen Leben verbannen.</p></blockquote>
<p>Verbannt werden nicht die Schleier, sondern die Frauen.</p>
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		<title>Nach dem brutalen Raub einer Stunde: Parteien wollen Reform der Zeitumstellung (Update)</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 13:36:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sommerzeit]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Es ist ein starkes Stück, das nicht ohne Folgen bleiben dürfte: Heute früh gegen 2 Uhr ist den Menschen bundesweit eine Stunde ihrer Nachtruhe oder Partyzeit gestohlen worden. Die Bundesregierung hält unter dem Vorwand &#8220;längere Abende&#8221; noch an der Sommerzeit fest. Doch in der Koalition mehren sich kritische Stimmen. Die Opposition schäumt und fordert Konsequenzen.<br [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein starkes Stück, das nicht ohne Folgen bleiben dürfte: Heute früh gegen 2 Uhr ist den Menschen bundesweit eine Stunde ihrer Nachtruhe oder Partyzeit gestohlen worden. Die Bundesregierung hält unter dem Vorwand &#8220;längere Abende&#8221; noch an der Sommerzeit fest. Doch in der Koalition mehren sich kritische Stimmen. Die Opposition schäumt und fordert Konsequenzen.<br />
<span id="more-1000"></span><br />
Hier die Statements einiger Parteien:</p>
<p><strong>CDU/CSU</strong></p>
<p>&#8220;Politisch und gesellschaftlich gesehen ist es grober Unfug, wenn es abends länger hell bleibt. Und was am allerwichtigsten ist: auch die Wirtschaft hat nichts davon. Die Arbeitnehmer stolpern am ersten Arbeitstag nach der Zeitumstellung noch übermüdeter in ihr Großraumbüro oder an ihr Fließband und verschaffen der Konjunktur einen blauen Montag. Abends feiern sie länger und sind dann morgens ein halbes Jahr lang weniger produktiv als im Winter. Die auf Export ausgerichtete deutsche Wirtschaft wird sich von diesem Schock mittelfristig nicht mehr erholen und verliert an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Fernost und dem pazifischen Raum. Dieses noch von der SPD entworfene, arbeitsferne Gesetz muss dringend reformiert werden!&#8221;</p>
<p><strong>FDP</strong> </p>
<p>&#8220;Wir &#8211; die Freien Demokraten! &#8211; lassen uns von niemandem vorschreiben, wie wir unsere Uhren zu stellen haben! Die Generationen von morgen dürfen nicht unter einem Gesetz leiden, das noch unter den Nachwirkungen von Ölkrise und Mismanagement unter massivem Druck der Massenmedien zustande gekommen ist. Nur eine massive Tageszeitreform unter Zuhilfenahme der regionalen und geografischen Gegebenheiten wird den Standort Deutschland wieder international wettbewerbsfähig machen.&#8221;</p>
<p><strong>SPD</strong></p>
<p>&#8220;Die wirtschaftsliberale Bundesregierung hat es monatelang versäumt, Gesetze zu erlassen, die den Bürgern wieder mehr Geld im Portemonnaie und Luft zum Atmen verschaffen. Wir fordern, dass die Koalition handelt &#8211; und zwar nicht erst dann, wenn wieder Wahlkampf ansteht. Eine Tageszeit, die nur von 49 Prozent der Bevölkerung befürwortet wird, ist eine Tageszeit, die reformiert werden muss. Nur mit einer Privatisierung der Instrumente, die zur Bestimmung der Tageszeit führen, entlasten wir Staat und Bürger, was sich nachhaltig positiv auf ihre Finanzen auswirken wird und neue Arbeitsplätze schafft.&#8221;</p>
<p><strong>Linkspartei</strong></p>
<p>&#8220;Die Zeitumstellung war eine erste Angleichung des Gemeinwohls der Staaten in Europa und seinerzeit &#8211; eine Dekade vor dem Fall der Berliner Mauer &#8211; eine historische Annäherung zwischen der DDR und der Bundesrepublik. Wir fordern deswegen, sie auch in Hinblick auf mehr soziale Gerechtigkeit und vor der Bedrohung von Wirtschaftskrise und neoliberal fortschreitendem Stellenabbau zu erhalten.&#8221;</p>
<p><strong>Update:</strong> Nach den massiven Protesten hat die Bundesregierung beschlossen, die Sommerzeit bis 2015 stufenweise zu verkürzen. &#8220;Jährlich senken wir die Sommerzeit um 15 Minuten ab&#8221;, sagte ein Sprecher. Um das Niveau vor 1980 nicht zu unterschreiten, werde die Absenkung allerdings auf insgesamt 45 Minuten gedeckelt.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fu&#223;trittpolitik</title>
		<link>http://www.leidartikel.de/2009/06/fusstrittpolitik/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 11:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsleid]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/fusstritt.jpg"></a>Na toll, erst bloggt der mehrere Monate gar nichts, und jetzt sowas. Ja nun&#8230; Vorher gab&#8217;s keinen Anlass. </p> <p>Ich bin ein Fan von Detlef Gürtlers Wortistik und melde mich hin und wieder mit einem Vorschlag bei ihm, den er manchmal sogar veröffentlicht. So auch neulich bei dem <a href="http://blogs.taz.de/wortistik/2009/05/25/verfassungslos/">Wort &#8220;verfassungslos&#8221;</a>.</p> <p>Ich mag so [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/fusstritt.jpg"><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/fusstritt.jpg" alt="" title="fusstritt" width="300" height="154" class="alignleft size-full wp-image-922" /></a><em>Na toll, erst bloggt der mehrere Monate gar nichts, und jetzt sowas. Ja nun&#8230; Vorher gab&#8217;s keinen Anlass. <img src='http://www.leidartikel.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </em></p>
<p>Ich bin ein Fan von Detlef Gürtlers Wortistik und melde mich hin und wieder mit einem Vorschlag bei ihm, den er manchmal sogar veröffentlicht. So auch neulich bei dem <a href="http://blogs.taz.de/wortistik/2009/05/25/verfassungslos/">Wort &#8220;verfassungslos&#8221;</a>.</p>
<p>Ich mag so kleine Versprecher, aus denen dann neue Begriffe werden. Gerade ist mir das hier aufgefallen: Der SPD-Abgeordnete Dr. Dieter Wiefelspütz wurde kürzlich dafür kritisiert, dass er sich in einem Interview mit der &#8220;Berliner Zeitung&#8221; angeblich für Internet-Zensur aussprach. Das dementierte er nun scharf auf dem Blog <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_dieter_wiefelspuetz-650-5785--f192984.html#q192984">Abgeordneten-Watch</a>. Dort schreibt er:</p>
<blockquote><p>Ich trete dafür, daß an der Stopp-Seite im Internet keine Daten für die Strafverfolgung gesammelt werden sollten.</p></blockquote>
<p>Er meinte wahrscheinlich &#8220;Ich trete dafür <strong>ein</strong>&#8220;, hat das aber nicht geschrieben! Und so stellt sich euer Leidartikler das natürlich wieder bildlich vor. <img src='http://www.leidartikel.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Man k&#246;nnte seinen Urlaub doch genauso gut in Deutschland verbringen. Oder?</title>
		<link>http://www.leidartikel.de/2008/12/man-koennte-seinen-urlaub-doch-genauso-gut-in-deutschland-verbringen-oder/</link>
		<comments>http://www.leidartikel.de/2008/12/man-koennte-seinen-urlaub-doch-genauso-gut-in-deutschland-verbringen-oder/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 23:05:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsleid]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/thaibeach.jpg"></a>&#8220;Stell dich mal hin, die Füße auseinander, die Augen zu&#8221;. &#8211; &#8220;Warum?&#8221; &#8211; &#8220;Siehst du gleich, ich will dir was zeigen.&#8221; Also gut. Ich stell mich hin und schließe die Augen. Sie berührt mit beiden Händen meine Hüfte und versetzt mir dann einen kräftigen Schubser von hinten. Mein linker Fuß fängt den Sturz ab. [...]


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<li><a href='http://www.leidartikel.de/2007/05/bayern-das-texas-von-deutschland/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Bayern, das Texas von Deutschland'>Bayern, das Texas von Deutschland</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/thaibeach.jpg"><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/thaibeach.jpg" alt="" title="thaibeach" class="alignright size-full wp-image-900" /></a>&#8220;Stell dich mal hin, die Füße auseinander, die Augen zu&#8221;. &#8211; &#8220;Warum?&#8221; &#8211; &#8220;Siehst du gleich, ich will dir was zeigen.&#8221; Also gut. Ich stell mich hin und schließe die Augen. Sie berührt mit beiden Händen meine Hüfte und versetzt mir dann einen kräftigen Schubser von hinten. Mein linker Fuß fängt den Sturz ab. &#8220;Ha, siehst du?&#8221;, triumphiert sie. &#8220;Sehe ich was?&#8221;, frage ich erstaunt. &#8211; &#8220;Na, du bist Linksfüßer und solltest beim Wakeboardfahren eigentlich mit dem linken Fuß voran fahren.&#8221; &#8211; &#8220;Und du meinst, deswegen bin ich heute 50-mal ins Wasser gefallen?&#8221; &#8211; &#8220;Könnte schon sein.&#8221; Wir stehen im Hafen von Sekupang und unterhalten uns, als würden wir uns schon ewig kennen. Dabei habe ich Steffi schon Stunden vorher beim Wakeboardfahren gesehen ohne dass einer von uns beiden den Mund aufbekommen hätte. Vor dem Einchecken in die Fähre zurück nach Singapur sitzt sie plötzlich ganz alleine im Terminal, also spreche ich sie an. Sie kommt aus Deutschland, ist Expat und hat ihre inneren Balance wohl schon gefunden.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Ihr Name ist Blah, und das findet sie selber witzig, als sie sich vorstellt. Sie ist Kellnerin in einem Irish Pub am Kata Beach. Vielleicht findet sie auch mich komisch, der nach zwei Guinness und einem Whiskey bei gefühlten 30 Grad schon reichlich angeheitert ist. &#8220;Es gibt am Nachbarstrand noch eine andere Bar, die so heißt wie diese hier, und da ist heute Livemusik&#8221;, erzählt mir der &#8211; nun ja &#8211; Oberkellner. Ich komme mit ihm ins Gespräch, als ich ihn frage, warum ein Johnny Walker bei ihm teurer ist als ein Bowmore. Das läge ganz einfach den Einkaufspreisen, erklärt er mir. &#8220;Übrigens: Blah fährt nachher noch rüber zum Konzert und nimmt dich bestimmt mit, wenn du sie fragst.&#8221;<br />
<span id="more-896"></span><br />
&#8212;</p>
<p>&#8220;Wirst du schnell seekrank?&#8221;, fragt Steffi &#8211; &#8220;Ja, schon&#8221;, antworte ich. &#8220;Das letzte Mal, als ich mit dieser Fähre gefahren bin, musste ich fast kotzen.&#8221; &#8211; &#8220;Ich zeig dir mal was. Massier mal den Punkt hier.&#8221; Sie nimmt meinen linken Arm und legt ihren Daumen in ein Grübchen, etwa fünf Zentimeter unterhalb vom Armgelenkt. &#8220;Da ist ein Akupressur-Punkt gegen Seekrankheit. Wenn du das massiert, ist dir nicht mehr schlecht.&#8221; Ich probiere es direkt aus. &#8220;Es gibt extra so Seefahrer-Armbänder, die man sich um die Stelle binden kann&#8221;, erzählt sie weiter. &#8220;Das wäre was für meine Schwester&#8221;, murmle ich. &#8220;Die ist gerade schwanger.&#8221; &#8211; &#8220;Ach echt?&#8221;, fragt Steffi interessiert. &#8220;Ich war auch schonmal schwanger. Dagegen hilft das auch.&#8221;</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Blah guckt ein wenig unschlüssig. Mich mitnehmen, wie. &#8220;Well, okay&#8221;, sagt sie dann. &#8220;But only after we&#8217;re closed here.&#8221; Gegen elf treffen wir uns wieder. Blah startet ihr Moped und bedeutet mir dann, aufzusteigen. &#8220;But don&#8217;t touch me, okay!&#8221;, warnt sie mich. Hatte ich auch nicht vor; ist ohnehin Abenteuer genug. In Thailand gibt es die seltsame Vorschrift, dass nur der Fahrer eines Mopeds einen Helm tragen muss. Die übrigen Fahrgäste &#8211; und vier Menschen auf einem Moped sind dort keine Seltenheit &#8211; dürfen ohne Helm mitfahren. Blah interessiert sich wenig für die Strecke und den ruhigen Verkehr und dreht sich immer wieder nach mir um, um zu fragen, was ich hier mache, woher ich komme und ob ich verheiratet bin. Sie ist nett. Als wir im Irish Pub am Nachbarstrand ankommen, hat sich die Band &#8211; zwei Australier und ein Thai &#8211; schon warmgespielt. Sie gucken enttäuscht, denn sie hatten wohl mehr erhofft als nur zehn Gäste.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>&#8220;You know, in Thailand, the local girls they don&#8217;t sleep with you.&#8221; Hm, echt? &#8220;If you want a girl, you can only take lady from the bar or an Ausländör. But the good girls, they usually don&#8217;t even understand English.&#8221; So klar sind die Verhältnisse also? Es ist Samstagabend und ich bin nach einem verheerenden Aufenthalt in Patong an einem der ruhigsten Strände von Phuket gelandet. Das einzige Hotel am Platze schmeißt einen Disco-Abend. Aber es sind wirklich nur ein paar aufgetakelte &#8220;Lady from the bar&#8221; und ebensolche &#8220;Ausländör&#8221; anwesend. Und so komme ich mit der einzigen Person ins Gespräch, die mir auf den ersten Blick sympathisch erscheint: Einen Niederländer, dessen Vater Afroamerikaner ist und dessen Mutter aus Surinam kommt, der ein paar Worte deutsch spricht, seit Jahren in Thailand wohnt und mir erklärt wie das funktioniert mit den Bar-Mädchen, den &#8220;Ausländörn&#8221; und den wirklich interessanten Frauen. Er sei übrigens mit einer Thai verheiratet. &#8220;Und wie hast du das geschafft?&#8221; &#8211; &#8220;The classical way: I learnt her language, visited her a few times &#8211; and then asked her parents for her hand in marriage.&#8221;</p>
<p>&#8212;</p>
<p>&#8220;It&#8217;s a pleasure to play for such a lovely audience&#8221;, sagt der Lead-Singer gequält, nachdem ich als einziger stürmisch Applaus klaschte. (Der Alkohol.) An einem Tisch am Ausgang stimmt eine Gruppe westlicher Ausländer ein Geburtstagslied an. Der Sänger prostet ihnen zu: &#8220;Best wishes from us, too, for you, Jürgen.&#8221; Er meint nicht mich. Wie groß ist wohl die Chance, dass mitten in Thailand bei 20 Gästen in einem Irish Pub noch jemand &#8220;Jürgen&#8221; heißt? Blah winkt mich zu sich und einer Norwegerin an den Tisch. Ich leiste den beiden Gesellschaft. Sie sei Ex-Stewardess und lebe nun am Polarkreis, sagt die Norwegerin. Warum denn so weit im Norden? Weil es da am schönsten sei. Und zum Ausgleich habe sie Freunde in wärmeren Ländern der Welt, die sie oft besucht, zum Beispiel eben in Thailand. Eine gute halbe Stunde später mache ich mich gut alkoholisiert und in gelöster Stimmung auf den Heimweg. Was ich davon noch weiß, ist, dass sich mir eine &#8220;Lady from the bar&#8221; in den Weg stellt und mich in ihr Tanzlokal einladen will. Ich sage ehrlich heraus, dass ich einfach nur ein Taxi suche und in mein Hotel will, um meinen Rausch auszuschlafen &#8211; nicht ohne ihr ins Gesicht zu strahlen und zu erwähnen, dass ich sie für die schönste Frau auf der ganzen Welt halte. Ich weiß nicht, ob sie mir das abkauft oder ob sie einsieht, dass ich in meinem Zustand ins Bett muss. Auf jeden Fall ist ihr ihr Tanzlokal plötzlich egal. Sie fasst mich um den Ellenbogen, deutet auf die gegenüberliegende Straßenseite und winkt einen Taxifahrer herbei, der mich bald darauf ohne Wucherpreis in mein Hotel fährt. Sie können erstaunlich hilfsbereit sein, die &#8220;Lady from the Bar&#8221; &#8230;</p>
<p>&#8212;</p>
<p>&#8220;Mach&#8217;s gut, Jürgen&#8221;, ruft Steffi auf Deutsch über die verdutzten Beamten und die Wartenden in der Schlange hinweg. &#8220;Ich bin gleich noch verabredet, aber wir bleiben in Kontakt, ja?&#8221; Sie lacht, denn ich muss wohl ein erstauntes Gesicht machen. Steffi und die Koreaner, mit denen ich die Reise unternommen habe, werden am Schalter der Permanent Residents einfach durchgewunken. Als einziger Tourist muss ich in die Schlange für Nicht-Einheimische und dort die Einreisekarte erneut ausfüllen, auf der man jedes Mal mit mulmigem Gefühl unterschreibt, dass man im Falle von Drogenbesitz die Todesstrafe akzeptiert. &#8220;Oh, you&#8217;re from Germany!&#8221;, sagt der Singapurer Immigration Officer erfreut. &#8220;Bun-dös-lee-gah! Bayern Munich, my favourite team!&#8221; Ich grinse und beglückwünsche ihn. Ob ein deutscher Zollbeamter einen Singapurer wohl jemals auf was Kulturelles ansprechen würde, zum Beispiel das Essen? Wohl in hundert Jahren nicht&#8230;</p>
<p>&#8212;</p>
<p><strong>Epilog:</strong> Die Einreise in Dubai dauert fast eine Stunde. Die weiß verschleierten Beamten am Schalter lassen sich viel Zeit, und die ellenlangen, vielleicht zehn Schlangen kommen kaum vorwärts. Hinter mir setzt sich eine gleichaltrige Frau erschöpft auf die Barriere zwischen den Schlangen. &#8220;Halten ganz schön was aus, die Dinger&#8221;, sage ich erstaunt, mehr zu mir selbst. &#8220;Mir geht es nicht gut&#8221;, erklärt die Frau auf Englisch mit französischem Akzent. &#8220;Ich bin schwanger.&#8221; &#8211; &#8220;Meine Schwester auch!&#8221;, entgegne ich überrascht. &#8220;Aber wissen Sie was: Ich habe auf einer Fähre nach Singapur jemanden kennengelernt, der mir einen Akupressur-Punkt gezeigt hat, &#8230;&#8221;</p>
<p><em>dedicated to Marc B., Nicky &#038; J.</em></p>


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		<title>Ich wollte diese Anzeige eigentlich verrei&#223;en</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 10:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fremdschämen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#8230; aber dann dachte ich mir, dass das Design doch eigentlich ganz gelungen ist. Vielleicht springt es einem Journalisten nunmal eben ins Auge, wenn etwas mit dem Text (hinten und vorne) nicht stimmt. Aber wenn ich eine solche Grafik erstellen müsste, dann wäre sie wahrscheinlich genauso voller Fehler wie dieser Anzeigentext. Ich erspare dem Betreiber [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; aber dann dachte ich mir, dass das Design doch eigentlich ganz gelungen ist. Vielleicht springt es einem Journalisten nunmal eben ins Auge, wenn etwas mit dem Text (hinten und vorne) nicht stimmt. Aber wenn ich eine solche Grafik erstellen müsste, dann wäre sie wahrscheinlich genauso voller Fehler wie dieser Anzeigentext. Ich erspare dem Betreiber dieses Sat-TV-Webshops deswegen die Schmach, auf seine Seite zu verlinken und belasse es beim freundlichen Fremdschämen.</p>
<p><a href="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/sattv.jpg"><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/sattv.jpg" alt="" title="sattv" class="alignnone size-full wp-image-867" /></a><br />
<br clear="all"></p>


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<li><a href='http://www.leidartikel.de/2008/02/30-dinge-die-ich-mal-erreichen-wollte-bevor-ich-30-werde/' rel='bookmark' title='Permanent Link: 30 Dinge, die ich mal erreichen wollte, bevor ich 30 werde'>30 Dinge, die ich mal erreichen wollte, bevor ich 30 werde</a></li>
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		<title>Mei, die Islamophoben!</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 13:48:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsleid]]></category>
		<category><![CDATA[Islamophobie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es gibt da diesen &#8220;Verein&#8221;, dem ich angehöre und dem ich regelmäßig Geld überweise, obwohl ich in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen herzlich selten mal auf einer &#8220;Mitgliederversammlung&#8221; war. Ein Verein, dessen &#8220;Vorstand&#8221; sich anderen Glaubensrichtungen gegenüber gerne mal verschlossen zeigt und dessen lokaler Staatsmann aufgrund seiner erzkonservativen Ansichten gerne mal überregional für Peinlichkeiten [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt da diesen &#8220;Verein&#8221;, dem ich angehöre und dem ich regelmäßig Geld überweise, obwohl ich in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen herzlich selten mal auf einer &#8220;Mitgliederversammlung&#8221; war. Ein Verein, dessen &#8220;Vorstand&#8221; sich anderen Glaubensrichtungen gegenüber gerne mal verschlossen zeigt und dessen lokaler Staatsmann aufgrund seiner erzkonservativen Ansichten gerne mal überregional für Peinlichkeiten sorgt. In den letzten Jahren hat sich mein Verständnis für Religion aber langsam gewandelt und seitdem kümmere ich mich weniger um oben und sehe Dinge gelassener.<br />
<span id="more-848"></span></p>
<p>Als ich jedenfalls neulich auf meiner Asienreise in Dubai die Jumeirah-Moschee besucht habe, dachte ich, ich könnte ja auch konsequenterweise mal wieder meinem &#8220;Verein&#8221; einen Besuch abstatten. Ich tue dies gleich am Tag nach meiner Rückkehr und erlebe einen entspannten Gottesdienst mit vielen Kindern, die bunt durch die Gegend laufen, niemanden, der sich daran stört. Einen Pfarrer, der vor der Messe um Mithilfe der Gemeinde bittet, Gläubige, die sich an der Lesung, den Fürbitten und der Gabenbereitung beteiligen und Obdachlose und Bettler, die wie selbstverständlich am Gottesdienst teilnehmen, die Kommunion empfangen, und auch hier wieder niemanden, der sich daran stört. Der Vikar predigt, dass er Missionierung nicht mehr in seiner einstigen Bedeutung versteht, Anders- oder Nichtgläubige zum Katholizismus zu bekehren. Sondern als Verständnis der und ein Zugehen auf Menschen anderer Glaubensrichtungen und Religionen, worum schon Lessing in &#8220;Nathan, der Weise&#8221; warb.</p>
<p>Das alles gefiel mir und so ging ich wieder hin. Vergangenen Mittwoch lud dieser &#8220;Verein&#8221; zusammen mit der evangelischen Lukasgemeinde in sein Gemeindehaus ein. Dort, im katholischen Gemeindehaus (!), stellte die muslimische Moscheegemeinde &#8220;An der Esche&#8221; ihre Pläne zum Neubau einer Moschee vor. Auf dem seit Jahren nicht mehr genutzten Gelände des Malteser-Hilfsdienstes an der Viktoriabrücke in Bonn baut die Moscheegemeinde <a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&#038;itemid=10490&#038;detailid=520705">ein neues Gotteshaus</a>, das sich nach Worten von Pfarrer Peter Adolf perfekt in die deutsche Wohnbebauung eingliedere und dennoch klar als Moschee zu erkennen sei. Das Treffen, seit Tagen in Form von Plakaten in vielen Geschäften der Umgebung angekündigt, verläuft nach Worten von Peter Adolf harmonisch, Beschwerden über den Moscheeneubau gibt es nicht. Das könne ein Vorbild für ganz Bonn sein, sagt die städtische Integrationsbeauftragte Coletta Manemann zu dem friedlichen Verlauf. Vielleicht sogar für ganz Deutschland?</p>
<p><strong>Die Islamophoben mal wieder</strong></p>
<p>Heute im Gottesdienst staune ich nicht schlecht, als Pfarrer Peter Adolf in seiner Predigt auf das Internet und Blogs zu sprechen kommt. Sein Konterfei schmücke seit einigen Tagen den Eintrag in einem Blog, das täglich von 20.000 bis 30.000 Menschen gelesen werde. (<a href="http://www.leidartikel.de/bloggende-hetzprediger-schuren-angst-vor-dem-islam.html">Ich ahne etwas.</a>) Es sei ein Blog, das sich &#8220;politisch inkorrekt&#8221; nenne und seine Person <a href="http://www.pi-news.net/2008/11/bonner-pfarrer-lobt-moscheebauplan-grossartig/">verunglimpft</a> habe. Das lasse ihn relativ kalt. Härter getroffen hätten ihn die Zuschriften, die daraufhin an sein E-Mail-Postfach gingen (das Blog hat seine Adresse veröffentlicht), die an Dummheit, Hass und Unwissenheit kaum zu übertreffen gewesen seien. Woran ihn das erinnere? An die Reichspogromnacht 1938, genau heute vor 70 Jahren. 70 Jahre, das ist so lange her wie ein ganzes Menschenleben. Was uns das heute noch angehe? Damals wurden die Juden unter fadenscheinigen Gründen und lauter Hass auf feige Weise unterdrückt und zu Sündenböcken abgestempelt. 70 Jahre später haben einige Menschen offenbar noch immer nicht daraus gelernt, dass Geschichte mehr bedeutet als sich vor Ausländern für den Krieg zu entschuldigen und &#8220;Nazis raus&#8221; auf die Wände öffentlicher Toiletten zu kritzeln. Diesmal, so Peter Adolf, sind die Moslems in Deutschland diejenigen, die unter fadenscheinigen Begründungen und auf feige Art und Weise den Zorn der Idiotie zu spüren bekommen.</p>
<p>Die deutschen Moslems &#8211; die Juden des 21. Jahrhunderts? Wer sich die Kommentare im PI-Blog zum Beitrag über Pfarrer Peter Adolf anschaut, dem erscheint dieser Vergleich plausibel. Mal abgesehen davon, dass es betroffenen Menschen wirklich weh tut, was dort steht, ist es vom infantilen Inhalt her fast wieder zum Lachen. Menschen, die nicht verstehen, was Religion bedeutet, die in ihrer pauschalen Islamkritik Jahrzehnte missglückter Integrationspolitik außer Acht lassen, die nicht lange genug nachdenken können, um sich beide Seiten einer Geschichte anzuhören, die Tatsachen falsch verstehen <em>wollen</em>, ja, die nicht einmal das kleine Einmaleins beherrschen. Solche Menschen, die sich im Alltagsleben auf der Straße nicht trauen würden &#8220;piep&#8221; zu sagen, hinterlassen auf Blogs wie &#8220;Politically Incorrect&#8221; ihren geistigen Dünnpfiff. <a href="http://www.pi-news.net/2008/11/bonner-pfarrer-lobt-moscheebauplan-grossartig/#comments">Schaut auch das zu eurer eigenen Belustigung vielleicht einfach einmal an.</a></p>


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		<title>Der Tod als Fotoserie</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 18:59:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsleid]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kongo]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Warum sind die Tageszeitungen eigentlich nicht voll davon? Im Osten Kongos ist eine menschliche Tragödie im Gange. Trotz eines einseitig verkündeten Waffenstillstands der angreifenden Rebellen sind die Kämpfe offenbar noch lange nicht beendet. Die UN-Friedenstruppen stellen mit 17.000 Soldaten das größte UN-Kontingent aller Zeiten und sind trotzdem maßlos überfordert; der Konflikt trifft vor allem die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum sind die Tageszeitungen eigentlich nicht voll davon? Im Osten Kongos ist eine menschliche Tragödie im Gange. Trotz eines einseitig verkündeten Waffenstillstands der angreifenden Rebellen sind die Kämpfe offenbar noch lange nicht beendet. Die UN-Friedenstruppen stellen mit 17.000 Soldaten das größte UN-Kontingent aller Zeiten und sind trotzdem maßlos überfordert; der Konflikt trifft vor allem die Zivilbevölkerung. Hunderttausende sind auf der Flucht. Alan Taylor hat bewegende Fotos zusammen getragen und dem Konflikt damit ein Gesicht gegeben. Anschauen!</p>
<p><a href="http://www.boston.com/bigpicture/2008/11/conflict_in_congo_refugees_on.html">bostom.com</a> (Foto-Serie), <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,3753579,00.html">dw-world.de</a>, via <a href="http://olbertz.de/blog/2008/11/04/ihr-habt-keine-sorgen/">olbertz.de</a></p>
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		<title>&#8220;Weil, McCain ist doof, irgendwie&#8221;</title>
		<link>http://www.leidartikel.de/2008/11/weil-mccain-ist-doof-irgendwie/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 08:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>SchuelerVZ, MeinVZ und StudiVZ haben gewählt: Barack Obama soll neuer Präsident der USA werden, wünschen sich 91,4 Prozent. Nur: Warum eigentlich? Studenten im Fachbereich Medien der Hochschule Mittweida haben Kommilitonen gefragt, warum sie Obama wählen würden. Die Antworten sind erschreckend bis unfreiwillig komisch.</p> <p><a href="http://www.medien-mittweida.de/einzelansicht/artikel/2311.html">medien-mittweida.de</a> (Video am Ende des Textes)</p> <p>Related posts:<a href='http://www.leidartikel.de/2008/11/soll-obama-doch-zur-hoelle-fahren/' rel='bookmark' title='Permanent [...]


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<li><a href='http://www.leidartikel.de/2008/11/interessante-nebeninformation/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Interessante Nebeninformation'>Interessante Nebeninformation</a></li>
<li><a href='http://www.leidartikel.de/2007/07/ich-bin-bestens-ausgebildet-sagt-meine-hochschule/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ich bin bestens ausgebildet, sagt meine Hochschule'>Ich bin bestens ausgebildet, sagt meine Hochschule</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SchuelerVZ, MeinVZ und StudiVZ haben gewählt: Barack Obama soll neuer Präsident der USA werden, wünschen sich 91,4 Prozent. Nur: Warum eigentlich? Studenten im Fachbereich Medien der Hochschule Mittweida haben Kommilitonen gefragt, warum sie Obama wählen würden. Die Antworten sind erschreckend bis unfreiwillig komisch.</p>
<p><a href="http://www.medien-mittweida.de/einzelansicht/artikel/2311.html">medien-mittweida.de</a> (Video am Ende des Textes)</p>


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<li><a href='http://www.leidartikel.de/2008/11/interessante-nebeninformation/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Interessante Nebeninformation'>Interessante Nebeninformation</a></li>
<li><a href='http://www.leidartikel.de/2007/07/ich-bin-bestens-ausgebildet-sagt-meine-hochschule/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ich bin bestens ausgebildet, sagt meine Hochschule'>Ich bin bestens ausgebildet, sagt meine Hochschule</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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