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	<title>Leidartikel &#187; Leidkultur</title>
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	<description>Das Leben aus einer anderen Perspektive.</description>
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		<title>Blogs sind tot, Tod sind blogs: Lasst sie uns zu Grabe tragen!</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 23:29:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Und so war das damals im Zeitalter des digitalen Tagebuchs: Fällt einem nichts mehr ein, worüber man bloggen kann, schreibt man einfach, dass Blogs tot seien. Das zieht immer. Alltagsgeschichten ziehen nicht mehr, Kurzes wird bei Twitter verlinkt. Was früher WordPress war, ist heute Tumblr oder Posterous. Und Blogs, persönlich gefärbte Texte, meist geringer Länge [...]


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<li><a href='http://www.leidartikel.de/2008/11/gut-daemonstriert/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Gut d&#228;monstriert'>Gut d&#228;monstriert</a></li>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Und so war das damals im Zeitalter des digitalen Tagebuchs: Fällt einem nichts mehr ein, worüber man bloggen kann, schreibt man einfach, dass Blogs tot seien. Das zieht immer. Alltagsgeschichten ziehen nicht mehr, Kurzes wird bei Twitter verlinkt. Was früher WordPress war, ist heute Tumblr oder Posterous. Und Blogs, persönlich gefärbte Texte, meist geringer Länge &#8211; sind nach all der Zeit nun doch mal wieder erstaunlich nett zu schreiben. Trotzdem: diese Darstellungsform, kurzes Palaver über das was einem so passiert ist, möchte ich heute Nacht zu Grabe tragen. Gute Nacht, Alltagsblog. Macht mit!</p>


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		<title>Der unangenehmste Gast, mit dem man einen Abend verbringen kann</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 23:12:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#8230; ist: man selbst. Ein Gast, der einfach da ist und nicht wieder geht, selbst wenn man drauf besteht, aber immer wieder was zu essen und zu trinken haben will. Am besten noch was Gutes. Dann erzählt er den ganzen Abend nichts, will aber gut unterhalten werden und sich dabei am besten noch auf den [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; ist: man selbst. Ein Gast, der einfach da ist und nicht wieder geht, selbst wenn man drauf besteht, aber immer wieder was zu essen und zu trinken haben will. Am besten noch was Gutes. Dann erzählt er den ganzen Abend nichts, will aber gut unterhalten werden und sich dabei am besten noch auf den gemütlichsten Teil der Couch ausstrecken. Dann nörgelt er am Fernsehprogramm rum und will ständig den Sender wechseln. Die Werbung hat er schon gesehen, den Spot betet er auswendig mit. Meistens trinkt er dann zu viel, was überhaupt nicht gut für ihn ist, aber er verbittet sich jede Einmischung in sein Intimleben. &#8220;So dick bin ich doch gar nicht&#8221;, sagt er dann. &#8220;Guck mal, der Steffen, der kann nicht mal mehr einen Blick auf seinen Maschinenraum werfen, so dick ist der. Aber ich?&#8221;. Und wenn er dann doch mal Ruhe gibt, dann auch nur, wenn er auf der Couch eingeschlafen ist. </p>
<p>Raus mit ihm!</p>


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		<title>Nichtstun</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 22:53:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Einfach mal nichts tun. Kein iPhone, kein Computer, kein Internet, kein Buch, das man schon lange einmal lesen wollte. Kein Fernsehbild, keine Musik, keine Hausarbeit, die schon lange gewartet hat. Niemanden anrufen, nichts essen, kein Whisky, um diese kurze Phase der Gemütlichkeit zu genießen, kein lecker Bierchen zur Hand nehmen. Mal nichts arbeiten. Nichts, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einfach mal nichts tun. Kein iPhone, kein Computer, kein Internet, kein Buch, das man schon lange einmal lesen wollte. Kein Fernsehbild, keine Musik, keine Hausarbeit, die schon lange gewartet hat. Niemanden anrufen, nichts essen, kein Whisky, um diese kurze Phase der Gemütlichkeit zu genießen, kein lecker Bierchen zur Hand nehmen. Mal nichts arbeiten. Nichts, was ablenkt, nichts, was die Sinne betäubt. Nur du und du selbst für ein, zwei, drei Stunden, in denen du sonst locker dies und das machen könntest. Einfach nur daliegen und absolut nichts tun. Nichts.</p>
<p>Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!<br />
Ah?!<br />
Aah!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Werberelevante Zielgruppe</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 18:23:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><br clear="all"></p> <p>Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich einmal auf die Barrikaden gehe, weil Volksmusik im Fernsehen ausstirbt. Und es ist wahrlich nicht so, dass ich auf Musikantenstadl und Co. nicht sehr gut verzichten könnte. Was mich stört, ist der Grund, aus dem es passiert. </p> <p>Schuld ist die &#8220;werberelevante Zielgruppe&#8221;, das Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://img.skitch.com/20101102-tjg5aa13d99tjktxnrpq31hpds.jpg" alt="Musikantenstadl" /><br clear="all"></p>
<p>Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich einmal auf die Barrikaden gehe, weil Volksmusik im Fernsehen ausstirbt. Und es ist wahrlich nicht so, dass ich auf Musikantenstadl und Co. nicht sehr gut verzichten könnte. Was mich stört, ist der Grund, aus dem es passiert. <span id="more-1166"></span></p>
<p>Schuld ist die &#8220;werberelevante Zielgruppe&#8221;, das Ein und Alles der Fernsehsender, wenn es um die Einschaltquote geht. Die Gesamteinschaltquote ist den Sendern weniger wichtig als eben jene werberelevante Zielgruppe der Zuschauer von 14 bis 49. Das wird auch von den Branchenblättern so akzeptiert. <a href="http://meedia.de/">Meedia.de</a> etwa ordnet die tägliche Liste der Quotenhits der Vortages nicht nach der Gesamtquote, sondern nach eben jener werberelevanten Zielgruppe.</p>
<p>Und die tangiert die Freunde der Volksmusik immer weniger, meldet <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/tv-volksmusik-in-der-krise-servus-grueezi-und-ko-1.1017705">die &#8220;Süddeutsche&#8221; im Beitrag</a> &#8220;Servus, Grüezi und K.O.&#8221;. Die Letzte Show der &#8220;Lustige Musikanten&#8221; etwa hatte kurz vor ihrer Absetzung im Jahr 2007 noch vier Millionen Zuschauer und davon kaum jemanden in der werberelevanten Zielgruppe. Zu besten Zeiten waren es mal 15 Millionen Zuschauer insgesamt.</p>
<p>Mir macht es natürlich nichts aus, wenn bald im Fernsehen keine Volksmusik mehr kommt. Ich <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/10/29/rundumschlag-gegen-das-fernsehen/">plädiere zwar schon länger</a> für mehr Mut der Sender, etwa auch Shows wie &#8220;Mad Men&#8221; ins Vollprogramm zu heben und nicht an Spartensender abzuschieben. Genauso wenig aber macht mir Volksmusik im Fernsehen etwas aus. Man kann dem ganz gut entkommen, indem man einfach eine Taste drückt. Persönlichkeiten der Szene wie Heino oder der energiegeladen-durchgeknallte Florian Silbereisen sind mir auf ihre Art nicht einmal unsympathisch. Es dürfte viele Menschen höheren Alters geben, die sich die Shows gerne noch anschauen. Vier Millionen Zuschauer &#8211; das ist in Zeiten, in denen die Quoten aufgrund des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Long_tail">Long Tail</a> allgemein sinken, eigentlich noch eine Menge.</p>
<p>Und jetzt werden Shows eingestellt, weil Menschen unter 14 und über 49 nicht für die Werbewirtschaft relevant sind. Kaufen die etwa nichts? Gehen die mit geschlossenen Augen durch die Welt und sehen keine Werbung? Oder gibt es etwa gar keine Menschen mehr zwischen 50 und 100? Die demografischen Werte sprechen eine andere Sprache. Es ist schlicht und ergreifend ignorant und dummdreist, Menschen über 50 abzuschreiben. Und es ist ein Reinfall. Die werberelevante Zielgruppe zwischen 14 und 49 wurde in jungen Jahren vom Privatsender RTL eingeführt, der seine Zuschauerzahlen zu Ungunsten von ARD und ZDF hochtreiben wollte, wie der frühere RTL-Vermarktungschef Uli Bellieno <a href="http://www.ndr.de/unternehmen/presse/pressemitteilungen/pressemeldungndr2506.html">der NDR-Sendung &#8220;Zapp&#8221;</a> gestand. Bellieno:</p>
<blockquote><p>&#8220;Im Prinzip war das ne gewisse Verzweiflungstat. Weil man sonst auch nicht weiter vorankam. Und manchmal sind ja Verzweiflungstaten auch sehr genial.&#8221;</p></blockquote>
<p>Im Zapp-Artikel heißt es weiter unter Bezug auf Bellieno:</p>
<blockquote><p>Diese Festlegung auf die 14- bis 49-jährigen Zuschauer sei &#8220;damals entstanden als wunderbarer Vermarktungstrick von RTL, von Helmut Thoma.&#8221; Er habe es &#8220;geschafft mit seiner Eloquenz, diese Zielgruppe im Markt zu verankern&#8221;. Bellieno weiter: &#8220;Wir waren eigentlich selber ein bisschen erstaunt, dass diese Konvention so nahtlos durchging.&#8221; Heute gibt Bellieno zu: &#8220;Es ist eigentlich eine ziemlich unsinnige Zielgruppe&#8221;. Denn 49 Jahre sei &#8220;überhaupt kein richtiger Schnitt&#8221;. Schließlich arbeiteten und konsumierten die meisten Menschen bis 59 oder gar 65 Jahren, seien also ebenfalls werberelevant.</p></blockquote>
<p>Für das damals kleine RTL war das in der Tat ein geschickter Schachzug. Dass ARD und ZDF heute aber nach diesem Muster ihr Fernsehprogramm planen, ist einfach nur armselig.</p>
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		<title>Filmverriss: &#8220;Eat, Pray, Love&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 21:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Eat Pray Love]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><br clear="all"></p> <p>Ich bin heute eher zufällig im Kino gelandet und habe &#8220;Eat, Pray, Love&#8221; gesehen. Julia Roberts spielt darin eine unglückliche New Yorker Enddreißigerin, die nicht weiß, was aus ihrem Leben noch werden soll. Sobald Alltag in eine ihrer Beziehungen kommt, hat es sich auch schnell mit selbiger. So schießt sie ihren Ehemann Stephen [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://img.skitch.com/20101019-gh9e9ymanq47dke4x78yi2rrfn.jpg" alt="Eat Pray Love" /><br clear="all"></p>
<p>Ich bin heute eher zufällig im Kino gelandet und habe &#8220;Eat, Pray, Love&#8221; gesehen. Julia Roberts spielt darin eine unglückliche New Yorker Enddreißigerin, die nicht weiß, was aus ihrem Leben noch werden soll. Sobald Alltag in eine ihrer Beziehungen kommt, hat es sich auch schnell mit selbiger. So schießt sie ihren Ehemann Stephen ebenso in den Wind wie den unkomplizierten Theaterschauspieler David und verordnet sich ein Jahr Selbstfindung im Ausland. In Italien lernt sie das zwanglose Genussleben kennen, in Indien gefällt es ihr schon weniger gut, weil sie da früh aufstehen und arbeiten muss. Außerdem setzt ihr anfangs der cholerische Richard mit seiner rauhen texanischen Art zu. Auf Bali schließlich lernt sie zwischen den täglichen Meditationssitzungen mit einem &#8211; ja &#8211; Schamanen den brasilianischen Beau Felipe kennen, der nach seiner Scheidung vor zehn Jahren keinen Sex mehr hatte. Klar. Natürlich kommen die beiden zusammen, aber verlieben kann sie sich nicht, weil&#8230; weil&#8230; ja warum, das wird dem Zuschauer nicht so ganz klar. Dass der Film trotzdem nicht tragisch endet, liegt aber wohl in der Natur des amerikanischen Selbstfindungsfilms.</p>
<p>Beim Urteil muss man fair bleiben. 1. Was erwartet man denn bitteschön, wenn man sich so einen Film anschaut? 2. Der desillusionierte, aber erstaunlich wenig vergnügungssüchtige Charakter der Julia Roberts ist dem männlichen Zuschauer nicht gerade angenehm und deswegen wohl umso authentischer. 3. Mit Javier Bardem darf einer meiner Lieblingsschauspieler den Latin Lover spielen. Der vielseitige Oscar-Preisträger (er gewann die begehrte Trophäe für seine Darstellung des gefühllosen Profikillers in &#8220;No Country for old Men&#8221;) ist mit seiner Rolle als wenigschichtiger Sunnyboy allerdings so unterfordert, dass er einem fast Leid tut. Wobei wir auch schon mitten in den Nachteilen wären. An Klischees über Italiener, Inder und Balinesen mangelt es diesem eigentlich klassischen Flugzeugunterhaltungsfilm nicht, den Regisseur Ryan Murphy auf stolze 133 Minuten gezogen hat. Der alte Mann im Sessel neben mir ist drei (!) Mal eingeschlafen, zweimal in Indien, einmal auf Bali (ich hab&#8217;s protokolliert). Dass er neben mir saß, ist der erstaunlichen Tatsache geschuldet, dass das Kino an einem Dienstagnachmittag ausverkauft war. In den USA hat der Streifen, der angeblich 60 (!) Millionen US-Dollar in der Produktion gekostet haben soll, auch bereits erstaunliche 80 Millionen Dollar wieder eingespielt.</p>
<p>Ich vermute, dass dies an den Zuschauerinnenmagneten Roberts und Bardem liegt, die ansonsten durchaus für Qualität stehen, in diesem flachen Film aber ihr Talent verschleudern. Die Moral von der Geschicht? Lernen, alles los und sich mal gehen zu lassen, geht nur dort, wo andere Urlaub machen. Wer Antworten auf seine Lebenskrisen sucht, dürfte aber enttäuscht werden, denn die bleibt der Film schuldig. Und wenn es um gelungene offene Enden geht, ist Woody Allens Lebensfindungssatire &#8220;Vicky Cristina Barcelona&#8221; &#8211; ebenfalls mit Bardem &#8211; deutlich unterhaltsamer. Lust hätte ich jetzt allerdings schon, mal ins schöne Bali zu fliegen&#8230;</p>
<p><small>Foto: Sony Pictures</small></p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Meine Lebensphilosophie in 25 Punkten</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 21:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Ich hoffe, das klingt nicht zu hochtrabend. Anfang 2004 kam ich von einem halben Jahr Aufenthalt in Südostasien wieder und hab mir, basierend auf meine Eindrücke dort, ein paar Punkte notiert, nach denen ich von da an leben wollte. Ich denke, in Teilen hat das auch geklappt. Vieles davon klingt selbstverständlich, einiges vielleicht ungewöhnlich, einiges [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hoffe, das klingt nicht zu hochtrabend. Anfang 2004 kam ich von einem halben Jahr Aufenthalt in Südostasien wieder und hab mir, basierend auf meine Eindrücke dort, ein paar Punkte notiert, nach denen ich von da an leben wollte. Ich denke, in Teilen hat das auch geklappt. Vieles davon klingt selbstverständlich, einiges vielleicht ungewöhnlich, einiges wie im jugendlichen Leichtsinn verfasst. Anyway, ich glaube, es kann nicht schaden, sie mal in loser Reihenfolge unkommentiert zu veröffentlichen, auch wenn es damit hier einmal ein wenig esoterisch wird. Für eventuelle Überschneidungen mit den Lebensregeln und Anregungen anderer Religionen, Bewegungen oder Philosophien übernehme ich keinerlei Verantwortung. Sollte mich aber wundern, wenn es die <em>nicht</em> gäbe.</p>
<ol>
<li>Verbiege dich nicht. Sei immer du selbst. Langfristig hat nichts anderes Erfolg.</li>
<li>Stehe zu deinem Wort. Mach keine Versprechungen, wenn du nicht weißt, wie du sie halten sollst.</li>
<li>Behandle <strong>jeden</strong> Menschen unvoreingenommen und mit Respekt.</li>
<li>Hab keine Angst vor neuen Erfahrungen, sondern sei mutig und nimm sie wahr.</li>
<li>Steh dir nicht selbst im Weg, indem du nur die schlechte Seite einer Möglichkeit siehst.</li>
<li>Für (fast) alles gibt es einen Grund. Urteile nicht, ehe du alle Hintergründe kennst. Hör auf, schwarz-weiß zu denken.</li>
<li>Schalte nicht ab, wenn du frustriert bist, sondern rede darüber und gib anderen die Chance, dir zu helfen.</li>
<li>Kümmere dich nicht darum, was andere Leute über dich denken. Vieles beruht auf Unverständnis.</li>
<li>Tue auch etwas, was dir kurzfristig nichts einbringt. Du weißt nie, was du damit in Zukunft noch einmal anfangen kannst.</li>
<li>Spare nicht am falschen Ende.</li>
<li>Ziehe Gesellschaft der Einsamkeit vor und gib jeder Gesellschaft erst einmal eine Chance.</li>
<li>Wir können nicht alles, aber wir können (fast) alles lernen. Glaub an dich und versuche es!</li>
<li>Scheue keine Konfrontationen.</li>
<li>Sehe Notlagen als Herausforderungen.</li>
<li>Gib dich nicht mit der zweitbesten Lösung zufrieden.</li>
<li>Fragen ist mutig.</li>
<li>Verstell dich nicht. Tu nicht so als seist du glücklich, wenn du todtraurig bist.</li>
<li>Wenn dir etwas Schlimmes widerfahren ist, tobe und jammere, bis der größte Ärger verflogen ist! Und dann überlege, was du aus der Situation machen kannst.</li>
<li>Trauern ist menschlich, Selbstmitleid ist unkonstruktiv. Jammere nicht für immer!</li>
<li>Gib deinen Ärger zurück, aber nicht weiter. Lass ihn nicht an den Falschen aus, schon gar nicht an denen, die es gut mit dir meinen.</li>
<li>Kämpfe nur um das, was Aussicht auf Erfolg hat.</li>
<li>Freu dich nie zu früh, aber vergiss auch nie, dich irgendwann zu freuen. Feier die Feste, wie sie fallen.</li>
<li>Selbst wenn du unangenehme Leute triffst, ist die Chance größer dabei oder auf dem Weg dorthin nette Leute zu treffen, als wenn du allein zuhause bleibst.</li>
<li>Nutze niemanden aus und lass dich auch selbst niemals ausnutzen.</li>
<li>Jeder Mensch denkt und fühlt. Und wir alle wollen nur leben. Respektiere das, jederzeit.</li>
</ol>
<p>Die Punkte habe ich nach heutigem Wissensstand ein wenig erweitert. Ich veröffentliche sie jetzt, nachdem ich gerade meine Wohnung aufgeräumt und meinen Notizblock von damals wiedergefunden habe. Habt ihr Ergänzungen? Nach welcher Philosophie lebt ihr?</p>


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<li><a href='http://www.leidartikel.de/2007/07/ich-bin-bestens-ausgebildet-sagt-meine-hochschule/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Ich bin bestens ausgebildet, sagt meine Hochschule'>Ich bin bestens ausgebildet, sagt meine Hochschule</a></li>
<li><a href='http://www.leidartikel.de/2008/02/hugo-egon-balder-hat-meine-idee-gestohlen/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Hugo Egon Balder hat meine Idee gestohlen'>Hugo Egon Balder hat meine Idee gestohlen</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Das Serien-Wochenende</title>
		<link>http://www.leidartikel.de/2010/07/das-serien-wochenende/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 06:31:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich &#8211; neben der Arbeit und anderen Hobbys &#8211; mehrere Jahre brauchen würde, um mir die besten Serien der jüngeren Vergangenheit anzuschauen. Man bleibt meist bei seinen Leisten; bei mir waren es hauptsächlich Scrubs, Simpsons und 24. Irgendwann bin ich auf der Suche nach etwas Neuem auf Californication, Prison Break, [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/07/mad-men.jpg" alt="" title="mad-men" width="250" height="187" class="alignright size-full wp-image-1083" />Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich &#8211; neben der Arbeit und anderen Hobbys &#8211; mehrere Jahre brauchen würde, um mir die besten Serien der jüngeren Vergangenheit anzuschauen. Man bleibt meist bei seinen Leisten; bei mir waren es hauptsächlich Scrubs, Simpsons und 24. Irgendwann bin ich auf der Suche nach etwas Neuem auf Californication, Prison Break, How I met your Mother und That 70s Show gestoßen und hab mal bei Grey&#8217;s Anatomy und Two and a half Men reingeschaut. Angesichts dessen, wie viele gute Serien in den letzten Jahren liefen, war das immer noch zu wenig. Am gerade beendeten Wochenende habe ich einiges davon nachgeholt. </p>
<p>Natürlich nur stichprobenartig. Das gute ist, dass sich die meisten Serien über ihre Pilotfolge verkaufen, die Serienmacher dort also schon ihr Bestes geben müssen. Man bekommt also einen guten Eindruck davon, während andere Serien einen zweiten Blick wert sind. Reingeschaut habe ich bei:</p>
<p><strong>Mad Men:</strong> Über die US-Werbeindustrie der 60er Jahre. Und das soll interessant sein? Anfangs nicht. Aber schon im Laufe der ersten Folge entwickelt sich eine spannende Handlung, und die Vielschichtigkeit der Charaktere wird deutlich. Es schmeckt nach mehr!</p>
<p><strong>Flight of the Conchords:</strong> Zwei Neuseeländer in den USA wollen Rockstars werden. Ist mir von Mattes sehr ans Herz gelegt worden, hat mich aber in der ersten Folge nicht gepackt. Plätscherte so dahin, wirkte irgendwie sehr nüchtern-distanziert, ich wäre fast eingeschlafen. Ich gab der Serie eine zweite Chance mit einer Folge aus einer späteren Staffel, und die gefiel mir schon deutlich besser. Ist wohl eine Serie, an die man sich langsam herantasten muss.</p>
<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/07/NameisEarl.jpg" alt="" title="NameisEarl" width="489" height="278" class="alignnone size-full wp-image-1079" /><br clear="all"></p>
<p><strong>My Name is Earl (Foto):</strong> Ganz anders ging es mir hierbei. Earl ist Sozialschmarotzer und Pechvogel und beschließt eines Tages, nur noch Gutes zu tun, damit ihm auch endlich mal etwas Schönes widerfährt. Karma eben. Die erste Folge beginnt so rasant, dass ich mich ernsthaft frage, wie die Serie das Tempo halten will. Die Idee und die Charaktere sind aber so pfiffig, dass ich mir durchaus vorstellen kann, dass das funktioniert. Von den hier gesehen Serien mein klarer Favorit!</p>
<p><strong>Entourage:</strong> Über das Leben eines jungen Filmstars, der lässig mit seinen Homies in L.A. abhängt. Durchaus überzeugende Charaktere und ein bisschen Star-Feeling. Zumindest in der ersten Folge war mir die Handlung aber viel zu seicht. Ich hoffe, da kommt noch etwas mehr Konflikt rein.</p>
<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/07/Arrested-Development.jpeg" alt="" title="Arrested Development" width="560" height="238" class="alignnone size-full wp-image-1080" /><br clear="all"></p>
<p><strong>Arrested Development (Foto):</strong> Geschäftsmann Michael ist der Ruhepol seiner gänzlich verrückten Familie. Sein Vater wird wegen Untreue verhaftet, Michael soll die Geschäfte übernehmen und muss sich dabei mit den anderen Chaoten herumschlagen. Hat mich in der ersten Folge nicht gerade vom Stuhl gerissen. Ging etwas sehr ins Klamaukhafte und bereits nach fünf Minuten ist im Grunde klar, dass von den Personen nicht mehr viel Überraschendes zu erwarten ist. Die Serie hat auf IMDB eine schier unglaubliche Durchschnittswertung von 9,7 erhalten, wurde aber nach drei Staffeln schon beendet. Hat&#8217;s zumindest verdient, sich noch ein paar Folgen mehr davon anzuschauen.</p>
<p><strong>The IT Crowd:</strong> Britische Serie über zwei IT-Nerds, die ihr Büro plötzlich mit einer attraktiven Kollegin teilen müssen. Hab hier vor Jahren mal die allererste Folge gesehen und gelangweilt danach gleich wieder ausgeschaltet. Offenbar zu Unrecht: Eine zweite, spätere Folge, die ich an diesem Wochenende gesehen habe, hatte alles: Wundervolles Spiel mit Klischees, schwarzer Humor und sogar etwas Kabaretthaftes. Scheint sich zu lohnen, hier tiefer einzusteigen.</p>
<p><strong>Bing Bang Theory:</strong> Ähnliche Story, aber diesmal aus den Staaten, viel teurer produziert und eine offensichtlichere Art von Humor: Zwei ebenso so hoch begabte wie alltagsuntaugliche junge Wissenschaftler bekommen eine neue Nachbarin. Die ist nur durchschnittlich intelligent, dafür aber äußerst attraktiv. Hat mir gut gefallen!</p>
<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/07/NipTuck.jpg" alt="" title="NipTuck" width="496" height="285" class="alignnone size-full wp-image-1078" /><br clear="all"></p>
<p><strong>Nip/Tuck (Foto):</strong> Hier habe ich zugegebenermaßen nur kurz reingeschaut, aber das sah sehr viel versprechend aus. Zwei Schönheitschirurgen teilen sich eine Praxis, obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Geldgierig und heimtückisch der eine. Menschenfreundlich und voller Moral der andere. Hier wird auch an möglichst realistisch wirkenden OP-Szenen nicht gespart.</p>
<p><strong>The Pacific:</strong> Zehnteilige US-Kriegsserie von Steven Spielberg und Tom Hanks über den Zweiten Weltkrieg im Pazifik. Offenbar das Gegenstück zu Band of Brothers, sehr teuer produziert. Hat mir in der ersten Folge sehr gut gefallen.</p>
<p>Habe ich das wirklich alles an einem Wochenende geschafft? Wundert mich grad selbst. Welche Serien kennt ihr noch, die auf meiner Liste fehlen?</p>
<p><em>Mit großem Dank an Mattes!</em></p>
<p><small>Fotos: Lions Gate, Twentieth Century Fox (2), Warner</small></p>


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		<title>Mehr Löws für Deutschland!</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 13:23:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leidkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Löw]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Sprunghaft, das ist der Deutsche im Allgemeinen. So war ein ganzes Land nach dem überragenden 4:0-Sieg gegen Australien im Freudentaumel und sprach von Weltmeisterschaft, um nach der anschließenden Niederlage gegen Serbien das Ausscheiden in der Vorrunde quasi herbeizuerwarten. Das Team hielt dem Druck stand, hat mit England einen argen Rivalen gleich mit 4:1 besiegt und [...]


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			<content:encoded><![CDATA[<p>Sprunghaft, das ist der Deutsche im Allgemeinen. So war ein ganzes Land nach dem überragenden 4:0-Sieg gegen Australien im Freudentaumel und sprach von Weltmeisterschaft, um nach der anschließenden Niederlage gegen Serbien das Ausscheiden in der Vorrunde quasi herbeizuerwarten. Das Team hielt dem Druck stand, hat mit England einen argen Rivalen gleich mit 4:1 besiegt und Deutschland am gestrigen Sommertag eine Art zusätzlichen Feiertag beschert. Und wenn Deutschland nun gegen Argentinien verliert und die WM damit gelaufen ist? Wahrscheinlich werden die Jubler von heute dann wieder nörgeln.</p>
<p>Das macht aber nichts, denn es ist ohnehin absehbar, dass Bundestrainer Joachim Löw nach der WM seinen Job an den Nagel hängt. Das wäre ein richtiger Zeitpunkt und es wäre konsequent. Er ginge nicht vorzeitig und stähle sich aus der Verantwortung wie ein Horst Köhler oder ein Roland Koch das getan haben. Dabei wehte Löw nicht weniger harsche Kritik entgegen als den Politikern. Ob er noch bei Trost sei, die formschwachen Podolski und Klose mit zur WM zu nehmen und leistungsstärkere Spieler wie Kevin Kuranyi und Torsten Frings zuhause zu lassen, fragten sich viele &#8211; ich muss zugeben: ich selbst auch.</p>
<p><strong>Wenn sie Motivation brauchen, dann lassen Sie sich vom Chef anbrüllen</strong></p>
<p>Doch Löw hat etwas getan, was ungewöhnlich ist in diesen Tagen: Er hat die ganze, die harte Kritik an sich abperlen lassen und ist seinen Weg unbeirrt weitergegangen. Und wer gesehen hat, welche Macht die Medien haben, um gestandene Persönlichkeiten der Öffentlichkeit abzusägen (siehe Kässmann, Mixa, Kachelmann, Köhler), der weiß, wie schnell viele daran zerbrechen können. </p>
<p>Löw hat aber noch etwas anderes geschafft, was für Erstaunen gesorgt hat: Er hat den Stürmern Lukas Podolski und Miro Klose neuen Mut eingehaucht, die in ihren Vereinen in diesem Jahr zur Bedeutungslosigkeit verdammt worden waren. Bei Klose soll ganz offen das Selbstbewusstsein gelitten haben, seit Monaten hatte er in der Liga nicht getroffen. Löw bekommt beide in wenigen Wochen wieder hin, bringt ihr Selbstvertrauen zurück, lässt sie ihr ganzes Potenzial abrufen, das offenbar nur versteckt war.</p>
<p>Wirtschaftsbosse werden es wohl leider nicht schaffen, die Brücke zu ihrer Belegschaft zu schlagen. Kaum ein Unternehmen, in dem Mitarbeiter nicht tagtäglich daran erinnert werden, dass sie eigentlich nichts zu sagen haben und nur ein kleines Rad im Getriebe sind. Motivieren, fördern? Begriffe aus theoretischen Handbüchern, die doch in der Praxis nicht gelten. Gibt ja genug Akademiker da draußen, die den Job genauso gut machen würden und dabei weniger Kosten verursachen. Wie täglich in Stellenanzeigen zu lesen: Sie sind topmotiviert und bestens ausgebildet, also auf in unseren 12-Stunden-Tag! Sie haben BWL studiert? Na, dann können Sie doch prima bei uns die Kaltaqkuise machen, die bei uns Dialogmarketing heißt. Sinnvoll? Natürlich ist das sinnvoll. Wie &#8211; Sie wollen auch noch Geld dafür?</p>
<p>Tja, und Verantwortung? Wenn der Bezahlsender immer herbere Verluste schreibt, obwohl ich doch die Preise fast verdoppelt habe, ja, dann weiß auch nicht. Dann geh ich halt nach einem Jahr aus persönlichen Gründen und kassiere schmerzvoll meine Millionenabfindung. Und wenn ich meinen Ministerposten nicht behalten darf und ich in der Wirtschaft mehr Geld bekomme, dann verlasse ich halt die Politik und schere mich nicht um das, was ich meinem Bundesland eingebrockt habe. Und wenn die Medien mich nicht mehr lieben, dann trete ich als Bundespräsident zurück.</p>
<p>Oder man zieht es eben durch. Unberechtigte Kritik abperlen lassen, den Weg gehen, die Mitarbeiter (Spieler) motivieren, Rückschläge verkraften, sich selbst treu bleiben. </p>
<p>Wir brauchen mehr Jogi Löws &#8211; in Wirtschaft und Politik!</p>


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		<title>Ich weiß, was du nächsten Sommer getan haben wirst</title>
		<link>http://www.leidartikel.de/2010/06/ich-weis-was-du-nachsten-sommer-getan-haben-wirst/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 14:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leidkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Hollywood]]></category>
		<category><![CDATA[Horror]]></category>
		<category><![CDATA[Horrorfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Ich weiß noch immer was du letzten Sommer getan hast]]></category>
		<category><![CDATA[Ich weiß was du letzten Sommer getan hast]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Jollywood wird den vierten Teil der Horror-Saga &#8220;Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast&#8221; ins Kino bringen. Teil 4 wird in der Zukunft spielen. Sechs Teenager werden auf einer Studentenparty Wodka aus Eimern trinken, alle motorischen Fähigkeiten verlieren, natürlich trotzdem Auto fahren (noch dazu zu sechst!) und dabei einen mysteriösen Landstreicher totfahren, der statt [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/06/LastSummer.jpg" alt="" title="LastSummer" width="250" height="250" class="alignright size-full wp-image-1051" />Jollywood wird den vierten Teil der Horror-Saga &#8220;Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast&#8221; ins Kino bringen. Teil 4 wird in der Zukunft spielen. Sechs Teenager werden auf einer Studentenparty Wodka aus Eimern trinken, alle motorischen Fähigkeiten verlieren, natürlich trotzdem Auto fahren (noch dazu zu sechst!) und dabei einen mysteriösen Landstreicher totfahren, der statt Füßen Harpunen haben wird. Aber wird er wirklich tot sein? Eher nicht, denn seine kurzerhand übers Cliff geworfene &#8220;Leiche&#8221; wird vom Meer davongetragen werden und am nächsten Morgen nicht mehr da sein. </p>
<p>Statt dessen wird der Untote die Teenager nach und nach an ungewöhnlichen Orten aufsuchen (Umkleide, Garage, Parkplatz, you name it) und sie mit seinen Harpunen über den Jordan schicken. Jollywood wird das Drehbuch mit Wes Craven umsetzen wollen und ihm dafür ein Angebot machen, was er nach Vorauszahlung von 1,5 Millionen Dollar Handgeld annehmen wird. Für die Rolle der Hauptdarstellerin werden Jennifer Love Hewitt, Miley Cyrus und Megan Fox gehandelt werden. Erstes Opfer soll Justin Bieber sein, der von einem Harpunen-Querschläger tödlich in den Unisex-Schnitt getroffen wird. Coming to a dream theater near you, most probably next summer.</p>
<p><small>Bild: Columbia Pictures</small></p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Von Wolkenkratzern, Wirtschaftskrisen und Weltkriegen</title>
		<link>http://www.leidartikel.de/2010/04/von-wolkenkratzern-wirtschaftskrisen-und-weltkriegen/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 10:41:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsleid]]></category>
		<category><![CDATA[Leidkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
		<category><![CDATA[Wolkenkratzer]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ich will hier niemanden beunruhigen, bin aber auch sicher nicht der erste, der diesen Vergleich wagt. Und ihr müsst gestehen: die Parallelen sind erschreckend. </p> <p>Es fiel mir auf, als ich Anfang des Monats in New York das Empire State Building besichtigte. Das &#8211; heute wieder &#8211; größte Gebäude New Yorks misst 381 Meter und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/2010/04/EmpireStateBuilding.jpg" alt="Empire State Building" title="EmpireStateBuilding" width="208" height="300" class="alignleft size-full wp-image-1025" />Ich will hier niemanden beunruhigen, bin aber auch sicher nicht der erste, der diesen Vergleich wagt. Und ihr müsst gestehen: die Parallelen sind erschreckend. </p>
<p>Es fiel mir auf, als ich Anfang des Monats in New York das Empire State Building besichtigte. Das &#8211; heute wieder &#8211; größte Gebäude New Yorks misst 381 Meter und wurde 1931 eingeweiht &#8211; mitten in der Weltwirtschaftskrise. Gut, geplant wurde der Wolkenkratzer schon vor dem Schwarzen Freitag (25.10.1929), aber die dramatischen Kursverluste und die beginnende Eintrübung des Konsumklimas hielt die Bauherren nicht davon ab, das Projekt durchzuziehen. Und viele weitere folgten. Heute sieht es ähnlich aus.</p>
<p>Das Empire State Building war dabei nur die Spitze des Eisbergs. In die gleiche Epoche fällt der Bau vieler weiterer Wolkenkratzer in New York, zum Beispiel das Chrysler Building (319m, 1930), die Wall Street (283m, 1931) und das American International Building (290m, 1932). Nicht zu vergessen das Rockefeller Center, ein Komplex aus gleich mehreren Gebäuden mit dem GE Building als höchstem (259m). Der Bau des milliardenschweren Centers spie der Weltwirtschaftskrise regelrecht ins Gesicht: Er überdauerte die Krise, begann 1931 und endete erst 1940.<br />
<span id="more-1024"></span><br />
Typisch für die Zeit war auch eine schwache soziale Absicherung, eine stark klaffende Schere zwischen Arm und Reich. Auf der einen Seite Verlierer der Krise mit nur geringer sozialer Absicherung, auf der anderen Seite eben reiche Mäzen, die Milliarden von Dollar in Hochhäuser stecken.</p>
<p><strong>Wieder eine Weltwirtschaftskrise und wieder bauen die Mächtigen Wolkenkratzer</strong></p>
<p>Und wie sieht es heute aus? Ebenfalls Weltwirtschaftskrise. Ebenfalls starke Gegensätze zwischen Arm und Reich. Finanzjongleure, die sich von Gott auserwählt sehen, mit dem Geld der Anderen zu spielen, es zu verzocken und trotzdem ohne Konsequenzen davon zu kommen, ja mehr noch: es sogar als legitim verkaufen und ihre gekauften Redaktionen haben, die es ihnen in ihren fingierten Berichten nachplappern. </p>
<p>Und was machen die reichen Leute in den reichsten Staaten der Welt angesichts dieser Ungleichheiten und der Krise? Sie bauen Wolkenkratzer. Diesmal weltweit: Der Taipei 101 steht in Taiwan (508m, 2004), das Shanghai World Financial Center (492m, 2008) in China, der Burj Chalifa in Dubai (828m, 2010), um nur die allerhöchsten zu nennen. </p>
<p>Bei der Liste, welche Wolkenkratzer zur Zeit noch gebaut werden, auch in den USA, wird einem schwindelig: der Shanghai Tower (632m, geplant für 2014), der Makkah Clock Royal Tower in Mekka (591m, 2011), das One World Trade Center in New York (541m, 2013) an Stelle des zerstörten World Trade Centers, sowie das Pentominium in Dubai (516m, 2014) und der Qatar National Bank Tower in Doha (510m, 2014). Um nur die zu nennen, die über 500 Meter groß werden sollen. Es sind noch gut 40 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_h%C3%B6chsten_Geb%C3%A4ude_der_Welt#Die_h.C3.B6chsten_Wolkenkratzer_im_Bau">weitere Wolkenkratzer weltweit im Bau</a>, wobei es inzwischen wohl zum guten Ton gehört, sie mindestens 300 Meter hoch werden zu lassen.</p>
<p><strong>Ähnlicher Zeitgeist wie vor 80 Jahren</strong></p>
<p>Kurz gesagt: die ganze Welt darbt vor sich hin, es gibt starke Diskrepanzen zwischen superreich und working Poor. Global betrachtet gibt es nach wie vor Neokolonialismus (fast alles, was wir kaufen, wir von indischen oder chinesischen Arbeitssklaven hergestellt). Geld für Soziales ist nicht da, aber allerorten werden fleißig Statussymbole der Architektur gebaut.</p>
<p>Deutschland ist heute nur ein Teil des Problems und spielt längst keine tragende Rolle im weltweiten Finanzzirkus mehr. Damals schon herrschten in Deutschland allerdings krasse politische Gegensätze und eine &#8211; inzwischen bin ich wirklich geneigt zu sagen &#8211; eine ähnliche schwache Demokratie wie zur Zeit. Vielleicht sogar mit dem Unterschied, dass mir die heutige noch käuflicher erscheint. In vielen Ländern ist es ähnlich. Wir haben die europäische Freizügigkeit und eine Währungsunion (auch wenn letztere auf der Kippe steht) und trotzdem in fast jedem europäischen Mitgliedsland einen immer offener zur Schau getragenen Nationalismus. Diesmal richtet er sich vor allem gegen die potenzielle Gefahr aus Afrika, Nah- und Fernost und er geht immer öfter von der Politik aus.</p>
<p>Was gibt es noch für Gemeinsamkeiten zwischen damals und heute? Relative sexuelle Freizügigkeit, Amüsement als Kulturgut, die Etablierung eines neuen Massenmediums (damals Radio, heute Internet), Stärkung der Interessen der Wirtschaft zu Ungunsten der Arbeitnehmer und nicht zuletzt einen mutigen aber kraftlosen Pazifismus.</p>
<p>Und wir alle wissen, wie das damals ein paar Jahre später ausgegangen ist&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Das moderne Unding: Die Kompaktzeitung</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 11:05:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsfreud]]></category>
		<category><![CDATA[Leidkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Tabloid]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Welt kompakt]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Neulich saß ich im Flugzeug und las Zeitung. Als mein Nebensitzer erkannte, was ich da las, guckte er beschämt weg. Eine junge Mutter schaute mit weit aufgerissenen Augen in meine Richtung und hielt ihrem fünfjährigen Sohn die Hände vors Gesicht. Wenig später bat die Stewardess mich, &#8220;derartige Praktiken&#8221; doch bitte auf die Zeit nach dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich saß ich im Flugzeug und las Zeitung. Als mein Nebensitzer erkannte, was ich da las, guckte er beschämt weg. Eine junge Mutter schaute mit weit aufgerissenen Augen in meine Richtung und hielt ihrem fünfjährigen Sohn die Hände vors Gesicht. Wenig später bat die Stewardess mich, &#8220;derartige Praktiken&#8221; doch bitte auf die Zeit nach dem Flug zu verschieben. Diverse Fluggäste würden sich in ihrem Ehrgefühl verletzt fühlen.<br />
<span id="more-1018"></span><br />
Mir aber gefiel die Zeitung und so versuchte ich wenige Tage später, im Kiosk meines Vertrauens ein aktuelleres Exemplar zu erwerben. Der Besitzer lächelte mir wie immer freundlich zu und fragte scherzend, was ich denn heute gerne lesen wolle. Den &#8220;Playboy&#8221;, die &#8220;St.Pauli Nachrichten&#8221; oder doch das &#8220;Senior Fetisch Magazin&#8221;? Ich nannte den Namen der Zeitung. Nein, sagte er kurz darauf entschieden mit gefrierendem Lächeln. Etwas Derartiges führe er nicht, werde er auch nie ins Programm aufnehmen, und im übrigen: dort drüben sei die Tür.</p>
<p>Ich wollte die &#8220;Welt Kompakt&#8221;.</p>
<p>Na gut, die oben genannten Geschichten haben sich nicht wirklich so zugetragen. Aber spricht man mit Vertretern der Medienszene, beschleicht einen schon das Gefühl, dass die Zeitung genau diesen verschrieenen Ruf hat: zu dünn, zu unseriös, einfach nicht tiefgründig, Totengräber des Verlagswesens, nicht das Papier wert auf dem es gedruckt steht. Im Vergleich zur Haute Cousine der Tageszeitungen wäre die &#8220;Welt Kompakt&#8221; wie das Frühstück aus einer Kloschüssel. Man wird belächelt, wenn man soetwas liest.</p>
<p>Nach mehrmaliger Lektüre der &#8220;Welt kompakt&#8221; habe ich einen anderen Eindruck. Die Zeitung ist mit 32 Seiten im Tabloid-Format sehr dünn, kostet 80 Cent und informiert über das wichtigste Tagesgeschehen in einer knappen halben Stunde. Das ist meist das einzige, was Kritiker der verhassten &#8220;Bild&#8221;-Zeitung Positives abgewinnen können. Dabei ist die &#8220;Welt Kompakt&#8221; nicht einmal ansatzweise mit dem reißerischen Journalismus der größten deutschen Boulevardzeitung aus gleichem Hause zu vergleichen. Harte Meldungen und Meinungen wechseln zwar ab, sind aber ganz deutlich voneinander getrennt.</p>
<p>Politik, Wirtschaft und Kultur haben bei der &#8220;Welt Kompakt&#8221; einen für die Zielgruppe (junges Publikum) erstaunlich hohen Stellenwert. Sport und Boulevard halten sich dagegen in Grenzen. Was gleich auf den ersten Blick auffällt und was mir sehr gut gefällt: Die Zeitung ist sehr internetaffin. Auf der Titelseite finden sich die &#8220;Tweets des Tages&#8221; und ein Hinweis auf die Facebook-Seite der Zeitung. Eine Doppelseite allein über Internetthemen mit einer Kolumne von Jürgen Stüber, und auch in den &#8220;seriösen&#8221; Rubriken wie Politik und Wirtschaft immer der Aufruf an die Leser, sich mit den Redakteuren über Twitter auszutauschen. </p>
<p>Wird auf Extra-Content wie Videos oder Interviews hingewiesen, erscheint unter vielen Beiträgen eine Kurz-URL oder ein QR-Code, der &#8211; mit der Smartphone-Kamera aufgenommen &#8211; einen Link öffnet.</p>
<p>Die harten Meldungen werden zum größten Teil gekürzt aus dem Pool der &#8220;Welt&#8221; übernommen und um weitere Artikel ergänzt. Diese Ergänzungen klingen wie guter Nachwuchs- oder Online-Journalismus. Mir ist aber in der Qualität der Inhalte und der Stichhaltigkeit der Informationen auf den ersten Blick nichts Negatives aufgefallen. Die blogartige Stilform sehe ich eher als moderne Bereicherung.</p>
<p>Man könnte auch sagen: Die &#8220;Welt Kompakt&#8221; scheint die einzige Tageszeitung zu sein, deren Macher erkannt haben, worum es geht. Wer nicht gerade arbeitslos oder im Ruhestand den Tag auf dem Sofa verbringt, hat doch schon längst keine zwei Stunden mehr Zeit, die die Lektüre der &#8220;FAZ&#8221; oder der &#8220;Süddeutschen Zeitung&#8221; zu studieren, inklusive aller Börsenkurse und Kleinanzeigen.</p>
<p>Mir gefällt das abgespeckte Format. Zur Förderung des Journalismus würde ich mir zusätzlich noch eine gute Reportage am Tag wünschen. Ansonsten aber finde ich Länge und Inhalt genau richtig. Das Blatt, das er mittlerweile schon seit sechs Jahren gibt, zeigt den anderen, wo sie in zehn Jahren sein werden, wenn sie überleben wollen. Und da wird es den Platzhirschen nichts nützen, weiterhin Qualitätsjournalismus mit zweistündiger Lektüre zu verwechseln und auf die hinabzusehen, die sich in deutlich kürzerer Zeit gut informieren wollen. Ich bleibe dabei.</p>
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		<title>Werde Künstler</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 11:45:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leidkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Künstler]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es gibt eine ganze Menge künstlerischer Berufe, die es sich lohnt zu wählen: Maler, Bildhauer, Schriftsteller, Liedermacher,&#8230; Wenn du einer davon werden willst, ist künstlerisches Talent aber eher zweitrangig. Das kommt und geht ohnehin wann es will. Viel wichtiger ist, dass das Äußere stimmt. Und dazu musst du folgendes beachten:<br /> <br /> Leg dir [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt eine ganze Menge künstlerischer Berufe, die es sich lohnt zu wählen: Maler, Bildhauer, Schriftsteller, Liedermacher,&#8230; Wenn du einer davon werden willst, ist künstlerisches Talent aber eher zweitrangig. Das kommt und geht ohnehin wann es will. Viel wichtiger ist, dass das Äußere stimmt. Und dazu musst du folgendes beachten:<br />
<span id="more-208"></span><br />
Leg dir ein sonnendurchflutetes Loft in einer reichen Gegend zu. Achte darauf, dass die Mieten nicht zu hoch sind. Die Bezeichnung &#8220;Künstlerkommune&#8221; senkt meist die Preise. Achte auf gute Gesellschaft in der Nachbarschaft.</p>
<p>Als Wohnort eignen sich Berlin-Prenzlauer Berg, Friedrichshain, neuerdings auch Potsdam, Kreuzberg oder Neukölln. Anderswo wird die Muse dich nicht küssen. Wenn die Gegend nur reich ist, aber nicht inspirierend, dann lass die Finger davon und nenne sie &#8220;spießig&#8221; und &#8220;provinziell&#8221;, zum Beispiel den Starnberger See.</p>
<p>Lass dir einen Fünftagebart wachsen und fang an zu rauchen. Wenn du Regisseur bist, trage Hornbrille, Locken und Rollkragenpulli. Wenn du Maler bist, trage weiße Hemden, von denen du stets die oberen drei Knöpfe auflässt. Wenn es Winter wird, trage anthrazitfarbene Pullunder über dem Hemd. Rauche nur selbst gedrehte Zigaretten oder Pfeife. Filterzigaretten und Zigarillos nur in Ausnahmefällen, keinesfalls Zigarren!</p>
<p>Wenn dich die Schreibblockade heimsucht, fackel nicht lange und strebe einen Ortswechsel an. Geeignete Orte sind allerdings nur die Toscana oder die Provence. Besuche andere Künstler dort, achte darauf, dass sie ebenfalls ein sonnendurchflutetes Loft, einen eigenen Weinberg und einen Swimmingpool haben und dass gerade 20-jährige amerikanische Studentinnen zu Gast sind, die verführt werden wollen. Pass dabei aber auf, dass deine rachsüchtige, von dir getrennt lebende Ehefrau nicht auftaucht und das ganze in einer Dreiecksbeziehung endet.</p>
<p>Was du dann machst, ist eigentlich egal. Aber tue das, was du tust, mit Leidenschaft. <em>Viel</em> Leidenschaft.</p>


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		<title>My Life in many, many Pictures</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 12:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsfreud]]></category>
		<category><![CDATA[Leidkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ich hab schon lange nichts Vernünftiges mehr gebloggt. Liegt daran, dass <a href="http://freshzweinull.de">das hier</a> meine volle Aufmerksamkeit beansprucht. Wer nicht bloggt, kann aber Fotos machen. Und da hat sich im letzten Jahr einiges angesammelt, was ich euch nicht länger vorenthalten will. Also: Browser-Fenster auf Vollbild gestellt und Finger auf das Scrollrad. Los geht&#8217;s!</p> <p>Eine Partie [...]


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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab schon lange nichts Vernünftiges mehr gebloggt. Liegt daran, dass <a href="http://freshzweinull.de">das hier</a> meine volle Aufmerksamkeit beansprucht. Wer nicht bloggt, kann aber Fotos machen. Und da hat sich im letzten Jahr einiges angesammelt, was ich euch nicht länger vorenthalten will. Also: Browser-Fenster auf Vollbild gestellt und Finger auf das Scrollrad. Los geht&#8217;s!</p>
<p>Eine Partie chinesisches Schach gegen den großen Dak Lau. <img src='http://www.leidartikel.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Ich (vorne) hatte nich den Hauch einer Chance&#8230;<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/56.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"><br />
<span id="more-924"></span><br />
Mein Lieblingshund in Action<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/57.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Verliebt wie ein Schloss (Deutzer Brücke, Köln)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/58.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Werk des Feuers (Hannover)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/59.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Jepp, tatsächlich! <img src='http://www.leidartikel.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  (Sightseeing in Hannover)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/60.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Aufgenommen im Technikmuseum Sinsheim<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/61.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Das neue Stadion von 1899 Hoffenheim, notdürftig aus dem Bus heraus abfotografiert<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/62.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Die beiden wichtigsten Lokalitäten in Heidelberg<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/63.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>In die Ferne gucken, obwohl das Gute liegt so nah&#8230; (Heidelberg)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/64.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Vor dem &#8220;Großen Fass&#8221; (Heidelberger Schloss)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/65.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Seid vorsichtig damit! (Von mir beklebter Stehtisch an einer Autobahnraststätte an der A3)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/66.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Ohne zu gucken über die Schulter fotografiert. (Bonn)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/67.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>This is the life&#8230;<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/68.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Der Regenbogen direkt vor meinem Fenster (Bonn)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/69.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Ohne Worte &#8230;<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/70.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Keine Ahnung, wann, wo und mit wem aufgenommen. Erkennt jemand seinen Daumen wieder?<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/71.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Ein Schatten im Rapsfeld (Nahe der Heimat)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/72.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Wieder so ein UFO &#8230;<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/73.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Das alte Leid<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/74.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Vol. 2<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/75.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Mottoparty: &#8220;Märchen&#8221;<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/76.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Aufgenommen in Stuttgart:<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/77.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Meine drei Lieblingsraucher bei der Arbeit<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/78.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Moschpit, Ärztekonzert Museumsplatz Bonn, 2008<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/79.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Straßenweisheiten Vol.1<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/80.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Heimatliche Idylle, Dezember 2008: Arbeiter transportieren die Tanne aus unserem Vorgarten ab, um sie vor dem größten Kaufhaus am Ort zu postieren.<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/81.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Mit bester Sicht auf das Rheinufer<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/82.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Alte Fußball-Rivalität. Aufgenommen am Meppener Bahnhof<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/83.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Im Schnee (Bonn)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/84.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>&#8220;Ich will irgendwas in den Schnee schreiben. Hm, das einzige, was mir da spontan einfällt, ist &#8230;&#8221;<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/85.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Gesehen auf einer Kunstausstellung in Köln. Titel des Bildes: &#8220;Der Streit&#8221;. Wahnsinnig schön!<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/86.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Tonne für großen Elektroschrott (MVA Bonn)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/87.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Muss mich immer wieder kaputt lachen, wenn ich das Bild sehe. Ich glaube, es liegt an dem Smiley.<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/88.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Originell frisiertes Wahlplakat<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/89.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Ohne Worte (aufgenommen im Ikea in Köln)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/90.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Sind sie?<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/91.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Gleichberechtigung für alle<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/92.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Moor und Schützenturm (aufgenommen im Emsland)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/93.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Selber hallo! (gesehen in einem Bus in Bonn)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/94.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Liberté, Vérité, Sécurité<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/95.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Strategisch optimal platziertes Wahlplakat (vor dem Bundesministerium der Verteidigung, Hardthöhe Bonn)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/96.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Ein wilder Papagei (Bonn)<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/97.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Wehr dich!<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/98.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Tal, Weinberg und viel Grün. Errät jemand, welches Land und welche Gegend es ist? <img src='http://www.leidartikel.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/99.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Hab ich auch immer gedacht&#8230;<br />
<img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/lifeinpictures/100.jpg" alt="My Life in Pictures" /><br clear="all"></p>
<p>Danke fürs Gucken. Bis zum nächsten Jahr dann! Na gut, vielleicht lasse ich diesmal auch wieder früher was von mir hören. Bis bald!</p>


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		</item>
		<item>
		<title>Titanic &#8211; zehn Jahre sp&#228;ter</title>
		<link>http://www.leidartikel.de/2008/12/titanic-zehn-jahre-spaeter/</link>
		<comments>http://www.leidartikel.de/2008/12/titanic-zehn-jahre-spaeter/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Dec 2008 22:04:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leidkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Titanic]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.leidartikel.de/?p=887</guid>
		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/titanic-movie.jpg"></a>Hab neulich noch einmal &#8220;Titanic&#8221; gesehen, den Katastrophen-Liebesfilm, der bei den &#8220;Academy Awards&#8221; 1998 gleich elf Oscars abgeräumt hat. Warum, habe ich damals nicht verstanden. Hab ihn mir deswegen noch einmal angeschaut und muss sagen: Die Liebesgeschichte mit Leo und Kate ist mir immer noch zu konstruiert, und der Versuch, Herzschmerz zu verursachen misslingt.</p> [...]


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<li><a href='http://www.leidartikel.de/2007/03/oscarverleihung-die-grosen-verlierer-der-letzten-jahre/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Oscarverleihung: Die gro&#223;en Verlierer der letzten Jahre'>Oscarverleihung: Die gro&#223;en Verlierer der letzten Jahre</a></li>
<li><a href='http://www.leidartikel.de/2007/01/zehn-filme-mit-einem-kreativen-schluss/' rel='bookmark' title='Permanent Link: Zehn Filme mit einem kreativen Schluss'>Zehn Filme mit einem kreativen Schluss</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/titanic-movie.jpg"><img src="http://www.leidartikel.de/wp-content/uploads/titanic-movie.jpg" alt="" title="titanic-movie" class="alignright size-full wp-image-889" /></a>Hab neulich noch einmal &#8220;Titanic&#8221; gesehen, den Katastrophen-Liebesfilm, der bei den &#8220;Academy Awards&#8221; 1998 gleich elf Oscars abgeräumt hat. Warum, habe ich damals nicht verstanden. Hab ihn mir deswegen noch einmal angeschaut und muss sagen: Die Liebesgeschichte mit Leo und Kate ist mir immer noch zu konstruiert, und der Versuch, Herzschmerz zu verursachen misslingt.</p>
<p>Aber der Rest! Erstaunliche Kulissen, hervorragende Bauten, eine wirksame Reise zurück in die Zeit. Und als das Schiff dann (endlich) auf den Eisberg läuft und der Katastrophenfilm beginnt, spielt der Film seine wirkliche Stärke aus. Die Katastrophe wird erst nicht ernst genommen und ist dann nicht mehr zu verhindern &#8211; ganz im Stile der griechischen Tragödie. Die originalgetreu nachgebaute Kulisse versinkt Schritt für Schritt im Meer, mit ihnen die meisten Passagiere. Und als das Streichquartett die Abschiedssonate spielt und der Kapitän mit seinem Schiff untergeht, dann wird es <em>wirklich</em> trauig.</p>
<p>Das hat Maßstäbe gesetzt, und dafür hat der Film auch zu Recht die Oscars gewonnen &#8211; nicht für die blödsinnige Liebesgeschichte. Und das wurde leider von allen Filmproduzenten falsch verstanden, die seitdem einen Katastrophenfilm gedreht haben und ihn mit einer hanebüchenen Liebesgeschichte kombinieren wollten. Das misslang in &#8220;Armageddon&#8221;, in &#8220;Pearl Harbor&#8221; und noch viel mehr in allen deutschen Katastrophenfilmen seitdem. Mein Rat deswegen an Produzenten und Drehbuchautoren: Lasst es endlich bleiben und dreht Katastrophenfilme <em>oder</em> Liebesfilme, aber nicht beides gleichzeitig.</p>


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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>The Rolling Stones: As Tears go by</title>
		<link>http://www.leidartikel.de/2008/12/the-rolling-stones-as-tears-go-by/</link>
		<comments>http://www.leidartikel.de/2008/12/the-rolling-stones-as-tears-go-by/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Dec 2008 14:25:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsfreud]]></category>
		<category><![CDATA[Leidkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rolling Stones]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.leidartikel.de/?p=883</guid>
		<description><![CDATA[<p>Verstehe langsam, wie die Rolling Stones zu ihrem Weltruhm gekommen sind..</p> <p></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verstehe langsam, wie die Rolling Stones zu ihrem Weltruhm gekommen sind..</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/nUSu_P1LpiQ&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/nUSu_P1LpiQ&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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		</item>
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