Log #10: Was stimmt nicht mit dir!

Es ist gleich am Anfang von Folge 4 von „How to Sell Drugs Online Fast“, als die beiden Protagonisten, Moritz und Lenny, im Gang der Schule stehen und Moritz‘ Ex aus der Ferne beobachten. „Mann, jetzt entschuldige dich einfach bei ihr wie ein ganz normaler Mensch“, sagt Lenny. Und Moritz zückt sein Handy und beginnt, ihr eine WhatsApp-Nachricht zu schreiben.

Es ist eine von diesen zahlreichen Anekdoten, die die erste deutsche Comedyserie auf Netflix zu einer herrlichen Parodie auf unseren Alltag machen. Die Zehnerjahre gehen so langsam zu Ende und kein anderes technisches Gerät stand mehr im Fokus als das Smartphone. Das hat unser Kommunikationsverhalten ganz schön durcheinander gewirbelt. Am Ende aber hat sich so viel gar nicht verändert. Jungsein bleibt ein emotionales Chaos, die Eltern findet man spießig, man flüchtet in eine andere Welt, in der Hoffnung, dort verstanden zu werden. Wer klug ist, baut hier schon sein erstes Business auf. Nur besser nicht mit Drogen.

Wozu eigentlich noch Bonn? Darüber haben ein Freund (der mittlerweile in Köln wohnt) und ich tatsächlich gestern Abend gesprochen. Was ist so toll an Bonn? Eine Stadt, die sich furchtbar ernst nimmt (außer an Karneval), die lieber im Gestern als im Heute lebt, immer etwas verschlafen. Irgendwo zwischen Provinz und weltmännischem Streben, und letzteres kauft man ihr nicht ab. Ich müsste lügen, hätte ich in diesem Jahr nicht schon mehrfach mit dem Gedanken gespielt, wegzuziehen. Nur, wohin? Und: Is‘ anderswo nicht auch kacke?

Surfen. Wenn ich gerade nicht lauter furchtbar wichtige Dinge zu tun hätte, würde ich wohl mal einen Monat dahin gehen, wo ich anständig surfen lernen könnte. Weil, warum eigentlich nicht? Hätte ich schon lange Lust drauf, hat sich nie ergeben. Ich bin alt, spießig, aber ungebunden.

Morgen geht mein MacBook Air-Testgerät wieder zurück und ich weiß jetzt schon, dass ich dieses Keyboard vermissen werde. Verdammt, Apple hat es wieder geschafft, dass ich über einen Kauf nachdenken muss. Und sei es nur wegen dieser Tastatur, die dann zu allem Überfluss auch noch fehleranfällig ist. Zumindest wird sich jedes andere Gerät, das sonst noch in Frage kommt, zunächst einmal damit messen müssen.

Und woran sich jedes Smartphone künftig messen lassen muss, sind andere Smartphones mit Dreifachkamera. Hat man nur lange genug damit herumgespielt, mag man einfach nicht mehr zurück. Im Trendblog habe ich mal aufgeschrieben, warum. Wobei mir dieses Bild von gestern Abend, aufgenommen mit dem Motorola OneVision (mit Einfachkamera) auch recht gut gefällt:

Buchecke: Photographers on Photography hat mich leider nicht umgehauen. Schöne Idee, Fotografen von ihren besten Bildern erzählen zu lassen. Umsetzung aber nur so lala und aus den geführten Interviews wenig neue Erkenntnisse. Egal, es gibt noch andere schöne Bücher über Fotografie. Mein nächstes wird 1001 Photographs: You Must See Before You Die. Unglaublich plakativer Titel, aber man wird viel dabei lernen können.

2 Kommentare

  1. Moin Jürgen, irgendetwas scheint auf der Blog-Seite nicht zu funktionieren, ich kann nur die eine Seite sehen, ältere Beiträge nicht. Andererseits komme ich über http://www.leidartikel.de/category/allgemein/ zu weiteren Einträgen. Eine Navigation fehlt, einige Bilder werden nicht geladen. Getestet mit Firefox, Explorer und Edge.

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