Log #29: Sperrmüll, die einzig wahre Umverteilung?

Morgen ist mal wieder Sperrmüll in meiner Nachbarschaft und ich habe dazu meine gute, alte, voll intakte Tatami-Matte vors Haus gestellt. Eine bessere Idee, so etwas loszuwerden, kenne ich nicht. Free your Stuff, eBay Kleinanzeigen, Shpock. Nichts davon funktioniert wirklich gut. Es bleibt eine Marktlücke.

Während ich zusammen mit einem Nachbarn noch alte Schränke, Bügeleisen und Staubsauger aus dem Keller zu Tage fördere und nach draußen bringe, kommt (erwartungsgemäß!) schon der erste Interessent mit osteuropäischem Akzent hinzu und fragt, ob er Bügeleisen und Staubsauger mitnehmen könne. „Kann aber sein, dass die nicht mehr funktionieren“, sage ich. „Ist egal“, sagt er.

Ist das die wahre Umverteilung? Der Osten Europas bleibt ärmer als der Westen. (Verhältnismäßig!) Reiche Leute wie ich kriegen ihr Zeug nicht los. Es bleibt der Sperrmüll als kostenloser, paneuropäischer Marktplatz der Umverteilung. Vermutlich nicht ganz das, was Ludwig Erhard im Sinn hatte.

Ich für mein Tatami übrigens auch nicht. Das ist, 4 Stunden, nachdem ich es vors Haus gestellt habe, immer noch da. 🙁 Eigentlich zu schade zum Wegwerfen. Ich hoffe auf Nacht-und-Nebel-Aktionen!

Preisfrage: Mit welchem der mittlerweile 5 Regler stellt ihr die Lautstärke des Weckers bei einem Samsung-Smartphone ein?

Ich gebe euch einen Tipp: Von denen da oben ist es keiner.

Muss man auch erstmal rausfinden, da nicht Android-typisch: Die Alarmlautstärke stellt ihr bei einem Samsung-Handy direkt in den Einstellungen des Weckers ein, also der Uhr-App. Das sieht dann so aus:

Praktisch, oder? Den verstellt ihr nicht mal eben. Die Frage ist dann nur, warum der Alarm bei mir gestern Morgen nicht losging. Regiert da vielleicht doch einer der fünf anderen Lautstärkeregler als Master-Lautstärke? Ist das Chaos noch für irgendwen durchschaubar?

Ach ja: Schön war’s! Auf meinem allerersten Ukulele-Stammtisch. Nette Leute, viel gelernt, Raum mit Klimaanlage im Anno Tubac bei draußen 37 Grad. Sehr angenehm! Und doch bin ich nach einer Stunde geflüchtet, weil ich um 20 Takte hinterher hing und nicht mehr wirklich mitkam. Es gibt noch sehr viel zu üben…

Und dabei habe ich leider auch erfahren müssen, dass ich bisher falsch gespielt habe und alles noch einmal neu lernen muss. 🙁

Das hat mich gestern und heute ganz schön demotiviert. Statt das Griffbrett zu umklammern, soll ich den Daumen hinter das Griffbrett drücken und die Ukulele leicht diagonal halten. Und das ist verdammt ungewohnt. Auch wenn ich merke, dass ich die Akkorde so schneller wechseln und besser greifen kann.

Hat man das nicht oft im Leben? Man beherrscht gerade etwas so halbwegs, freut sich darüber. Dann kommt schon wieder etwas Neues und im schlimmsten Falle die Erkenntnis, alles noch einmal neu lernen zu müssen. Wie undankbar, wie ärgerlich, wie aufwändig!

Ja, wie aufwändig eigentlich? Nach dem Anfangsfrust habe ich heute direkt die nächste Übungsstunde mit Yousician angestimmt. Und nach 15 Minuten war ich fast so weit.

15 Minuten nur, um alles noch einmal neu zu lernen?!? Nun, ich bin mir sicher, ich werde noch einiges an Zeit und Motivation brauchen, um die nötige Sicherheit zu bekommen. Aber ansonsten: jepp.

Für mich eine schöne Erkenntnis, die natürlich nicht nur fürs profane Ukulespielen gilt: Statt Angst vor dem Neuen zu haben, es zu verteufeln und zu bombardieren, könnte man ihm ja mal eine Chance geben und es versuchen. Vergesst nicht, dass ihr Vorwissen habt, also keinesfalls wirklich bei null anfangt. Die neue Methode/die neue Software/das neue Gerät/die neue Taktik ist nur ein Neusortieren. Das kommt mit ein wenig Bauch- und Kopfschmerzen daher, wird euch aber besser machen als vorher und viel schneller gehen als ihr denkt.

Heute war es dann so weit: Ich hatte einen Termin, es war heiß, ich war spät dran. Die ideale Situation für einen E-Scooter – und weit und breit kein Tier zu entdecken. Spitze! Ich fordere mehr Abstellplätze und mindestens noch mal 1.000 weitere E-Roller für Bonn…

Was denn, was denn?! DER Bus kriegt einen eigenen Artikel in der Lokalpresse und meiner nicht? GA, ich bin schon wieder enttäuscht von dir! 😉

Trendblog-Content: Kollege Sven Wernicke tobt sich in den nächsten Wochen nicht nur in Görlitz aus, sondern auch mit seiner zweiten Leidenschaft: Sofortbild-Kameras.

Bild des Tages: Das Samsung Galaxy S10 ist doch immer wieder für einen Schnappschuss gut. Die Kleine lief mir dabei genau vor die Linse…

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