Log #5: Assange, Barry, MacBook, Charts

  • Der Sommer kommt so langsam und damit auch meine Ukulele wieder aus dem Schrank. Und immer wieder muss ich Yousician empfehlen. Ein herrliches Tool irgendwo zwischen entspanntem Musiklehrer und dem Spiel Garage Band. 15 Minuten am Tag lernt ihr damit kostenlos (und das reicht mir erstmal!), für das tolle Premium-Paket müsstet ihr zahlen. Bin drauf und dran, mir das für den Sommer einmal zu gönnen.
  • 17 neue Anklagen der US-Justiz gegen Julian Assange. Und da fragt sich noch jemand, warum der sich so lange in der Botschaft Ecuadors versteckt hat? Für mich stellt sich angesichts der Ereignisse der letzten Tage eher die Frage: Vor wem soll ich eigentlich mehr Angst haben: Vor dem Chinesen, der mittlerweile die weltbeste Technik baut, beim Thema Überwachung aber nun wirklich kein Kind von Traurigkeit ist. Oder vor dem Amerikaner, der selber herzlich gerne überwacht, keinen Widerspruch dudelt und den Schwarzen Peter dem Chinesen rüberschiebt. Die USA werfen Assange unter anderem Geheimnisverrat vor. Ja, er hat das Geheimnis ausgeplaudert, dass US-Soldaten im Irak Journalisten einfach so aus Spaß wie die Hasen abgeschossen haben. Und wer so etwas kritisiert oder gar aufdeckt, hat in den Augen der USA den Knast verdient. Aber ihr wollt die Guten sein?
  • Einen erstaunlichen Zusammenhang damit gibt es in Staffel 2, Folge 2 der Comedy-Serie Barry. (Ja, ich gucke doch nochmal eine Serie, solange mein Game-of-Thrones-Sky-Ticket-Miniabo noch läuft). Barry ist ein Auftragskiller, der viel lieber Schauspieler wäre und in der Folge plötzlich mit seiner Vergangenheit und seinem ersten „Feind“abschuss in Afghanistan konfrontiert wird. Dem Zuschauer bleibt plötzlich ein Klos im Hals stecken. Jetzt müssen also schon Comedyserien die Kritik übernehmen, für die Whistleblower in den Knast kämen.
  • Gestern sagte ich noch, ich würde mich für die neue Ausgabe der deutschen Singlecharts interessieren, nur um zu sehen, ob einige Songs des ESC 2019 es dorthin geschafft haben. Die offizielle Website zeigt heute aber nur die Top 5 an, sagt, Montag gäbe es mehr und verweist auf zwei externe Quellen, wo man die Charts schon jetzt sehen könnte. Was soll das denn? Quelle 1 ist kostenpflichtig und hat noch die Charts von letzter Woche drin. Quelle 2 hat die Charts noch nicht aktualisiert. Es gibt dort aber Midweek-Charts, wo man sich in 20er-Klicks durch die Listen quälen und sich dort verlinkte Videos nicht anschauen kann. Dort ist Mahmood (Italien) als höchster ESC-Song auf Platz 39 eingestiegen, Luca Hänni (Schweiz) auf Platz 53. Ich könnte für ein genaueres Ergebnis später wiederkommen, aber soo dringend muss ich es dann doch wieder nicht wissen…
  • Mein gestern erwähnter Testbericht über das neue MacBook Air wäre dann auch online. Mir gefällt das Ding und ich brauche diesen Sommer was Neues. Doch bevor ich’s kaufe, warte ich tatsächlich noch die neuen Highend-Chromebooks von Asus und Acer ab. Ja, allen Ernstes.
  • Bild des Tages: Der Mensch, gefangen als kleines Rädchen in der großen Maschinerie. Er kann nicht entkommen, aber er kurz ausbrechen aus der seelenlosen, grauen Architektur. Und wenn auch nur für einen kleinen Moment.

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