Bonn, Stadt der schönen Sonnenuntergänge

Dann bin ich halt romantisch… Schaut’s eich des o!

Schnee in Bonn, der liegen bleibt

… ist in etwa so selten wie jemand, der Passanten auf der Straße 10-Euro-Scheine schenkt. Was für ein schönes Wochenende! :) (Übrigens nicht nur deswegen.)

Ich wollte diese Anzeige eigentlich verreißen

… aber dann dachte ich mir, dass das Design doch eigentlich ganz gelungen ist. Vielleicht springt es einem Journalisten nunmal eben ins Auge, wenn etwas mit dem Text (hinten und vorne) nicht stimmt. Aber wenn ich eine solche Grafik erstellen müsste, dann wäre sie wahrscheinlich genauso voller Fehler wie dieser Anzeigentext. Ich erspare dem Betreiber dieses Sat-TV-Webshops deswegen die Schmach, auf seine Seite zu verlinken und belasse es beim freundlichen Fremdschämen.



Mal nach Asien Fliegen – Teil III: Patong Beach, wo Himmel und Hölle dicht beieinander liegen

Eigentlich wollte ich mir nur mal den Strand anschauen, aber meine Nerven liegen jetzt schon blank. Die Einheimischen halten nicht viel vom geschriebenen Angebot und so wird man an jedem, wirklich jedem Laden von den Verkäufern angesprochen: “Need a taxi?”, “Hello Sir, massage?”, “Have a look at the menu?”, “Welcome my friend. Need a suit?”, “Boat trip to James Bond Island?”

Gerade mal eine halbe Stunde vorher bin ich meinem Hotel in Patong aufgeschlagen, der Touristenhochburg an der Westküste von Phuket in Thailand und nicht mehr weit vom Ende der Welt entfernt. Mangels Übernachtungsmöglichkeit habe ich mich gleich am Flughafen wider besseren Wissens treudoof von der Touristeninformation ansprechen lassen. Das Personal ist schwer engagiert und bietet mir nach mehrmaliger Nachfrage und Feilschen ein Hotel für 700 Baht die Nacht an. Das sind etwa 15 Euro und scheint mir für thailändische Verhältnisse überteuert, soll sich jedoch im Nachhinein als Schnäppchen herausstellen. Ein Minibus, in den man mich zusammen mit einem genauso herzensguten wie schwulen australischen Pärchen steckt, bringt mich über den Umweg in einem unsäglichen Reisebüro in einer knappen Stunde zu meinem Hotel. Read the rest of this entry »

Mei, die Islamophoben!

Es gibt da diesen “Verein”, dem ich angehöre und dem ich regelmäßig Geld überweise, obwohl ich in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen herzlich selten mal auf einer “Mitgliederversammlung” war. Ein Verein, dessen “Vorstand” sich anderen Glaubensrichtungen gegenüber gerne mal verschlossen zeigt und dessen lokaler Staatsmann aufgrund seiner erzkonservativen Ansichten gerne mal überregional für Peinlichkeiten sorgt. In den letzten Jahren hat sich mein Verständnis für Religion aber langsam gewandelt und seitdem kümmere ich mich weniger um oben und sehe Dinge gelassener.
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Wenig Film mit viel Aussage

Wenn man Kultur ankündigt und dabei gelehrt klingen will, dann muss man schreiben: “Eigentlich mag ich XY ja nicht, aber diesmal …”. So geht es mir bei Loriot. Eigentlich habe ich seine Sketche schon viel zu oft gesehen und richtig lustig fand ich sie auch nur als ich 15 war, aber dieses Fernsehgespräch mit zwei Filmkritikern ist richtig schön trockener Humor. Danke an David fürs Zuschicken eines anderen Videos, durch das ich beim Rumsurfen auf YouTube dann auf dieses hier gestoßen bin. ;) Bitte Film ab!

Der Tod als Fotoserie

Warum sind die Tageszeitungen eigentlich nicht voll davon? Im Osten Kongos ist eine menschliche Tragödie im Gange. Trotz eines einseitig verkündeten Waffenstillstands der angreifenden Rebellen sind die Kämpfe offenbar noch lange nicht beendet. Die UN-Friedenstruppen stellen mit 17.000 Soldaten das größte UN-Kontingent aller Zeiten und sind trotzdem maßlos überfordert; der Konflikt trifft vor allem die Zivilbevölkerung. Hunderttausende sind auf der Flucht. Alan Taylor hat bewegende Fotos zusammen getragen und dem Konflikt damit ein Gesicht gegeben. Anschauen!

bostom.com (Foto-Serie), dw-world.de, via olbertz.de

“Soll Obama doch zur Hölle fahren!”

Spiegel Online hat über 100 Menschen weltweit dazu befragt, was sie vom neuen US-Präsidenten Barack Obama erwarten. Natürlich sind über Weltwirtschafts bishin zu Konfliktentschärfungen, der Forschung und dem Weltklima alles an Wünschen dabei. Im Gedächtnis bleiben werden mir trotzdem vor allem diese beiden unerwarteten Aussagen:

Alexander Prochanow, Moskauer Schriftsteller:

“Ich hoffe, dass Obama als Pseudoreformer Amerika ruiniert wie Gorbatschow einst die Sowjetunion.”

:) Und: Sunil Jamshedi, Rikscha-Fahrer in Lahore, Pakistan:

“Von mir aus kann der neue US-Präsident zur Hölle fahren. Die Amerikaner haben sich doch sowieso schon darauf festgelegt, dass wir Pakistaner als nächste dran sind. Wenn wir Pech haben, ergeht es uns wie Afghanistan und Irak: Die Lage ist schlecht, aber dann kommen die Amerikaner – und die Lage wird noch schlechter.”

Mal nach Asien fliegen – Teil II: Hach, Singapur!

Warnung: Einer der längsten Artikel, die ich jemals geschrieben habe, dafür mit netten Fotos unterlegt. Aber nehmt euch 20 Minuten Zeit zum Lesen, überfliegen is nich!”

Chinatown ist mein Ziel. Unschlüssig stehe ich in der U-Bahn-Station vor der Info-Karte und überlege mir, welche Strecke ich nehmen soll. Es gibt zwei Verbindungen, die in etwa gleich weit sind, und einmal umsteigen muss auf jeden Fall sein. Mit meinem geflochtenen Hut, meiner Umhängetasche, als Kaukasier und planlos vor der Karte stehend, könnte ich kaum mehr wie ein Tourist aussehen, und so dauert es nicht lange, bis eine alte Frau vom Personal neben mit steht, kaum größer als 1,45 Meter. Wohin ich wolle, fragt sie mit dem niedlichen Singapurer Akzent und erklärt dann: “To Chinatown go down the stairs, take train to Jurong East. When the train reach Dhoby Ghaut and the door open – tuck tuck tuck tuck – you leave train, turn left, go up stairs and take North East Line to Harbour Front. Get off Chinatown station.” Aha. Aber ich könnte doch auch hier über Outram Park fahren und von dort Richtung Norden, zeige ich ihr auf der Karte. Wäre eine Station weniger. “No no, exchange at Outram Park too complicated for tourist! When the train door open – tuck tuck tuck tuck – people get lost, come back to Auntie and say: Help me Auntie, I got lost!” Read the rest of this entry »

“Weil, McCain ist doof, irgendwie”

SchuelerVZ, MeinVZ und StudiVZ haben gewählt: Barack Obama soll neuer Präsident der USA werden, wünschen sich 91,4 Prozent. Nur: Warum eigentlich? Studenten im Fachbereich Medien der Hochschule Mittweida haben Kommilitonen gefragt, warum sie Obama wählen würden. Die Antworten sind erschreckend bis unfreiwillig komisch.

medien-mittweida.de (Video am Ende des Textes)

Mein Buchprojekt: “Eichelkäse”, die Fortsetzung von “Feuchtgebiete”

Mein Beitrag zum freien, assoziativen Schreiben: Ein Stück aus dem unvermeidlichen männlichen Konterpart zum Bestseller “Feuchtgebiete”, den ich gerade lese. Es trägt den Arbeitstitel “Eichelkäse, das Buch”. Inspiriert von Charlotte Roche und CRen.

Ich kauere auf dem Bett, den Kopf vorgebeugt, die Augen geschlossen, den Daumen im Hintern. Die Arschbehaarung mit den Kotresten muss ich dafür erst zur Seite schieben, bevor ich mich untenrum massieren und zum Höhepunkt bringen kann. Mein Dödel wird schon beim Massieren leicht feucht. Ich fange die Ejakulation mit der rechten Hand auf, verreibe sie und lasse sie trocknen, bis sich Krusten bilden. Die kratze ich dann auf und stecke sie mir in den Mund. Schmeckt leicht bitter, aber ich will wissen, wie meine Säfte riechen und schmecken, damit ich das steuern kann, wie Frauen auf meine Gerüche abfahren, wenn sie mich ficken wollen. Das mit der Arschbehaarung ist nicht gut, sagen die Ärzte, das muss weg. Aber ich will die nicht wegmachen lassen, weil ich die für die öffentlichen Klos brauche. Immer wenn ich dort auf der Schüssel sitze, achte ich darauf, dass ein paar Unrintropfen auf der Klobrille bleiben. Manchmal scheiß ich auch drauf, und dann wandere ich mit meinen Arschhaaren über den Klorand und hoffe, neben meiner eigenen Kacke auch Schweiß, Arschhaare oder Kot von anderen Menschen aufzunehmen. Meinen Freunden erzähle ich nichts davon, die würden das vielleicht eigenartig finden. Aber mich geilt das auf.

Ich hoffe, liebe Buchverlage von KiWi über Eichborn bis Dumont, ihr erkennt, was das hier für ein literarischer Knüller ist, und meldet euch schleunigst bei mir! Und, liebe Leser urteit selbst, ob ich es damit mit Charlotte Roche aufnehmen kann! Zum Vergleich hier meine (bisherige, bin noch nicht fertig) “Lieblingsstelle” aus “Feuchtgebiete” (Seite 120 im Taschenbuch):

Wenn ich ein trockenes Stück Popel erwische und daran ziehe und damit in der Nase was in Bewegung setze und einen längeren Popelschleimklumpen hinterherziehen kann, macht mich das geil. Ähnlich wie bei dem Haar in der Muschi. Oder dem Krustenpollen im Schamhaar. Tut weh und geilt auf. Und alles das wandert in den Mund und wird langsam mit den Schneidezähnen zerkaut, damit ich es genau schmecken kann.

Oder, auch nicht schlecht, hundert Seiten vorher:

Mir macht es Riesenspaß, mich nicht nur immer und überall bräsig voll auf die dreckige Klobrille zu setzen. Ich wische sie auch vor dem Hinsetzen mit meiner Muschi in einer kunstvoll geschwungenen Hüftbewegung einmal komplett im Kreis sauber. Wenn ich mit der Muschi auf der Klobrille ansetze, gibt es ein schönes, schmatzendes Geräusch und alle fremden Schamhaare, Tropfen, Flecken und Pfützen jeder Farbe und Konsistenz werden von meiner Muschi aufgesogen.

Und jetzt viel Spaß beim Mittagessen! :)

Interessante Nebeninformation

Wir Linkshänder haben nicht nur den Überraschungseffekt beim Tischtennis auf unserer Seite (dafür können wir nicht auf Folie schreiben), wird sitzen auch künftig im Weißen Haus: Sowohl John McCain als auch Barack Obama sind Linkshänder. Bill Clinton, George Bush (der alte), Ronald Reagan und Gerald Ford übrigens auch.

via Tagesschau-Blog

Mal nach Asien fliegen – Teil I: Alan und die Stewardessen

Wahrscheinlich habe ich es Alan zu verdanken, dass mich die Urlaubsstimmung überhaupt eingeholt hat. Ich lerne ihn auf dem Flug von Dubai nach Singapur kennen. Wir haben gute Plätze bekommen, teilen uns eine Zweierreihe am Fenster ganz am Ende der Maschine mit viel Beinfreiheit, direkt vor dem Aufenthaltsraum der Stewardessen. Alan ist Engländer, Anfang 40 und hat gerade eine Auszeit genommen. Er enttarnt sofort meinen deutschen Akzent, was ihn aber nicht zu stören scheint. Er ist nett, anfangs nicht sehr gesprächig. Doch das ändert sich nach dem Abendessen. Ich bestelle mir ein Bier, Alan einen Gin Tonic und eine kleine Flasche Wein. Danach taut er auf. Read the rest of this entry »

Was vom Urlaub übrig bleibt…

Erstaunlicherweise der Wunsch, dass ich ganz gerne Discovery Channel und Cartoon Network in meinem Fernsehprogramm hätte. :) Und natürlich dass die Welt in ihrer Vielfalt wunderschön ist. Aber das hat der Discovery Channel ja schon vor mir erkannt: Boom De Ya da!

Marienkäferplage

Ich fand diese Tierchen eigentlich immer ganz possierlich, und täte es auch jetzt noch, würde ich nicht gerade von Dutzenden von ihnen heimgesucht werden. Ganze Schwärme von Marienkäfern tummeln sich vor meinem Balkon und kommen zum Fenster hereingeflogen. Bei einem Blick auf die Straße sieht es so aus, dass die Nachbarhäuser auch nicht davon verschont werden. Vielleicht ein Produkt des erstaunlich sonnigen und warmen Spätsommers? Leider sind die Tierchen nicht so friedlich wie sonst, sondern brutal bis aggressiv, fliegen mich an und verstehen keinen Spaß. Was ist da los?!?