BILD präsentiert die “Volksversicherung” – und Journalisten jubeln

Wer sich immer schon gefragt hat, wie das mit diesen “Volks-Produkten” der BILD-Zeitung funktioniert und was da alles dranhängt, kann das heute sehr schön in einem Beitrag der W&V nachverfolgen. Mir kam an der Geschichte einiges merkwürdig vor, was ich jeweils mit einem Ausrufezeichen (!) markiert habe.

Die Vereinigte Postversicherung aus Stuttgart, kurz VPV, war bislang eine Versicherung, die vor allem Angestellte des Öffentlichen Diensts betreut hat. Um neue Geschäftsfelder zu erschließen, will die VPV jetzt Privatkunden erreichen. Daran ist noch nichts Verwerfliches. Das erste Merkwürdige ist, dass die Versicherung dafür keine herkömmliche Werbekampagne startet, sondern dafür mit der BILD paktiert (!). Die “Volks”-Produkte, die von BILD mit ähnlichem Schriftzug wie für BILD.de aufgemacht sind, sind eine interessante Grauzone, die deutlich näher der Werbung anzusiedeln ist als einem redaktionellen Beitrag. Die Zeitung tritt hier als Marke auf, zum Beispiel für das “Volkshandy”, die “Volkszahnbürste” oder den “Volks-PC”.

Wer wirbt in diesem Falle eigentlich? Die Versicherung oder die BILD, eine – zumindest nach eigenem Bekunden – unabhängige Tageszeitung? Die W&V hat es schon ganz richtig erkannt und verwendet die Überschrift “VPV: Bild (!) wirbt für Volksversicherung”. Wird eine Tageszeitung, die selbst für ein Produkt der freien Wirtschaft wirbt, noch neutral über den Brötchengeber berichten? Mediengeschichtlich unwahrscheinlich.
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“Vielen Dank für das nette Gespräch. Wir lassen Sie dann mal für unbestimmte Zeit in der Luft hängen.”

Willst du mit mir gehen? Ja, Nein, Vielleicht! Was aus Teenagerzeiten vom Schulhof bekannt ist, gilt auch heute noch, diesmal vor allem im Berufsleben. In den meisten Fällen wird immer noch “Vielleicht” angekreuzt. Für den, der ankreuzt, ist das eine tolle Situation. Er ist begehrt, er weiß, dass der andere an einen denkt und alles für einen tun würde. Für den, der wartet, ist es ein Alptraum. Er hängt in der Luft, oft wochenlang, kann nicht weiterplanen, hat Hoffnung und wird am Ende in der Regel doch enttäuscht.

Ich hab es zuletzt vor allem während der Jobsuche kennengelernt. Im April: Ein Bekannter meldet sich und freut sich, dass seine Redaktion dringend Verstärkung braucht, aber niemanden findet. “Toll!”, freue ich mich, der gerade einen Job beendet hat, “wann soll’s losgehen?” – “Am besten gestern! Ich leite deinen Lebenslauf weiter; die Chefredaktion meldet sich dann bei dir!”

Es dauerte vier Wochen, bis ich eine Antwort bekomme. Vier Wochen, in denen ich jedes andere langfristige Projekt ablehnte. Es war mir halt fast schon zugesagt worden. Vier Wochen, in denen meine Motivation von Tag zu Tag sinkt. Was soll denn das? Ihr wollt mich doch, es war doch sicher – oder nicht? Schließlich ruft der Chefredakteur an und lädt mich zu einem Kennenlerngespräch ein. Es verläuft positiv. Wann ich anfangen solle, frage ich. “Wenn’s nach mir ginge”, sagt der Chefred, “am liebsten vorgestern.” Ich verkneife mir eine Bemerkung.
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Zurücktreten

Zurücktreten, das hatte einmal etwas von Größe. Ein altgedienter Staatsmann, der das Zepter weitergibt, damit frischer Wind durch das Land weht. Ein erfolgreicher Firmenchef, der an der Spitze seines Erfolges die Geschäfte seinem Sohn überträgt, den er über die Jahre aufgebaut hat und ihn nun für fähiger hält als sich selbst.

Zurücktreten, das hat in den letzten Jahren einen ganz anderen Geschmack bekommen. Ein eigentlich beliebter Präsident, der beim ersten Anzeichen von Kritik die Segel streicht. Ein Firmenchef, der die Sintflut heraufbeschworen hat, die erst kommt, wenn er sich längst auf dem höchsten Berggipfel abgesetzt hat. Ein Ministerpräsident, der keine Lust mehr hat und in der Wirtschaft mehr Geld verdienen kann.

Aktuellstes Beispiel: der scheidende BP-Chef Tony Hayward. Die Katastrophe ist da, der Konzern schreibt einen Milliardenverlust, ist also schon komplett vor die Wand gefahren. Und dann tritt er zurück. “Ich bin dann mal weg, ihr macht das da schon mit dem Öl.” Er könnte jetzt sogar noch eine Abfindung in Höhe von 14 Millionen Euro kassieren, quasi als Dank für schlechtes Krisenmanagement.

Kaum jemand dürfte Hayward eine Träne nachweinen. Aber in Zeiten, in denen ein Rücktritt eher der Flucht vor der eigenen Verantwortung darstellt, sollte man sich langsam einmal Alternativen überlegen, die echten Strafen gleichen. Eine Strafversetzung zum Beispiel an einen weniger schönen Ort oder einen deutlich niedrigeren Posten. Oder, aber das gilt leider als so altmodisch, dass es mittlerweile schon wieder echt modern wäre: Buße tun. Ein Ex-BP-Chef, der selbst an der Golfküste Steine schrubbt und Vögel rettet, bis er geläutert ist, das hätte was. Und dann könnte man ihm irgendwann auchmal vergeben. So aber nicht.

Das Serien-Wochenende

Irgendwann habe ich festgestellt, dass ich – neben der Arbeit und anderen Hobbys – mehrere Jahre brauchen würde, um mir die besten Serien der jüngeren Vergangenheit anzuschauen. Man bleibt meist bei seinen Leisten; bei mir waren es hauptsächlich Scrubs, Simpsons und 24. Irgendwann bin ich auf der Suche nach etwas Neuem auf Californication, Prison Break, How I met your Mother und That 70s Show gestoßen und hab mal bei Grey’s Anatomy und Two and a half Men reingeschaut. Angesichts dessen, wie viele gute Serien in den letzten Jahren liefen, war das immer noch zu wenig. Am gerade beendeten Wochenende habe ich einiges davon nachgeholt.

Natürlich nur stichprobenartig. Das gute ist, dass sich die meisten Serien über ihre Pilotfolge verkaufen, die Serienmacher dort also schon ihr Bestes geben müssen. Man bekommt also einen guten Eindruck davon, während andere Serien einen zweiten Blick wert sind. Reingeschaut habe ich bei:

Mad Men: Über die US-Werbeindustrie der 60er Jahre. Und das soll interessant sein? Anfangs nicht. Aber schon im Laufe der ersten Folge entwickelt sich eine spannende Handlung, und die Vielschichtigkeit der Charaktere wird deutlich. Es schmeckt nach mehr!

Flight of the Conchords: Zwei Neuseeländer in den USA wollen Rockstars werden. Ist mir von Mattes sehr ans Herz gelegt worden, hat mich aber in der ersten Folge nicht gepackt. Plätscherte so dahin, wirkte irgendwie sehr nüchtern-distanziert, ich wäre fast eingeschlafen. Ich gab der Serie eine zweite Chance mit einer Folge aus einer späteren Staffel, und die gefiel mir schon deutlich besser. Ist wohl eine Serie, an die man sich langsam herantasten muss.


My Name is Earl (Foto): Ganz anders ging es mir hierbei. Earl ist Sozialschmarotzer und Pechvogel und beschließt eines Tages, nur noch Gutes zu tun, damit ihm auch endlich mal etwas Schönes widerfährt. Karma eben. Die erste Folge beginnt so rasant, dass ich mich ernsthaft frage, wie die Serie das Tempo halten will. Die Idee und die Charaktere sind aber so pfiffig, dass ich mir durchaus vorstellen kann, dass das funktioniert. Von den hier gesehen Serien mein klarer Favorit!

Entourage: Über das Leben eines jungen Filmstars, der lässig mit seinen Homies in L.A. abhängt. Durchaus überzeugende Charaktere und ein bisschen Star-Feeling. Zumindest in der ersten Folge war mir die Handlung aber viel zu seicht. Ich hoffe, da kommt noch etwas mehr Konflikt rein.


Arrested Development (Foto): Geschäftsmann Michael ist der Ruhepol seiner gänzlich verrückten Familie. Sein Vater wird wegen Untreue verhaftet, Michael soll die Geschäfte übernehmen und muss sich dabei mit den anderen Chaoten herumschlagen. Hat mich in der ersten Folge nicht gerade vom Stuhl gerissen. Ging etwas sehr ins Klamaukhafte und bereits nach fünf Minuten ist im Grunde klar, dass von den Personen nicht mehr viel Überraschendes zu erwarten ist. Die Serie hat auf IMDB eine schier unglaubliche Durchschnittswertung von 9,7 erhalten, wurde aber nach drei Staffeln schon beendet. Hat’s zumindest verdient, sich noch ein paar Folgen mehr davon anzuschauen.

The IT Crowd: Britische Serie über zwei IT-Nerds, die ihr Büro plötzlich mit einer attraktiven Kollegin teilen müssen. Hab hier vor Jahren mal die allererste Folge gesehen und gelangweilt danach gleich wieder ausgeschaltet. Offenbar zu Unrecht: Eine zweite, spätere Folge, die ich an diesem Wochenende gesehen habe, hatte alles: Wundervolles Spiel mit Klischees, schwarzer Humor und sogar etwas Kabaretthaftes. Scheint sich zu lohnen, hier tiefer einzusteigen.

Bing Bang Theory: Ähnliche Story, aber diesmal aus den Staaten, viel teurer produziert und eine offensichtlichere Art von Humor: Zwei ebenso so hoch begabte wie alltagsuntaugliche junge Wissenschaftler bekommen eine neue Nachbarin. Die ist nur durchschnittlich intelligent, dafür aber äußerst attraktiv. Hat mir gut gefallen!


Nip/Tuck (Foto): Hier habe ich zugegebenermaßen nur kurz reingeschaut, aber das sah sehr viel versprechend aus. Zwei Schönheitschirurgen teilen sich eine Praxis, obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Geldgierig und heimtückisch der eine. Menschenfreundlich und voller Moral der andere. Hier wird auch an möglichst realistisch wirkenden OP-Szenen nicht gespart.

The Pacific: Zehnteilige US-Kriegsserie von Steven Spielberg und Tom Hanks über den Zweiten Weltkrieg im Pazifik. Offenbar das Gegenstück zu Band of Brothers, sehr teuer produziert. Hat mir in der ersten Folge sehr gut gefallen.

Habe ich das wirklich alles an einem Wochenende geschafft? Wundert mich grad selbst. Welche Serien kennt ihr noch, die auf meiner Liste fehlen?

Mit großem Dank an Mattes!

Fotos: Lions Gate, Twentieth Century Fox (2), Warner

Macht und wie man andere damit im Alltag erniedrigen kann

“347 ist vorbei. Ich bediene jetzt die Nummer 350.” – “Sie haben die 347 vor zehn Sekunden erst aufgerufen.” – “Zu spät, jetzt ist die 350 dran.” – “Ich bin sofort aufgesprungen und hierhergelaufen, als die 347 angezeigt wurde!” – “Ich bediene jetzt die 350 und sonst niemanden.” – “Das kann ja wohl nicht ihr Ernst sein, ich habe eine Dreiviertelstunde gewartet!!” – “Gehen Sie, sonst hole ich den Sicherheitsdienst!” #Arge #Bonn

Mehr Löws für Deutschland!

Sprunghaft, das ist der Deutsche im Allgemeinen. So war ein ganzes Land nach dem überragenden 4:0-Sieg gegen Australien im Freudentaumel und sprach von Weltmeisterschaft, um nach der anschließenden Niederlage gegen Serbien das Ausscheiden in der Vorrunde quasi herbeizuerwarten. Das Team hielt dem Druck stand, hat mit England einen argen Rivalen gleich mit 4:1 besiegt und Deutschland am gestrigen Sommertag eine Art zusätzlichen Feiertag beschert. Und wenn Deutschland nun gegen Argentinien verliert und die WM damit gelaufen ist? Wahrscheinlich werden die Jubler von heute dann wieder nörgeln.

Das macht aber nichts, denn es ist ohnehin absehbar, dass Bundestrainer Joachim Löw nach der WM seinen Job an den Nagel hängt. Das wäre ein richtiger Zeitpunkt und es wäre konsequent. Er ginge nicht vorzeitig und stähle sich aus der Verantwortung wie ein Horst Köhler oder ein Roland Koch das getan haben. Dabei wehte Löw nicht weniger harsche Kritik entgegen als den Politikern. Ob er noch bei Trost sei, die formschwachen Podolski und Klose mit zur WM zu nehmen und leistungsstärkere Spieler wie Kevin Kuranyi und Torsten Frings zuhause zu lassen, fragten sich viele – ich muss zugeben: ich selbst auch.

Wenn sie Motivation brauchen, dann lassen Sie sich vom Chef anbrüllen

Doch Löw hat etwas getan, was ungewöhnlich ist in diesen Tagen: Er hat die ganze, die harte Kritik an sich abperlen lassen und ist seinen Weg unbeirrt weitergegangen. Und wer gesehen hat, welche Macht die Medien haben, um gestandene Persönlichkeiten der Öffentlichkeit abzusägen (siehe Kässmann, Mixa, Kachelmann, Köhler), der weiß, wie schnell viele daran zerbrechen können.

Löw hat aber noch etwas anderes geschafft, was für Erstaunen gesorgt hat: Er hat den Stürmern Lukas Podolski und Miro Klose neuen Mut eingehaucht, die in ihren Vereinen in diesem Jahr zur Bedeutungslosigkeit verdammt worden waren. Bei Klose soll ganz offen das Selbstbewusstsein gelitten haben, seit Monaten hatte er in der Liga nicht getroffen. Löw bekommt beide in wenigen Wochen wieder hin, bringt ihr Selbstvertrauen zurück, lässt sie ihr ganzes Potenzial abrufen, das offenbar nur versteckt war.

Wirtschaftsbosse werden es wohl leider nicht schaffen, die Brücke zu ihrer Belegschaft zu schlagen. Kaum ein Unternehmen, in dem Mitarbeiter nicht tagtäglich daran erinnert werden, dass sie eigentlich nichts zu sagen haben und nur ein kleines Rad im Getriebe sind. Motivieren, fördern? Begriffe aus theoretischen Handbüchern, die doch in der Praxis nicht gelten. Gibt ja genug Akademiker da draußen, die den Job genauso gut machen würden und dabei weniger Kosten verursachen. Wie täglich in Stellenanzeigen zu lesen: Sie sind topmotiviert und bestens ausgebildet, also auf in unseren 12-Stunden-Tag! Sie haben BWL studiert? Na, dann können Sie doch prima bei uns die Kaltaqkuise machen, die bei uns Dialogmarketing heißt. Sinnvoll? Natürlich ist das sinnvoll. Wie – Sie wollen auch noch Geld dafür?

Tja, und Verantwortung? Wenn der Bezahlsender immer herbere Verluste schreibt, obwohl ich doch die Preise fast verdoppelt habe, ja, dann weiß auch nicht. Dann geh ich halt nach einem Jahr aus persönlichen Gründen und kassiere schmerzvoll meine Millionenabfindung. Und wenn ich meinen Ministerposten nicht behalten darf und ich in der Wirtschaft mehr Geld bekomme, dann verlasse ich halt die Politik und schere mich nicht um das, was ich meinem Bundesland eingebrockt habe. Und wenn die Medien mich nicht mehr lieben, dann trete ich als Bundespräsident zurück.

Oder man zieht es eben durch. Unberechtigte Kritik abperlen lassen, den Weg gehen, die Mitarbeiter (Spieler) motivieren, Rückschläge verkraften, sich selbst treu bleiben.

Wir brauchen mehr Jogi Löws – in Wirtschaft und Politik!

Das iPhone als Netbook

Auf so manche Idee muss man erst einmal kommen. Ich war schon lange auf der Suche nach einem Gerät, mit dem ich unterwegs Beiträge verfassen und im Internet recherchieren kann.

Also ein Netbook? Aber die 300 bis 400 Euro erstmal übrig haben. Außerdem: einmal Apple, immer Apple. Derzeit tut sich zwar viel auf dem Gebiet mobiler Betriebssysteme, aber richtig Überzeugendes war für mich noch nicht dabei.

Also ein iPad? Schön und gut das Ding, aber top zum Texte schreiben ist das auch nicht. Und dann das Geld erstmal übrig haben…

Also das MacBook in die Tasche packen? Auch nur bedingt günstig. Das Ding ist der einzige Gegenstand in meinem persönlichen Inventar, das arg weh täte, wenn man es mir stähle. Außerdem ragt es mit seinen 13,3 Zoll doch ein wenig stark aus meiner Umhängetasche heraus.

Also erstmal nichts?

Dann brachte @ibo mich via Twitter neulich auf eine Idee: einfach das iPhone quer nehmen, auf eine feste Unterlage stellen und die Tastatur mit dem üblichen 10-Finger-System bedienen. Hielt ich bislang für unmöglich, aber scheint nach ein wenig Training in der Tat zu funktionieren. Wenn auch nur mit vier Fingern, aber immerhin. Ich bin damit nur geschätzte 30 Prozent langsamer als mit der Laptop-Tastatur. Für Notfälle durchaus eine Option. Und so viel blogge ich ja eh nicht mehr…

Ich weiß, was du nächsten Sommer getan haben wirst

Jollywood wird den vierten Teil der Horror-Saga “Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast” ins Kino bringen. Teil 4 wird in der Zukunft spielen. Sechs Teenager werden auf einer Studentenparty Wodka aus Eimern trinken, alle motorischen Fähigkeiten verlieren, natürlich trotzdem Auto fahren (noch dazu zu sechst!) und dabei einen mysteriösen Landstreicher totfahren, der statt Füßen Harpunen haben wird. Aber wird er wirklich tot sein? Eher nicht, denn seine kurzerhand übers Cliff geworfene “Leiche” wird vom Meer davongetragen werden und am nächsten Morgen nicht mehr da sein.

Statt dessen wird der Untote die Teenager nach und nach an ungewöhnlichen Orten aufsuchen (Umkleide, Garage, Parkplatz, you name it) und sie mit seinen Harpunen über den Jordan schicken. Jollywood wird das Drehbuch mit Wes Craven umsetzen wollen und ihm dafür ein Angebot machen, was er nach Vorauszahlung von 1,5 Millionen Dollar Handgeld annehmen wird. Für die Rolle der Hauptdarstellerin werden Jennifer Love Hewitt, Miley Cyrus und Megan Fox gehandelt werden. Erstes Opfer soll Justin Bieber sein, der von einem Harpunen-Querschläger tödlich in den Unisex-Schnitt getroffen wird. Coming to a dream theater near you, most probably next summer.

Bild: Columbia Pictures

Generationswechsel: Digital Seniors und Tablet Natives

Wenn die jetzigen Teenager die Digital Natives sind, also die Generation, die mit dem Computer und dem Web aufwuchsen. Was wird dann aus den Kindern, die heute zur Welt kommen?

Die Digital Natives kennen Dinge aus meiner Kindheit nur noch vom Hörensagen: Schallplatten sind ihnen höchstens noch als Musikinstrumente bekannt, Schreibmaschinen bleiben ihnen zum Glück verwehrt. Für sie ist es selbstverständlich, was bei uns damals eine kontrovers diskutierte und teure Anschaffung war: der erste Familien-PC.

Kinder, die in den kommenden Jahren zur Welt kommen, werden direkt mit Tablets aufwachsen. Von Desktop-PCs und Röhrenfernsehern werden die Tablet Natives nur noch aus Erzählungen ihrer Eltern hören. Werden sie überhaupt noch Tastaturen und Mäuse kennenlernen? Werden sie noch wissen (müssen), was ein LAN-Kabel ist oder wie es ist, offline zu sein?

Wir können dann endlich das tun, was unsere Eltern gemacht haben, und auch unseren Kindern Geschichten von früher erzählen: “Weißt du, Sohn, als ich so alt war wie du, da mussten wir uns mit einem Modem erst ins Internet einwählen. Allein das hat 30 Sekunden gedauert, und die Seiten haben so langsam geladen, dass wir nebenbei ganze Briefe auf MS Word schreiben konnten.” – “MS Word?” – “Okay, setz dich mal auf die Couch. Ich erzähle dir die ganze Geschichte…”

Es hat etwas von Fernseher warmlaufen lassen oder Auto erst ankurbeln müssen. Und wir waren von Anfang an dabei.

Bilder vom iPad nano aufgetaucht

Gefunden auf den deutschen Seiten eines Techniklieferanten, der seine Produkte in China herstellen lässt. Die Quelle gilt als zuverlässig.




;)

Werder: Eine Demontage zur rechten Zeit

Aus gegebenem Anlass heute mal Sport: Wie Millionen anderer entsetzter Fans habe ich gestern in meiner Stammkneipe Werders 0:4-Niederlage im Pokalfinale gegen Bayern miterleben müssen. Ich hoffe, die Verantwortlichen sind dadurch wach gerüttelt worden, denn so eine Schmach möchte ich nicht wieder erleben.

Es geht nicht darum, dass Bayern am Ende gewonnen hat. Der Sieg geht auch in der Höhe vollkommen in Ordnung, Bayern hätte schon zur Pause 3:0 führen müssen. Die Bayern sind im Moment einfach eine der besten Mannschaften Europas und sollen jetzt bitte auch das Triple holen.

Aber wer sich wie Werder vom deutschen Meister derart deklassieren lässt, der muss sich wirklich mal fragen, ob er im europäischen Wettbewerb, vielleicht sogar der Champions League in der Form etwas zu suchen hat.
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Haste schon jelesen?


- Steht’n da heute?
- Immer dat Gleiche, do: „Neuer Bankvorstand im Amt bestätigt. Hauptversammlung jubelt“
- Poah, die kriegen das immer noch irgendwie hin.
- Aber echt. Kuck mal hier: „Bundeskanzler will erfolgreiche Pakistan-Mission verlängern.“
- Echt, is dat doch erfolgreich? Dem Kalle vom Fließband ist da neulich der Sohn jestorben. Sagen die Andern was dazu?
- Welchen Andern?
- Na, de Opposition oder wie dat nochmal hieß.
- Steht nix von. Ich find die Regierung aber ganz okay so. Die wollen jetzt die Steuern senken, steht hier. Und dat Bundesrats-Jebäude wird privatisiert, steht hier ooch.
- Privatiwas? Was bedeutet denn das?
- Weeß ick doch nich!
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