You’re a tool

Den Aktiven gehört die Welt. Ich kenne Phasen in meinem Leben, in denen die Couch eine magische Anziehungskraft ausübt, und das über Wochen. Und Phasen, in denen ich Dinge tue. Rausgehen, neue Orte erkunden, Fotos machen, mich neu erfinden, lernen, auf dem Instrument ein paar Songs zu spielen, (b)loggen. Die erstgenannten Phasen sind eher im Winter und sehr gemütlich. Die anderen im Sommer und irgendwie belebend. In den aktiveren Phasen geht es mir besser. Du bist ein Tool, dazu da, Dinge zu erschaffen. Zu lernen, zu lesen, zu spielen, zu machen. Für mich bedeutet das, dass es hier erst einmal weiter geht, und dass ich mich nach der kurzen Logpause dazu schon ganz schön wieder aufraffen muss. Die Couch…

Immer schön, mal eine kleine Reise-Erzählung zu schreiben. Wie ich mit einem E-Scooter über 30 Kilometer am wunderschönen Rhein entlang mit einer Akkuladung von Remagen nach Bonn und weiter nach Mondorf gefahren bin, habe ich drüben auf dem Trendblog festgehalten.

Zelten im Auto: Meine Rundreise in den Norden und den Osten geht bald los. Ich plane, ganz „normal“ mit Luftmatratze und Schlafsack im Auto zu pennen. Als Sichtschutz bleibt mir dann eigentlich nur, eine Strandmuschel zu nehmen. Zelten im Auto also. Und mehr oder weniger fast wie früher im Zeltlager. Nur jetzt halt mit Auto drum herum. Die Ansprüche steigen mit dem Alter.

Die perfekte Kamera: Wird sie jemals erfunden werden? Die Fast-Schon-Profi-Kamera Fujifilm X-T30, die ich die letzten Wochen testen durfte, hat Spaß gemacht. Und doch käme ich nie auf die Idee, sie auf einen Spaziergang mit raus zu nehmen, wenn etwas anderes, wie Stadt erkunden, Bierchen trinken, sich die Beine vertreten im Vordergrund steht. Dafür ist sie zwar hübsch aber zu unhandlich.

Das Smartphone bleibt hier unschlagbar. Immer dabei, immer zu Hand, sofort bereit, Bilder sind immer hell genug (bei guten Smartphones) und nie verwackelt und ganz nebenbei sofort mit Freunden geteilt oder bei WhatsApp Status oder Instagram hochgeladen. Die Kamera-Hersteller kriegen diese User Experience nicht reproduziert. Deswegen kommt auf meinen Trip das iPhone X mit.

Ich habe eine Alternative zu effekthascherischen Wir-bringen-alles-egal-was-Medien wie Focus.de, Bild.de und Spiegel Online gesucht und in der Website vom Deutschlandfunk.de gefunden. Informiert über das Nötige herrlich unaufgeregt, liefert einen schnellen Überblick, bauscht nichts auf. Sehr angenehm.

Dazu passend: Ich mag den Relaunch von Kicker.de. Horizontal, aber doch wundervoll übersichtlich. Der Wunsch, ganz bis zum Ende zu scrollen. Viele News und doch über alles informiert. Dazu sehr augenfreundlich. Gut gemacht!

Primark wird am 13. August in Bonn eröffnen, und eigentlich könnte man sagen: Dann gehen wir da halt nicht rein. Wir wollten zwar die Südüberbauung weghaben, den Neubau Maximilian-Center dann aber schon nicht mehr so dringend und Primark schon gar nicht. (Come on, Bonn will Nachhaltigkeitshauptstadt sein!) Dann liest man im GA, dass der Primark in Bonn 180 (!) Mitarbeiter beschäftigen will. 180! Also 180 Jobs, die dann auch wieder wegfielen, wenn niemand dort einkaufen würde. Capitalism really is a bitch.

Ganz nebenbei: Laut GA beschäftigt Primark „rund 110 Mitarbeiter in den wichtigsten Beschaffungsländern, die die Fabriken kontrollierten, damit die vorgeschriebenen Standards wie angemessene Arbeitszeit und faire Bezahlung eingehalten würden.“

110 Kontrolleure weltweit vs. 180 Mitarbeiter in der Filiale in Bonn. Finde den Fehler.

Ich habe das Ende von Limbo gesehen. Limbo ist toll:

Marie Kondo fragt „Does it spark joy?“ Und über mein neues Minimalist Wallet von Paprcuts kann ich nur sagen: The hell it does!

Seid ihr schonmal nachts mit einem E-Scooter durch ein Salatfeld gebrettert? Ich jetzt schon.

Wie, „warum“?

Am Dienstag soll die Reise losgehen. Geplante Route: Bonn – Meppen – Cloppenburg – Hannover – Schöppenstedt – Leipzig – Dresden – Görlitz – Berlin – Hamburg – Oldenburg – Bonn. Abschiedstournee für meinen Renault Espace. Kam jetzt doch alles schneller als gedacht.

4 Kommentare

  1. Jawohl, es geht weiter, astrein!
    Kumpan-Bericht: Nach der Lektüre spontan eine Fahrradtour an der Weser mit dem Sohn gemacht 😉
    Deutschlandfunk: Nach Deinem früheren Hinweis gehört Nova im DAB zu meinem Lieblingsprogramm, auch wenn es für tagfüllende Autobahnfahrten nicht reicht, die fundierten News und Beträge wiederholen sich „oft“, teilweise auch am nächsten Tag, und werden dadurch etwas langatmig. Das ist aber i.O., man kann nicht in dieser Weise informieren und gleichzeitig ständig die Themen wechseln (das wären wie bei der Frage warum 1Live so seicht geworden ist…). Die Musikauswahl ist auf jeden Fall frisch und sehr gut. Die App (Dlf Audiothek) ist zu empfehlen, interessantes Konzept mit „Mein Radio“.
    Limbo: Musste erst danach suchen… 🙂
    Paprcuts: Bellroy ist eine sehr gute, haltbare (teurere) Alternative

    • Ah, danke! Da habe ich anscheinend noch nicht genug in DLF Nova reingehört. Wenn sich da Inhalte sehr oft wiederholen, ist das ja doof.

      Freut mich, dass ich dich zum Spazierengehen inspirieren konnte! 🙂

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